Wie steigert man Dekadenz?

Für den umstrittenen Dokumentarfilm „Virgins Wanted“ hat eine 20-jährige Brasilianerin ihre Jungfräulichkeit im Internet versteigert. Ein Bieter aus Japan bekam den Zuschlag: für umgerechnet 600 000 Euro. Der Sex soll im Flugzeug stattfinden.(Focus.de)
Ohne große Wertungen berichten unsere Zeitgeistmedien von diesem unvorstellbar dekadenten Geschäft. Mal wieder was Unterhaltsames fürs verdummte Leservolk. Schnelle, komische Welt: Noch Jungfrau und schon Nutte.Sex für Geld ist Prostitution. Prostitution ist in der Bibel verboten.
Jesus sagte allerdings zur Ehebrecherin: „Geh hin und sündige von nun an nicht mehr.“
Nici war eine von denen, die sich sich verkauft haben und bekennt heute offen:
Gott half mir aus der Prostitution
Es war vor nunmehr vier Jahren, als ich in meinem Leben vollkommen am Ende war. Dabei meinte ich eine moderne Frau zu sein, die ihr Leben in die Hand nimmt. Ich hatte jede Menge Attribute, mit denen ich glaubte, das absolute Traumleben führen zu können. Ich sah gut aus, hatte Mut auch neue Wege zu gehen und „meinen Traum zu leben“ statt nur einen Traum zu haben.
Meine Kindheit war eher traurig, Konkurs des Vaters, eine Mutter mit starken Depressionen und so war ich eher nur auf mich gestellt – meine Eltern waren nicht für mich da. Sexualität begeisterte mich sehr, weil das machte Spaß und ich konnte unabhängig von Anderen „Spaß“ haben. Ich lebte irgendwann in einer eigenen Phantasiewelt. Meine Ziele: Eine unglaublich schöne, anziehende und erfolgreiche Frau zu werden. Das waren Träume im Hinterkopf, vordergründig war ich aber sehr traurig darüber, dass die Welt so „unsozial“ war. Wieso konnte es eine zivilisierte Welt zulassen, dass es Hunger und Kriege gab? Die Welt war für mich ein Ort an dem es so viel Elend gab, dass er mich bedrückte – ich konnte es nicht mehr ertragen. So schaute ich auch gar kein Fernsehen mehr. Ich sehnte mich stark nach einer „heilen“ Welt und nach Anerkennung. Das waren Dinge, die ich nie hatte – und so wurde die Sexualität eine Richtung, in der sich diese Sachen zu erfüllen schienen. Wobei die Sexualität für mich eher ein unkontrollierbares Gefühlswirrwar war, das mich faszinierte aber auch ängstigte.
Meine Phantasien gingen in eine Bizarre Richtung und so landete ich in der SM-Szene. Hier fand ich aber auch keine Befriedigung, im Gegenteil. Ich traf auf Menschen, die Sklaven ihrer Phantasien waren, denn hier zählte nicht das Zwischenmenschliche, hier zählte, wer wie „drauf“ war. Das brachte weit aus mehr Probleme als Erfüllung in einer Partnerschaft mit sich. Dann landete ich, aus Neugierte in einem SM-Studio (Bordell). Fand es anfangs spannend und hatte zum ersten Mal in meinem Leben Geld in der Tasche. Ich lebte gut und so schien es mir, endlich mal wirklich meinen Traum verwirklicht. Ich konnte mir endlich mal einige Wünsche erfüllen.
Das ging einige Jahre so und da ich nicht ganz dumm war habe ich auch noch eine Ausbildung nebenher gemacht. Doch ich hatte mich mittlerweile so an das Geld gewöhnt, dass ich einfach keine Motivation hatte etwas anderes anzufangen. Möglichkeiten hatte ich genügend, aber eigendlich keine Lust dazu, denn ich würde ja viel weniger verdienen. Doch dann bekam ich immer häufiger Probleme: Eine unsagbare Trauer überfiel mich, ich spürrte eine ungeheure Sehnsucht und leere in mir. Dann beschäftigte ich mich später auch noch mit Tarot-Karten legen und suchte weil ich nicht wusste, wie es weiter gehen sollte mit mir, eine Astrologin auf. Doch bei all diesen „Befragungen“ bekam ich keine Hilfe. Es war zwar spannend, aber nicht ergiebig. Nun stellte sich auch noch etwas anderes ein: Ich wurde immer müder. Ich veränderte mich, meine Leere versuchte ich durch viel Essen zu beseitigen, ich konnte essen, bis ich fast brechen musste. Dann stand ich morgens auf und weinte, ohne zu wissen wieso eigendlich. Eigendlich müsste ich doch glücklich sein, ich hatte doch mein unabhängiges Traumleben? Tolle Klamotten im Kleiderschrank und ein tolles Auto? Was war mit mir los? Ich hatte mir dann bei einem Therapeuten Antidepressiva verabreichen lassen, fühlte mich wieder normal und so machte ich weiter.
