Kurz gesagt: Christ wird man nicht durch Geburt, Taufe, Konfirmation oder ein anständiges Leben, sondern durch eine persönliche Beziehung zu Jesus Christus. Wer erkennt, dass er durch seine Sünde von Gott getrennt ist, seine Schuld Jesus bekennt und ihn im Glauben als Retter und Herrn in sein Leben aufnimmt, wird ein Kind Gottes. Das geschieht aus Gnade, als Geschenk, nicht durch eigene Leistung.
Was macht einen Menschen nicht zum Christen?
Als Christ wird man nicht geboren. Ein christliches Elternhaus, Taufe, Konfirmation oder Kommunion, eine kirchliche Trauung und das Bemühen, nach christlichen Maßstäben zu leben, sind nicht schlecht. Aber sie machen niemanden zum Christen. Christ ist, wer eine persönliche Beziehung zu Jesus Christus hat („Wie wird man Christ?“). Auch das Auswendiglernen des Glaubensbekenntnisses genügt nicht. Christsein ist keine Frage der Form, sondern der Beziehung („Was ist ein Christ?“).
Vier Tatsachen, die man kennen sollte
Der Artikel von Thomas Cornel nennt vier biblische Grundwahrheiten (Quelle):
- Gott liebt dich und hat dich zur Gemeinschaft mit sich geschaffen.
- Die Sünde trennt von Gott. Der Mensch will sein Leben selbst bestimmen und verfehlt damit das Ziel. Die Bibel nennt diesen Zustand „verloren“. Keine Religiosität und keine Anständigkeit kann die Kluft überbrücken.
- Jesus starb an unserer Stelle. Gott sandte seinen Sohn. Am Kreuz trug er stellvertretend das Gericht, das uns galt. Mit der Auferweckung hat Gott dieses Opfer bestätigt. So ist der Weg zu Gott frei.
- Du musst dich entscheiden. Jesus ruft durch sein Wort. Entweder öffnest du ihm dein Leben, oder du verschließt dich ihm und bleibst verloren.
Wie sieht der Schritt konkret aus?
- An Jesus glauben. „Das ist Gottes Werk, daß ihr an den glaubt, den er gesandt hat“ (Johannes 6,29; „Wie kommst du zu einer geistlichen Wiedergeburt?“).
- Die Schuld bekennen. „So wir aber unsre Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, daß er uns die Sünden vergibt und reinigt uns von aller Untugend“ (1. Johannes 1,9; Quelle).
- Umkehren. Bekehrung heißt Kehrtwende: weg von der Sünde und von allen anderen Göttern, hin zu Jesus Christus als neuem Herrn (Apostelgeschichte 3,19; 14,15; „Was heißt Bekehrung eigentlich?“).
- Jesus aufnehmen. „Wie viele ihn aber aufnahmen, denen gab er Macht, Kinder Gottes zu werden, die an seinen Namen glauben“ (Johannes 1,12). Gottes Angebot muss angenommen werden (Quelle).
Diesen Schritt kann man im Gebet tun, als ehrliches Reden mit Jesus. Es kommt nicht auf schöne Worte an, sondern auf die ehrliche Einstellung. Man sagt Jesus, dass man von Gott getrennt gelebt hat, bittet um Vergebung, dankt für seinen Tod am Kreuz und bittet ihn, die Herrschaft im eigenen Leben zu übernehmen („Wie findest du neues Leben mit Jesus?“; Quelle). Der Pastor Heinrich Kemner berichtet, wie er nach langem Widerstand schließlich nur schrie: „Jesus, erbarme dich!“ (Quelle).
Ein Geschenk, das man nicht verdienen kann
Frieden mit Gott kann man nicht erarbeiten. Die Geschichte eines alten Hindus, der sich durch eine Pilgerreise auf Knien Verdienste schaffen wollte, zeigt das: Für etwas, wofür Gottes Sohn sein Leben gab, kann man nicht bezahlen. Man kann es nur wie ein Bettler von Gott erbitten und geschenkt bekommen („Wie erlangen wir das Heil durch Jesus?“).
Häufige Anschlussfragen
Muss ich etwas fühlen, wenn ich Christ geworden bin?
Nein. Entscheidend ist nicht das Gefühl, sondern die Zusage von Jesus: „Wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen“ (Johannes 6,37). Und: „Ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende“ (Matthäus 28,20; Quelle).
Was verändert sich danach?
Jesus wird Herr deines Lebens, vergibt deine Sünden, du wirst ein Kind Gottes und erfährst die Kraft des Heiligen Geistes. Er hilft, die Bibel zu verstehen und zu beten (Quelle).
Kann ich wissen, dass ich ewiges Leben habe?
Ja. „Wer den Sohn Gottes hat, der hat das Leben“ (1. Johannes 5,12–13; Quelle).
