Was wäre für Sie das größte Unglück?

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Krebs? Börsenkrach? Verlust der Arbeitsstelle?
Den Rest des Lebens im Rollstuhl verbringen zu müssen?
Der Abstieg von Bayern München in die Zweite Bundesliga?
Welche Antwort hätten Sie spontan auf Lager, wenn ein Reporter vom ZDF Sie mit dieser Frage überfallen würde?
Der Sohn eines prominenten Verlegers sollte letztens diese Frage im Magazin der FAZ beantworten.
Die Fragen nach Hobbys, Stärken und Schwächen hatte er humorvoll, geistreich und manchmal etwas sarkastisch beantwortet.
Doch seine Antwort auf die Frage nach dem denkbar größten Unglück in seinem Leben war unerwartet, kurz und verblüffend:
»Wenn es Gott gäbe!«
Offensichtlich war diesem Mann sehr real bewusst:
Wenn Gott tatsächlich existiert, dann wird er einmal Rechenschaft von mir und von meinem Leben fordern.
Und dann war mein bisheriges Leben eine tragische, nicht mehr gutzumachende Fehlentscheidung, Fehlplanung und Fehlinvestition.
Denn die Tatsache der Existenz Gottes hat revolutionäre Auswirkungen auf unsere Wertmaßstäbe.
Dann ist nicht mehr von größter Wichtigkeit, wie schnell das Ozonloch wächst, wer die Weltrangliste im Tennis anführt oder wie die SPD im nächsten Wahlkampf abschneidet.
Der geniale dänische Denker und Dichter Sören Kierkegaard hat dieses Problem einmal treffend so ausgedrückt:
.»Man lebt nur einmal; ist, wenn der Tod kommt, dein Leben wohl genutzt,
das heißt so genutzt, dass es sich richtig zur Ewigkeit verhält:
Gott sei ewiglich gelobt;
– ist es das nicht, so ist es ewig nicht wiedergutzumachen – man lebt nur einmal.«
Wie Kierkegaard teile ich n i c h t den Glauben der Hinduisten und Esoteriker an eine Reinkarnation.

Es gibt eine Menge Zeitgenossen, die trotz aller düsteren Zukunftsprognosen mit einer rosaroten Brille herumlaufen:
»Was wollen Sie eigentlich? Das Leben ist schön – und die Welt auch.Vermiesen Sie uns doch nicht unsere gute Laune mit Ihrem pessimistischen Gequake.
Erfreuen Sie sich an der herrlichen Natur, hören Sie sich die ›Kleine Nachtmusik‹ an, oder das Forellenquintett, notfalls auch Egerländer Blasmusik, und genießen Sie das Leben! Wer nicht liebt Wein, Weib und Gesang, der bleibt ein Narr sein Leben lang!« …… http://clv.de/

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