Buddhisten sind die besseren Christen

Wenn der Christ heute "Buddhisten sind die besseren Christen" hört, empört er sich. Und gleich darauf lässt er sich beschwichtigen mit einem "Aber im Grunde geht es doch bei beiden Religionen um das Gleiche.".
Der Buddhismus ist auf dem Vormarsch im Westen und hat die Esoterik im Schlepptau. Eine interessante Entwicklung. Der Westbürger wollte sein Leben und die Gesellschaft ohne Gott meistern und merkt mittlerweile, dass er trotzdem ein ungestilltes spirituelles Bedürfnis hat.

Von den Amtskirchen ist man aber verständlicherweise enttäuscht, also sucht man anderswo nach Gott. Oder dem Göttlichen, oder göttlicher Energie, da sollte man nicht zu kleinkariert sein. Der Buddhismus scheint die ideale Lösung zu sein, denn hier geht es auch um Gott (oder sowas ähnliches), aber mit dem entscheidenen Vorteil, dass man scheinbar keine Bindungen eingehen muss. Und außerdem kann ja sowieso keiner wissen, was es über unser sichtbares Leben hinaus geben kann, und deshalb sind die Religionen doch im Grunde alle dasselbe. Visionäre, die diese Meinung vertreten, werden heute als große Versöhner und Botschafter der Toleranz gefeiert.

Grund, sich Gedanken zu machen? Nein, auf keinen Fall, ihr Christen seid ja schon wieder verbohrt wie eh un je! Und ihr redet von Liebe und Toleranz? Genau, wir reden von Liebe und Toleranz, aber nicht vom einfachen Hinwegsehen über Unterschiede. Weil Unterschiede machen Unterschiede. Wer naiverweise verschiedene Sachen der Konfliktfreiheit wegen als gleich hinstellt, erzeugt dadurch mehr Leid als er lindert, weil er sich von der Wahrheit entfernt.

Der Buddhismus samt seinen spirituellen Techniken wie Yoga, Mandalamalen, Meditieren und Phantasiereisen begegnet in Europa und Amerika erschreckendem Unwissen über seine Hintergründe und Zielvorstellungen. Überall schießen buddhistische Zentren und Stupas wie Pilze aus dem Boden und weil die buddhistischen Mönche so gut lächeln können, heißen wir sie herzlich willkommen, ohne ihre Botschaft zu hinterfragen.
Die Anziehungskraft des Buddhismus kommt nicht von ungefähr. Wir sind begeistert von den fernöstlichen Magiern, die über glühende Kohlen gehen und fliegen können. Manche schneiden sich die Zunge ab und setzen sie wieder an. Faszinierend. Alles scheint möglich.

Auch hat man es geschafft, dass der Buddhismus als die "wissenschaftsfreundliche Religion" wahrgenommen wird, während anderen Religionen allgemein vorgeworfen wird, dass sie die Wissenschaft eher hemmen. Dem zeitlebens gutbehüteten Dalai Lama fällt es leicht, schöngeistige Friedensweisheiten auszugeben.

Die dunklen Seiten, die es in jeder Religion gab und gibt, sind hier eher unbekannt. So hatte der Dalai Lama beispielsweise freundschaftliche Kontakte zu Shoko Asahara, dem japanischen Führer der AUM-Sekte, die 1995 die Giftgasanschläge in der U-Bahn von Tokyo verübt hat. Auch die hochgelobte Eigenschaft des Buddhismus, unmissionarisch zu sein, steht im Widerspruch zur Wirklichkeit. Westliche Gebiete werden durch magische Zeremonien (Kalachakra-Einweihungen) spirituell beschlagnahmt, der Dalai Lama hält Lehrveranstaltungen und veröffentlicht Bücher, in denen er den Wechsel zum Buddhismus schmackhaft macht.
Auch die Rolle der Frau wird erstmal nicht angesprochen. "Frau" heißt auf tibetisch "Niedriggeboren" und "Mann" heißt "Höhergeboren", was teils drastische Konsequenzen nach sich zieht. Nicht ohne Grund gibt es für viele Rituale in den Klöstern absolute Schweigepflicht. Nach und nach mehren sich aber die Stimmen von weiblichen Aussteigern, die ihr Leid klagen (z.B. June Campbell in ihrem Buch "Göttinnen").

