Kommen alle Menschen in den Himmel? Reicht es, gut zu sein?

Kurz gesagt: Nein. Nach der Bibel kommen nicht alle Menschen in den Himmel, und gute Taten reichen nicht aus. Denn alle haben gesündigt und können vor Gott nicht durch eigene Leistung gerecht werden. In den Himmel kommt, wer seine Schuld erkennt und an Jesus Christus glaubt, der stellvertretend für unsere Schuld gestorben ist. Das ist ein Geschenk, das jeder annehmen kann.

Warum reicht es nicht, ein guter Mensch zu sein?

Untereinander vergleichen wir uns: Manche sind geduldiger als wir, andere stolzer. Aber Gott misst nicht am Nachbarn, sondern an seinem eigenen Maßstab. Der Artikel „Schwarz Weiss – Himmel Hölle – Tod Leben“ vergleicht das mit einem Wald: Mitten im Wald stehen Bäume in jeder Richtung. Aus großer Entfernung stehen sie alle an einem Fleck. So weit hat sich die Menschheit von Gott entfernt. Vor Gott gibt es keinen Unterschied: „sie sind allzumal Sünder und mangeln des Ruhmes, den sie bei Gott haben sollten“ (Römer 3,23).

Deshalb wird kein Mensch durch gute Taten vor Gott gerecht (Römer 3,20; Galater 2,16). Auch „Ich habe mein Bestes versucht“ ist keine Antwort, die vor Gott besteht (Quelle).

Und wenn ich mein Bestes gebe und Jesus den Rest vergibt?

Auch dieses „doppelte Netz“ trägt nicht. Die Bibel unterscheidet klar: Wer auf seine Werke setzt, wird nach Verdienst beurteilt. Wer aber an den glaubt, der den Gottlosen gerecht macht, dem wird sein Glaube als Gerechtigkeit angerechnet (Römer 4,4–5). Entweder man verlässt sich auf sein gutes Leben oder auf Jesus – „beides“ gibt es nicht (Quelle).

Kommen Kirchenmitglieder automatisch in den Himmel?

Nein. Kirchenzugehörigkeit oder eine Konfession bringt niemanden in den Himmel. Der Prediger John Wesley träumte einmal, er frage am Himmelstor nach Katholiken, Presbytern und Wesleyanern. Die Antwort: Solche Organisationen kenne man dort nicht, hier seien alle Christen („Kommen Kirchenmitglieder automatisch in den Himmel?“). Entscheidend ist nicht ein Etikett, sondern die Haltung des Zöllners, der betete: „Gott, sei mir Sünder gnädig!“ (Lukas 18,13).

Wie kommt man dann in den Himmel?

Was wir nicht schaffen, hat Jesus getan. Auf die Frage, wer gerettet werden kann, antwortete er: Bei den Menschen ist es unmöglich (Matthäus 19,26). Genau deshalb wurde Jesus Mensch und starb stellvertretend für unsere Schuld. Darum kann er vergeben – unabhängig davon, wie unser bisheriges Leben aussah (Quelle).

  • Jesus ist der einzige Weg: „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich“ (Johannes 14,6; Quelle).
  • Glaube an ihn: „Glaube an den HERRN Jesus Christus, so wirst du und dein Haus selig!“ (Apostelgeschichte 16,31; Quelle).
  • Bekenne deine Sünden: Gott ist treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt (1. Johannes 1,9; Quelle).
  • Eine neue Geburt: „Es sei denn, daß jemand von neuem geboren werde, so kann er das Reich Gottes nicht sehen“ (Johannes 3,3; Quelle).

Jesus vergleicht den Himmel mit einem großen Fest (Lukas 14,16–24). Die Einladung ist kostenlos. Wer nicht hineinkommt, scheitert nicht daran, dass er den Weg nicht kannte, sondern weil er die Einladung ausgeschlagen hat (Quelle).

Häufige Anschlussfragen

Kann ich wissen, dass ich in den Himmel komme?

Ja. Gott will, dass wir in dieser wichtigsten Frage Klarheit haben. Johannes schreibt, damit wir wissen, dass wir ewiges Leben haben (1. Johannes 5,13). Jesus sagt: „Wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat, der hat das ewige Leben und kommt nicht in das Gericht, sondern er ist vom Tode zum Leben hindurchgedrungen“ (Johannes 5,24; Quelle).

Was ist mit denen, die nicht glauben?

Die Bibel spricht offen davon: „Wer an den Sohn glaubt, der hat das ewige Leben. Wer dem Sohn nicht glaubt, der wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt über ihm“ (Johannes 3,36). Himmel und Hölle sind ewig; einen dritten Ort gibt es nicht (Quelle; Quelle).

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