Unsere Rock-Idole, die uns das ewige Jungsein verkaufen wollten, müssen auch sterben. In der Rockmusik geht das große Sterben rum. Die Helden, die uns von Plattencovern und Musikzeitschriften angelacht haben, sind in Lebensgefahr. Die Heros, die Frauen und Männer, die scheinbar unvergängliche Dinge geschaffen haben, sind doch nicht mehr „forever young“. Ihre Schöpferkraft und ihre Bühnenpräsenz haben sie oft künstlich hergestellt und sich mit Drogen vollgestopft. Sie waren praktisch gedopt. Jetzt platzen diese Lebensseifenblasen im Akkord. Das könnte zukünftig für die abhängigen Fans noch ganz schön traurig werden. Und gerade diese Leute, die uns erzählen wollten, dass sie die ewige Jugend erfunden haben, sterben weg wie die Fliegen. Das können nicht mal ihre teuer bezahlten „Drogendealer in weiß“ verhindern. Siehe jetzt Sam Rivers.
Gerade Heavy Metal schuf einen wahren Todeskult
Tod und Sterben galten nun nicht mehr allein als bewusstseinserweiterndes Erlebnis, wie es angloamerikanische Bands wie „Doors“ oder „Velvet Underground“ zelebrierten. Der in den 70er Jahren aufkommende Hardrock und Heavy Metal sowie der Punk zeigten vor allem die ungeschönte Seite des Todes. Besonders in Krisenzeiten, während des Vietnamkriegs und der Nachrüstungsdebatten der 80er Jahre, sei der Tod für Rockmusiker ein Thema gewesen, sagt Thomas Mania, Kurator des Rock’n’ Popmuseums in Gronau.
Den Todeskult auf die Spitze treiben seit den 80er Jahren verschiedene Schattierungen des Heavy Metal. Während Liebhaber des Gothic-Rocks die Allgegenwart des Todes zu einem Fest machen, rufen manche Vertreter des Hip-Hop ihre Hörerschaft zu Gewalt und Rassismus auf. Das brachte ihnen die Aufmerksamkeit der Zensur und des Jugendschutzes ein.” (Roland Seim/Josef Spiegel (Hrsg.): „The Sun Ain’t Gonna Shine Anymore“ – Tod und Sterben in der Rockmusik, Telos-Verlag, Münster)
Der Tod ist keine Antwort auf ein sinnloses Leben. Die Antwort auf die Frage nach der Ewigkeit hat allein der lebendige Gott, der durch Jesus den Tod besiegt hat. Darum folgen Christen nicht diesen sterbenden Idolen, sondern dem Sieger über den Tod.