Andererseits gibt es in der Tat auf moralischem Gebiet auch viele Gemeinsamkeiten zwischen Christentum und Buddhismus. Unter anderem werden Mitgefühl, Frieden, Liebe, Demut, Güte, Hilfsbereitschaft hier wie dort großgeschrieben. Na also, schaffen wir’s vielleicht doch noch, einmütig und in Liebe auf dieser Erde zusammen zu leben, wenn sich hoffentlich bald alle Religionen friedlich vereinigt haben?
Wo liegt also das Problem?

Das Problem ist, dass Christentum und Buddhismus absolut entgegengesetzte Grundlagen haben, von denen her betrachtet die Worte Liebe, Mitgefühl, Güte, Hilfsbereitschaft, usw. andere Bedeutungen bekommen. Der Buddhist meint mit Hilfsbereitschaft etwas anderes als der Christ. Gut und schlecht wird von gegensätzlichen Grundlagen aus auch verschieden definiert.
Als westlich-christlich geprägter Mensch fällt einem das Unterscheiden aber mitunter schwer, da wir ein komplett anderes Lebensbild haben.
Deshalb sind hier die grundlegenden Unterschiede zwischen Christentum und Buddhismus aufgezählt, die die Gegensätzlichkeit aufzeigen:

DIE WELT

Buddhismus:
Die Welt, wie wir sie sehen, gibt es im Buddhismus nicht. Sie ist nur Illusion. Den Baum im Garten gibt es nicht, es scheint mir nur so. Wäre ich nicht da, wäre auch der Baum nicht da.

Christentum:
Die Welt ist tatsächlich materielle Realität. Den Baum im Garten, die Erde und die Sterne wären auch dann da, wenn ich tot bin.

DAS LEBEN

Buddhismus:
Das Leben ist gleichbedeutend mit Leiden. Deshalb muss das Leben so weit es nur irgendwie möglich ist, auf Null heruntergefahren werden. Wer trotzdem noch am Leben etwas schönes vermutet und es Leben will, hat es nicht verstanden. Man könnte aus westlicher Sicht auf den Gedanken kommen, der Buddhist müsste sich doch einfach umbringen. Das tut er aber aus dem Grund nicht, weil er glaubt, ja sowieso nochmal geboren zu werden. (also LEBEN = LEIDEN). Die Triebfeder, etwas zu tun, ist das Vermeiden von Leiden.

Christentum:
Das Leben besteht aus Freude und Leid. Ursprünglich hat Gott das Leben nur als Freude geplant. Allerdings hat der Mensch sich durch seine eigenwillige Rebellion von Gott abgewandt und so das Leid in die Welt gebracht. (also LEBEN = FREUDE + LEIDEN). Die Triebfeder, etwas zu tun, ist sowohl das Vermeiden von Leiden als auch das Streben nach Freude.

Hier liegt ein großes Missverständnis der westlichen Buddhismus-Sympathisanten: Sie liebäugeln mit dem Buddhismus und erhoffen sich von ihm insgeheim mehr Erfüllung bzw. Freude für ihr Leben. Diese Vorstellung, dass es Freude überhaupt im Leben gibt, ist aber christlich. Aber auch ihr Menschsein an sich sagt ihnen, dass es neben Leid auch Freude gibt.

GOTT

Buddhismus:
Einen unsterblichen einzigartigen Schöpfergott, der über den Dingen steht, gibt es nicht. Wenn der Buddhist von Göttern spricht, meint er zeitlich begrenzte sterbliche Geister-Wesen. Es gibt demnach viele Götter. Von uns unterscheidet sie nur ihre höhere Existenzform, aber sie sind genauso höheren unpersönlichen Prinzipien unterworfen(dem Karma). Wenn wir genügend Gutes getan haben, dann werden wir evtl. bald mal als ein Gott geboren(und werden dann zwangsläufig auch wieder sterben).

Christentum:
Es gibt den einzigartigen persönlichen Schöpfergott. Er ist ewig, d.h. unsterblich, er steht über den Dingen und er ist die Ursache aller Dinge(also die Ursache der Schöpfung).

weiter zu GOTT

Buddhismus:
Gott ist IN uns. Wir haben schon etwas Göttliches in uns, das es zu fördern gilt. So können wir selber zu Gott werden. Allerdings ist Gott hier nicht gleich gut und evtl. auch zerstritten. Gott in Form eines Soldaten kann Krieg führen gegen Gott in Form eines gegnerischen Soldaten. Gott in Form eines Menschen ist anderer Meinung als Gott in Form eines anderen Menschen.

