Wie kann ich Gott erkennen, obwohl ich ihn nicht sehe?

Kurz gesagt: Mit unseren fünf Sinnen können wir Gott nicht wahrnehmen. Aber Gott zeigt sich selbst: in der Schöpfung, im Gewissen, in der Geschichte, in der Bibel und am deutlichsten in Jesus Christus. Gott macht immer den ersten Schritt. Kennenlernen können wir ihn dann durch den Glauben an Jesus.

Warum sehen wir Gott nicht?

Augen, Ohren und Hände erschließen uns nur die natürliche Welt. Gottes übernatürliche Wirklichkeit entdecken wir nur, wenn Gott sich uns zeigt („Wie können wir Gott erkennen?“). Der Artikel erzählt dazu ein Gleichnis: Fische suchen nach dem Wasser, ohne zu merken, dass sie die ganze Zeit darin leben. So umgibt uns auch Gott, obwohl er in einer Dimension lebt, die uns unbekannt ist.

Es gibt noch einen zweiten Grund: die Sünde. Seit dem Ungehorsam von Adam und Eva ist der Mensch von Gott getrennt und passt nicht mehr in seine Gegenwart. Darum findet die Begegnung mit Gott seitdem unter anderen Bedingungen statt (Quelle).

Wo zeigt sich Gott?

Nach dem Artikel „Wie können wir Gott erkennen?“ offenbart sich Gott auf fünffache Weise:

  1. In der Schöpfung (Römer 1,20). Die Natur ist nicht Gott, aber sein Werk. Wie ein Bild auf den Künstler hinweist, so lässt die Schöpfung auf ihren Schöpfer schließen – selbst dort, wo vieles zerstört ist („Wie kann man an einen Gott glauben, den man nicht sieht …?“).
  2. In der Geschichte (Psalm 66,5–7).
  3. Im Gewissen, der inneren Stimme, die jeden Menschen an die höchsten Maßstäbe erinnert, die er kennt (Römer 2,14–15).
  4. In der Bibel, seinem Wort (2. Timotheus 3,16–17). Rund 40 Autoren aus ganz verschiedenen Zeiten und Schichten haben über etwa 1500 Jahre an ihr geschrieben und ergeben doch ein einheitliches Bild. Das ist nur möglich, weil Gott die Schreiber geleitet hat (Quelle). Ein Beispiel ist die Vorhersage des Geburtsorts Bethlehem (Micha 5,1), die sich bei Jesus erfüllte (Matthäus 2,1).
  5. In seinem Sohn Jesus Christus (Hebräer 1,1–2).

In Jesus sehen wir, wer Gott ist

Philippus bat Jesus: Zeige uns den Vater! Jesus antwortete ihm: „Wer mich sieht, der sieht den Vater“ (Johannes 14,9). Durch Jesus lernen wir Gott kennen. Die Berichte der Bibel beschreiben ihn sehr genau, und er lebt heute noch und ist an einer persönlichen Beziehung zu jedem von uns interessiert (Quelle; „Muss ich glauben, dass Gott existiert, bevor ich Ihn suche?“).

Gott beweisen zu wollen, sei absurd, heißt es im Artikel „Wie bekommt man Gewissheit über Gott?“: Wie soll ein Geschöpf seinen Schöpfer beweisen? Aber Gott selbst hat sich in seinem Sohn bezeugt. Gewissheit über Gott gibt es darum nur über Jesus (Matthäus 11,27; 1. Johannes 5,9–12). Dabei erkennen wir Gott gerade in der Niedrigkeit Jesu, bis hin zum Kreuz („Warum kam der Sohn Gottes nicht direkt in der Gestalt eines erwachsenen Mannes …?“).

Welche Rolle spielt der Glaube?

Gott ist immer der, der den ersten Schritt tut. Er offenbart sich (Johannes 1,18) und erwartet von uns, dass wir glauben. Nur durch den Glauben können wir Gott wirklich kennenlernen (Hebräer 11,6; Quelle). Wer an den Sohn Gottes glaubt, dem schenkt Gott die Gewissheit ins Herz (1. Johannes 5,10; Quelle).

Oft liegt das Hindernis nicht im Verstand, sondern im Willen. Der Artikel „Wie bekommt man Gewissheit über Gott?“ zitiert Sören Kierkegaard: „Es gibt gar kein Nicht-Glauben-Können, sondern ein Nicht-Glauben-Wollen.“ Im Alltag vertrauen wir vielem, was wir nie selbst prüfen – nur bei Gott verlangen wir Beweise.

Woran merkt man, dass Gott wirkt?

Gott lässt sich auch an seinem Wirken an Menschen erkennen. Gemeint sind keine bloß geänderten Meinungen, sondern eine tiefe Veränderung des Charakters. Gott verspricht ein neues Herz und einen neuen Geist (Hesekiel 36,26–27; Quelle).

Häufige Anschlussfragen

Wie kann ich konkret anfangen?

Wer Gott kennen will, muss Jesus kennenlernen. Er zeigt sich in Gottes Wort und offenbart sich denen, die ihm ihr Herz öffnen. „Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an. So jemand meine Stimme hören wird und die Tür auftun, zu dem werde ich eingehen“ (Offenbarung 3,20; Quelle).

Muss ich schon glauben, dass es Gott gibt, bevor ich ihn suche?

Wer zu Gott kommt, muss glauben, dass es ihn gibt und dass er die belohnt, die ihn suchen (Hebräer 11,6). Schöpfung und Gewissen geben dafür genug Hinweise. Dann kann ein Suchender den wahren Gott bitten, sich ihm zu zeigen (Quelle).

Weiterlesen auf soulsaver.de

Beitrag teilen:WhatsAppTelegramFacebookE-Mail

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.