Heute ist weltweiter Gebetstag für verfolgte Christen. Dazu die Geschichte der Christen in Europa. Wir müssen aufwachen.

Heute geht es mir um die Geschichte der Christen in Europa. Ich richte mich ausdrücklich an jene Christen in Deutschland und anderswo in Europa, die den politischen Islam verharmlosen und jede Warnung vor Islamisten für übertrieben halten. Wer deren Ziele schönredet, macht sich zu ihrem nützlichen Idioten.

Wer heute die Palästinenser verteidigt und Israel die ganze Schuld zuschiebt, sollte diesen Text unbedingt bis zum Ende lesen.

Ja, der Text ist sehr lang. Er ist so lang, weil Fallaci Seite für Seite von Verbrechen berichtet, die Eroberungsheere muslimischer Herrscher in Europa und an seinen Bewohnern begingen. Hinter den Ortsnamen und Jahreszahlen stehen Menschen, deren Städte geplündert wurden, die man verschleppte, versklavte oder tötete.

Der folgende Text stammt aus Oriana Fallacis 2004 erschienenem Buch La forza della ragione. Einige ihrer Daten, Zahlen und Schilderungen halten einer historischen Prüfung nicht stand. Meine Anmerkungen dazu stehen am Ende.

Oriana Fallaci – Eine kleine Geschichtslektion

Im Jahr 635 n. Chr., also drei Jahre nach Mohammeds Tod, fielen die Heere des Heiligen Halbmonds in das christliche Syrien und das christliche Palästina ein.

638 nahmen sie Jerusalem und die Grabeskirche ein.

640, nachdem sie Persien, Armenien und Mesopotamien, den heutigen Irak, erobert hatten, fielen sie in das christliche Ägypten ein und eroberten den christlichen Maghreb, also das heutige Tunesien, Algerien und Marokko.

668 griffen sie zum ersten Mal Konstantinopel an und belagerten es fünf Jahre lang.

711 überquerten sie die Straße von Gibraltar, landeten auf der zutiefst katholischen Iberischen Halbinsel und unterwarfen Portugal und Spanien. Dort blieben sie trotz des Widerstands heldenhafter Kämpfer wie Pelayo, des Cid Campeador und anderer ganze acht Jahrhunderte.

Wer an das „friedliche Zusammenleben“ glaubt, das die Beziehungen zwischen Eroberern und Eroberten geprägt haben soll, der möge die Berichte über niedergebrannte Abteien und Klöster, entweihte Kirchen, vergewaltigte Nonnen und christliche und jüdische Frauen nachlesen, die sie in ihre Harems sperrten.

Er möge sich an die Gekreuzigten von Córdoba erinnern, an die Gehängten von Granada, an die Enthaupteten von Toledo und Barcelona, Sevilla und Zamora. Die Enthauptungen in Sevilla befahl al-Mutamid. Mit den abgeschlagenen Köpfen von Juden und Christen schmückte er seinen Palast.

In Zamora wurden auf Befehl Almanzors Köpfe abgeschlagen, jenes Wesirs, der als „Förderer der Philosophen und größter Herrscher des islamischen Spanien“ bekannt ist!

Wer den Namen Jesu aussprach, wurde auf der Stelle hingerichtet. Durch Kreuzigung natürlich, oder durch Enthauptung, Erhängen oder Pfählen. Dasselbe widerfuhr denen, die es wagten, eine Glocke zu läuten. Dasselbe galt für das Tragen der Farbe Grün, die ausschließlich dem Islam vorbehalten war. Ging ein Muslim vorbei, musste jeder Jude und jeder Christ zur Seite treten und sich verbeugen. Und wehe dem Juden oder Christen, der es wagte, auf eine Beleidigung durch einen Muslim zu reagieren.

Und was den so gern hervorgehobenen Umstand angeht, dass die „ungläubigen Hunde“ nicht zum Übertritt zum Islam verpflichtet waren und nicht einmal dazu gedrängt wurden – wissen Sie, warum man sie nicht drängte? Weil diejenigen, die zum Islam übertraten, keine Steuern mehr zahlten. Und wer sich weigerte, zahlte weiter.

