RTL brachte die Passionsgeschichte live zur Primetime ins Fernsehen: etwa 3 Millionen Zuschauer haben die nachgespielte Leidensgeschichte Jesu live vor dem Bildschirm miterlebt. Leider hat das mit dem biblischen Jesus wenig zu tun. Dort in Essen präsentierte Thomas Gottschalk das Christentum als Außenwette. Es gab nichts, was nicht den Tatbestand der Gotteslästerung erfüllt hätte.
Ein nach Emotionen heischender und die Gefühlsduseligkeit der breiten ungläubigen Masse ansprechender Jesus-Pop-Trash. Unwürdig für den eingeborenen Sohn des lebendigen Schöpfergottes JHWH. Überemotionen, Gefühle, kitschige Lieder, Tränen, kurze Betroffenheit, Haltung zeigen, bestürzt sein, fünf Minuten nachdenken und dann doch wieder vollends it der Welt schwimmen. Was die Zuschauergruppe von RTL will, ist Emotionen, die betroffen machen. Was die breite Masse vielleicht noch am Rande mitnimmt, ist, daß Jesus Christus ja ein ganz “krasser, sympathischer Typ” war, der ja “heftig gelitten hat und ‘traurig’” war, mehr auch nicht. Zeitgeist ist nicht das wahre Evangelium. Lieber mal im Wort Gottes nachlesen. Habe ich noch einer schweren OP im Krankenhaus getan.

3 Mio Zuseher in einem Volk von 82 Mio sind nicht besonders viele, zumal an dem Mittwochabend in der Karwoche es an Alternativen im Fernsehprogramm eh mangelte.
Ich schätze, dass ein Großteil der Zuseher hauptsächlich nur neugierig war, was da kommt und nicht noch etwa ein zweites Mal sich solchen Mumpitz anschauen wird.
Dass das Format angeblich in Holland so ein Erfolg ist, wundert mich nicht besonders.
Dort ist ja auch u.a. Euthanasie und das Kiffen offiziell erlaubt: Es lebe die Dekadenz…