Ein Satanist kommt zu Jesus

Jeff Harshbergers Zeugnis: Errettung aus dem Satanismus



Ich war ein Satanist „Marke Eigenbau“. Mit anderen Worten, wenn etwas funktionierte, verwendete ich es einfach. Ich begann als philosophischer Satanist (LaVeyscher Satanismus). Dann aber fand ich heraus, dass es auch „Kräfte“ oder Dämonen gibt, die mir zur Verfügung standen; so fing ich mit traditionellem Satanismus an, während ich weiter an dem festhielt, was von LaVeys Gedankengut funktionierte: seine selbst-zentrierte Philosophie. Am Ende war ich von Dämonen besessen, weil ich mich ihnen hingab, um ihre „Kraft“ zu empfangen. Nachdem ich zu Jesus Christus gekommen war, wurde ich von den Dämonen gerettet. Hier ist mein Zeugnis…



Nach 4 Jahren im Satanismus war ich ziemlich fertig. Ich hatte alles gesehen, was Satan zu bieten hat, und war dennoch ein Häufchen Elend! Das einzige, was mir als „anständigem Satanisten“ noch übrig blieb, war, mich umzubringen. Aber schon bevor ich in dem Motel eincheckte, wusste ich dass etwas oder jemand mich aus der Bahn werfen würde. Um mir Mut einzuflößen, nahm ich eine Flasche Whiskey und ein Säckchen Marijuana mit. Dann legte ich das Gewehr an meinen Kopf an, aber irgendwie konnte ich einfach den Abzug nicht betätigen. Ich wusste, dass das Gewehr funktionierte, konnte aber ums Verrecken nicht abdrücken. Von mir selbst enttäuscht, versuchte ich es in der nächsten Nacht wieder. In einer Septembernacht 1981 versuchte ich mich zu hängen; ich wickelte den Strick um einen Balken in der Garage und stieß den Stuhl unter meinen Füßen weg. Daraufhin landete ich auf dem Boden, der Strick immer noch um den Balken gewickelt. „Was bin ich für ein Versager“, dachte ich mir, „ich kann mich nicht einmal selbst umbringen.“



Die Geschichte meiner Verwicklung in den Satanismus ist so klassisch, dass sie fast als Klischee durchgehen könnte. Ich war ein einsamer junger Mann aus einer kaputten Familie; mein Vater war ein Alkoholiker. Zuhause wurde es immer schlimmer, bis sich meine Eltern schließlich scheiden ließen. Also suchte ich mir selber ein Zuhause. Ich war auf der Ausschau nach Menschen, die mir Aufmerksamkeit schenken und mich annehmen würden. Ich suchte nach Liebe, war aber gefangen inmitten eines Zuhauses, in der Gewalttätigkeit herrschte und das mich in Hoffnungslosigkeit und Angst stürzte. Also begann ich im Übersinnlichen nach Mut und einer Art mystischen Macht über mein Leben zu suchen. Tatsächlich war ich reif für eine solche Erfahrung, denn an Magie und anderen Aspekten der paranormalen Welt war ich schon lange interessiert. Schon als kleiner Junge wusste ich, dass ein geistlicher Herrschaftsbereich existiert und dass es einen Weg dort hinein geben muss.



Meinen Erstkontakt mit dem Satanismus hatte ich 1978, als ein Schneesturm meine Heimatstadt überraschte. Zu jener Zeit war ich 17, in der Oberstufe der High School, und arbeitete in einem kleinen Laden, als der Sturm hereinbrach. Ich fragte mich gerade, wie ich an diesem Abend heimkommen sollte, als der stellvertretende Geschäftsführer, ein junger Mann von gerade mal 18 Jahren, mich in seine Wohnung einlud, die nur einen Steinwurf weit weg war. Dieser Mensch schien all das zu haben, wonach ich mich immer gesehnt hatte: Prestige und Macht, kurzum, er schien sein Leben voll unter Kontrolle zu haben und verhielt sich, als wäre er viel älter als 18. In jener Nacht offenbarte er mir die Quelle seiner Stärke. Ich war fasziniert. Er zeigte mir magische Kleinode und okkulte Objekte, die er angesammelt hatte. Ich war überzeugt. Später in dieser Nacht führten wir eine Zeremonie durch, in der ich mein Leben Satan gab.