Christentum:
Gott ist AUßERHALB von uns. Wir sind nur Mensch und nicht Gott. Gott steht außerhalb der Schöpfung, greift aber ein, wenn man ihn darum bittet. Die Bibel entlarvt das Angebot des Buddhismus (und auch der Esoterik) wie Gott zu werden bzw. zu sein, als Ursünde. Satan hat die ersten Menschen mit dem Angebot gelockt: Ihr werdet sein wie Gott. (1.Mose 3,5)

DAS ZIEL ( HIMMEL / NIRVANA )

Hier werden oft Parallelen geschlagen und gesagt: "Der Christ nennt es Himmel, der Buddhist nennt es Nirvana." Tatsächlich bedeuten die beiden Begriffe aber etwas total Gegensätzliches:

Buddhismus:
Nirvana tritt ein, wenn man es erfolgreich geschafft hat, das Leben auf Null herunterzufahren. Das passiert nach mehreren erfolgreichen Leben als Mensch, Tier oder Geisterwesen. Man existiert dann nicht mehr. All das, was das Leben ausmacht (Gefühle, Erfahrungen, Gespräche, Austausch, Liebe, Denken, sich freuen, leiden) gibt es nicht mehr.

Christentum:
In den Himmel kommt der, der Jesus als seinen persönlichen Retter angenommen hat nach dem Tod. Hier auf der Erde lebt man nur einmal.
Im Himmel existiert man immer noch, nur in einer anderen Form. Unter anderem ist man unsterblich. Aber was wir hier als Leben wahrnehmen, nämlich ein Bewusstsein von uns als Person, Denken, Fühlen, Handeln, gibt es im immer noch. Allerdings ist das Leben im Himmel bereinigt von dem oben angesprochenen Leid. Es besteht nur noch aus Freude.

Hier zeigt sich auch der Unterschied am Beispiel der Hilfsbereitschaft:
Hilfsbereitschaft wird immer vom Ziel bestimmt. Man hilft jemand, ein bestimmtes Ziel zu erreichen. Wenn das Ziel unterschiedlich ist, ist auch die Hilfsbereitschaft unterschiedlich. Hilfsbereitschaft im Buddhismus meint nicht die Hilfe in praktischen Situationen des Lebens(z.B. Krankenhäuser bauen), da man sonst ja noch länger im Leben gefangen ist. Man hilft hier dem anderen auf dem Weg zum Nirvana, d.h. sein Leben auf Null herunterzufahren.

AUSÜBUNG
(abgesehen vom Ausleben der moralischen Regeln)

Buddhismus:
Ausführen religiöser Rituale(u.a. wiederholtes Aufsagen von Mantren, Meditieren, wiederholtes sich auf den Boden werfen, magische Rituale…).

Christentum:
Persönliche Beziehung zu Jesus Christus.

Der größte und essentiellste Unterschied, welcher das Christentum auch über den Status einer Religion hinaushebt, ist folgender:

Wir haben alle ein Verlangen nach Gerechtigkeit.

Buddhismus:
Hier wird die Gerechtigkeit von dem unpersönlichen Prinzip Karma gewährleistet, dem alle Dinge unterstehen. Wer etwas böses tut, dem wird automatisch etwas böses passieren. Wer etwas gutes tut, dem wird automatisch etwas gutes passieren. Karma ist konsequent und absolut. Nichts und niemand kann bewirken, dass dieses Prinzip umgangen wird. Das Karma ist an die Person gebunden, d.h. das Schlechte fällt zwangsläufig auf die Person zurück, die das Schlechte getan hat. In diesem Sinne ist das Karma GNADENLOS.