721 zogen sie aus Spanien in das ebenso katholische Frankreich. Unter dem Statthalter von al-Andalus, Abd ar-Rahman, metzelten sie die gesamte männliche Bevölkerung der Pyrenäen und Narbonnes nieder und verschleppten sämtliche Frauen und Kinder in die Sklaverei. Dann zogen sie weiter nach Carcassonne. Auf dem Weg nach Norden töteten sie in jeder Abtei, die sie passierten, die Nonnen und Mönche. In Lyon und Dijon plünderten sie ausnahmslos alle Kirchen. Ihre Eroberung Frankreichs zog sich in mehreren Wellen über elf Jahre hin.

731 erreichte eine Welle von 380.000 Fußsoldaten und 16.000 Reitern Bordeaux, zog weiter nach Poitiers und von dort nach Tours.

Hätte Karl Martell 732 die Schlacht bei Tours und Poitiers nicht gewonnen, würde heute auch Frankreich Flamenco tanzen.

827 landeten sie auf Sizilien, einem weiteren Ziel ihrer unersättlichen Gier. Wie üblich mordend, enthauptend, pfählend und kreuzigend eroberten sie Syrakus und Taormina, dann Messina und Palermo. Binnen eines Dreivierteljahrhunderts islamisierten sie die Insel. So lange brauchten sie, um den Widerstand der stolzen Sizilianer zu brechen. Zwei Jahrhunderte blieben sie dort, bis die Normannen sie vertrieben.

836 aber landeten sie in Brindisi, 840 in Bari, 841 in Ancona. Dann zogen sie von der Adria zurück zum Tyrrhenischen Meer und landeten im Sommer 846 in Ostia. Sie plünderten und verbrannten die Stadt, zogen den Tiber hinauf und erreichten Rom. Sie belagerten die Stadt und drangen eines Nachts in sie ein. Sie plünderten und zerstörten die Basiliken St. Peter und St. Paul. Um sie loszuwerden, musste Papst Sergius II. einen jährlichen Tribut von 25.000 Silberbarren entrichten.

Um weitere Angriffe abzuwehren, ließ sein Nachfolger Leo IV. die Leoninischen Mauern errichten. Nachdem sie Rom verlassen hatten, fielen sie über Kampanien her. Dort blieben sie 70 Jahre, verwüsteten Montecassino und setzten Salerno zu.

Eines ihrer Vergnügen in dieser Stadt bestand darin, Nacht für Nacht die Jungfräulichkeit einer Nonne zu opfern. Und wissen Sie, wo? Auf dem Altar der katholischen Kathedrale.

898 fielen sie über die Provence her, genauer gesagt über das heutige Saint-Tropez. Nachdem sie sich dort festgesetzt hatten, überquerten sie 911 die Alpen und fielen ins Piemont ein. Sie besetzten Turin und Casale, brannten alle Kirchen und Bibliotheken nieder, töteten Tausende Christen und zogen dann in die Schweiz. Dort gelangten sie bis zum Genfersee, wurden aber vom Schnee aufgehalten, kehrten um und zogen zurück in die warme Provence.

940 besetzten sie Toulon, ließen sich dort nieder und … nun, Sie wissen es bereits. Heute ist es sehr in Mode, sich an die Brust zu schlagen, Buße zu tun und den Westen wegen der Kreuzzüge anzuklagen. Die Kreuzzüge als Unrecht an armen, unschuldigen Muslimen zu betrachten. Doch bevor die Kreuzzüge zu einer Reihe von Expeditionen wurden, um den Christen das Heilige Grab in Jerusalem zurückzugeben, das bekanntlich von Muslimen und nicht von meiner Tante erobert worden war, waren sie eine Antwort auf vierhundert Jahre Einfälle und Besatzung.

Die Kreuzzüge waren ein Gegenangriff, der die islamische Expansion in Europa stoppen und sie nach Osten ablenken sollte, nach Indien, Indonesien und China, dann über ganz Afrika und in Richtung Russland und Sibirien, wo die zum Islam übergetretenen Tataren bereits die Anhänger Christi angriffen.

