Was ist Sünde?

Kurz gesagt: Sünde bedeutet eigentlich „Zielverfehlung“: Der Mensch verfehlt das Ziel, das Gott ihm gegeben hat. Sünde ist nicht nur eine einzelne böse Tat, sondern ein Zustand der Auflehnung gegen Gott, der uns von ihm trennt und zum Tod führt. Befreiung gibt es nur durch Jesus Christus, der die Sünde auf sich genommen hat.

Was bedeutet das Wort „Sünde“?

Heute wird „Sünde“ meist verharmlost. Man spricht von „süßer Sünde Schokolade“ oder nennt ein Eis „Die sieben Sünden“. Das Wort klingt nach Genuss und harmlosen Bagatellen. Mit dem ursprünglichen Sinn, der Verfehlung vor Gott, hat das nichts mehr zu tun („Was ist die Sünde und ihre schreckliche Folge?“).

Biblisch bedeutet Sünde eigentlich „Zielverfehlung“. Der Mensch hat sein eigentliches Ziel verfehlt, das Gott ihm gegeben hatte. Der Begriff ist nicht veraltet, sondern beschreibt den Menschen, wie er wirklich ist („Könnte Feinstaub Sünde sein?“).

Wie kam die Sünde in die Welt?

Die ersten Kapitel der Bibel berichten davon (1. Mose 1–3). Der Mensch lehnte sich gegen Gott auf. Statt zu tun, was Gott gesagt hatte, folgte er der Schlange. Die enge Gemeinschaft mit Gott war zerstört. Seitdem tragen alle Menschen die Folgen: „Gleichwie durch eines Menschen Ungehorsam viele Sünder geworden sind“ (Römer 5,19; Quelle).

Sünde ist ein Zustand, nicht nur eine Tat

Sünde beschreibt nicht nur eine einzelne böse Tat, sondern einen Zustand: Der Mensch hat sich gegen Gott aufgelehnt und ist nun von ihm getrennt. Die Bibel urteilt: „Da ist nicht, der gerecht sei, auch nicht einer“ (Römer 3,10–12; Quelle).

Viele denken: Ich tue doch niemandem etwas Böses. Doch Jesus sagt, dass die bösen Gedanken und Taten aus dem Herzen kommen. Schon zur Zeit Noahs stellte Gott fest, dass „alles Dichten und Trachten ihres Herzens nur böse war immerdar“ (1. Mose 6,5). Das zeigt die Geschichte vom Fensterputzer, der einen Fleck nicht wegbekommt, bis ein Junge ihm sagt: Der Fleck sitzt innen (Quelle).

Welche Folgen hat die Sünde?

  • Sie führt zum Tod. „Die Sünde aber, wenn sie vollendet ist, gebiert sie den Tod“ (Jakobus 1,15; Quelle). Ohne Rettung führt sie zum ewigen Tod (Quelle).
  • Sie macht unfrei. Jesus sagt: „Wer Sünde tut, der ist der Sünde Knecht“ (Johannes 8,34). Das griechische Wort für Knecht bedeutet wörtlich Sklave. Wenn die Sünde unser Herr ist, können wir ihr nicht widerstehen („Sklave der Sünde.“).
  • Sie kostete Jesus das Leben. Er musste qualvoll sterben, weil wir gesündigt haben. Darum ist es gefährlich, leichtfertig mit der Sünde umzugehen (Quelle).

Wie wird man von der Sünde frei?

Ein guter Mensch zu sein reicht nicht. Wir müssen eingestehen, dass wir vor Gott schuldig sind und ohne seine Hilfe nie von der Sünde loskommen. Jesus kam, um die Sünde auf sich zu laden, und starb, um die Mauer zwischen Gott und Mensch zu zerstören. Jeden, der an ihn glaubt, befreit Gott aus dem Zustand der Sünde und vergibt ihm alle Schuld (Quelle).

„So euch nun der Sohn frei macht, so seid ihr recht frei“ (Johannes 8,36). Wer mit Buße zu Christus kommt und Vergebung empfängt, dem gibt Gott den Heiligen Geist. Er schenkt die Kraft, der Sünde mehr und mehr zu widerstehen (Quelle). „Denn der Tod ist der Sünde Sold; aber die Gabe Gottes ist das ewige Leben in Christo Jesu, unserm HERRN“ (Römer 6,23; Quelle).

Häufige Anschlussfragen

Sündigen Christen nicht mehr?

Doch. Auch Paulus kämpfte damit. Christen sind von der Strafe der Sünde befreit, leben aber noch in ihrer Gegenwart. Wenn sie ihre Sünden bekennen, ist Gott treu und gerecht, sie zu vergeben (1. Johannes 1,9; Quelle).

Ist Sünde nur etwas für besonders schlimme Menschen?

Nein. Die Sünde sitzt in unserem Inneren, und keiner kann sich freisprechen (Quelle).

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