“Nie wieder Krieg in Europa! Kooperation statt Konfrontation. Dieser Grundgedanke wird nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs zur Initialzündung des europäischen Einigungsprozesses. Bereits 1946 ruft der britische Premierminister Winston Churchill in seiner berühmt gewordenen Züricher Rede zur Errichtung einer “Art von Vereinigten Staaten von Europa” auf. Frankreichs Außenminister Robert Schuman skizziert 1950 mit dem so genannten “Schuman-Plan” den ersten konkreten Schritt. Der von Jean Monnet erarbeitete Plan sieht vor, die für Rüstung und wirtschaftliche Entwicklung maßgeblichen nationalen Kohle- und Stahlindustrien in eine Gemeinschaft mit anderen Staaten zu integrieren. Die Idee findet in Deutschland, Italien und den Benelux -Staaten schnell Zustimmung, so dass schon im April 1951 die Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl ( EGKS ), besser bekannt als Montanunion, gegründet wird.
Obwohl man sich einig ist, die Montanunion nur als erste Etappe hin zu einer europäischen Föderation anzusehen, verläuft der weitere Weg äußerst schleppend. Ein herber Rückschlag ist das Scheitern der Europäische Verteidigungsgemeinschaft 1954. Dann zieht sich Großbritannien aus allen Verhandlungen zurück. Als sich auch Frankreich in den Beratungen für einen Gemeinsamen Markt und eine Europäische Atomgemeinschaft quer legt, droht das gesamte Projekt zu scheitern. Erst die Suez-Krise und die Lösung der Saar-Frage durch Beitritt des Saarlandes zur Bundesrepublik bringt die Verhandlungspartner wieder einander näher. Bei einem Treffen zwischen Bundeskanzler Konrad Adenauer und Frankreichs Regierungschef Guy Mollet kommt es schließlich zu einem Kompromiss, der den Weg zur Bildung einer Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft frei macht.
Trotz strömenden Regens empfängt am 25. März 1957 eine riesige Menschenmenge auf dem Kapitol in Rom die Delegationen der sechs europäischen Gründerstaaten. Im Saal der Horatier und Curiatier des Konservatorenpalastes unterzeichnen um 18.00 Uhr die Vertreter Belgiens, der Bundesrepublik Deutschland, Frankreichs, Italiens, Luxemburgs und der Niederlande die Verträge zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft ( EWG) und der Europäischen Atomgemeinschaft ( Euratom ). Für die Bundesrepublik setzen Konrad Adenauer und Staatssekretär Walter Hallstein ihre Namen unter das historische Vertragswerk, das nur einen kleinen Makel hat. Weil es noch kurz vor dem großen Ereignis Querelen um die endgültige Textformulierung gab, konnten die letzten Artikel erst am Morgen dieses Tages ausgearbeitet werden. So kommt es, dass den Staatsmännern nur die Seiten, die für die Unterschriften vorgesehen sind, in der Originalfassung vorliegen.” WDR.de
Griechenland, Römisches Reich, Europa und was sagt die Bibel dazu?
Es ist also klar: Das Römische Reich wird existieren, wenn der Herr Jesus kommen wird, um sein Friedensreich aufzurichten. Es ist aber auch klar, dass das Römische Reich untergegangen ist: der westliche Teil im 5. Jahrhundert durch die Germanen und der östliche Teil im Jahr 1453 durch die Türken. Folglich muss das Römische Reich wieder erstehen. Und das sagt die Schrift auch ganz klar: „Das Tier, das du sahst [und das Tier hatte zehn Hörner], war und ist nicht und wird aus dem Abgrund heraufsteigen und ins Verderben gehen“ (Offenbarung 17,8). Das Tier bekommt seine Macht und Gewalt von dem Drachen (Offenbarung 13,3) und wird – geführt durch den teuflischen Herrscher des Reiches, der mit dem Reich selbst identifiziert wird – eine 42-monatige Schreckensherrschaft ausüben.
Doch darum soll es jetzt nicht weiter gehen, ich wollte nur zeigen, dass das Römische Reich wieder kommen wird. Und sehen wir nicht heute deutlich, wie sich Europa mehr und mehr zusammenschließt ? Das ist zwar nicht die Erfüllung der Prophetie, aber es scheinen doch gewisse Vorboten erkennbar zu sein. Die Zeit ist nahe!
Bemerkenswert ist auch, dass der Gedanke an ein Römisches Reich im Westen nie untergegangen ist und bis heute fortlebt. Der Europavisionär Emile Lousse sagten in den 50err-Jahren: „Die europäische Einheit brauchen wir nicht zu schaffen, wir müssen sie lediglich wiederherstellen. “ Schon bei den Eiden der deutschen Kaiser wurde Bezug genommen auf das römische Kaisertum. Als Karl der Große vom Papst in Rom gekrönt wurde, führte er u.a. den Titel „Herrscher über das Reich der Römer“. Man denke auch an den Ausdruck „Heiliges Römisches Reich deutscher Nation“. Ferner war das römische Recht sehr bedeutsam für Europa. Und Napoleon Bonaparte soll einen Cäsarenwahn gehabt haben, während Hitler Karl den Großen bewunderte und sich freute über Mussolini, der das Römische Reich wieder aufleben lassen wollte. Im Jahr 1946 sprach Churchill in Zürich davon, dass Europa auferstehen solle.
Und am 25. März 1957 wurden von Belgien, der Bundesrepublik Deutschland, Frankreich, Italien, Luxemburg und den Niederlanden in Rom die Römischen Verträge unterzeichnet. Damit wurden die EWG und EURATOM gegründet – zwei wesentliche Bestandteile der späteren Europäischen Gemeinschaften. Im Jahr 2004 wurde in Rom der Vertrag über eine EU-Verfassung unterzeichnet, der aber dann nicht in Kraft trat. Bald jedenfalls wird der alte Traum vom Römischen Reich Wahrheit werden … aber es wird ein schrecklicher Alptraum sein! G.Setzer
