Was ist Glaube und warum glauben wir?

Kurz gesagt: Jeder Mensch glaubt – die Frage ist nur, woran. Biblischer Glaube ist eine gut begründete Zuversicht: Er hofft, er versteht die Welt als Gottes Schöpfung, und er vertraut dem Gott, der sich in Jesus Christus gezeigt hat. Wir glauben, weil Gott um unser Vertrauen wirbt und weil die Wirklichkeit selbst auf ihn hinweist.

Glaubt nicht jeder Mensch an irgendetwas?

Der Artikel „Was ist Glaube?“ stellt fest: Kein Mensch lebt ohne Glauben. Was uns unterscheidet, ist nicht Glaube oder Unglaube, sondern woran wir glauben. Wer in ein Flugzeug steigt, vertraut darauf, dass im Cockpit echte Piloten sitzen – den Flugschein prüft niemand. Täglich vertrauen wir dem Aufzug, dem Koch in der Kantine, den Bremsen unseres Autos. Ständig alles zu hinterfragen, würden wir gar nicht aushalten.

Was sagt die Bibel über den Glauben?

Die Bibel definiert den Glauben nicht wie ein Lexikon. Sie beschreibt, was er ist, wie er sich verhält und was er bewirkt – besonders in Hebräer 11,1–3 (Quelle). Daraus ergeben sich drei Seiten des Glaubens:

  1. Glauben heißt hoffen. „Es ist aber der Glaube eine gewisse Zuversicht des, das man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, das man nicht sieht“ (Hebräer 11,1). Glaube rechnet mit Dingen, die noch nicht sichtbar sind – so wie man einen Monat arbeitet, weil man darauf vertraut, dass der Lohn kommt. Er ist kein vages Gefühl, sondern ein gut begründetes, konkretes Überzeugtsein.
  2. Glauben heißt verstehen. „Durch den Glauben merken wir, daß die Welt durch Gottes Wort fertig ist“ (Hebräer 11,3). Das Universum ist nicht durch Zufall entstanden: Gott sprach, und es geschah. Christlicher Glaube ist darum weder wissenschaftsfeindlich noch denkfeindlich. Paulus schreibt im Römerbrief, dass Gottes unsichtbares Wesen, seine ewige Kraft und Gottheit seit der Erschaffung der Welt wahrgenommen werden können. Gerade Christen dürfen sich an der Schöpfung freuen und begeistert forschen.
  3. Glauben heißt vertrauen. Über die Schöpfung hinaus hat Gott sich in seinem Sohn gezeigt. Jesus sagt, wer ihn sieht, der sieht den Vater (Johannes 14,9). Gott zwingt niemanden zum Glauben, sondern wirbt um unser Vertrauen. Jesus hat Gottes Liebe nicht nur erklärt, sondern gelebt – bis dahin, dass er aus Liebe für uns starb, damit wir ewiges Leben in Gemeinschaft mit Gott haben können.

Kurz: Die Schöpfung zeigt die Intelligenz und Macht des Schöpfers, in Jesus Christus zeigt sich Gottes ganze Liebe zu uns (Quelle).

Ist Glaube nicht eine Illusion ohne Belege?

Der Artikel „Warum glauben wir?“ antwortet auf diesen Vorwurf aus einem Zeitschriftenbeitrag. Seine Hauptpunkte:

  • Viele Gläubige nennen sehr wohl nachvollziehbare Gründe für ihren Glauben. Und auch wer die Nicht-Existenz Gottes annimmt, müsste dafür Gründe vorlegen.
  • Naturwissenschaft macht keine weltanschaulichen Aussagen. Atheismus ist nicht einfach „die Weltanschauung der Wissenschaft“.
  • Wer von einem Schöpfer ausgeht, wird durch tiefere Kenntnis der Natur eher bestärkt, denn er erwartet, eine Intelligenz hinter den Dingen zu finden.
  • Dass gläubige Menschen sich vor Gott verantwortlich wissen und danach leben, ist genau das, was man erwarten würde, wenn es Gott wirklich gibt.

Warum lohnt es sich, Gott zu suchen?

Psalm 53 urteilt über Menschen, die Gott in ihrem Herzen kategorisch ausschließen. Gemeint ist keine ehrliche Denkfrage eines Suchenden, sondern eine Haltung, die Gott gar nicht suchen will (Quelle). Gott selbst lädt ein: „Denn so ihr mich von ganzem Herzen suchen werdet, so will ich mich von euch finden lassen, spricht der HERR“ (Jeremia 29,13–14). Der Artikel folgert: Es liegt nicht in deiner Verantwortung, Gott zu finden – wohl aber, ihn ehrlich zu suchen und die Hinweise der Wirklichkeit nicht wissentlich zu übergehen.

Christlicher Glaube ist dabei mehr als Moral aus Angst vor Strafe: Paulus zeigt im Römerbrief, dass die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt, durch den Glauben an Jesus geschenkt wird (Quelle).

Häufige Anschlussfragen

Ist Glaube das Gegenteil von Denken?

Nein. Christlicher Glaube steht nicht im Widerspruch zum Denken und ist nicht wissenschaftsfeindlich (Quelle).

Zwingt Gott Menschen zum Glauben?

Nein. Er spricht zu uns und wirbt um unser Vertrauen; dafür sandte er seinen Sohn (Quelle).

Weiterlesen auf soulsaver.de

Beitrag teilen:WhatsAppTelegramFacebookE-Mail

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.