Nachdem ich die High School beendet hatte, zogen mein “Lehrer” und ich weg, um aufs College zu gehen. Wir zwei versuchten, unseren eigenen satanistischen Zirkel zu gründen. Er sollte aus 13 Jüngern bestehen, doch wir schafften es lediglich, 6 zu rekrutieren, alle männlich. Wir 6 teilten uns ein Haus, in dem wir abhielten, was ich als „freischaffende“ satanische Rituale bezeichne; dabei entwarfen und improvisierten wir unsere Zeremonien ganz frei. Die Aktivitäten unseres Zirkels schlossen Bannsprüche und das Entweihen von Bibeln und anderen christlichen Gegenständen, die wir in die Finger bekamen, mit ein. Während dieser Zeit war ich regelmäßig mit Dämonen in Kontakt, wenn auch nicht mit Satan selbst. Die Dämonen waren mächtige Untertanen, die mit aufs Wort gehorchten…so dachte ich zumindest. Dann begannen die furchteinflößenden und ekelhaften Seiten des Satanismus die spannenden zu überschatten. Ich fragte mich, worauf der Zirkel eigentlich zusteuerte. Den nächsten Schritt würde ich nicht mehr mitgehen können, soviel wusste ich…denn ich wusste, dass es Grenzen gab, die selbst ich nicht überschreiten konnte. Ich wollte raus.



Zu jener Zeit dachte ich, dass alles, was mir noch übrigblieb, Selbstmord war. Zu meiner Enttäuschung versagte ich. Heute weiß ich, dass nur göttliches Eingreifen mich vor dem Gewehr und der Schlinge retten konnte. Nachdem ich wieder zuhause war, versuchte ich meine Erinnerung im Alkohol zu ersäufen, doch der Geschmack des Bieres drehte mir den Magen um. Also zündetete ich mir eine Zigarette an, um meine Nerven zu beruhigen…doch sie verbrannte meine Lippen! Schlußendlich ging ich, der werdende Satanspriester, in mein Zimmer, legte mich aufs Bett und fing an zu weinen. Was dann geschah, werde ich niemals in meinem Leben vergessen. Es war spät in der Nacht. Der Rest des Satanszirkels war fort zum Feiern, so dass das Haus leer war. Plötzlich hörte ich neben meinem Bett eine Stimme die Stille brechen: „Geh raus!“ Ich war von diesem Befehl so erschüttert, dass ich augenblicklich gehorchte. Aus dem am nächsten gelegenen Fenster meines Schlafzimmers kroch ich hinaus auf die Straße…und direkt in die Gegenwart Gottes. Meine Knie gaben nach und ich fiel auf mein Gesicht. Es gab keinen Zweifel, wer gesprochen hatte. Aufschauend zum Himmel flehte ich: „Jesus, bring einfach mein Leben in Ordnung!“



Es ist viel passiert seit diesem Erlebnis. Ich glaube immer noch an eine geistliche Realität. Ich glaube sowohl an Dämonen als auch an Engel, an das Gute wie an das Böse. Nur habe ich einfach die Finsternis für das Licht eingetauscht. Der Herr Jesus Christus hat mich vollkommen wiederhergestellt. Seit 18 Jahren bin ich nun verheiratet; meine Frau Liz und ich leben in Georgia. Mit Gottes Hilfe machte ich meinen Master of Arts in Pastoralseelsorge und gründete das Missionswerk „Refuge Ministries“. Zusammen klären wir andere über die Gefahren des Okkulten auf, über New-Age-Gedankengut und andere Irrlehren. Wir arbeiten nicht nur mit ehemaligen Satanisten. Ich weiß, wie man sich als einsamer und verwirrter Mensch fühlt, zur Verzweiflung getrieben. Wir sind da für jeden, den der Herr schickt. Wie schon eingangs gesagt, repräsentiert mein Zeugnis nicht den LaVeyschen oder traditionellen Satanismus. Mein Satanismus war selbstgebastelt.

