Kurz gesagt: Weil Gott heilig ist und alle Menschen gesündigt haben. Sünde trennt uns von Gott – jetzt und in Ewigkeit –, und aus eigener Kraft können wir diese Trennung nicht aufheben. Der einzige Weg zu Gott ist die Vergebung, die Jesus durch seinen Tod am Kreuz erwirkt hat. Sie wird nicht verdient, sondern im Glauben als Geschenk angenommen.
Gott ist heilig – der Mensch ist es nicht
Der Artikel „Warum braucht der Mensch Erlösung?“ beginnt bei Gott: Er ist heilig, also gut, gerecht, ohne Makel und frei von Sünde. Er hat den Menschen gut und ohne Sünde geschaffen, aber mit einem freien Willen. Denn wer liebt, zwingt nicht und hat keine Freude an Marionetten. Der Mensch hat seine Freiheit jedoch genutzt, um Gottes Gebote zu übertreten. So ist er in Sünde gefallen.
Seitdem gilt nach diesem Artikel:
- Von Natur aus sind wir im Herzen egoistisch, habgierig, lieblos und böse.
- Jeder Verstoß gegen ein Gebot Gottes ist Sünde, und alle Menschen sind Sünder.
- Was geschehen ist, kann niemand ungeschehen machen. Makellosigkeit kann man nur einmal verlieren – aus eigener Kraft ist der Fall nicht rückgängig zu machen.
Warum trennt Sünde von Gott?
Die Sünde des Menschen und die Heiligkeit Gottes sind „wie Feuer und Wasser“: Eine Gemeinschaft ist nicht möglich. Die Sünde verhindert sogar, dass Gott Gebete hört (Jesaja 59,1–2). Wer Sünde in seinem Leben hat, bleibt auch nach dem Tod von Gott getrennt, so wie er es jetzt schon ist. Diesen Zustand nennt die Bibel „ewige Strafe“, „äußere Finsternis“, „Verdammnis“ oder „Hölle“ (Quelle).
Der Artikel betont: Die Hölle ist keine Erziehungsmaßnahme zur Besserung, sondern die Folge unserer eigenen Sünde, die uns von Gott trennt. Nach dem Tod gibt es keinen Wechsel mehr von dort ins Paradies, wie Jesus etwa in Lukas 16,26 und Matthäus 25,11–12 deutlich macht (Quelle).
Kann der Mensch sich nicht selbst erlösen?
Nein. Das zeigt eine Geschichte im Artikel „Wie erlangen wir das Heil durch Jesus?“: Ein alter Hindu will auf Knien zum Ganges rutschen, um sich Verdienste zu erwerben. Sein christlicher Freund bietet ihm Geld für eine kostbare Perle an, für die der Sohn des alten Mannes sein Leben gelassen hat. Empört lehnt der Vater ab. Da erklärt ihm der Freund: Genau dieses Angebot machst du Gott, wenn du dir mit eigener Mühe erkaufen willst, wofür Gottes Sohn sein Leben gegeben hat. Frieden mit Gott kann man nicht erarbeiten. Man empfängt ihn nur aus Gnade, als Geschenk.
Auch politische oder innerweltliche Heilsversprechen können diese Sehnsucht nicht stillen. Das Böse hat die Strukturen dieser Welt so tief erfasst, dass es ohne göttliche Erneuerung keinen echten Frieden geben kann (Quelle).
Was hat Gott getan?
Weil es mit unserer Sünde keinen Weg zu Gott gibt, brauchen wir Vergebung. Der Weg dazu: persönlich die Gnade Gottes annehmen, dass Jesus für unsere Schuld am Kreuz gestorben ist. An Jesus als Erlöser zu glauben, ist deshalb der einzige Weg zu Gott (Johannes 3,36; Johannes 14,6; Apostelgeschichte 4,12; Quelle). Jesus sagt: „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich“ (Johannes 14,6).
Die Erlösung ist in Kreuz und Auferstehung Jesu bereits vollbracht – als Geschenk Gottes (Johannes 19,30; Quelle).
Wie empfange ich die Erlösung?
Die Artikel „Erlösung und Glaube sind so einfach. Tue es doch.“ und „So einfach ist die Erlösung für uns“ zeigen mit Bildern aus der Bibel, wie einfach es ist:
- Eine Tür öffnen: „Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an. So jemand meine Stimme hören wird und die Tür auftun, zu dem werde ich eingehen und das Abendmahl mit ihm halten und er mit mir“ (Offenbarung 3,20).
- Ein Geschenk annehmen: „Denn der Tod ist der Sünde Sold; aber die Gabe Gottes ist das ewige Leben in Christo Jesu, unserm HERRN“ (Römer 6,23; vgl. Epheser 2,8–9).
- Nach Hause kommen wie der verlorene Sohn in Lukas 15, den der Vater sofort aufnimmt.
- Eine Einladung annehmen: Jesus ruft alle Mühseligen und Beladenen zu sich (Matthäus 11,28).
Entscheidend ist nicht, welche Gefühle man dabei hat, sondern dass man „Ja“ zu Jesus sagt.
Häufige Anschlussfragen
Ist die Hölle eine Strafe, die Gott willkürlich verhängt?
Der Artikel „Warum braucht der Mensch Erlösung?“ beschreibt die Hölle als das ewige Getrenntsein von Gott – als Folge der eigenen Sünde, nicht als Strafe im Sinne einer Tracht Prügel.
Muss ich bei der Bekehrung etwas Besonderes fühlen?
Nein. Wer ein Geschenk annimmt, besitzt es, ob er dabei weint, lacht oder ganz nüchtern bleibt (Quelle).
