Kurz gesagt: An Ostern feiern wir, dass Jesus Christus, der für unsere Sünden gestorben ist, am dritten Tag leiblich von den Toten auferstanden ist. Mit der Auferstehung steht und fällt der christliche Glaube: Ohne sie gäbe es keine Vergebung der Sünden und keine Hoffnung über den Tod hinaus. Die Berichte darüber beruhen auf Augenzeugen und halten einer kritischen Prüfung stand.
Worum geht es an Ostern?
Ostern ist nicht in erster Linie ein Frühlingsfest. W. Busch erzählt von einem Gespräch im Zug: Es geht nicht um die „Auferstehung in der Natur“, so herrlich sie ist, sondern darum, dass der Sohn Gottes, von Menschen gekreuzigt und ins Grab gelegt, von den Toten auferstanden ist („Streitgespräch im Zug“).
Das älteste überlieferte Glaubensbekenntnis fasst es zusammen: „daß Christus gestorben sei für unsre Sünden nach der Schrift, und daß er begraben sei, und daß er auferstanden sei am dritten Tage nach der Schrift“ (1. Korinther 15,3–4). Danach erschien er Petrus, den Zwölf und mehr als fünfhundert Brüdern auf einmal („Die Auferstehung: Faktum oder Fabel?“).
Warum ist die Auferstehung so wichtig?
Paulus schreibt: „Ist Christus aber nicht auferstanden, so ist euer Glaube eitel, so seid ihr noch in euren Sünden“ (1. Korinther 15,17). Ohne die Auferstehung Jesu gäbe es keinen christlichen Glauben und keine Hoffnung auf die Vergebung unserer Sünden („Die Auferstehung Jesu aus der Sicht eines Historikers“). Und weil Jesus lebt, dürfen alle, die an ihn glauben, selbst auf die Auferstehung hoffen. So bezeugte es schon Ignatius von Antiochien (Quelle).
Gute Gründe, der Auferstehung zu glauben
- Frühe Zeugnisse: Das Bekenntnis in 1. Korinther 15 entstand wahrscheinlich nur wenige Jahre nach Jesu Tod. Die meisten der über 500 Augenzeugen lebten noch und hätten befragt werden können (Quelle; Quelle).
- Das leere Grab: Alle Evangelien berichten davon. In der Antike wurde es nicht bestritten (Quelle). Selbst die Gegner behaupteten nur, die Jünger hätten den Leichnam gestohlen (Matthäus 28,11–15) – und setzten damit voraus, dass das Grab leer war (Quelle).
- Frauen als erste Zeuginnen: Frauen galten damals vor Gericht nicht als Zeugen. Eine erfundene Geschichte hätte Männer als erste Zeugen genannt (Quelle).
- Lukas als sorgfältiger Berichterstatter: Er beruft sich auf Augenzeugen, hat genau recherchiert (Lukas 1,1–4) und datiert die Ereignisse präzise (Lukas 3,1). Auch der römische Historiker Tacitus bestätigt, dass Christus unter Pontius Pilatus hingerichtet wurde (Quelle).
- Verwandelte Jünger: Sie waren nicht leichtgläubig, sondern zunächst kritisch und nüchtern. Später verkündeten sie furchtlos die Auferstehung und starben für diese Überzeugung (Quelle; Quelle).
Was ist mit den Gegenerklärungen?
- Scheintod? Nach Geißelung und Kreuzigung hätte ein Scheintoter weder den schweren Stein wegwälzen noch die Jünger überzeugen können. Außerdem hatten sich die Römer von seinem Tod überzeugt (Quelle; Quelle).
- Diebstahl? Das Grab wurde von römischen Soldaten bewacht. Die Bibel selbst berichtet, dass Jesu Gegner diese Behauptung verbreiteten (Quelle).
- Nur eine Vision? Die Apostel betonten, dass sie den Auferstandenen betastet haben und er vor ihnen gegessen hat (Quelle). Im jüdischen Denken war Auferstehung immer leiblich gemeint (Quelle).
Häufige Anschlussfragen
Hat die Wissenschaft die Auferstehung nicht widerlegt?
Nein. Historiker arbeiten wie Juristen mit Quellen, Indizien und Zeugenaussagen, nicht mit wiederholbaren Experimenten. Und in der Geschichte geschieht nicht immer das Wahrscheinlichste (Quelle). Glaube und Wissenschaft sind keine Gegensätze (Quelle).
Was bedeutet Ostern für mich?
Jeder Mensch steht vor der Frage, wer Jesus ist. Wer behauptet, was er behauptete – Sünden vergeben zu können und der einzige Weg zu Gott zu sein –, ist entweder nicht bei Sinnen, ein Betrüger oder tatsächlich der, der er zu sein beansprucht. Mit C. S. Lewis: Wir können ihn nicht bloß als großen Morallehrer ansehen (Quelle).
Weiterlesen auf soulsaver.de
- Die Auferstehung: Faktum oder Fabel?
- Die Fakten der Auferstehung: Ist Jesus wirklich auferstanden?
- Die Auferstehung Jesu aus der Sicht eines Historikers
- Streitgespräch im Zug. Was ist jetzt wichtiger: Frühlingswetter oder Auferstehung?
- Alles wartet auf Ostern und die Auferstehung. Die Auferstehung Jesu ist Fakt.