Christentum:
Hier wird die Gerechtigkeit von Gott in Form des Gerichts gewährleistet. Jeder, der stirbt, wird sich vor Gott für sein Leben verantworten müssen. Auch Gott ist konsequent in seinem Gericht. Er belohnt Gutes und er bestraft Schlechtes. Auch hier ist die Strafe personengebunden. Der, der Gutes getan hat, bekommt gutes zurück und umgekehrt wir der bestraft, der Schlechtes getan hat.
Hier kommt jetzt aber die befreiende Botschaft des Evangeliums ins Spiel:
Die Strafe, die einem Menschen blüht, lässt sich auf eine andere Person übertragen, nämlich auf Gott selbst in Form von Jesus Christus, der vor ca. 2000 Jahren für diese Schuld bestraft worden ist und den Tod am Kreuz dafür erleiden musste. Gott bleibt nach wie vor konsequent in seiner Strafe, nur trägt er sie jetzt selber. Das heißt, er schenkt uns GNADE.
Deshalb kann auch nur ein Christ tatsächlich gnädig im eigentlichen Sinne sein, weil er selbst schon begnadigt worden ist.
Bedingung, dass der einzelne diese Gnade bekommt ist, dass er seine Schuld zugibt, zu Gott(dem Gott der Bibel) umkehrt und an Jesus Christus als seinen persönlichen Retter glaubt.

Kommentare

  1. ali

    Buddha war Atheist. Er glaubte nicht an Götter, Geister oder ähnliches. Er glaubte auch nicht an die Existenz von Materie, oder von einem tatsächlich existierenden “Ich”. Als Prinz an einem reichen Hof aufgewachsen war er schockiert, als er das Leiden außerhalb der Gartenmauern des väterlichen Palastes entdeckte. Dieses Leiden war so sinnlos, so unerklärlich, wie es auch heute vielen Menschen ist, die Gott fragen, warum er das Böse in der Welt zulässt. Buddhas Antwort auf das Leiden ist deshalb auch, dass es kein Leiden gibt. Und keine Erde und keinen Menschen. Alles ist Illusion, und der Weg zur Befreiung aus dieser Illusion ist die Einsicht, dass es mich und alles andere gar nicht gibt.

    Buddha lebte einen sogenannten mittleren Weg, zwischen strenger Askese und normalem Leben. Er sammelte, ähnlich wie Jesus, eine Reihe von Jüngern um sich. Mit 80 Jahren starb er im Kreis seiner Jüngern, friedlich und “erlöst”. Jesus beanwortete die Frage nach dem Leiden von Gott her, Buddhas von einem Schicksal her, dass er dharma nannte. Jesus reagierte auf das Leiden mit der Bereitschaft, selbst zu leiden, Buddha zeigte, wie er dem Leiden entkam. Jesus überwindet den Tod und degradiert ihn zu einem flüchtigen Übergangsstadium in eine Welt in ohne Tränen, Buddha integriert den Tod und betrachtet ihn als die Befreiung selbst, das erlösende Nichts. Buddhas Lehre ist uneinheitlich, unscharf und im Laufe der Geschichte des Buddhismus vielen Ergänzungen und Veränderungen unterworfen. Jesu Lehre ist Grundlage aller Kirchen und in Form der Bibel hervorragend bis heute erhalten geblieben. Erlösung im Buddhismus kann auf vielen verschiedenen Wegen geschehen, Erlösung bei Jesus geschieht nur am Kreuz.

    Viele Menschen in der westlichen Welt sind Sympathisanten des Buddhismus. Das liegt unter anderem an der sehr großen Offenheit dieser Religion gegenüber anderen Ideen. Diese Offenheit entspricht der Mentalität postmoderner Menschen. Man kann Jesus von hier ausgehend zu Recht den Vorwurf machen, dass sein Ansatz zur Erlösung der Menschen sehr eng und schmal ist. Solange Religion nur ein System ist, eine nützliche Lehre oder eine interessante und in Dogmen gefasste Lebenserfahrung, ist dieser Vorwurf auch berechtigt. Es gibt nur einen Umstand, der die Haltung Jesu entschuldigen kann: wenn das, was Jesus sagte und tat, wirklich die Wahrheit ist.

    Jesu Wahrheitsanspruch bestätigt sich in den Zeichen, die er tut. Die Wunder Buddhas sind seine Erleuchtung, seine erste Predigt und sein Tod. Jesu Wahrheitsanspruch bestätigt sich in seiner Auferstehung. Buddhas Leichnam ist bis heute nicht mehr lebendig geworden.

