Wann kommt Jesus wieder?

Kurz gesagt: Den Tag und die Stunde kennt niemand – nach den Worten Jesu nur der Vater im Himmel (Matthäus 24,36). Gewiss ist aber: Jesus kommt wieder, sichtbar für alle Menschen. Die Bibel nennt Zeichen, an denen man die Nähe seines Kommens erkennen kann. Entscheidend ist darum nicht das Datum, sondern ob wir bereit sind.

Kann man den Zeitpunkt berechnen?

Nein. Jesus wurde immer wieder gefragt, wann er wiederkommt. Seine Antwort: Den Tag und die Stunde weiß niemand, auch nicht die Engel im Himmel, sondern allein der Vater (Matthäus 24,36). Wer trotzdem Termine ausrechnet, hat sich bisher immer geirrt. Der Artikel „Jesus kommt wieder – bist Du bereit?“ rät deshalb: Lass dich nicht von Leuten verunsichern, die die Bibel mit dem Rechenschieber lesen.

Der Artikel „Auf die Frage: ‚Wann kommt der HERR JESUS?‘ haben wir drei Antworten“ fasst es so zusammen:

  1. Wir wissen es nicht.
  2. Die Zeichen der Zeit geben uns Hinweise.
  3. Bald.

Welche Zeichen nennt die Bibel?

Jesus vergleicht die Zeit vor seinem Kommen mit Geburtswehen (Matthäus 24,8): Je näher das Ende kommt, desto häufiger und stärker werden sie (Quelle). Zu den Zeichen gehören:

  • falsche Christusse und falsche Propheten, die viele verführen (Matthäus 24,5)
  • Kriege und Kriegsgeschrei (Matthäus 24,6)
  • Hungersnöte, Seuchen und Erdbeben (Matthäus 24,7)
  • Verfolgung der Christen um Jesu willen (Matthäus 24,9)
  • Abfall vom Glauben; die Liebe vieler erkaltet (Matthäus 24,12)
  • das Evangelium wird in der ganzen Welt gepredigt (Matthäus 24,14)
  • Sorglosigkeit wie in den Tagen Noahs und Lots (Lukas 17,26–30)
  • der Feigenbaum treibt aus (Lukas 21,29–31) – die Artikel deuten ihn als Israel und verweisen auf die Staatsgründung 1948

So erklären es die Artikel „Der Herr Jesus warnt uns vor der Endzeit“ und „Was sagt die Bibel über die Zukunft?“. Vieles davon hat es immer gegeben. Nach dem Artikel „Jesus kommt wieder“ sind diese Erscheinungen aber noch nie in solcher Vielzahl gleichzeitig aufgetreten.

Wie wird Jesus wiederkommen?

Sichtbar für alle. Johannes schreibt, dass ihn „alle Augen“ sehen werden, auch die, die ihn durchbohrt haben (Offenbarung 1,7). Jesus kommt dann nicht mehr als Kind in der Krippe, sondern als König und Richter („Kurzbiographie von Jesus in drei Worten: Krippe, Kreuz, Krone“). Auch die Toten werden auferstehen; jeder Mensch wird Jesus begegnen (Quelle).

Mehrere Artikel auf soulsaver.de unterscheiden dabei zwei Schritte: Zuerst entrückt der Herr die Gläubigen zu sich (Johannes 14,3; 1. Thessalonicher 4,16–17). Danach erscheint er mit ihnen in Macht und Herrlichkeit auf der Erde (Quelle; „Die Reihenfolge der kommenden Ereignisse“). Christen dürfen darum täglich mit seinem Kommen rechnen.

Was bedeutet das für mich?

Jesus sagt: „Darum seid ihr auch bereit; denn des Menschen Sohn wird kommen zu einer Stunde, da ihr’s nicht meinet“ (Matthäus 24,44). Bereit sein heißt nach demselben Artikel zweierlei: eine klare Bekehrung zu Jesus und ein Leben, das zu diesem Glauben passt. Kirchenzugehörigkeit allein genügt nicht. Jesus will uns damit keine Angst machen, sondern Mut für den heutigen Tag.

Für Christen ist die Wiederkunft eine Hoffnung: „Wenn aber dieses anfängt zu geschehen, so sehet auf und erhebet eure Häupter“ – denn die Erlösung naht (Lukas 21,28; Quelle).

Häufige Anschlussfragen

Was ist die Entrückung?

Der Herr Jesus wird die im Glauben Gestorbenen auferwecken und die lebenden Gläubigen zu sich nehmen, um ihm in der Luft zu begegnen (1. Thessalonicher 4,16–17). Nach „Christus kommt, und die Drangsal kommt …“ geschieht das vor der Drangsalszeit.

Warum rufen Christen „Komm, Herr Jesus“?

Weil sie auf Christus warten und nicht auf Schrecken. Der Ruf stammt aus Offenbarung 22,20 (Quelle).

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