Gottlos – Schamlos – Hemmungslos – Sinnlos.
Von Gott los, sind wir führerlos, und darum irren wir ziellos
und verrennen uns oft ausweglos, bis wir merken: Es ist alles sinnlos.
Von Gott los, sind wir haltlos,
in unseren Leidenschaften hemmungslos, im Lebenskampf lieblos
und im Sterben hoffnungslos.
Von Gott los, sind wir ratlos, in vielen Situationen machtlos.
Wie oft liegen wir am Boden und sind kraftlos.
Alles ödet uns an, wir sind freudlos; hilflos sind wir und oft mutlos.
In allem hin- und hergerissen werden wir friedelos – und warum? Weil wir gottlos sind, und wir kommen doch nicht los von Gott.
Der Dramatiker und Marxist Bertolt Brecht (1898-1956) hat einmal gesagt: “Vielleicht ist der Mensch nie so sehr Mensch wie in dem Moment, wo er sagt: Ich schäme mich.” Das hat ein Mann gesagt, den man wirklich nicht beargwöhnen kann, er wolle mit den Herrschenden oder der Kirche gemeinsame Sache machen. Brecht hat offenbar ganz richtig erkannt: Sich schämen, das kann kein Tier, aber diese Fähigkeit hat jeder Mensch. Über die Inhalte des Sich-Schämens kann man sich streiten, und darüber werden wir uns noch Gedanken machen müssen. Aber die Tatsache eines Schamgefühls bei jedem gesunden Menschen lässt sich nicht verleugnen.
Sigmund Freud (1856-1939), der so oft zitiert wird, wenn es um moderne Freiheiten geht, vor allem um Freiheiten auf sexuellem Gebiet, hat behauptet: “Abwesenheit von Schamgefühl ist das sicherste Kennzeichen von Schwachsinn.” Dieses Wort stammt nicht von einem erzkonservativen Papst, sondern vom Schutzpatron der modernen, sexuellen Revolution! Manche zweifeln das an.
Die Fähigkeit, sich zu schämen, erstreckt sich auf das ganze menschliche Leben; und wie gut, dass es so ist! Wie schrecklich wäre es, in einer Gesellschaft zu leben, in der das Schamgefühl abgestorben ist! Wir leben nicht in einer solchen Gesellschaft, nur hat sich das Schamgefühl offenbar etwas auf andere Gebiete verlagert. Früher haben sich die Leute geschämt, wenn sie sonntags nicht in der Kirche waren. Heute gibt es Millionen von Menschen, die sich schämen, wenn sie in die Kirche gehen sollen. Sie tun das allenfalls in einer fremden Stadt, wo sie keiner kennt. Eine merkwürdige Verlagerung des Schamgefühls, und dazu, so scheint es, an einer unbegreiflichen Stelle. Aber man darf eben nicht auffallen. In einer atheistischen Gesellschaft als Kirchenläufer dastehen – wie entsetzlich! Das darf einem nicht passieren!
(Joachim Illies)

War eine durchweg tolle Veranstaltung. Alle waren gut drauf. Nur Kommentatoren im Internet sind miesepetrig drauf!
Schwabbelbäuche, Schlotterhaut, Hängehintern, Hühnerbrüste, Schlenkerhoden und Runzelzipfel braucht niemand. Gott will, dass wir uns kleiden. Das schützt uns vor dem Verlust unseres Verstandes.
Das verstehe ich jetzt auch nicht….keiner soll deine Scham sehen, außer dein Ehepartner. Was sagte Noah zu Ham, als dieser seine Blöße bzw. Scham sah? Es wäre mir unüberwindbar, die Vorstellung, mich in Freibad in der Dusche vor meinen Kindern auszuziehen. Im Gegenteil, ich versuche sie zu beschützen, andere, erwachsene Männer (ohne Scham) nackt zu sehen. Ebenso, kann ich mir nicht vorstellen, mit einer Fußballmannschaft nach einem Spiel gemeinsam zu duschen, wie ich es vor meiner Bekehrung ohne Gewissen gemacht habe. Wir sollen Heilig sein, sowie Er heilig ist.
Scham hat positive Aspekte. Sie schützt meinen Wesenskern vor unangenehmen Situationen. Dieses Frühwarnsystem wird aber oft übergangen.
Ich bin schon für FKK, aber in geregelten Bahnen wie am Nacktstrand oder in der Sauna. Auch bei meinem Bodypainting sollte mich niemand nackt sehen außer der Bodypainter.
Das Nacktradeln war aber grenzwertig, da gebe ich dir Recht. Bist du allerdings in einer Gemeinde, in der die Ehemänner ihren Lohn für Prostituierte verprassen statt für die Familie, dann sollte man kein FKK machen.
Gott hat uns nach dem Sündenfall Kleider gegeben. Der Herr zieht an – der Teufel macht die Menschen nackt.