Kommen Ungetaufte und verstorbene Kinder in den Himmel?

Kurz gesagt: Nach den Quellen von soulsaver.de hängt die Rettung für den Himmel am Glauben an Jesus, nicht an der Taufe. Wer nicht getauft ist, ist deshalb nicht allein aus diesem Grund verloren. Zur Frage, was mit verstorbenen Kindern geschieht, machen die hier verwendeten Quellen keine ausdrückliche Aussage; das bleibt in diesem Artikel bewusst offen.

Rettet die Taufe oder der Glaube?

Roger Liebi erklärt in seinem Skript „Die biblische Lehre über die Bedeutung der Taufe“ (Skript), dass die Rettung für den Himmel allein vom Glauben abhängt. Er verweist dafür auf Markus 16,16: „Wer da glaubet und getauft wird, der wird selig werden; wer aber nicht glaubt, der wird verdammt werden.“ Liebi hebt hervor: Verdammt wird, wer nicht glaubt, nicht, wer nicht getauft ist.

Auch der Blogartikel „Babytaufe ist nicht nur schrecklich, sondern vor allem auch unbiblisch“ sagt es deutlich: Die Taufe errettet niemanden. Wer nicht zuerst an Christus für seine Rettung geglaubt hat, für den ist die Taufe, gleich auf welche Weise sie vollzogen wurde, bedeutungslos.

Welche Rolle hat die Taufe dann?

Nach diesem Artikel werden in der Bibel nur Menschen getauft, die an Jesus glauben. Die Taufe ist ein Schritt des Gehorsams nach dem Glauben, ein öffentliches Zeugnis und eine Identifikation mit Jesu Tod, Begräbnis und Auferstehung (Apostelgeschichte 2,38; Römer 6,3–4). Liebi nennt als Beispiel den Hauptmann Kornelius in Apostelgeschichte 10: Er empfing den Heiligen Geist, bevor er getauft wurde. Die Reihenfolge ist also: Glaube zuerst, Taufe danach (Liebi, Skript).

Ausführlicher behandelt das die Seite „Braucht man die Taufe?“.

Und verstorbene Kinder?

Die Quellen sagen dazu nichts Ausdrückliches. Zwei Dinge halten sie fest:

  • Ein Säugling kann seinen Glauben nicht selbst in Christus setzen und keine bewusste Entscheidung für den Gehorsam gegenüber Christus treffen. Deshalb gilt die Säuglingstaufe in diesem Artikel nicht als biblische Praxis. Über das Schicksal verstorbener Kinder wird dort nichts gesagt.
  • Roger Liebi weist in „Das Buch des Lebens“ (Skript) auf Psalm 139,15–16 hin: Schon im Mutterleib ist ein Mensch von Gott gesehen, und seine Tage sind in Gottes Buch geschrieben. Eine ausdrückliche Aussage über verstorbene Kinder oder Ungeborene im Himmel trifft er dort nach dem gelesenen Text nicht.

Mehr als das lässt sich aus diesen Quellen nicht belegen.

Wie ist es im Himmel?

Der Artikel „Wie ist es im Himmel?“ (Verfasser: P. L. Canner, haltefest.ch) verweist auf Psalm 16,11: „Vor dir ist Freude die Fülle.“ Der Himmel ist demnach ein Ort der Freude. Wer ihn erreicht, wird bei dem Herrn sein und ohne Tränen, Tod und Schmerz leben (Offenbarung 21,4).

Häufige Anschlussfragen

Muss ich mich taufen lassen, um gerettet zu werden?

Nein. Nach den Quellen rettet der Glaube an Jesus, die Taufe folgt als Schritt des Gehorsams (Quelle).

Sagt die Bibel etwas über Menschen, die nie von Jesus gehört haben?

Dazu enthalten die hier verwendeten Quellen keine Aussage. Deshalb schreibt dieser Artikel nichts darüber.

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