Kommentare

  1. Thomas

    Vielen Dank für diese inspirierende Lebensgeschichte. Ich danke Gott dafür, dass er dir die Kraft, den Mut und letztlich den Frieden geschenkt hat, den du gebraucht hast. Ich selbst habe erst kürzlich zu Gott gefunden und darf sagen wie schockiert ich anfangs über die Manigfaltigkeit des Satanismus in unserer modernen Gesellschaft gefunden habe (bis in die obersten Führungspositionen). Ich bete für alle Menschen die sich in den Verwirrungen und Täuschungen des Verderbers befinden. Ich flehe euch an; die „Mächte“ des Verderbers sind endlich, doch das Geschenk unseres Herrn ist für die Ewigkeit… Einfach so. Gratis. Überlegt euch, ob ihr die euch verbleibende Zeit im Rausch der Sinne und Ekstase oder doch lieber in Ruhe, Friede, Freude und Kraft verbringen wollt. Ich selbst wollte nie an das übernatürliche Glauben, doch ich habe wahrlich gesehen wie Gottes Macht selbst die stärksten Bande lösen kann. Keiner der sich für Gott entscheidet (in welcher finsteren Lebenslage er sich auch befinden mag) wird verloren gehen. Seht die Zeichen der Zeit, studiert die Bibel, kehrt um zum wahren Glauben und befreit euch aus den gierigen Klauen des Bösen. Fallt nicht auf die falschen Versprechungen rein. Eurer Leib, eure Seele und euer Geist sowieso ist Heilig vor Gott, d.h. unbezahlbar. Wenn euch jemand sagt ich gebe dir dies oder jenes, für deinen Glauben (Zaubereikenntnisse, Macht, finanzieller Erfolg, Sex, Kraft) dann bedenkt, dass ihr unbezahlbar seid! Ihr habt schon alles was ihr braucht! Wagt das Experiment Glaube an Gott und er wird euch nichts verwehren was ihr braucht. Das ist nicht immer was wir möchten/ wollen, aber immer das was man braucht. Betet zu Gott und er wird geben. Betet Götzen an und verliert eure Unbezahlbarkeit. Nicht immer ist das was wir wollen, dass was wir brauchen. Seid bescheiden, bringt euer Ego unter kontrolle. Und erbt das ewige Reich unseres himmlischen Vaters. Der uns alle liebt. Wirklich alle! Sogar die, die ihn bewusst verletzten wollen. Selbst denen die mit einem Fuß im Abgrund stehen gibt er die Möglichkeit in jedem Moment sich zu ihm zu wenden und wahren Frieden zu schenken. Friede allen Menschen und Gottes Segen.