Doch nach dem Ende der Kreuzzüge nahmen die Söhne Allahs ihre frühere Politik wieder auf und gingen noch weiter. Diesmal bedienten sie sich der Türken, die kurz vor der Gründung des Osmanischen Reiches standen. Bis 1700 richtete dieses Reich seine ganze Gier auf den Westen und machte Europa zu seinem bevorzugten Schlachtfeld.

Ausdruck und Träger dieser Gier waren die berühmten Janitscharen. Bis heute bereichern sie unsere Sprache als Synonym für fanatische Mörder. Aber wissen Sie, wer diese Janitscharen tatsächlich waren? Die Elitetruppe des Reiches. Supersoldaten, ebenso bereit zur Selbstvernichtung wie zu Krieg, Mord und Plünderung. Wissen Sie, wo sie angeworben oder, genauer gesagt, zum Dienst gezwungen wurden? In den vom Reich unterworfenen Ländern. In Griechenland etwa, in Bulgarien, Rumänien, Ungarn, Albanien und Serbien. Häufig auch in Italien, in den Küstenstädten, die ihre Piraten überfielen. An diesen Küsten sieht man bis heute die Reste der Wachtürme, die gebaut wurden, um ihr Herannahen frühzeitig zu erkennen und die Bewohner der umliegenden Städte und Dörfer zu warnen.

Dort klingt noch der Ruf nach, den man heute spöttisch gebraucht, der damals aber ein Schrei des Entsetzens und der Verzweiflung war. „Mama, die Türken!“ Sie verschleppten diese künftigen Mörder im Alter von elf oder zwölf Jahren zusammen mit noch jüngeren Kindern, um diese in die Harems pädophiler Sultane und Wesire zu sperren. Sie wählten die schönsten und kräftigsten Erstgeborenen angesehener Familien aus. Nach dem Übertritt zum Islam sperrte man sie in Kasernen. Dort verbot man ihnen jede liebevolle, menschliche Bindung, auch die Ehe, und indoktrinierte sie in einem Maß, wie es nicht einmal Hitler mit seiner Waffen-SS getan hatte. Man machte aus ihnen die furchtbarsten Kriegsmaschinen, die die Welt seit der Römerzeit gesehen hatte.

Ich will diese kleine Geschichtslektion, die an unseren politisch korrekten Schulen eine wahre moralische Sünde wäre, nicht zu sehr in die Länge ziehen. Aber ich muss wenigstens kurz dem Gedächtnis der Vergesslichen und der Heuchler auf die Sprünge helfen.

1356, 84 Jahre nach dem Achten Kreuzzug, nahmen die Türken Gallipoli ein, eine Halbinsel, die sich 100 Kilometer entlang des Nordufers der Dardanellen erstreckt. Von dort marschierten sie los, um Südosteuropa zu erobern, und nahmen im Handumdrehen Triest, Mazedonien und Albanien ein. Sie unterwarfen Großserbien und belagerten Konstantinopel erneut, fünf Jahre lang. Sie legten die Stadt lahm und schnitten sie vom übrigen Westen ab. 1396 allerdings mussten sie innehalten, weil sie sich um die Mongolen kümmern mussten, die zwar islamisiert, aber nicht unterworfen waren.

Doch schon 1430 setzten sie ihren Feldzug gegen Europa fort und nahmen das venezianische Thessaloniki ein. Nachdem sie 1444 bei Warna den christlichen Widerstand gebrochen hatten, sicherten sie sich die Herrschaft über die Walachei, Moldau und Siebenbürgen, über das Gebiet, das heute Bulgarien und Rumänien heißt. 1453 schlossen sie Konstantinopel erneut ein. Am 29. Mai fiel die Stadt in die Hände Mehmeds II.

Wissen Sie übrigens, wer dieser Mehmed II. war? Ein Bursche, der mithilfe des islamischen Brudermordgesetzes, das dem Sultan erlaubte, Mitglieder seiner Familie zu töten, den Thron bestieg, indem er seinen dreijährigen Bruder erdrosselte.

Sie erinnern sich wahrscheinlich nicht an die Chronik vom Fall Konstantinopels, die uns der Schreiber Sphrantzes hinterlassen hat. Sie könnte dem Gedächtnis der Vergesslichen auf die Sprünge helfen. Oder vielmehr dem der Heuchler.

