Wie sollen Christen mit Halloween umgehen?

Kurz gesagt: Halloween hat seine Wurzeln im keltischen Totenfest Samhain, bei dem die Toten, Geister und die Abwehr böser Mächte im Mittelpunkt standen. Die Bibel ruft Christen auf, sich von jeder Form des Okkultismus fernzuhalten und keine Gemeinschaft mit den Werken der Finsternis zu haben. soulsaver.de empfiehlt deshalb, Halloween nicht mitzufeiern und den 31. Oktober stattdessen als Reformationstag zu begehen.

Woher kommt Halloween?

Halloween kam aus Irland in die USA und von dort zu uns. Es geht auf das keltische Fest Samhain zurück, das am Beginn der dunklen Jahreszeit gefeiert wurde. Die Kelten glaubten, dass die Seelen der im vergangenen Jahr Verstorbenen in dieser Nacht zurückkehren. Manche stellten ihnen Leckereien hin, andere verkleideten sich schaurig, damit die Toten an ihnen vorbeigingen („Woher kommt Halloween?“).

Der Name stammt vom katholischen Fest Allerheiligen am 1. November: „All Hallows“, der Abend davor „All Hallows Eve(ning)“, verkürzt „Halloween“. Papst Gregor IV. wollte im 9. Jahrhundert die keltischen Bräuche „christianisieren“, statt sie abzuschaffen. Irische Auswanderer brachten den Brauch später nach Amerika („Halloween – Die schreckliche Lust am Grusel“).

Was ist mit den „dunklen Hintergründen“?

Mehrere Artikel auf soulsaver.de berichten, dass die Druiden an Samhain Menschenopfer gebracht hätten und dass die ausgehöhlte Rübe oder der Kürbis damit zusammenhinge (Quelle; Quelle). Ein anderer Beitrag weist ehrlich darauf hin, dass die moderne Forschung diese dunklen Hintergründe bezweifelt („Hurra, Halloween fällt mancherorts aus!“). Unabhängig davon bleibt: Halloween ist ein Fest rund um Tod, Geister und Dämonen – und nach der Linie des Blogs gilt: „Halloween ist äußerst religiös, aber es ist nicht christlich“ (Quelle).

Was sagt die Bibel?

Die Bibel nennt Halloween nicht beim Namen, spricht aber klar über die Dinge, um die es dabei geht („Die Bibel und Halloween“; Quelle):

  • Gott verbietet seinem Volk Wahrsagerei, Zauberei, Geisterbeschwörung und das Befragen der Toten (5. Mose 18,9–14).
  • „Und habt nicht Gemeinschaft mit den unfruchtbaren Werken der Finsternis, strafet sie aber vielmehr“ (Epheser 5,11).
  • „So lasset uns ablegen die Werke der Finsternis und anlegen die Waffen des Lichtes“ (Römer 13,12).
  • Man kann nicht am Tisch des Herrn und am Tisch der Dämonen zugleich teilhaben (1. Korinther 10,21).
  • Zu den Werken des Fleisches zählt die Bibel auch Götzendienst und Zauberei (Galater 5,19–20).
  • „Kindlein, hütet euch vor den Abgöttern!“ (1. Johannes 5,21).

Und die Kinder?

Eine Mutter schreibt, dass Fratzen, Blut und Verletzungen selbst bei Erwachsenen Spuren hinterlassen. Für Kinderseelen hält sie das für schädlich: Sie stumpfen ab, weil sie sich schützen müssen (Quelle; Quelle). Die Bibel ruft dazu auf, über das nachzudenken, was wahrhaftig, rein und lieblich ist (Philipper 4,8; Quelle).

Eine gute Alternative: der Reformationstag

Am 31. Oktober 1517 veröffentlichte Martin Luther seine 95 Thesen. Die Wiederentdeckung der Bibel in der Sprache des Volkes führte zu einer großen geistlichen Erweckung. Statt Halloween empfiehlt soulsaver.de Familien und Gemeinden, an diesem Tag dankbar der Reformation zu gedenken (Quelle; Quelle).

Häufige Anschlussfragen

Ist Halloween nicht einfach nur harmloser Spaß?

Viele halten es für ein „Spiel“. Die Artikel warnen aber, dass Partys an diesem Tag häufig zu okkulten Veranstaltungen werden und manche Menschen dadurch erstmals mit dem Okkultismus in Berührung kommen (Quelle; Quelle).

Was tue ich, wenn Kinder an der Tür klingeln?

Dazu machen die Quellen keine konkreten Vorgaben. Der biblische Maßstab lautet: dem Bösen widerstehen und dem Guten nachfolgen (Römer 12,9; Jakobus 4,7; Quelle).

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