  2. ali

    da widerspricht dir die geschichte des bekanntesten Satanisten. er war ein totaler loser. hier ein kalenderblatt des bayerischen rundfunks:
    „Schuld sind immer die Mütter. Nun ja, zumindest jene klassischen Gluckenmütter, die ihren überbehüteten einzigen Söhnen so lange Flausen in den Kopf setzen, bis die sich dann für etwas ganz Besonderes halten. Und ein Leben lang mit ihren vermeintlichen Superbegabungen posieren, statt etwas Anständiges zu lernen.
    Leicht hatte er es freilich nicht, der 1875 im britischen Leamington Spa geborene Edward Alexander Crowley. Musste er sich doch als junger Mensch von seinem ebenso begüterten wie bigotten Vater absetzen, der täglich den Weltuntergang erwartete und seiner Familie sogar das Weihnachtsfest samt Truthahn verbot, weil sich so irdische Freuden für einen ernsthaften Christenmenschen nicht schickten. Kein Wunder, dass sich der kleine Edward Alexander als Rabauke aufführte; Hauptsache, man lachte ihn nicht mehr aus wegen seines grässlich frommen Daddys. Am Ende flog er wegen irgendwelcher Doktorspiele von der Schule.
    Und seine Mum? Statt ihm eine Stütze zu sein, flatterte sie hilflos um den ungebärdigen Jungen herum und gab ihm halb zärtlich, halb schaudernd einen Kosenamen, auf den man nur in einer Familie frommer Fundis kommen konnte: Great Beast 666, das Große Tier 666. So nennt die Geheime Offenbarung in antiker Zahlensymbolik den Antichristen, der für den Satan steht, den Vater der Lüge.
    Damit fing das ganze Elend an. Bisher war Edward Alexander ein ziemlich netter Junge gewesen, nur etwas überkandidelt: Er trug nie Unterwäsche, weil er das Ritual des Ankleidens für Zeitverschwendung hielt, und er stellte seine ziemlich ausgeprägten androgynen Brüste zur Schau. Doch nun fand er es hoch interessant, die finstere Prophezeiung seiner Mutter zu erfüllen. Er änderte seinen Vornamen in einem nicht ganz korrekten Keltisch in Aleister um und beschloss, dem Teufel zu begegnen und – wörtliches Zitat – „das Oberhaupt seiner Mannschaft zu werden“.
    Tatsächlich trieb er sich, nachdem er auch das Studium in Cambridge geschmissen hatte, in allen möglichen okkulten Vereinigungen herum. Im „Hermetischen Orden der Morgenröte“ erhielt er schon wieder einen verheißungsvollen Namen: „Perdurabo“, auf deutsch: Ich werde ausharren bis zum Ende. Doch nein, nach tausend Streitereien und Intrigen warf man ihn auch hier hinaus, und er gründete seinen eigenen Orden namens „Silberner Stern“.
    Sein Traum von einer Diplomatenkarriere zerschlug sich, weil er zwar jede fremde Grammatik innerhalb weniger Stunden intus hatte, es aber nicht schaffte, Wörter zu lernen. Crowley: „Ich verweigere jede Konversation, in der es nicht um Dinge von äußerster Wichtigkeit geht.“ Und auch mit seinen homoerotischen Gedichten und schwülstigen Prosastücken hatte er keinen Erfolg: Von „Jephtah and Other Mysteries“ verschickte er 84 Rezensionsexemplare und verkaufte exakt zehn Stück.
    Doch zum Glück fand er immer wieder Frauen, die seinen Traum teilten, mittels geheimnisvoller Rituale und bewusstseinserweiternder Drogen – Laudanum, Opium, Haschisch, Kokain, Heroin – eine schönere, dauerhafte Welt hinter den banalen Dingen dieser Erde zu entdecken. Eine von ihnen war Rose Kelly. Ihre Hochzeitsreise machten die beiden zur Cheopspyramide in Ägypten. Dort nahm eine überirdische Intelligenz namens Aiwaz, eine Art Schutzengel, Kontakt zu Crowley auf – so stellte er es zumindest dar – und begann ihm am 8. April 1904, sein „Liber Al vel Legis“ in die Schreibmaschine zu diktieren, das „Buch des Gesetzes“. Damit endete laut Crowley das Zeitalter des Christentums und begann das „Zeitalter des Horus“. Man war schließlich in Ägypten.
    Das Motto des Buches „Tu, was du willst, das sei das ganze Gesetz“ ist fast immer missverstanden worden. Aleister Crowley lädt keineswegs dazu ein, die eigenen Triebe und Begierden auf Teufel komm raus auszuleben und jeden, der was dagegen hat, bedenkenlos um die Ecke zu bringen. Er redet stattdessen davon, den Willen Gottes im eigenen Innern, den Plan Gottes mit der eigenen Person zu entdecken und dann furchtlos zu verwirklichen, was allerdings nur funktioniert, wenn man sich von der angelernten Kleinbürgermoral frei gemacht hat.
    Crowleys Pech war es, dem amerikanischen Erfolgsautor Somerset Maugham von seinen Ideen zu erzählen. Der machte daraus einen später verfilmten Roman „The Magician“, „Der Magier“, mit dem Hexer Oliver Haddo als Hauptperson, der unverkennbar die Züge von Aleister Crowley trug. Das Image des verkommenen, nach Blut und jungen Frauen dürstenden Satanisten klebte von da an wie Kleister an ihm. Und weil sich die Journalistenmeute jetzt endlich für ihn interessierte, bediente er dieses Horror-Klischee, so gut er konnte. Einmal behauptete er, pro Jahr 150 schöne Kinder von edler Geburt getötet zu haben. Die Polizei durchsuchte seine Wohnung und beschlagnahmte ein vermeintliches Drogendestilliergerät, das sich später als Kaffeemaschine entpuppte. Und mit den im Interesse sexueller Magie gemordeten Kindern hatte er seine beim Geschlechtsakt verschwendeten Spermien gemeint.
    Aleister Crowley blieb bis ans Lebensende ein ziemlich harmloser Loser mit Zügen eines Spießbürgers. Er hatte oft Sex, aber nach eigener Aussage keinen guten. Eine tiefere Beziehung zu irgend einer Frau verhinderte er dadurch, dass er Sexualität zu einem religiösen Ritual und damit zu einem eher unpersönlichen Akt machte. Dass er seine Bücher in den Verlagsbüros nicht an den Mann brachte, lag weniger an seiner dämonischen Ausstrahlung, wie er gern kolportierte, sondern an seinem grottenschlechten Parfum.“