  2. ali

    Keine Religion rettet, auch nicht die christliche, wenn sie sich als Religion gebärdet. Es gibt nur einen Gott, nämlich den, der Himmel und Erde gemacht hat. Nur die Bibel berichtet von diesem Gott. Nur er kann uns darum verbindlich sagen, was zu unserer Rettung dient. Wäre irgendeine Religion in der Lage, uns vor der ewigen Verlorenheit retten zu können, so hätte Gott uns diese genannt. Der Kreuzestod Jesu wäre dann nicht erforderlich gewesen. Da aber das Opfer von Golgatha erbracht wurde, war es zur Rettung unbedingt nötig. Somit gibt uns das Kreuz Jesu den eindeutigen Hinweis, dass es keine billigere Methode gab, um die Sünde vor dem heiligen Gott zu tilgen. Im Kreuzestod Jesu hat Gott unsere Sünde gerichtet, so dass uns nun allein die persönliche Hinwendung zu Jesus Christus und die Übergabe unseres Lebens an ihn retten. In allen Religionen muss sich der Mensch durch eigene Anstrengung selbst erlösen; nach dem Evangelium hat Gott alles durch seinen eigenen Sohn getan, und der Mensch nimmt das Heil nur noch im Glauben in Empfang. Darum heißt es in Apostelgeschichte 4,12 auch so ausschließlich: „In keinem andern ist das Heil, ist auch kein anderer Name (außer Jesus) unter dem Himmel den Menschen gegeben, darin wir sollen selig werden.“ Außer Jesus gibt es keine andere Brücke in den Himmel!

    Alle Religionen sind nur glitzernde Fata Morganen in der Wüste einer verlorenen Menschheit. Einem Verdurstenden hilft kein Wahnbild einer Wasserquelle. Ebenso bringt die Toleranzidee gegenüber allen Phantasiegebilden den Menschen letztlich zu Tode (Spr 14,12). Er braucht frisches Wasser. Die Bibel zeigt mit großer Eindeutigkeit auf die einzige reale Oase, auf die einzige Überlebenschance, auf Jesus Christus:

    „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben, niemand kommt zum Vater denn durch mich“ (Joh 14,6). „Einen anderen Grund kann niemand legen außer dem, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus“ (1 Kor 3,11). „Wer den Sohn hat, der hat das Leben; wer den Sohn Gottes nicht hat, der hat das Leben nicht“ (1 Joh 5,12).

  3. cordobesaleman

    Bedenklich!

    Sicher hat sich der Autor bei diesem Artikel viel Mühe gegeben. Für eine objektive Gegenüberstellungen fehlen aber jegliche literarischen Bezugspunkte und Quellenangaben. Mit Zitaten könnte man diesen Artikel um einiges aufbessern. Zur Zeit kann ich leider nicht zwischen der persönlichen Meinung des Autors und wirklichem Fachwissen differenzieren. Sehr Schade!!! Aber ist es am Ende nicht eher wichtig DAS wir glauben und nicht über welchen Weg wir zu Gott gekommen sind???

  4. ali

    Buddha war Atheist. Er glaubte nicht an Götter, Geister oder ähnliches. Er glaubte auch nicht an die Existenz von Materie, oder von einem tatsächlich existierenden “Ich”. Als Prinz an einem reichen Hof aufgewachsen war er schockiert, als er das Leiden außerhalb der Gartenmauern des väterlichen Palastes entdeckte. Dieses Leiden war so sinnlos, so unerklärlich, wie es auch heute vielen Menschen ist, die Gott fragen, warum er das Böse in der Welt zulässt. Buddhas Antwort auf das Leiden ist deshalb auch, dass es kein Leiden gibt. Und keine Erde und keinen Menschen. Alles ist Illusion, und der Weg zur Befreiung aus dieser Illusion ist die Einsicht, dass es mich und alles andere gar nicht gibt.

