“Das hat doch überhaupt nichts mit Weltoffenheit zu tun. Im Gegenteil: Da wird ein Dominanzanspruch formuliert, der einfach nur abschreckend wirkt.” Es geht um zwei zusammengesetzte Bibelworte (Apostelgeschichte 4,12 und Philipper 2,10): „Es ist in keinem andern Heil, ist auch kein anderer Name den Menschen gegeben, denn in dem Namen Jesu, zur Ehre Gottes des Vaters. Dass in dem Namen Jesu sich beugen sollen aller derer Knie, die im Himmel und auf Erden und unter der Erde sind.“ Die Inschrift wurde von König Friedrich Wilhelm IV. (1795–1861) ausgewählt. Ärger hat das Wort der Apostel schon damals bei der Regierung in Jerusalem gemacht. Sie wurden bedroht, bekamen Redeverbot und wurde dann auch verrügelt. Petrus und Paulus wurden schließlich in Rom hingerichtet. Das universale Angebot bleibt bestehen: “Gott will, dass alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen” (1.Timotheus 2,4) Das gilt, bis der auferstandene und zur Rechten Gottes erhöhte Jesus wiederkommt, “zu richten die Lebenden und die Toten”. So bekennen wir Christen es ausdrücklich gemeinsam mit dem Apostolischen Glaubenskenntnis im Gottesdienst. Abschreckender Dominanzanspruch? Nicht von uns Christen. Aber von Jesus singen wir: “Jesus Christus herrscht als König, alles wird ihm untertänig.” Das Evangelium von Jesus ist eine weltoffene Einladung. Sie gilt auch unserer Kulturstaatsministerin. Ulrich Parzany
