Geschichten für Tierliebhaber. Wie Gott Tiere gebraucht hat:

“Im schottischen Hochgebirge fand sich eine Frau, die ganz allein in ihrer einsamen Hütte wohnte, eines Mor-gens eingeschneit. Da der Schnee wochenlang ihr Haus fest einschloss, hätte sie vor Hunger sterben müssen, wenn Gott ihr nicht durch einen Fuchs geholfen hätte. Das Tier kratzte draußen an der Tür, und als die Frau einen Spalt öffnete, zwängte es sich hinein und schlich sich, von der Wärme angezogen, ins Zimmer. Da die Frau das Tier freundlich behandelte und es ihm nicht verwehrte, am Ofen zu liegen, machte es die Hütte zu seiner dauernden Wohnstätte. Der Fuchs ging aus auf Jagd und brachte eine solche Menge Wild mit nach Hause, daß die Frau, wie sie später selber erzählte, nie so gut versorgt worden war als um jene Zeit, da Gott sie durch den Fuchs speiste.” Quelle: Liebenzellner Mission

“Ich (Frieda Busch) würde diese wahre Geschichte für erfunden halten, wenn ich sie nicht selbst miterlebt hätte. Es war zur Zeit des Ersten Weltkrieges, da sah man auf einem Bauernhof im Samland in dem Ort Medenau (nördliches Ostpreußen) oft einen Storch in gravitätischer Haltung herumspazieren. Er wurde von der ganzen Familie geliebt und gepflegt. Es hatte eine ganz besondere Bewandtnis mit diesem Freund des Hauses. Einst hatte ihn der Sohn des Bauern, damals ein etwa sechzehnjähriger Junge, hilflos hüpfend und flatternd auf einer Wiese gefunden. Es war nicht schwer gewesen, ihn einzufangen und ihn vorsichtig nach Hause zu tragen. 

Der Storch erholte sich gut bei der liebevollen Pflege, aber die weite Reise in den Süden mit seinen Brüdern und Schwestern konnte er noch nicht mitmachen. Der ostpreußische Winter im warmen Stall bekam ihm sehr gut. Den nächsten Sommer verlebte er teils auf dem Hof, teils mit seinen Artgenossen.Im herannahenden Herbst zog er diesmal mit in den Süden.

Würde er im nächsten Frühjahr wohl wieder hierherkommen?

Ja, er kam wieder! Er baute  –  wie selbstverständlich  –  sein Nest auf dem Scheunendach des Hofes und verschmähte auch nicht die extra guten Happen, die man ihm und seiner Familie spendete. Im Herbst zog er wieder gen Süden. Sein damaliger Lebensretter aber musste in den Krieg (Erster Weltkrieg). Er geriet in französische Gefangenschaft und wurde nach Afrika in die Kolonie geschickt. Dort musste er auf dem Feld arbeiten. Oft quälte ihn das Heimweh, besonders wenn er Störche nordwärts ziehen sah. »Grüßt mir die Heimat, grüßt mir die Eltern!«, rief er ihnen nach. Da geschah etwas Merkwürdiges. Ein schöner großer Storch verließ die Flugbahn mit den anderen, flog tiefer und tiefer, umkreiste den Gefangenen, ließ sich nieder und kam aufgeregt mit den Flügeln schlagend auf ihn zu. Da erkannte der junge Bursche ihn – das war sein Storch. Am liebsten hätte er ihn umarmt, aber er fürchtete, ihn damit zu erschrecken. Jedoch der Storch kam vertraulich nah zu ihm, ja, er ließ sich ruhig von ihm streicheln.

Dem Gefangenen kamen die Tränen. Plötzlich packte ihn ein Gedanke. Hatte er nicht ein Stückchen Papier in der Tasche und einen Bleistift? Schnell schrieb er auf den Papierfetzen: »Ich lebe!«, und setzte seine Anschrift dazu.

Während er den Storch noch einmal streichelte, schob er das Stückchen Papier tief und fest zwischen die Flügelfedern und konnte es auch um eine Feder herumwickeln. Würden die Federn das Papier halten? Viele, viele Tage? Sie haben es wirklich festgehalten. Bei seiner Ankunft auf dem Hof marschierte der Storch so auffallend nah an den Eltern des jungen Mannes vorbei, wieder und immer wieder, bis sie das Papier entdeckten und ihn davon befreiten. Sprachlos lasen sie, was der Sohn geschrieben hatte.

