„ Ich verspreche Redefreiheit, aber für Freiheit nach der Rede kann ich nicht garantieren.“Idi Amin

„Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten …“, sagt Artikel fünf unseres Grundgesetzes.

Mehr als die Hälfte der Deutschen sind der Ansicht, man dürfe in der Öffentlichkeit nicht mehr sagen, was man denke. Diskussionen über heikle Themen solle man besser ausweichen, finden sie. Was man sagen dürfe und was nicht, werde mehr und mehr von einer militanten Minderheit bestimmt, die eine unzufriedene, aber willfährige Mehrheit vor sich hertreibe. NZZWoran es liegt es, dass man in Gesprächen mit Verwandten, Freunden, Bekannten die politischen und gesellschaftlichen Themen ausspart. Früher war das nicht so. Liegt es daran, dass man aus dem Mainstream gefallen ist, oder daran, dass wir in eine Zeit der aggressiven Unduldsamkeit geraten sind. In der elitäre Extreme durchgesetzt werden sollen. Offenbar geht es Mehrheiten so.Ist es nicht verblüffend, dass diktatorisches Sittenwächtertum von den Orten/Personen ausgeht, die ehemals der Inbegriff aufgeklärten und freien Denkens waren?

Und ist es nicht beängstigend, dass eine Demokratie diesem Treiben schutzlos ausgeliefert ist? Zeitgleich hat Minderheitenterror ein Ausmass angenommen, welches im Westen die Demokratie stark gefährdet. Die “gefühlte” Einschränkung der Redefreiheit hat nach meinem Eindruck mit der zunehmenden Ideologisierung einer linkslastigen Politik und der sie unterstützenden Medien zu tun. Mit der Ideologie verbunden ist die vermeintliche Erkenntnis und zugleich die Emotionalisierung unumstößlicher “absoluter” Wahrheiten (z.B. die des menschengemachten Klimawandels, der Ungefährlichkeit von MRNA-Impfstoffen, der Gefahren der Atomkraft, der Rassismus aller Andersdenkenden, das Gendern und die freie Bestimmung der Sexualität etc.).

Meinungsfreiheit bedeutet heute in Westen höchstens noch, dass man eine eigene Meinung haben darf. Nicht aber dass man sie sagen oder gar verbreiten kann. Vermutlich wird in Zukunft schon der Besitz einer eigenen Meinung schwierig werden. Wer die Wahrheit sagt, braucht ein schnelles Pferd. Chinesisches Sprichwort. Die Chinesen wissen das.

“Wer nicht begehrt, den Menschen zu gefallen und nicht fürchtet, ihnen zu mißfallen, genießt einen tiefen Frieden.” Thomas von Kempen 

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