So ist es mit der Sehnsucht des modernen Menschen nach Leben und Sinn. Wer will einem Fisch die Existenz von Wasser erklären? Wer wagt es einem sterbenden Menschen die Existenz Gottes zu erklären? Schwimmt ein Fisch im Ozean. Neugierig. Frägt herum, frägt jeden Fisch, dem er begegnet: „Du, kannst Du mir sagen, wo hier das Meer ist?“
Für Ozean, für Meer könnten Sie ja nur probehalber das Wort „Gott“ einsetzen. Wenn Sie das kurz durchdacht haben, brauchen Sie sie nicht mehr, all die klugen Philosophen. Wohl auch nicht mehr die bezahlten Prediger. Es genügt ja, einmal verstanden zu haben.
Und wir fragen doch tatsächlich: Wo ist Gott? Beispielshalber nach jeder Flugzeugkatastrophe. Berührt mich immer so seltsam: Wenn Sie gerade glücklich heiraten, wenn Ihr Kind Ihnen fröhlich in die Arme springt, wenn Sie glücklich auf der Terrasse in der Sonne sitzen… fragen Sie dann auch: „Wo ist Gott?“ Nö. Tun Sie nicht. Seltsam.