    Buddha lebte einen sogenannten mittleren Weg, zwischen strenger Askese und normalem Leben. Er sammelte, ähnlich wie Jesus, eine Reihe von Jüngern um sich. Mit 80 Jahren starb er im Kreis seiner Jüngern, friedlich und “erlöst”. Jesus beanwortete die Frage nach dem Leiden von Gott her, Buddhas von einem Schicksal her, dass er dharma nannte. Jesus reagierte auf das Leiden mit der Bereitschaft, selbst zu leiden, Buddha zeigte, wie er dem Leiden entkam. Jesus überwindet den Tod und degradiert ihn zu einem flüchtigen Übergangsstadium in eine Welt in ohne Tränen, Buddha integriert den Tod und betrachtet ihn als die Befreiung selbst, das erlösende Nichts. Buddhas Lehre ist uneinheitlich, unscharf und im Laufe der Geschichte des Buddhismus vielen Ergänzungen und Veränderungen unterworfen. Jesu Lehre ist Grundlage aller Kirchen und in Form der Bibel hervorragend bis heute erhalten geblieben. Erlösung im Buddhismus kann auf vielen verschiedenen Wegen geschehen, Erlösung bei Jesus geschieht nur am Kreuz.

    Viele Menschen in der westlichen Welt sind Sympathisanten des Buddhismus. Das liegt unter anderem an der sehr großen Offenheit dieser Religion gegenüber anderen Ideen. Diese Offenheit entspricht der Mentalität postmoderner Menschen. Man kann Jesus von hier ausgehend zu Recht den Vorwurf machen, dass sein Ansatz zur Erlösung der Menschen sehr eng und schmal ist. Solange Religion nur ein System ist, eine nützliche Lehre oder eine interessante und in Dogmen gefasste Lebenserfahrung, ist dieser Vorwurf auch berechtigt. Es gibt nur einen Umstand, der die Haltung Jesu entschuldigen kann: wenn das, was Jesus sagte und tat, wirklich die Wahrheit ist.

    Jesu Wahrheitsanspruch bestätigt sich in den Zeichen, die er tut. Die Wunder Buddhas sind seine Erleuchtung, seine erste Predigt und sein Tod. Jesu Wahrheitsanspruch bestätigt sich in seiner Auferstehung. Buddhas Leichnam ist bis heute nicht mehr lebendig geworden.

    Wenn ich nichts anderes wüsste und Buddha lehrte mich seinen Weg, könnte ich ihm folgen, weil er meiner Logik entspricht. Wenn aber Gottes Logik offenbart wird, dann darf sie auch meinen Verstand sprengen und einen ganz eigenen Weg gehen. Das ist der Weg ans Kreuz, den Juden ein Ärgernis, den Griechen eine Dummheit, den Buddhisten unlogisch und den Muslimen eine Provokation.

    Religionen sind menschlich reizvoll, haben gute Argumente und beeindruckende Zeugnisse – aber es fehlt ihnen die Wahrheit, und damit die göttliche Bestätigung. Wenn Gott spricht, muss das nicht meiner Logik entsprechen. Aber es muss sich als wahr erweisen, es muss mehr sein als eine abstrakte Lehre – der wahre Gott muss ein Gott sein, der in der Geschichte handelt und spricht. Das Zeugnis vom Gott Israels und Gott Jesu ist einzigartig in der Welt der Religionen, weil es nicht Illusion ist, weil es sich auf wirklich geschehene Geschichte bezieht.

  5. Lorraine

    Einpaar Unstimmigkeiten?

    Dass Buddisten die Welt als eine Ilusion sehen ist falsch. Buddisten sehen die Welt genauso als wahr und echt wie Christen. Und dass sie versuchen ihr Leben auf Null zu senken, ist ebenfalls, nach meinem Wissen, nicht unbedingt korrekt. Sie veruschen zwar wirklich einen bestimmten Status zu erlangen und klettern mit jedem Leben eine Stufe weiterrauf, aber nicht um auf Null zu gelangen, sondern das Höchste zu erreichen- ins Nirvana zu gelangen, wo man aber noch sehr wohl Gefühle haben kann.Und ich denke kaum, dass Buddisten im Leben keine Freude haben… Auch das mit den Göttern oder Geister, wir ihr die nenne wollt, stimmt auch net so ganz. Die Götter sind ewig, es gibt tausende und vielleicht noch mehr, aber die sind ewig.  

