Nacktdemos, CSD, Freitagsgebete: Persönliche Neigungen erobern den öffentlichen Raum. Die neue Selbstinszenierungswut zersetzt das, was einmal unsere Privatsphäre war. 

Für immer Karneval! Die Spaßgesellschaft auf dem Weg ins Allesgeht. Nur Mord, Kinderf… und Hitlergruß bleiben (vorerst) verboten. Sorry, aber wir sind nicht mehr zu retten. Oder doch noch? „Das Recht, etwas zu tun, begründet keinen Anspruch, es überall tun zu dürfen.“ Das Recht, etwas zu tun, ist der kleine Finger, der gereicht wird. Warum dann nicht versuchen, die ganze Hand zu nehmen. Und wer sich dann über diesen Versuch erregt, ist der Böse, der Reaktionär, der Nazi. Als Nächstes stehen sicher auch Demos gegen §§183, 183a (Exhibitionismus, Erregung öffentlichen Ärgernisses) an. Letztlich geht es da um puren Narzissmus, und die Narzissten behaupten ihre Existenz würde vernichtet, wenn ihnen nicht Bühne und Publikum geboten wird.
Das ist nicht neu, es wird nur immer extremer, wie alle linken Projekte, Duldung reicht nicht, das Erreichte ist nie genug, Konfrontation gilt als Bestätigung.
Kommt es dann zur Konfrontation mit dem eigenen Weltbild, z.B. damit, dass nicht all die Opferkategorien all den anderen Kategorien wohlgesonnen sind, dann wird die kognitive Dissonanz schmerzhaft.
Mir ist das inzwischen egal.
Übrigens wusste man schon zu biblischen Zeiten vom „Tanz ums goldene Kalb“, der Narzissmus ist nur eine Ausprägung davon. Ob aufgrund göttlicher Eingebung oder menschlicher Vernunft, schon vor 3.000 Jahren war den Menschen klar, dass Götzenanbetung nichts gutes ist, und hier ist der Götze das Ego. Die Bibel, die in der abendländischen Gesellschaft massiv angefeindet, seziert und entstellt wird, weil sie den Menschen einen blitzblanken Spiegel vorhält, verwendet klare Worte für die Zurschaustellung menschlicher Verdorbenheit, den Verlust jeglicher Moral und die Lust am eigenen Untergang: 2. Petrusbrief, Kapitel 3, Verse 9 und 10:
>>Der Herr weiß die Frommen aus der Versuchung zu erretten, die Ungerechten aber festzuhalten für den Tag des Gerichts, um sie zu strafen, am meisten aber die, die nach dem Fleisch leben in unreiner Begierde und jede Herrschaft [= Gott] verachten.<<
Das mit „unrein“ [unreine Begierde] übersetzte griechische Wort míasma (μίασμα) bedeutet übler Gestank –wie aus der Jauchegrube gezogen– und entsprechend „befleckt“.
Die Leute ahnen nicht, wohin ihr Weg sie führt.
Oder womöglich doch? Ilona Grimm

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