Besonders in Europa, das nur Muslime betrauert und niemals Juden, Christen, Buddhisten oder Hindus, wäre es politisch unkorrekt, sich die Einzelheiten des Falls von Konstantinopel in Erinnerung zu rufen.

Im Morgengrauen, während Mehmed II. die Theodosianischen Mauern beschießen ließ, suchten die Einwohner Zuflucht in der Hagia Sophia. Dort sangen sie Psalmen, um Gottes Erbarmen zu erflehen. Bei Kerzenlicht hielt der Patriarch seine letzte Messe und rief laut, um die Panik zu dämpfen. „Fürchtet euch nicht, meine Brüder und Schwestern! Morgen seid ihr schon im Himmelreich, und eure Namen werden bis ans Ende der Zeiten weiterleben!“ Die Kinder weinten vor Angst. Um ihnen Mut zu machen, wiederholten die Mütter: „Still, still, mein Kind! Wir sterben für unseren Glauben an Jesus Christus! Wir sterben für unseren Kaiser Konstantin XI., für unsere Heimat!“

Unter Trommelschlägen drang das osmanische Heer durch die Breschen in den Mauern, überrannte die genuesischen, venezianischen und spanischen Verteidiger und hieb sie mit seinen Äxten in Stücke. Dann stürmten die Soldaten die Kirche und enthaupteten alle, auch die Kinder. Sie vergnügten sich damit, mit den kleinen abgeschlagenen Köpfen die Kerzen umzustoßen …

Das Gemetzel dauerte vom Morgengrauen bis zum Mittag. Es endete erst, als der Großwesir auf die Kanzel der Hagia Sophia stieg und sich an die Mörder wandte. „Ruht euch aus. Dieses Gotteshaus gehört jetzt Allah.“

Unterdessen brannte die Stadt. Die Soldateska kreuzigte, erhängte und pfählte. Die Janitscharen vergewaltigten und töteten Nonnen, viertausend in wenigen Stunden, und legten die Überlebenden in Ketten, um sie auf den Märkten Ankaras zu verkaufen.

Und Allahs Diener bereiteten ein Siegesmahl vor. Bei diesem Mahl betrank sich Mehmed II. entgegen den Gesetzen des Propheten mit zyprischem Wein. Weil er eine Schwäche für junge Knaben hatte, befahl er, ihm den Erstgeborenen des griechisch-orthodoxen Großfürsten Notaras zu bringen. Der Vierzehnjährige war für seine Schönheit bekannt. Vor aller Augen vergewaltigte Mehmed ihn und ließ dann seine Familie holen, die Eltern, Großeltern, Onkel, Tanten, Cousins und Cousinen. Einen nach dem anderen ließ er sie alle vor den Augen des Jungen enthaupten.

Er befahl auch, sämtliche Altäre zu zerstören, alle Glocken einzuschmelzen und alle Kirchen in Moscheen oder Basare zu verwandeln. So wurde aus Konstantinopel Istanbul.

Aber der Dodo von der UNO und die Lehrer an unseren Schulen wollen davon nichts hören.

Drei Jahre später, 1456, eroberten die Muslime Athen. Auch dort verwandelte Mehmed II. alle Kirchen in Moscheen und … nun, Sie wissen, wie es weitergeht. Mit der Eroberung Athens war der Einfall in Griechenland abgeschlossen. Vier Jahrhunderte lang hielten und verwüsteten sie das Land. Auf diese Eroberung folgte 1476 ein Angriff auf die Republik Venedig.

1480 fielen sie erneut über Apulien her. Am 28. Juli landete das Heer Ahmed Paschas in Otranto. Ganze zwei Wochen lang verteidigten allein die Bürger und eine Handvoll Soldaten die Stadt. Auch hier drangen die Muslime in die Kathedrale ein und enthaupteten sofort den Erzbischof, der gerade die Eucharistie spendete. Und mit ihm sämtliche Priester.