»Er lebt! Unser Junge lebt!« Ein Jahr lang hatten sie keine

Nachricht von ihm gehabt. Nun fuhr der Vater sogleich zur nächsten Militärbehörde. Der Sohn wurde gegen einen französischen Gefangenen ausgetauscht.

Diese schöne Geschichte ist für mich nur verständlich durch das Handeln Gottes. Dass dem Storch ein Unglück widerfuhr, gehörte zur weisen Vorausplanung Gottes, damit dieser Storch den Eltern des jungen Mannes späterhin die wichtige Botschaft überbringen konnte, dass ihr Sohn in dem schrecklichen Ersten Weltkrieg überlebt hatte.

Noch etwas anderes Bedeutsames muss erwähnt werden. Die Eltern waren sehr gläubige Leute, aber ihr Sohn Fritz wollte von Gott und vom Glauben nichts wissen. Durch dieses besondere Erlebnis mit dem Storch fand Fritz noch in Afrika zum lebendigen Glauben. 

Diese außergewöhnliche Geschichte ist es wert, hier festgehalten zu werden. Sie bestätigt wieder einmal: »Denn bei Gott ist kein Ding unmöglich« (Lukas 1,37). Er ist der Herr über alle Dinge und damit auch über seine Schöpfung. Ein anderes augenfälliges Beispiel, wie Gott seine Kreatur einsetzt, um Menschen zu helfen, finden wir in 1. Könige 17,4-6. Elia wurde im Auftrag Gottes von Rabenversorgt: »Und du (Elia) sollst aus dem Bach (Krit) trinken, und ich (Gott) habe den Raben geboten, dass sie dich dort versorgen sollen. Er aber ging hin und tat nach dem Wort des HERRN und setzte sich nieder am Bach Krit, der zum Jordan fließt. Und die Raben brachten ihm Brot und Fleisch des Morgens und des Abends, und er trank aus dem Bach.«   (W.Gitt/CLV.de)

„Ein Schafhirte im Raum Karlsruhe musste eines Tages entdecken, dass ihm in der Nacht seine gesamte Herde mit insgesamt 111 Schafen gestohlen worden war.Er meldete dies der Polizei, und die machten sich auf die Suche nach den Tieren. Wochen später erfuhren die Behörden, dass in Köln ein Großtransport von 5000 Schafen ins Ausland geplant war. Sie informierten den Hirten und schlugen ihm vor, zu jenem Bahnhof zu kommen und herauszufinden, ob sich von seinen Schafen welche in der Herde befänden.Am entsprechenden Tag stand der Hirte mit Polizisten auf dem Güterbahnhof Köln, und eine riesige Herde Schafe zog an ihnen vorbei. In kurzen Abständen ließ nun der Hirte seinen Lockruf erschallen, und siehe, nach und nach löste sich ein Schaf nach dem andern aus den Fünftausend. Als alle Tiere verladen waren, zählte man die kleine Herde, die sich um den Hirten gesammelt hatte. Es waren zum Erstaunen aller genau 111 Schafe. Selbst die Polizisten waren überwältigt und davon überzeugt, dass die Schafe das Eigentum des Hirten sein mussten.Diese wahre Begebenheit ist eine tolle Illustration für die Aussage Jesu: „Ich bin der gute Hirte. Ich kenne meine Schafe, und sie kennen mich, genauso wie mich mein Vater kennt und ich den Vater kenne.“ Und er fährt fort: „Ich gebe mein Leben für die Schafe. Zu meiner Herde gehören auch Schafe, die jetzt noch in anderen Ställen sind. Auch sie muss ich herführen, und sie werden, wie die übrigen, meiner Stimme folgen. Dann wird es nur noch eine Herde und einen Hirten geben.“ (Johannes 10, 14)Wo passen wir da hinein? Jesus nennt uns Seine Herde. Er nennt sich selbst den Guten Hirten. Aber Er spricht auch von Räubern und Dieben. Die kommen, um die Schafe von Jesus wegzulocken, wegzustehlen, wegzutreiben, wegzutricksen und wegzuverführen. Anschließend sind sie getrennt vom Guten Hirten, unglücklich und gefangen vom Feind, der sie immer weiter wegbringen will.Wie kamen die Karlsruher Schafe wieder in die Obhut dessen, der sie besitzt, liebt, führt, versorgt und beschützt? Sie hören Seine Stimme. Monatszeitschrift „Stimme des Glaubens“

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