Was sagt die Bibel über die Endzeit?

Kurz gesagt: Die Bibel kündigt für die Zeit vor der Wiederkunft Jesu bestimmte Kennzeichen an: die Sammlung Israels im eigenen Land, Abfall vom Glauben und falsche Lehren, zunehmende Gesetzlosigkeit, Spott über die Wiederkunft und Verfolgung. Nach der Linie von soulsaver.de wird Jesus zuerst die Gläubigen zu sich entrücken; danach folgen die Drangsalszeit und sein sichtbares Erscheinen in Herrlichkeit. Für Christen ist das kein Grund zur Angst, sondern zur freudigen Erwartung.

Woran erkennt man die Endzeit?

Kriege und Katastrophen hat es schon immer gegeben. Für sich allein sind sie nach Roger Liebi kein Beweis für die Endzeit. Entscheidend ist, dass viele vorhergesagte Ereignisse in derselben Epoche zusammenfallen – allen voran die Rückkehr der Juden in das Land der Väter und die Neugründung des Staates Israel („Terror in Kabul … Der Wahnsinn regiert die Welt“). William MacDonald nennt die Gründung Israels 1948 das Austreiben des Feigenbaums (Lukas 21,29–31) und die Rückkehr des Volkes, die noch im Unglauben erfolgt (Hesekiel 36,24–25; „Was sagt die Bibel über die Zukunft?“).

Welche Zeichen nennt die Bibel?

  1. Abfall vom Glauben: Falsche Propheten treten auf (Matthäus 24,11), Menschen wenden sich von der gesunden Lehre ab und suchen sich Lehrer nach ihren eigenen Wünschen (2. Timotheus 4,3; Quelle).
  2. Verfall der Moral: „Wie es in den Tagen Noahs zuging“ – die Menschen leben selbstvergessen, ohne nach Gott zu fragen (Lukas 17,26–30; Quelle).
  3. Zunehmende Gesetzlosigkeit: „Und dieweil die Ungerechtigkeit wird überhandnehmen, wird die Liebe in vielen erkalten“ (Matthäus 24,12). Paulus beschreibt Menschen, die selbstsüchtig sind und eine äußere Form der Frömmigkeit haben, deren Kraft aber verleugnen (2. Timotheus 3,1–5; Quelle; Quelle).
  4. Spötter: Sie fragen: „Wo ist die Verheißung seiner Zukunft?“ (2. Petrus 3,3–4; Quelle).
  5. Verfolgung um des Namens Jesu willen (Matthäus 24,9; Markus 13,9; Quelle).
  6. Kriege, Erdbeben, Hungersnöte und wachsende Feindschaft unter den Völkern (Matthäus 24,6–7; Quelle).
  7. Zusammenschluss der Völker bis hin zu einer Weltregierung in der Drangsalszeit (Daniel 2; Offenbarung 13,16–17; Quelle).

Was kommt zuerst: Jesus oder die Drangsal?

Der Artikel „Christus kommt, und die Drangsal kommt …“ unterscheidet zwei Ereignisse: Bei der Entrückung nimmt Jesus die Gläubigen zu sich in den Himmel (Johannes 14,1–3; 1. Thessalonicher 4,17). Bei seiner Erscheinung kommt er danach mit ihnen in Macht und Herrlichkeit auf die Erde (Sacharja 14,4–5). Gründe für eine Entrückung vor der Drangsal:

  • Christen sind „nicht gesetzt zum Zorn“, sondern zur Errettung (1. Thessalonicher 5,9).
  • Jesus verspricht der Gemeinde, sie vor der „Stunde der Versuchung“ zu bewahren, die über den ganzen Erdkreis kommt (Offenbarung 3,10).
  • In den Kapiteln über die Gerichte (Offenbarung 6–19) wird die Gemeinde nicht mehr erwähnt.
  • Henoch wurde vor der Sintflut entrückt – ein Bild für die Christen (1. Mose 5; Hebräer 11,5).

Christen warten deshalb nicht auf den Antichristen, sondern auf Christus und rufen: „Amen, ja komm, Herr Jesu!“ (Offenbarung 22,20; Quelle).

Welche Rolle spielt Israel?

Nach der Bibel steht Israel in der Endzeit im Mittelpunkt: Jerusalem wird zum „Laststein“ für die Völker (Sacharja 12,2–3; Quelle). Nach Daniels 70 Jahrwochen (Daniel 9,24–27) knüpft Gott nach der Entrückung wieder mit seinem Volk an. Am Ende wird Israel in die Segnungen des neuen Bundes eingeführt (Römer 11,25–27; Quelle).

Häufige Anschlussfragen

Leben wir schon in der Endzeit?

Die Autoren auf soulsaver.de sind davon überzeugt. MacDonald folgert: Wenn wir diese Trends schon im Ansatz sehen, muss die Entrückung nahe bevorstehen (Quelle).

Muss ich Angst vor der Zukunft haben?

Wer an Jesus glaubt, darf die Entrückung „mit ungetrübter Freude“ erwarten. Die Bibel spricht im Zusammenhang mit der Entrückung von Ermunterung, nicht von Furcht (Quelle).

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