Alle jungen und schönen Frauen wurden den Soldaten überlassen. Die übrigen wurden getötet oder versklavt. Am Ende trieben sie 800 überlebende junge Männer zwischen 15 und 18 Jahren zusammen und brachten sie ins Lager Ahmed Paschas. Der stellte ihnen ein Ultimatum. „Wollt ihr zum Islam übertreten oder sterben?“ „Ich würde lieber sterben“, antwortete der sechzehnjährige Textilarbeiter Antonio Grimaldo Pezzulla. Da riefen alle Gefangenen ihm nach: „Ich auch, ich auch!“ Und Ahmed Pascha erfüllte ihnen ihren Wunsch, indem er allen die Köpfe abschlagen ließ. Je hundert am Tag. Das Gemetzel dauerte genau acht Tage.

Nur ein gewisser Mario Bernabei rettete sich, indem er zum Islam übertrat. Aber auch er erwies sich bald als sehr schlechter Muslim und wurde zur Strafe gepfählt. So berichtet es Pietro Colonna in seinem „Kommentar zur Apokalypse“.

Im folgenden Jahrhundert ging es mehr oder weniger im selben Stil weiter. Denn 1512 kam im Osmanischen Reich Selim der Unbarmherzige an die Macht. Wieder half das Brudermordgesetz. Er bestieg den Thron, indem er zwei seiner Brüder und fünf Neffen erdrosselte, dazu einige Kalifen und eine unsägliche Zahl von Wesiren.

Von einem solchen Gentleman stammte der weitsichtige Sultan ab, der einen „Islamischen Staat Europa“ schaffen wollte – Süleyman der Prächtige. Unmittelbar nach seiner Krönung stellte Süleyman der Prächtige ein Heer von 400.000 Mann mit 30.000 Kamelen, 40.000 Pferden und 300 Kanonen auf. Aus dem bereits islamisierten Rumänien zog er 1526 ins katholische Ungarn und schlug dessen Heer trotz des Heldenmuts seiner Verteidiger in weniger als 48 Stunden.

Dann gelangte er nach Buda, dem heutigen Budapest. Er brannte die Stadt nieder. Und raten Sie, wie viele Ungarn, Männer, Frauen und Kinder, auf den Sklavenmärkten landeten, für die Istanbul inzwischen berühmt war? Hunderttausend.

Raten Sie nun, wie viele im folgenden Jahr auf den Märkten landeten, die mit Istanbul konkurrierten, also in Damaskus, Bagdad, Kairo und Algier. Drei Millionen. Doch selbst das stillte Süleymans Gier nicht. Um einen „Islamischen Staat Europa“ zu schaffen, stellte er ein zweites Heer mit weiteren 400 Kanonen auf und zog 1529 von Ungarn nach Österreich. Das streng katholische Österreich galt als Bollwerk der Christenheit. Zugegeben, es gelang ihm nicht, Österreich einzunehmen. Nach fünf Wochen erfolgloser Angriffe beschloss er, sich zurückzuziehen.

Auf dem Rückzug ließ er jedoch etwa 30.000 Bauern pfählen, die er für einen Verkauf in die Sklaverei für ungeeignet hielt. Denn der Preis für Sklaven war gefallen, nachdem drei Millionen und weitere hunderttausend ungarische Gefangene auf die Sklavenmärkte gebracht worden waren.

Nach seiner Rückkehr nach Istanbul übertrug Süleyman die Reform seiner Flotte dem berühmten Piraten Chaireddin, bekannt unter dem Namen Barbarossa, also Rotbart. Erinnern Sie sich, Europäer, woher Sie das Wort „Barbarossa“ kennen. Die Reform machte das Mittelmeer zum Seekriegsschauplatz des Islams. Nachdem Süleyman einem Palastputsch vorgebeugt hatte, indem er seine beiden ältesten Söhne und ihre sechs Kinder, also seine Enkel, erdrosseln ließ, fiel er 1565 über die christliche Festung auf Malta her.

Und es half überhaupt nichts, dass er 1566, Halleluja!, an einem Herzinfarkt starb. Es half überhaupt nichts, weil der Thron an seinen dritten Sohn ging, der als der Trunkenbold bekannt war, nicht als der Prächtige. Und unter Selim dem Trunkenbold eroberte der Feldherr Lala Mustafa 1571 das christliche Zypern. Dort beging er eines der schlimmsten Verbrechen, mit denen sich dieser „Strahl der Zivilisation“ entehrt und befleckt hat. Ich meine das Martyrium des venezianischen Senators Marcantonio Bragadin, des Gouverneurs der Insel.