Ein Jahr später war ich wieder an diesem Punkt, diesmal war es noch schlimmer. Ich konnte eine Woche lang gar nichts mehr machen, ich war wie gelähmt. Jeder Schritt schien mir sinnlos und ich hatte keine Kraft mehr. In diesem Moment bete ich zu Gott und plötzlich merke ich, dass ich mit ihm allein war. Wenn dann kann nur er mir helfen. Wie sollte mein Leben weitergehen? So weiter machen oder damit aufhören? Ich wusste echt nicht, was in meinem Leben schief gelaufen war, hatte keine Ahnung und auch kein Vertrauen, jemand anderes deshalb zu befragen.
Ich betete zu ihm, ich weinte vor Verzweiflung und ich bat: Bitte Herr, hilf mir! Ich weis nicht, was ich tun soll. Welcher Weg ist der richtige? Eine halbe Stunde später bin ich im Internet, in einem Chatroom einer Kontaktseite. Mir antwortet jemand, dem ich mich anvertraue. Er reagiert darauf bestürzt, das ich Prostituierte bin. Er zeigt Mitleid und schreibt mir zurück ich müsse das sofort beenden, er könne mir nicht glauben, dass ich das tatsächlich gut finde. Auch das Geld wäre nicht wichtig, sondern nur ich als Mensch. Das verblüffte mich und ich spürte in meinem tiefsten Innern: Der hat recht.  Er gab mir seine Telefonnummer und wir telefonierten. Er überzeugte mich, das ich mich in Wirklichkeit mich nach einer festen Partnerschaft sehne und dass dieser Job eigendlich eine Lüge für mich war – und die Hölle auf Erden. Es war kein Paradies, denn ich war damit weder unabhängig noch eine angesehene Frau. Ich machte mir die ganze Zeit etwas vor.
Ich spürte, wie alles in mir sagte: ja, ich bin nicht glücklich, ich bin tief traurig. Er sagte, ich solle morgen sofort alle Termine absagen, er würde mich am Telefon unterstützen! Ich schlief eine Nacht darüber. Es war komisch, ich schlief in dieser Nacht ruhig und ich fühlte plötzlich wieder Leben und Hoffnung in mir. Am nächsten morgen rief ich wieder diesen jungen Mann an und er hilft mir, meine Termine abzusagen: „Sag ihnen, du machst das nie mehr und es ist ab heute Ende. Vertraue mir, mit jedem dem Du absagst, wird es Dir besser gehen!“ Ich tat es und es war der Hammer, es tat so gut, diesen Männern zu sagen das wars.
Eigendlich hatte ich furchtbare Angst, kein Geld mehr zu haben, aber ich telefonierte mit meinem Bruder, der mir gleich zusicherte, mich eine Weile finanziell zu unterstützen. Er und seine Frau hatten schon vor längerer Zeit darüber gesprochen mir zu helfen, wenn ich an diesen Punkt käme. Es war so, als hätte schon lang ein Plan B bereit gelgenen, nur ich wusste nichts davon! Genial! Ich musste allerdings mein Luxusleben verabschieden. Das tat ich, von jetzt auf gleich! Es war ungemein befreiend und seit dem habe ich nie wieder in diesen Beruf gearbeitet. Darauf bin ich sehr stolz. Doch die Ehre dafür hat Gott verdient, er hat alles „gefügt“.
Ich begann mich nun mehr und mehr für Gott zu interessieren und für Jesus. Ich war sehr skeptisch, wollte nicht an eine Sekte geraten. Deshalb habe ich Gott um alles im Gebet gebeten, z. B. Christen kennenzulernen. Gleich am nächsten Tag treffe ich im Hausflur Christen, die mich zum Frühstück einladen! Ich mache auch noch eine Therapie, weil mein Leben war so vor die Wand gefahren und voller traumatischer Erlebnisse, dass ich es nie allein geschafft hätte. Ich schämte mich auch sehr für alles. Heute kann ich mir nicht mehr vorstellen, wie ich damals gedacht und gelebt habe. Eines ist sicher, Jesus ist absolut lebendig und Gottes Wirken unsichtbar aber so gewaltig und liebevoll, immer zum Besten für jeden Einzelnen. Jetzt interessiert mich dieser Gott, sein Wesen und vor allem was er für mein Leben vorgesehen hat so sehr, dass ich ihn mit Freude mein Leben gebe. Wo wäre mein Leben besser aufbewahrt?
In Jeremia 32,39 steht: „Ich bringe sie dazu, nur eines im Sinn zu haben und nur eines zu erstreben: mich alle Tage zu fürchten, ihnen und ihren Nachkommen zum Heil. Ich schließe mit ihnen einen ewigen Bund, dass ich mich nicht von ihnen abwenden will, sondern ihnen Gutes erweise. Ich lege ihnen die Furcht vor mir ins Herz, damit sie nicht von mir weichen. Ich werde mich über sie freuen, wenn ich ihnen Gutes erweise. In meiner Treue pflanze ich sie ein in diesem Land, aus ganzem Herzen und aus ganzer Selle.“    Nici (38)
www.evangeliums.net/leben…_aus_der_prostitution.htm

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