Kurz gesagt: Gott will nicht, dass jemand verloren geht. Die Hölle ist ursprünglich nicht für Menschen gemacht, sondern für den Teufel und seine Engel. Weil Gott heilig und gerecht ist, muss Sünde bestraft werden. Doch in seiner Liebe hat er seinen Sohn gesandt, der die Strafe an unserer Stelle getragen hat. Wer in die Hölle kommt, kommt dorthin, weil er Gottes Begnadigung ausgeschlagen hat.
Will Gott, dass Menschen verloren gehen?
Nein. William MacDonald verweist im Artikel „Wie kann denn ein Gott der Liebe jemals eine ewige Hölle zulassen?“ auf zwei Bibelstellen:
- Die Hölle ist das ewige Feuer, „das bereitet ist dem Teufel und seinen Engeln“ (Matthäus 25,41). Sie wurde nicht für den Menschen gemacht.
- Gott „will nicht, daß jemand verloren werde, sondern daß sich jedermann zur Buße kehre“ (2. Petrus 3,9).
Wenn ein Mensch in die Hölle kommt, ist das nach MacDonald ein großer Kummer für das Herz Gottes (Quelle).
Warum gibt es die Hölle überhaupt?
Die Ursache ist die Sünde des Menschen. Gottes Heiligkeit und Gerechtigkeit verlangen, dass Sünde bestraft wird: „Welche Seele sündigt, die soll sterben“ (Hesekiel 18,4). Das ist keine Willkür. Es ist die einzige Haltung, die ein heiliger Gott der Sünde gegenüber einnehmen kann (Quelle).
Wo zeigt sich Gottes Liebe?
Gott hätte es dabei belassen können: Der Mensch hat gesündigt, also muss er sterben. Aber Gottes Liebe griff ein. Er sandte seinen einzigen Sohn, damit er als Stellvertreter für die Sünder stirbt und ihre Strafe bezahlt. Jesus trug die Sünde der Menschen an seinem Leib am Kreuz. Nun schenkt Gott ewiges Leben allen, die ihre Sünden bereuen und an Jesus Christus glauben. Mehr hätte Gott nicht tun können (Quelle).
Warum kommen Menschen dann in die Hölle?
Gott rettet keinen Menschen gegen seinen Willen. Die Hölle ist nach MacDonald die bewusste Entscheidung derer, die den Himmel nicht haben wollen (Quelle). Ähnlich schreibt C. S. Lewis, die Tore der Hölle seien in einem realen Sinn von innen verriegelt: Viele werden dort sein, weil sie Gottes Erlösungsangebot ausgeschlagen haben (Quelle). Wilhelm Busch sagte: Man muss sich nicht zu Jesus bekehren – aber man sollte sich klarmachen, dass man damit die Hölle wählt (Quelle).
Eine Geschichte macht das anschaulich: Ein zum Tod verurteilter junger Mann wurde vom Gouverneur begnadigt. Doch als dieser ihm die Begnadigung persönlich bringen wollte, jagte der Gefangene ihn fort. Vor seiner Hinrichtung sagte er: Ich sterbe nicht, weil ich ein Mörder bin, sondern weil ich die Begnadigung nicht angenommen habe. So geht niemand wegen seiner Schuld verloren, sondern weil er Gottes Begnadigung abgelehnt hat („Warum kommen Menschen in die Hölle?“).
Wie ernst ist die Hölle?
Sehr ernst. Jesus beschreibt sie als Ort der ewigen Pein, der Finsternis und des Feuers (Matthäus 25,30.41.46; Markus 9,43). Alles Schlimme auf der Erde ist zeitlich begrenzt; die Hölle dagegen ist so ewig wie der Himmel. Werner Gitt mahnt: Die Predigt gerät in Schieflage, wenn man Jesu Verheißungen verkündigt, seine Warnungen aber verschweigt („Fakten über Hölle und Himmel“).
Häufige Anschlussfragen
Ist es ungerecht, wenn Gott die Hölle zulässt?
Nach MacDonald wäre der Vorwurf ungerecht. Er übersieht, dass Gott das Beste, was er hatte, seinen einzigen Sohn, gesandt hat, damit kein Mensch die Strafe erleiden muss (Quelle).
Wie entgehe ich der Hölle?
Indem man Gottes Begnadigung annimmt: seine Sünden bereut und an Jesus Christus glaubt, der für uns gestorben ist (Quelle; Quelle).