Wie der Historiker Paul Fregosi in seinem bemerkenswerten Buch „Dschihad“ berichtet, ritt Bragadin nach der Unterzeichnung der Kapitulation zu Mustafa, um die Friedensbedingungen zu besprechen. Und weil er auf die Form hielt, erschien er mit allem Pomp, auf einem prächtigen Hengst und in seiner purpurfarbenen Senatorenrobe. Dazu begleiteten ihn 40 Arkebusiere in Paradeuniform und der umwerfend schöne Page Antonio Quirini, der Sohn des Admirals Quirini. Der Junge hielt einen kostbaren Sonnenschirm über den Kopf des Senators.

Aber auch damals war die Zeit für Friedensgespräche ungünstig, meine lieben einseitigen Pazifisten. Denn nach einem vorbereiteten Plan ergriffen die Janitscharen sofort den umwerfend schönen Antonio. Man sperrte ihn in den Harem Mustafas, der Knaben noch mehr liebte als Mehmed II. Dann umzingelte man die 40 Arkebusiere und hieb sie mit Äxten in Stücke. Buchstäblich in Stücke, wie Fleisch für einen Braten. Schließlich holte man Bragadin vom Pferd und schnitt ihm zunächst Nase und Ohren ab. So entstellt musste er vor dem Ungeheuer niederknien, das befahl, ihn bei lebendigem Leib zu häuten. Die Häutung und Hinrichtung erfolgten dreizehn Tage später vor den Augen der Zyprer, die man zur Anwesenheit gezwungen hatte.

Unter Spott und Hohn der Janitscharen, die sich über sein Gesicht ohne Nase und Ohren lustig machten, musste Bragadin mehrmals durch die Stadt laufen, einen Sack Abfall hinter sich herziehen und jedes Mal den Boden lecken, wenn er an Lala Mustafa vorbeikam. Dann kam die letzte Folter. Er starb, während man ihm die Haut abzog. Als die Häutung beendet war, befahl Lala Mustafa, die Haut mit Stroh auszustopfen und daraus eine Puppe zu machen. Auf seinen Befehl wurde die Puppe auf eine Kuh gebunden und noch einmal durch die Stadt geführt. Danach band man sie an den Hauptmast von Mustafas Flaggschiff. Zum ewigen Ruhm des Islams.

Auch half es nichts, dass die erzürnten Venezianer sich mit Spanien, Genua, Florenz, Turin, Parma, Mantua, Lucca, Ferrara, Urbino, Malta und dem Kirchenstaat zusammentaten und am 7. Oktober die Flotte Ali Paschas in der Schlacht von Lepanto besiegten. Zu diesem Zeitpunkt stand das Osmanische Reich auf dem Höhepunkt seiner Macht. Unter einem Sultan nach dem anderen griff es ungehindert weiter den Kontinent an, auf dem Süleyman der Prächtige seinen „Islamischen Staat Europa“ hatte errichten wollen. Sie kamen bis nach Polen, das die Horden des Heiligen Halbmonds zweimal besetzten, 1621 und 1672.

Es war kein Zufall, dass der Traum von einem „Islamischen Staat Europa“ erst 1683 gestoppt wurde. Damals versammelte der Großwesir Kara Mustafa 600.000 Soldaten, dazu tausend Kanonen, 40.000 Pferde, 20.000 Kamele, 20.000 Elefanten, 20.000 Ochsen, 20.000 Maultiere, 20.000 Stiere und Kühe, 10.000 Ziegen und Schafe sowie 100.000 Säcke Mais und 50.000 Säcke Kaffee, dazu hundert Ehefrauen und Konkubinen. Mit all diesem Überfluss kehrte er nach Österreich zurück, schlug vor Wien ein gewaltiges Lager auf, 25.000 Zelte neben seinem eigenen, das mit Straußen, Pfauen und Springbrunnen geschmückt war, und belagerte die Stadt zum zweiten Mal.