  3. visitor

    Satanistenmärchen?

    Dieser Kaspar auf dem Bild? Ein Satanist? Hahahahaha !
    Schöne Geschichter hat er/ihr euch da ausgedacht. Satanisten sind Siegertypen, keine Looser wie diese Mischung aus Max Wright und Jon Arbuckle.

  4. ali

      Die wenigsten Zeitgenossen wissen was Satanismus ist. Diese schwarze Religion um den hebräischen Satan, Feind oder Teufel, böser Geist, Ankläger (Hiob) und im Christentum »Gegengott«, macht seit Jahrzehnten nun sogar öffentlich von sich reden. Meist sind es derzeit nur Jugendliche, die in ihrer Leere und verführt durch induziert-irre Erwachsene,wegen ihrer kranken Vorstellungen und Praktiken bekannt werden. Satanismus gilt als Verehrung und Verherrlichung des »widergöttlichen Prinzips«. Alchemie, Magie (schwarze, weiße, sexuelle), Symbolik, Blutaberglaube und schwarze oder Teufelsmessen1), die unappetitliche Umkehr der christlichen, werden hier eifrig getätigt. Dieser Dämonenkult wurde schon im 12. Jahrhundert v. d. Ztr. nachgewiesen. Unter Ludwig XIV. von Frankreich (1643-1715) kam es zu einem neuen Höhepunkt dieses Wahnes.
    Mord, Grabschändung, Köpfen, Zahlen-, Farb-, Symbol-, Skelett- und Schädelkult sowie Tarnen, Leugnen und Lächerlichmachen kennzeichnen den Satanismus von gestern und heute.»Warum?«
          Diese Frage, eingemeißelt auf dem Grabstein des am 27. 7. 1984 geborenen und am 7. 3. 1998 ermordeten Markus Wachtel ist bis heute unbeantwortet geblieben. Sein Leichnam war schrecklich zerstückelt und sein Grab vor kurzem geschändet worden. Am 14. 10. 1999 entdeckten nämlich Friedhofsbesucher in Peine seine ausgehobene Gruft und den eingetreten Sargdeckel. Der Kopf des toten Buben fehlte; er war geköpft worden.

          Fast zur selben Zeit, am Wochenende zuvor, hoben bisher Unbekannte auf dem Friedhof Frankfurt-Hoechst ebenfalls ein Grab aus. Sie wurden aber offensichtlich gestört und mußten fliehen. Auch hier lag der Leichnam eines 13jährigen, der zur selben Zeit wie Markus ermordet wurde. Dem Schüler Tristan Bübach hatte man die Kehle durchschnitten und den Körper ebenfalls zerstückelt.

          Das waren keineswegs die einzigen Fälle die ruchbar wurden. Im Dezember 1995 gruben Unbekannte in Berlin-Charlottenburg den Sarg eines kurz zuvor beerdigten Siebenjährigen aus, der bei einem Verkehrsunfall getötet worden war. Sie stahlen den Leichnam und bahrten ihn in einer Art Mausoleum auf. Ein Jahr später verwüstete man in Dortmund das Grab von Zwillingen, die kurz nach der Geburt starben. Auf den Grabstein war die Kultzahl 666 gesprüht worden. Satanisten verehren sie als Sinnbild ihres Gottes.

