Lauterbach trägt den Titel Gesundheitsminister. Zu Unrecht, wie ich meine.

Das will die Bundesregierung künftig erlauben
– Cannabis soll aus dem Betäubungsmittelgesetz herausgenommen werden, wo es bisher neben Heroin und anderen Drogen als verbotene Substanz gelistet und mit entsprechenden Strafvorschriften belegt ist.
– Ab 18 Jahren soll künftig der Besitz von 25 Gramm erlaubt sein von Volumen und Gewicht in etwa vergleichbar mit zwei gehäuften Esslöffeln Blumenerde.
– Privat sollen maximal drei Cannabis-Pflanzen angebaut werden dürfen.
– In Vereinen, sogenannten Cannabis-Clubs, sollen Mitglieder die Droge gemeinschaftlich anbauen und gegenseitig abgeben dürfen.

Wer wie er als Mediziner die Legalisierung von Cannabis befürwortet, ist sich über die Tragweite dieser Entscheidung (gesundheitlich Risiken mit Langzeitfolgen in Verbindung mit hohen Kosten für das Gesundheitswesen, nicht bewusst.

Welche Wirkung hat Cannabis auf die Stimmung?
THC löse durch den oben beschriebenen Prozesse also einen Rauschzustand aus, welcher, je nach Aufnahme oder auch persönlicher Verfassung der Person sehr unterschiedlich ausfallen könne.

Als positiv wahrgenommene Wirkungen nennt die BzgA:
ein Rausch positiver Emotionen („high sein“)
ungewohnte Sprünge der Gedanken
das Gefühl, mit anderen „eins“ zu sein
alberne und lustige Gespräche, Lachflashs schon bei Kleinigkeiten
der Körper entspannt und man fühlt sich „leicht“

Als negativ wahrgenommene Wirkungen nennt die BzgA hingegen:
Angst und Panikgefühle
ein „Horrortrip“: Dabei kann man verwirrt sein und plötzlich das Gefühl bekommen, verfolgt zu werden
Filmriss
übertriebene Empfindlichkeit
Halluzinationen: Man kann Dinge sehen, die gar nicht da sind.
Herzrasen, Übelkeit oder Schwindel. Auch ein Kreislaufkollaps ist möglich.
Bei den synthetischen Cannabinoiden würden diese negativen Wirkungen noch mal verstärkt.

Welche Langzeitfolgen hat Cannabis?
Mediziner wissen seit langem, dass der Wirkstoff THC aus der Cannabispflanze die Hirnfunktion beeinträchtigen kann – zumindest, wenn die Kiffer früh mit dem Konsum anfangen, regelmäßig relativ viel und über längere Zeit zu Marihuana oder Haschisch greifen. Auch eine Herzproblematik ist bekannt.

Manche Mediziner sprechen sogar von der Gefahr eines Herztods, auch wenn das sehr selten vorkomme. Über zwei solcher Fälle hatte zumindest eine Studie von Forensic Science International aus dem Jahr 2014 berichtete. Demnach habe es möglicherweise einen Zusammenhang zwischen dem Cannabis-Konsum zweier verstorbener Männer und ihrem Herztod gegeben.

Andere Mediziner glauben hingegen, dass ein derartiger Angriff aufs Herz nur bei einer Vorerkrankung der Gefäße, etwa Arteriosklerose oder Bluthochdruck, passieren könne.

Es gibt aber auch psychische Langzeitfolgen. Darauf hatte etwa der Heidelberger Psychiater Christian Wolf schon früh in der Debatte um die Legalisierung von Cannabis hingewiesen. Ein Problem ist aus Sicht Wolfs vor allem die Entwicklung einer Abhängigkeit.

Jugendliche sind besonders gefährdet
Von Menschen, die mindestens einmal die Woche oder öfter Cannabis konsumierten, entwickelten im Schnitt 30 Prozent der Fälle eine Abhängigkeit. Doch man habe es mit weiteren Begleiterkrankungen zu tun, wie etwa der Abhängigkeit von Alkohol, anderen Drogen, Depression, Psychosen, Schizophrenie. Dazu kämen andere Langzeitfolgen, sagte Wolf damals der „Rhein-Neckar-Zeitung“. Dazu zählen demnach nachteilige Veränderungen des Gedächtnisses, der Konzentration und anderer kognitiver Funktionen.

Besonders Jugendliche sind gefährdet, Langzeitfolgen zu erleiden, wie die BZgA erklärt. Das Gehirn Jüngerer befinde sich in einer wichtigen Entwicklungsphase. Ein ständiges „Fluten“ mit THC könne dabei die Reifeprozesse im Gehirn stören. Focus.de

Weiter hier: https://www.nohopeindope.de/drogenberatung/cannabis/

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