Tatsache ist, dass die Europäer 1683 weitaus klüger waren als heute. Mit Ausnahme der Franzosen, die schon damals enge Beziehungen zum Islam liebten. Man denke nur an den von Ludwig XIV. unterzeichneten „Bündnisvertrag“. Die Europäer versprachen, neutral zu bleiben, und eilten der Hauptstadt zu Hilfe, die nun als Bollwerk des Christentums galt. Alle, wirklich alle Europäer, Engländer, Spanier, Ukrainer, Deutsche, Polen und Italiener, also Genuesen, Venezianer, Toskaner, Piemontesen und die Untertanen des Kirchenstaats, die sich ihnen anschlossen.

Am 12. September errangen sie einen überwältigenden Sieg und zwangen Kara Mustafa zur Flucht. Er ließ seine Kamele und Elefanten, seine Ochsen und Maultiere, seinen Mais und Kaffee, seine Straußen und Pfauen, seine Ehefrauen und Konkubinen zurück. Damit seine Frauen und Konkubinen den „ungläubigen Hunden“ nicht in die Hände fielen, schnitt Kara Mustafa ihnen allen die Kehle durch.

Warum erzähle ich das alles? Damit klar wird, dass die heutige Invasion Europas durch den Islam nichts anderes als eine islamische Renaissance ist! Eine Wiedergeburt des jahrhundertealten Expansionismus des Islams, seines jahrhundertealten Imperialismus und Kolonialismus. Die Europäer mag das an die Pest des Dritten Reiches erinnern. Der Vergleich trifft zu. Doch das Fundament dieser Barbarenlawine des 21. Jahrhunderts ist eine Bevölkerungsexplosion, zusammen mit dem Islam, einer der Weltreligionen, und das ist an sich weitaus gefährlicher als die nationalsozialistische Theorie von den Übermenschen.

Diese Wiedergeburt des Islams im 21. Jahrhundert ist raffinierter. Heimtückischer. Wegen ihrer demografischen Basis weit gefährlicher. Heute ist diese Invasion nicht allein durch moderne Kara Mustafas, Ali Paschas, Ahmed Paschas und Süleymans des Prächtigen gekennzeichnet. Durch Bin Ladens und al-Zarqawis, diverse Arafats und andere Halsabschneider, die sich zusammen mit Wolkenkratzern oder Bussen in die Luft sprengen.

Heute vollzieht sich diese Wiedergeburt des Islams in Form einer Lawine von Einwanderern, die sich in unseren Ländern, auf unserem heimatlichen Boden, niederlassen. Statt unsere Gesetze zu respektieren, drängen sie uns demonstrativ ihre eigenen auf. Ihre Traditionen, von denen Sie eben ein wenig gelesen haben, und ihren Gott.

Wissen Sie, wie viele von ihnen heute auf dem europäischen Kontinent leben, also auf dem Gebiet zwischen Atlantik und Ural? Rund 60 Millionen. Allein in der Europäischen Union etwa 25 Millionen. Außerhalb der EU 35 Millionen. Dazu zählen die Schweiz, wo sie mehr als 10 Prozent der Bevölkerung ausmachen, Russland mit 10,5 Prozent, Georgien mit bereits 12 Prozent, die Insel Malta mit 13 Prozent und Bulgarien, wo ihr Anteil bereits 15 Prozent erreicht hat. Dazu kommen 18 Prozent auf Zypern, 19 Prozent in Serbien, 30 Prozent in Mazedonien, 60 Prozent in Bosnien und Herzegowina, 90 Prozent in Albanien und 93,5 Prozent in Aserbaidschan …

Derzeit sind es nur in Portugal wenige (0,50 Prozent), in der Ukraine (0,45 Prozent), in Lettland (0,38 Prozent), in der Slowakei (0,19 Prozent), in Litauen (0,14 Prozent) und in Island (0,04 Prozent, o glückliche Isländer!).

Doch überall, sogar in Island, wächst ihre Zahl rasch. Das liegt nicht nur daran, dass die Invasion ununterbrochen weitergeht. Es liegt auch daran, dass die Muslime die fruchtbarste ethnische und religiöse Gruppe der Welt sind. Begünstigt wird dies durch einen schon im Mittelalter entwickelten Mechanismus der demografischen Expansion, die Polygamie. Wie die Anführer des Islams stolz erklärten und erklären, gilt der Mutterleib der Frau im Koran vor allem als Waffe!

Oriana Fallaci, 2004

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