Laut Statistik sind jährlich in Deutschland mindestens 200.000 Kinder von der Scheidung ihrer Eltern betroffen. Inzwischen wachsen gut ein Fünftel aller Kinder im Westen und ein Drittel im Osten nicht mehr mit beiden leiblichen Eltern auf. Politiker, wie auch die Ministerin Baebrock mit zwei Kindern, reden diese Situation schön. So heißt es einmal im Familienbericht des (deutschen) Bundesfamilienministeriums (2002), Scheidungen gäben dem Kind das Potenzial für Stimulation und entwicklungsbezogenes Wachstum. Wer denkt sich derartigen Unsinn aus?
Kindesmissbrauch geschieht auch dann, wenn ein Vater keine Zeit für seinen Nachwuchs hat. Er schadet damit nachgewiesenerweise der Seele seines Kindes. In der Mannheimer Kohortenstudie (2011) wurde belegt, dass bei einem fehlenden Vater in der Kindheit ein Mensch auch 50 Jahre danach noch ein 2,5-fach erhöhtes Risiko hat, auf Dauer seelisch zu erkranken.
Fehlt ein Vater häufig, sind auch Kinder häufiger krank, leiden unter Bindungsängsten und haben Beziehungsprobleme. Trotzdem opfern immer mehr Eltern ihre Kinder auf dem Altar der beruflichen Karriere. Andere Väter sind zwar zu Hause, starren aber stumm in die Röhre oder auf den PC und haben kein Ohr für das liebesbedürftige Kind. Auch sie können eine Kinderseele massiv zerstören.
Ähnliches gilt für Mütter, die ihre schreienden Kinder in der Krippe abliefern, damit sie erfolgreich im Beruf weiterarbeiten können. Wer zieht eigentlich diese Eltern zur Verantwortung? Verbale Gewalt, Streit und Scheidung der Eltern, Abschieben in die Kinderkrippe machen Kinderseelen krank. Maleachi 2,16 ist die häufig zitierte Passage, die verrät, wie Gott über die Scheidung denkt. „Denn ich hasse Scheidung, spricht der Herr, der Gott Israels.” Aber diese Bibelstelle sagt mehr als das. Wenn wir zurück zu Vers 13 gehen, lesen wir: „Und zweitens tut ihr dies: Ihr bedeckt mit Tränen den Altar des HERRN, mit Weinen und Stöhnen, weil er sich eurer Opfergabe nicht mehr zuwendet und sie nicht mehr mit Wohlgefallen aus eurer Hand annimmt. Ihr sagt: Weswegen? Deswegen weil der HERR Zeuge gewesen ist zwischen dir und der Frau deiner Jugend, an der du treulos gehandelt hast, wo sie doch deine Gefährtin ist und die Frau deines Bundes. Und hat er sie nicht zu Einem gemacht? Zu einem Fleisch, in dem Geist ist. Und was erstrebt das Eine? Nachkommenschaft von Gott. So hütet euch bei eurem Leben! Und an der Frau deiner Jugend handle nicht treulos!” Maleachi 2,15 gibt uns einen weiteren Grund, warum Gott Scheidung hasst. Er sagt, dass er „Nachkommenschaft von Gott” anstrebt. Gottes Plan für die Familie war, dass ein Mann und eine Frau sich einander für ein Leben lang verpflichten und Kinder aufziehen, die das Konzept des Bundes ebenfalls kennen. Kinder, die in einem gesunden Heim mit beiden Elternteilen aufwachsen, haben eine weitaus bessere Chance selbst erfolgreiche Ehen zu führen.
Als Jesus gefragt wurde, warum das Gesetz die Scheidung erlaubte, antwortete er, dass Gott dies nur “wegen eurer Herzenshärtigkeit euch gestattet, eure Frauen zu entlassen; von Anfang an aber ist es nicht so gewesen.” (Matthäus 19,8). Gott beabsichtigte nie die Scheidung als Teil der menschlichen Erfahrung und es macht Gott traurig, wenn wir unsere Herzen hart werden lassen und den Bund, den er geschaffen hat, brechen. gotquestions.org
