“Einen Tag nach Paulus’ Ernennung, am 31. Januar 1943, drangen sowjetische Truppen in das Kaufhaus „Univermag“ ein. Um 7.35 Uhr sendete Paulus’ Gefechtsstand die Meldung: „Russe steht vor der Tür. Wir bereiten Zerstörung vor.“ Und wenige Minuten später: „Wir zerstören.“ Oh ja. Das hatten sie ja bereits sehr gründlich erledigt, das Zerstören. Die Schlacht um Stalingrad war damit offiziell beendet. Und der Mythos von der Unbesiegbarkeit der Wehrmacht ebenfalls. Und auch der Mythos, dass ein deutscher Generalfeldmarschall nicht in Gefangenschaft geht. Ganz handzahm war er, der „GFM Paulus“. Von den 100.000 erschöpften Soldaten, die sich letztlich ergaben, kamen nach Kriegsende gerade noch einmal 6.000 nach Hause. Schwersttraumatisierte und kranke Menschen. Das sind zwei Prozent aller deutschen Soldaten, die nach Stalingrad gezogen waren.
Es sollte allerdings noch einige Wochen und Monate und einige Millionen Leben dauern, bis die Russen auch an die Kellertüre des Führerbunkers in Berlin klopften.” Achgut.de (Mir war es gegönnt, einen Überlebenden kennen zu lernen. Sein Lieblingspsalm war der Psalm 91)
“Ich habe neulich einen erschütternden Bericht gelesen aus dem Zweiten Weltkrieg, wie in den Kessel von Stalingrad, der ganz eingeschlossen war von russischen Armeen, noch das letzte deutsche Flugzeug eingeflogen war. Dieses Flugzeug wird vollgepackt mit Verwundeten. Und dann kommen noch mehr Soldaten – halbverwundete, leichtverwundete, halberfrorene. Sie alle wollen mit. Aber das Flugzeug ist voll. Und da hängen sie sich an das Flugzeug, wo man sich nur eben festhalten kann: Außen an die Türgriffe, ans Fahrgestell. Und dann geht die Maschine hoch. Als sie landete, war keiner mehr da von denen, die sich außen drangehängt hatten. Sie waren weggeweht worden vom Sturm, ihre Hände waren erfroren. Nur die drin waren, die waren gerettet!
Da habe ich denken müssen: Das Evangelium vom Sohne Gottes, Jesus, der für uns starb und auferstanden ist, ist wie solch ein rettendes Flugzeug. Damit kann man rausfliegen aus dem Kessel der Verlorenheit. Es hat Platz genug. Aber es gibt so viele, die sind nicht richtig drin.”
W. Busch
