Ist die Bibel wissenschaftlich überholt?

Kurz gesagt: Nein. Manches, was die Forschung erst spät entdeckt hat, steht schon seit Jahrtausenden in der Bibel – etwa dass die Erde im Nichts hängt oder dass das Leben im Blut ist. Glaube heißt auch nicht, den Verstand auszuschalten. Universitäten, Spitäler und moderne Wissenschaft haben nach Darstellung auf soulsaver.de sogar christliche Wurzeln.

Muss man den Verstand ausschalten, um der Bibel zu glauben?

Nein, auf keinen Fall. Im Alltag meint „glauben“ etwas Unsicheres: „Ich glaube, es wird sonnig.“ Die Bibel meint etwas anderes: „Es ist aber der Glaube eine gewisse Zuversicht des, das man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, das man nicht sieht“ (Hebräer 11,1). Den Wind sieht man nicht, wohl aber seine Wirkung. So ist es auch mit Gott („Denkst du auch …, dass du den Verstand ausschalten musst?“). Der Artikel fragt: Woher sollen ohne einen Schöpfer etwa alle Informationen für die DNA kommen?

Was sagt die Bibel über die Natur?

Die Artikel „Die Bibel – ein von der Wissenschaft überholtes Buch?“ und „Sind gläubige Christen wissenschaftsfeindlich?“ nennen Beispiele, bei denen die Forschung die Bibel erst spät eingeholt hat:

  • Die Erde hängt im Nichts: „Er breitet aus die Mitternacht über das Leere und hängt die Erde an nichts“ (Hiob 26,7).
  • Der Kreis der Erde: Jesaja spricht davon, dass Gott über dem Kreis der Erde thront (Jesaja 40,22).
  • Leben im Blut: „Denn des Leibes Leben ist im Blut“ (3. Mose 17,11). Der Arzt Harvey (1578–1657) entdeckte erst Jahrtausende später, dass das Blut dem Körper das Leben verleiht.
  • Der Anfang der Welt: Die Bibel spricht von einem Anfang der Schöpfung, nicht von einer ewigen Materie (1. Mose 1; Sprüche 8,23).
  • Der werdende Mensch: Nach Psalm 139,16 steht am Anfang im Mutterleib kein winzig kleines Männchen, sondern ein „ungeformter Knäuel“.
  • Der Wind hat Gewicht (Hiob 28,25).

Was ist mit Hygiene und Medizin?

Gott gab Israel im 3. Buch Mose Vorschriften zu Reinigung, Waschungen und Quarantäne bei ansteckenden Hautkrankheiten. Sie schützten das Volk vor Infektionen und Parasiten. Erst im 19. Jahrhundert empfahl der Arzt Semmelweis das Händewaschen, und Pasteur erforschte, wie Keime übertragen werden (Quelle). Andere Völker kannten solche Regeln nicht (Quelle).

Ist das Christentum wissenschaftsfeindlich?

Kurt Beutler sieht es umgekehrt: Die ersten Universitäten entwickelten sich aus Klöstern, ebenso die ersten Spitäler. Humanismus, Menschenrechte und moderne Wissenschaft haben nach seiner Darstellung Wurzeln im Christentum. Konflikte wie mit Galileo Galilei gab es. Gebremst habe aber nicht die Bibel, sondern die übernommene Autorität alter griechischer Philosophen wie Aristoteles („Mit welchem Recht wird dem Christentum alles Böse … zur Last gelegt?“).

Ilona Grimm beschreibt, wie sie selbst forschend in der Bibel nach Jesus suchte. Die Bibel stellt sie bis heute jede Woche vor neue Fragen. Für sie ist sie „das spannendste Buch der Welt“ (Quelle).

Was bleibt, wenn moderne „Auffassungen“ vergehen?

Die Geschichte „Der Theologieprofessor und die Predigt, die nie gehalten wurde“ erzählt von einem Professor, der predigen wollte, alles Alte sei „im Licht moderner wissenschaftlicher Forschung“ überholt. Als seine Tochter starb, fand er in seinen modernen Theorien keinen Trost – wohl aber in der Bibel. Oder wie es am Ende des Artikels „Die Bibel – ein von der Wissenschaft überholtes Buch?“ heißt: „Aber des HERRN Wort bleibt in Ewigkeit“ (1. Petrus 1,25).

Häufige Anschlussfragen

Kann man an Jesus glauben und an die Evolution?

Der Artikel zu Glaube und Verstand sagt: Niemand kann Jesus als Retter haben, wenn er nicht an ihn als Schöpfer des Universums glaubt. Durch den Glauben erkennen wir, dass die Welt durch Gottes Wort gemacht ist (Hebräer 11,3).

Warum glauben dann viele Wissenschaftler nicht?

Die Bibel erklärt: Die Menschen kannten Gott, ehrten ihn aber nicht als Gott, und ihr unverständiges Herz wurde verfinstert (Römer 1,21; Quelle).

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