Gott hat die menschliche Natur sowohl im männlichen als auch im weiblichen Geschlecht geschaffen. Aber als Individuen sind wir Personen in einer direkten Beziehung zu Gott dem Vater und Gott dem Sohn und Gott dem Heiligen Geist. Wir sind Söhne und Töchter Gottes, wir haben teil am Verhältnis des Sohnes zum Vater und sind im Heiligen Geist Freunde Gottes. Also in unserem personalen Verhältnis zu Gott ist unsere Gotteskindschaft in Christus und Gottesfreundschaft im Heiligen Geist die höchste Verwirklichung unserer Gottesebenbildlichkeit. Das ist das, was uns als geistige und freie Geschöpfe auszeichnet und über den Rest des Universums unendlich erhebt.
Der Mensch hat als Mann und als Frau eine besondere Aufgabe, zuallererst bei der Weitergabe des Lebens. Wenn wir Christen sind wissen wir, dass wir auch als Vater und Mutter die Kinder im Glauben erziehen sollen, dass sie den Weg der Nachfolge Christi gehen und das ewige Leben erlangen.
Was Gott sich in seiner unendlichen Weisheit mit der Erschaffung der Hälfte der Menschheit als Frauen gedacht hat, kommt am schönsten zum Ausdruck in Maria, aus der der ewige Sohn des Vaters unsere menschliche Natur angenommen hat. So ist Maria die Mutter von Jesus, der zum unserem Heil vom Himmel herabgekommen ist und unser Fleisch angenommen und unter uns gewohnt hat, um uns von Sünde und Tod zu erlösen.
Die atheistischen Ideologen des Neomarxismus werten nicht nur die Rolle der Frau als Mutter ihrer Kinder und liebevolle Gefährtin ihres Mannes, sondern sogar ihr Menschsein ab.
Vatersein und Muttersein oder Brudersein und Freundsein ist übrigens keine Rolle wie im Theater, in die man hineinschlüpfen und wieder herausschlüpfen kann, sondern ein inniges Verhältnis von Person zu Person in voller Sympathie und Solidarität. Sie verfehlen auch den Sinn der geschlechtlichen Differenz, die für uns als Werk des Schöpfers durch und durch gut ist, so dass sich jeder Mann und jede Frau in ihre Haut wohl fühlen soll.
Niemand kann in einem falschen Körper leben, weil Gott uns in der Einheit von Geist und Materie geschaffen hat zu dieser konkreten Person in ihrer geistig-leiblichen Natur. Nicht der christliche Glaube vertritt ein überholtes Menschenbild, sondern diejenigen, die klüger sein wollen als Gott und die mit ihrem Versuch die Schöpfung zu verbessern alles zerstören und die Menschen unglücklich machen. K.M.
