Teufelsmusik und jede Menge Blut.

Ihre Musik sei “voller Leidenschaft, harmonisch aber auch zerstörerisch”. Lemouchi hofft, dass der Hörer “durch die Musik auf einen eigenen spirituellen Trip geht”. Während des Schreibens seiner Musik habe er “überhaupt keine Kontrolle” über sich. Er sei “wie ein leerer Behälter, der befüllt werden soll”. Wenn er dazu nicht bereit sei, käme auch nichts.

Es gehe, so Lemouchi, “um eine Person, die an den Punkt kommt, wo sie feststellt, dass sie ihr Leben nicht mehr so leben möchte, wie sie es bis vor wenigen Augenblicken noch getan hat.” Auf die Frage, was die Person tun sollte, die diese Musik hört, Sex und Drogen? – antwortet der Chef der Gruppe:

“Klar, klingt gut. Ich würde sofort mitmachen. Die Menschen sollen das tun, was sie im Innersten wollen. Sie sollen sich in ihrem eigenen Tempel wohlfühlen und sich frei bewegen. Der Tempel ist deine Seele, dein Verstand. Das ist das alte Ich – es definiert dich. Das neue Ich entsteht, während du dich der Musik hingibst. Du sollst es in einer Situation hören, die dir ermöglicht, tief in dein Innerstes zu gehen und die Musik hineinzulassen.”

Das 15minütige “Feverdance” (Fiebertanz) sei “mehr Hypnose als wirklich Song”. Auf der Bühne beschmieren sich die Teufels-Musiker mit Blut, das sie sich vorher vom Metzger geholt haben. Blut sei “ein Weg, um sich von sich selbst zu distanzieren”. Es gehe darum, “das Ego, das Ich, abzuschalten”. Das Blut sei “eine Maske, um ein Geist zu werden”. Dabei soll das normale Leben nicht im Weg stehen. Der Mensch, der diese Musik hört, soll “so weit weg von allem Irdischen sein, wie es nur geht. Das Blut soll die Persönlichkeit zerstören”.

Die Beschäftigung mit Satanismus “dient meiner geistigen Reise” sagt der Chef der Okkultband. Satanismus sei ein Teil dieser Reise. Auf die Frage, ob er an Gott glaube, entgegnet er: “Ich glaube an die kreative und die zerstörende Kraft. Und diese sind beide göttlich”. In seiner Wohnung gebe es auch diverses Blut und einige Knochen.

In einem Spiegel-Interview 2009 sagte Lemouchi:

“Ich kann nicht genau sagen, wer oder was mich beim Verfassen der Texte beeinflusst hat, denn der größte Einfluss ist Satan.”

agwelt.de/2011-11/des-teufels-blut-und-seine-musik/

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