GOTTESLÄSTERUNG | Gott ist nicht “queer”! KLARTEXT

Gott ist nicht das, was in den Augen einiger Menschen gerade „in“ ist. Gott ist nicht das, wofür ihn einige gerne haben und vereinnahmen wollen. Er ist auch nicht für alles Mögliche und Unmögliche heranzuziehen, um jede Sünde und Abartigkeiten rechtfertigen zu können. Gott ist nicht das Produkt unserer Wünsche und Ideen – und mit Sicherheit ist Gott auch nicht queer. Gleichzeitig gibt es einen regelrechten Hype darum, was alles und wer alles queer sei. Inzwischen erblicken wir krankhafte Züge. Wo ich bisher dachte, dass dies nur auf den Menschen bezogen sei, habe ich mich wohl geirrt. Selbst Gott wird von einer krankhaften Ideologie vereinnahmt und missbraucht.
Es kann aber nicht angehen und kann auch nicht die Lösung sein, dass wir heute alles als „normal“ definieren. Doch genau das geschieht heute an vielen Stellen in Gesellschaft und Kirche – unter anderen eben auch, was die menschliche Sexualität und Identität betreffen. Das geht so weit, dass viele der Überzeugung sind, der Mensch könne seine Identität nach seinen Wünschen und Begierden frei wählen. Dabei besteht die Würde des Menschen doch darin, dass er diese und seine Identität von seinem Schöpfer zugesprochen bekommt. Und dieser schuf nun mal den Menschen als Mann und Frau – genauer gesagt: männlich und weiblich. Die Vereinigung dieser beiden Geschlechter nennt die Bibel „Ehe“ – und diese Schöpfung ist keine Erfindung und auch keine Idee von Konservativen. Es ist ein biblisches und damit ein göttliches Grundprinzip. Man kann es drehen und wenden, wie man möchte, man kann sich um operieren lassen wie man möchte, genetisch bleibt ein Mann ein Mann, und eine Frau eine Frau.
Und plötzlich soll Gott also queer sein? Mitnichten! Wir können Gott nicht als Schirmherr für alle möglichen (krankhaften) Ideen, Gedanken und Ideologien heranziehen und missbrauchen, wie wir es gerne hätten. Wir können nur dann verantwortlich von Gott reden, wenn das auf einer biblischen Basis geschieht mit einer echten Gottesfurcht.
Die Aussage „Gott ist quer“ ist und bleibt unbiblisch und eine Gotteslästerung! Wenn wir Aussagen über Gott treffen, müssen wir unsere Aussagen daran messen lassen, ob die dem, was die Bibel über Gott sagt, entsprechen oder ob sie dem widersprechen. Unsere Beschreibungen und Zuschreibungen von und an Gott müssen sich an der Bibel messen lassen. „Gott ist wie ein guter Vater für mich“ lässt sich mit vielen Bibelstellen belegen. Unter anderen spricht Jesus von „Vater unser“ in Matthäus 6,9 sowie davon, dass „euer himmlischer Vater euch gut versorgt“ in Matthäus 6,26. Deswegen ist es auch unbiblisch, wenn wir – wie ich es jüngst in einem Gottesdienst auf YouTube gesehen habe – meinen, wir könnten das „Vaterunser“ beginnen mit „Gott (und jetzt lassen wir eine Pause, damit jeder das einsetzen kann, was für ihn gerade passt) unser“.
Jesus hat uns das „Vaterunser“ gelehrt und nicht das „Mutterunser“, dass „Ewiger unser“ oder „Gott unser“. Man kann das doof und altmodisch finden, sich dagegen wehren, dass von Jesus nicht in Ordnung finden und einen Hass auf alle Kirchen schieben, die das Vaterunser wirklich noch als „Vaterunser im Himmel“ beten. Das kann man alles machen. Am Ende bleibt dennoch eines so sicher wie das Amen in der Kirche: Jesus hat seinen Jüngern und uns das „Vaterunser“ gelehrt. Punkt!
Wenn jemand das Wort „queer“ in Bezug auf Gott verwendet, da muss die Frage erlaubt sein: Spielt die sexuelle Orientierung und geschlechtliche Identität Gottes in der Bibel eine Rolle? Mir ist keine einzige Bibelstelle bekannt, in der sexuelle Orientierung Gottes bzw. seine geschlechtliche Identität diskutiert und thematisiert wurde. Zurecht wird immer wieder betont, dass Gott viel größer ist als unsere Vorstellungskraft und alle menschlichen Kategorien (Jesaja 55,8). Wenn ich Gott als „queer“ bezeichne, dann ist das keine Äußerung, die einem biblischen Befund überhaupt standhalten kann. Denn Gott ist gerade nicht in menschlichen Kategorien und Schubladen einzuordnen. Deshalb halte ich die Aussage „Gott ist queer“ nicht nur unbiblisch, sondern auch Gotteslästerung, aufgrund mangelnder Gottesfurcht.
Über die Jahrtausende hinweg wurde Gott schon alles Mögliche genannt und missbraucht. Es gibt reihenweise Bücher, in den er beschrieben wurde. Manches darin ist wunderschön, manches daran nicht. Aber ich habe noch keinen vergleich Gottes gehört, der so vom Zeitgeist missbraucht wird und gleichzeitig so wenig von der Ehrfurcht Gottes redet, wie die Aussage „Gott ist queer“. Gott ist Gott – aber mit Sicherheit nicht queer.
Die Kirche und damit jeder einzelne Christ ist gebunden am Wort Gottes. Unser Gottesverständnis und Gottesbild müssen sich an biblischen Inhalten messen lassen. Wo kirchliche Verlautbarungen und Ideologien von der Botschaft der Bibel abweichen, so muss man diesen Aussagen klar und unmissverständlich widersprechen. Nicht um der Provokation willen, sondern um die Kraft des Evangeliums willen. Die Kirche kann nicht Gott und einem Trugbild von einem falschen Gottesbild dienen. Sie muss sich entscheiden. Nachfolge Jesu gibt es nicht ohne Gehorsam. Wer ein falschen Gottesbild huldigt, verkündigt und hinterher jagt, kann nicht erwarten, dass Segen biblischen Ausmaßes über seinen Dienst und Nachfolge kommt. Genau in dieser Spannung befindet sich die Kirche und einzelne Christen. Sie wollen einerseits, dass Gott sichtbar wird. Andererseits verleugnet man in Teilen die biblische Botschaft. Ein Blick in die Prophetenbücher des Alten Testamentes reicht, um festzustellen: Das ist noch nie gut gegangen. Bernhard Beck

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