Libyen ist mit sich und Gott allein

Die NATO wird ihren Kampfeinsatz in Libyen beenden: Nun ist der junge Übergangsstaat auf sich allein gestellt. Libyen ist nun mit sich und Gott allein, wie die Welt titelt. “Kein anderer als Allah habe die Revolution und den Sieg geschenkt, so scheint es plötzlich.”

Doch die Befreiung, so wie die Revolution genannt wird, ist nichts anderes als das Tor zur Knechtschaft des Islam. Die Feierlichkeiten zum historischen Datum des Todes von Gaddafi ist das Fest der Unterdrückung zurück in die Herrschaft der hierarchisch diktatorischen religiösen Sklaverei der Scharia. “Rechtsgrundlage des neuen Lybiens soll die Scharia sein.” Wers glaubt, wird auf jeden Fall nicht selig.

Wer mir am meisten Leid tut sind dabei jetzt schon die Frauen: Polygamie wird wieder eingeführt werden, bis zu vier Frauen darf ein notgeiler Libyer zukünftig “halten”, auf Liebe hat natürlich keine von ihnen Anspruch. Scheidung wird nur noch möglich sein (für die Frau natürlich), wenn er krank wird oder unfruchtbar ist oder sie nicht mehr versorgen kann.

“Der Mann dagegen soll sich nach Gutdünken scheiden lassen können und muss seinen Wunsch nur dreimal aussprechen. Unter Gaddafi konnten Männer eine zweite Frau nur heiraten, wenn die erste ihr Plazet gab. Das Scheidungsrecht erkannte eine Vielzahl von Gründen an, wonach sich auch die Frau scheiden lassen konnte. Aber “beides verstößt gegen die Scharia”, sagte Dschalil und pries Gott für das islamische Recht und den Sieg der Revolution,” so schreibt weltonline weiter.

“Die Leute wollen nichts anderes,” so ein führender Demokrat der Libyer. Das mag vielleicht für viele Männer gelten, für die Frauen gilt das wohl eher weniger. Der Koran regelt eigentlich nur das Familien- und Erbrecht, doch die libyschen Bürger scheinen sich auch die islamische Regelung von Zivil- und Strafrecht durch die Scharia gewöhnen müssen. Diese Regelung beinhaltet auch Steinigung und andere martialische Verbrechen.

Die in unseren Medien als Befreiung titulierte Versklavung der Libyer scheint aber niemanden zu interessieren. Es ist nicht der Fall, dass alle Libyer die Scharia wollen. Es ist auch nicht der Fall, dass alle Libyer sich über diese Revolution so freuen, wie wir das hier immer hören. Kein Zweifel, Gaddafi war ein Tyrann, doch man muss fast sagen, dass die bürgerliche Situation sich eher verschlechtert hat als verbessert. Fragen sie einmal Mahfuds Zweit- oder Drittfrau.

Freiheit ist nur im Christentum möglich

Freiheit, persönliche und gesellschaftliche, ist nur im Christentum zu finden. Es ist keinesfalls die Zwangsjacke, die einer anderen Kultur ihren Stempel aufdrückt und sie “westlich” machen will. Der Sozialhistoriker Rodney Stark schrieb einmal:

Eine gerne geleugnete Tatsache ist, dass die Ablehnung der Sklaverei in der christlichen Theologie schon bald nach dem Niedergang Roms begegnet und nach und nach zum Verschwinden der Sklaverei im christlichen Europa führte, bis auf Restbestände in seinen Randgebieten. Als die Europäer später in der Neuen Welt die Sklaverei wieder einführten, taten sie dies gegen den erbitterten Widerstand der Päpste – eine Tatsache, die die Historiker bis vor Kurzem elegant „vergessen“ haben. Es waren dann christliche Aktivisten, die dafür sorgten, dass die Sklaverei in der Neuen Welt abgeschafft wurde.

Es waren Christen, die für Menschenrechte kämpften, nicht in ihrem Namen, sondern weil sie darin eine Verletzung des Willens Gottes sahen. Freiheit herrscht heute überall dort, wo es einmal christliche Erweckungen gab. Die Bürgerrechtsbewegung Mitte des 20. Jahrhunderts in den USA war eine nicht politisch motivierte Bewegung, sondern christlich. Der Historiker David Chappell zeigt eindeutig, dass die schwarzen Führer der Bürgerrechtsbewegung viel stärker in dem biblischen Verständnis von der Sündhaftigkeit des menschlichen Herzens verwurzelt waren und in der Verurteilung von Ungerechtigkeit bei den alttestamentlichen Propheten. Ebenso die Abolitionisten gegen die Apartheid in Südafrika, die eine „Wahrheits- und Aussöhnungskommission“ einsetzten, um im christlichen Menschenbild gegen Unterdrückung zu kämpfen. Zu Erwähnen wären noch die Gebrüder Hans und Sophie Scholl, unsere Mitbürger, die beiden aus biblischen Überzeugungen gegen die Tyrannei Hitlers standen. Ebenso Dietrich Bonhoeffer oder Oscar Romero in El Salvador, der seine Stimme für die Menschnrechte erhob und 1980 während einer Messe erschossen wurde.

Was bleibt von diesen Eindrücken? Schaut euch die Karte der Welt an: dort, wo der Islam regiert, ist nicht nur Wüste (ökonomische Retardation), sondern auch gesellschaftliche Unterdrückung. Dort, wo man versucht die Religion zu töten, herrscht ebenfalls das Unrecht – man verweise hier nur auf China oder Nordkorea. Dort, wo der Hinduismus regiert, werden Menschen in Kasten gesteckt oder eben nicht als Menschen behandelt, ebenfalls Unrecht. Dort, wo Geisterglaube herrscht, herrscht die Angst, wie in vielen Teilen Afrikas und Lateinamerikas.

Libyen ist nicht befreit

Es ist ein nicht zu übersehendes Faktum, dass die Welt ohne christliche Werte fast immer mit Unterdrückung liiert ist. Wer das leugnet, leugnet Geschichte. Libyen ist nicht befreit, solange es nicht erkennt, dass Demokratie und Menschenrechte nicht mit dem Islam vereinbar sind, sondern nur im christlichen Glauben ankern.

Die Religionsfreiheit kommt aus der Reformation, die Universalität der menschlichen Rechte lehrt die Bibel, die Abschaffung der Ungerechtigkeit ist Grundlage für das kommende Reich Gottes, das die Propheten schon verkündeten, der Begriff der Menschenwürde ist ebenfalls christlich inspiriert, und auch soziale Gleichheit praktizierten schon die ersten Christen („und sie teilten alles untereinander“). Alle diese Punkte zweifelt der Islam an und deswegen hat Libyen sich nicht für Freiheit entschieden, sondern für gesetzlich verankertes Sklaventum. Leider wird das von den „christlichen“ geprägten, heute leider mehr säkularen Staaten kaum registriert. Hauptsache wir bekommen noch unser Öl.

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