  6. ali

    über diesen glauben musst du uns nicht aufklären, denn wir haben ehemalige buddhisten in unseren reihen:

    Seit Hermann Hesse mit “Siddharta” die Indienbegeisterung entfachte, liegt die Reise in den Buddhismus im Trend. Auch der Holländer Martin Kamphuis lässt sich acht Jahre lang mit Geist, Körper, Seele und allen Sinnen auf den tibetischen Buddhismus ein. In Indien und Nepal unterwirft er sich in Klöstern der strengen Lehre der Mönche und Gurus. In Europa kostet er von den Früchten der Kreuzung zwischen dem Buddhismus und dem farbig schillernden Gedankengut von New Age und Esoterik.

    Immer stärker spürt Kamphuis jedoch, dass die ersehnte Erleuchtung auf sich warten lässt. Mehr noch: Beim Versuch, das buddhistische Ideal der Barmherzigkeit endlich auszuüben, scheitert er in demütigender Weise an den Alltagsrealitäten und an sich selbst.

    In Australien besuchen Martin und Elke, die jetzt eng befreundet sind, widerstrebend einen Gottesdienst einer christlichen Kirche. Hier schließlich erfahren die beiden völlig unerwartet, dass ihre tiefsten Sehnsüchte gestillt werden, dass sie erkannt und geliebt sind; dass das Licht von außen auf sie zugekommen ist.
    Eine abenteuerliche Reise in die Welt der Götter und Halbgötter, eine Liebesgeschichte zwischen zwei Menschen – mehr noch: zwischen Gott und zwei Menschen, die ihn von ganzem Herzen suchten.

    Auszug aus dem Buch:
    “Als Elke und ich vor dem Dalai Lama standen, sah er mir freundlich in die Augen. Ich fühlte mich in einem höheren Bewusstseinszustand, so wie ich es öfters während meiner Meditationen erlebt hatte. Seine Ausstrahlung hob mich über jedes Realitätsbewusstsein hinaus. Dieses erhabene Gefühl hielt danach noch eine Weile an. Dann schien es sich ebenso plötzlich, wie es gekommen war, in der nassen Kälte des Novembers aufzulösen.”

    sie haben eine eigene internetseite. du kannst dich bei ihnen informieren oder ihre bücher lesen. würde dir die augen öffenen.
    ali
    http://www.gateway-ev.de

  7. fallen_Seraph

    Buddhisten sind zumindest sympathischer

    Wie schade, dass ihr es einfach nicht, neutral zu bleiben. Aber von eurer missionarischen Seite kann man sowas vermutlich gar nicht verlangen.

    Ich kenne selbst eine Buddhistin (die übrigens in ihrem Zentrum keineswegs herabgestuft wird). Wenn sie diesen Text lesen würde, würde sie sicherlich einen Lachkrampf bekommen. Ihr habt völlig vergessen zu erwähnen, dass es auch im Buddhismus mehrere verschiedene Strömungen gibt, wie auch im Christentum. Dass ihr ausgerechnet den tibetischen Buddhismus (von der Blödheit in etwa mit dem Katholizismus zu vergleichen) herauspickt, war völlig klar…

    Und zu einigen Punkten: Greift euch erstmal selbst an die Nase. Buddhisten sind in religiöser Hinsicht wenigstens mehr mit sich selbst beschäftigt und gehen einem nicht dauernd mit irgendwelchen Segnungen und Missionierungswünschen auf den Senkel. Ihr Christen benehmt euch wie Staubsaugervertreter. Nur, dass ihr euch keine Vertreterprovision, sondern Pluspunkte bei eurem Gott erhofft. Die Buddhisten arbeiten nur an sich selbst. In Diskussionen hab ich noch nie erlebt, dass meine Bekannte mit religiösem Geschwafel kam. Mit einem Buddhisten kann man viel besser philosophieren, weil er nicht dauernd an die für Christen typische “ups, hier können wir nicht weiter reden”-Grenze stößt…

    Übrigens würde ich mich freuen, wenn ihr mal was über Pantheismus schreiben würdet. Ich beschäftige mich gerade damit…

  8. millhouse

    vielen Dank….

    …für euren Artikel. Wurde mal wieder Zeit, dass hier einiges klargestellt wird. Auch bei uns in der Stadt gibt es inzwischen ein “Energycentrum” in dem allerlei Yogis, Zenmeister und Geistheiler einem das Heil versprechen, noch dazu zu horrenden Preisen.

    Schade nur, dass das alles nix nützt und man nur die Verlorenheit erntet.

    Gott segne euch und bewahre euch weiterhin…..

    Gruß millhouse

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