Was bedeutet Buße?

Kurz gesagt: Buße bedeutet in der Bibel nicht, eine Strafe zu bezahlen oder etwas wiedergutzumachen, sondern Sinnesänderung: Man ändert seine Meinung über sich selbst und über Gott. Man erkennt sich als Sünder, bekennt seine Schuld und wendet sich von der Sünde ab, hin zu Gott. Buße führt nicht in die Verzweiflung, sondern zum Heil in Jesus Christus und zur Freude.

Was Buße nicht ist

Das Wort wird häufig missverstanden, weil es heute anders gebraucht wird. Der Artikel „Mit dem Wort ‚Buße‘ kann ich gar nichts anfangen. Was bedeutet das eigentlich?“ stellt klar:

  • Buße ist kein Bußgeld, also nicht „etwas bezahlen“ oder „eine Schuld abtragen“.
  • Buße ist keine schwere körperliche Übung, um das schlechte Gewissen zu beruhigen.
  • Buße ist keine Spende an ein Hilfswerk, je nach Geldbeutel.

Was Buße wirklich bedeutet

Die Bibel zeigt an vielen Stellen: Buße bedeutet Sinnesänderung, die Herzensrichtung ändern, den inneren Kurs wechseln. Dabei ändert man seine Meinung über sich selbst. Im Licht der Bibel erkennt man seine Sündhaftigkeit, seine Schuld und seinen verlorenen Zustand vor Gott, so wie der Prophet Jesaja ausrief, er sei verloren (Jesaja 6,5). Das ist nicht bloß verstandesmäßig, wie wenn man mal eben das Hemd wechselt. Man schämt sich darüber, dass man Gott so verunehrt hat (Quelle).

Die Sinnesänderung hat zwei Richtungen (Quelle):

  1. In Bezug auf mich selbst: Ich erkenne, dass mein bisheriges Leben unter der Knechtschaft der Sünde und des eigenen Ichs stand.
  2. In Bezug auf Gott: Ich sage Ja zu seinem Willen.

Gott hasst die Sünde und befiehlt deshalb Umkehr: Er „gebietet er allen Menschen an allen Enden, Buße zu tun“ (Apostelgeschichte 17,30). Wer Buße tut, bekennt seine Sünden: „Ich sprach: Ich will dem HERRN meine Übertretungen bekennen. Da vergabst du mir die Missetat meiner Sünde“ (Psalm 32,5; Quelle).

Ein Beispiel: der verlorene Sohn

Jesus erzählt in Lukas 15 von einem jungen Mann, der sein Erbe verschleudert und schließlich als Schweinehirt hungert. An diesem Tiefpunkt heißt es: „Da schlug er in sich und sprach: … Ich will mich aufmachen und zu meinem Vater gehen und zu ihm sagen: Vater, ich habe gesündigt gegen den Himmel und vor dir“ (Lukas 15,17–18). Dieses Innehalten im Licht Gottes und die Umkehr des Herzens ist Buße. Dass er sich dann tatsächlich aufmacht und zum Vater geht, ist Bekehrung. Und am Ende heißt es: „Und sie fingen an fröhlich zu sein“ (Lukas 15,24; Quelle).

Buße führt zum Leben

Buße ist mehr als Schmerz über das Vergangene. Das Erkennen des verlorenen Zustandes soll nicht Verzweiflung bewirken, sondern Hinwendung zu Gott. Gott zeigt jedem, der Buße tun will, das Heil in Christus und schenkt ewiges Leben. Darum spricht das Neue Testament von „Buße gegeben zum Leben“ (Apostelgeschichte 11,18; 2. Korinther 7,10). Das Ergebnis ist Frieden mit Gott und Freude (Quelle).

Der Weg zur Wiedergeburt führt über Buße. Jesus sagt: „Tut Buße und glaubt an das Evangelium!“ (Markus 1,15). Buße heißt, die Denkweise über sich und seine Sünden zu ändern, sich als Sünder zu erkennen, sich von den Sünden abzuwenden und Jesus um Vergebung zu bitten. Dazu gehört der Glaube, mit dem man sich dem Retter Jesus Christus ganz anvertraut („Bist du wirklich wiedergeboren?“).

Häufige Anschlussfragen

Was ist der Unterschied zwischen Buße und Bekehrung?

Beim verlorenen Sohn ist der Entschluss, umzukehren und die Schuld zu bekennen, die Buße. Der tatsächliche Weg zum Vater ist die Bekehrung. Eine echte Bekehrung ist immer von echter Buße begleitet (Quelle).

Muss ich bei der Buße etwas fühlen?

Die Wiedergeburt geschieht nicht im Überschwang der Gefühle. Sie ist mit Buße und Glauben verbunden. Gott möchte, dass man aufgrund seines Wortes weiß, dass man errettet ist (Quelle).

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