          Über diese Totenschändungsrituale wird eifrig gerätselt, sie werden aber auch von den Behörden »heruntergespielt« 5) Schwere Friedhofsverwüstungen in Bayern, Sachsen und Brandenburg verharmlosen sie als Rowdytum. Man denkt an Nekrophilie (sexuelle Leichenschändung), vor allem aber an den Satanismus, weil hier Grabschändungen üblich seien. Der Berliner Religionswissenschaftler Hartmut Zinser, Sachverständiger der Enquetekommission6) der Regierung und Okkultismusfachmann erklärt: »Satanisten brauchen dieses Utensil und ein prominenter Kopf würde diesen Reiz zusätzlich aufladen.«

          Thomas Gandow, Sektenbeauftragter der evangelischen Kirche in Berlin, weiß ebenfalls daß Okkultisten seit je Leichenteilen eine »besondere Kraft« zuschreiben. Totenschädel hole man längst nicht mehr nur zu den seltenen rituellen Handlungen hervor. »Den stellen die sich einfach in die Bude.« 7) Entsprechende Videos verstärken diesen üblen Fetischismus. »Die Filme werden immer härter, und die Satanisten greifen auch zu immer härteren Praktiken.« Das Ausgraben sogenannter prominenter Leichen könnte dabei einen vorläufigen Höhepunkt darstellen.

          Aber auch schwarze Messen selbst sollen Leichenteile benötigen. Der Psychologe der hessischen Polizei, Klaus Thiessen, schließt ebenfalls einen okkulten Hintergrund der Grabschändungen nicht aus. Ein berühmter oder zumindest pressebekannter Leichnam könnte einen »gesteigerten Kick« (etwa rauschartiger Zustand) bei Anhängern satanistischer Jugendkulte auslösen. Sicher werden Leichenschändungen auch des Geldes wegen häufiger, das Grabräuber durch den Verkauf von Totenschädeln von den geheimen Kreisen erhalten. Sogar Bestellungen sind hier wahrscheinlich.

          Das Ruhrgebiet soll Mittelpunkt satanistischer Verbrechen sein, was auf einen organisierten Hintergrund verweist. Nirgendwo sonst, bestätigt der Bochumer Geistliche Alfred Labusch, Leiter der dortigen Initiative Sekteninfo, sei das (sub-) kulturelle Umfeld derart verfestigt: Einschlägige Diskotheken, Plattenläden, Clubs und Buchhandlungen beliefern einen wachsenden Kundenkreis mit satanistischer Untergrundliteratur, Opferschalen aus Totenköpfen, schwarzen Roben mit Teufelssymbolen oder besonderen Kultmessern. »Schädel werden in dieser Szene als kultische Gegenstände gebraucht.« (Quelle: Die Woche vom 22. 10. 1999)

          Der Satanismus lebt also weitgehend ungestört im Dunklen, nur hier und da werden seine Spuren durch Morde oder Leichenfrevel sichtbar. Dieser Teufelswahn liefert dem Fernsehen immer wieder grauenhafte Vorlagen z.B. zu dem Film (und Buch) »Rosemaries Baby«, ohne daß aber das Umfeld ausgeleuchtet wird.8) Im Gegenteil! Bewußt und unbewußt fördern die Medien diese Verbrechen. Oft werden die Täter sogar vermarktet. So stellte das Fernsehen auf einem Friedhof eine schwarze Messe nach und vermittelte einem Brandenburger Gabschänder einen lehrreichen Besuch in der Verwahrkammer der Berliner Charité. Die Veralltäglichung, das heißt die Gewöhnung an diese Verbrechen, wiederum als Herrschaftsmittel, stumpfen nicht nur die Empörung und Wachsamkeit der Menschen und Behörden ab, sie leisten ihnen Vorschub. Wer an die zahllosen Mädchenmorde in Belgien und den dort herrschenden Filz bis in die Spitzen des Staates hinein denkt, den nicht einmal Massenaufmärsche der Bürger beseitigen konnten, der weiß von der Macht dieses oft mit den geheimen Bünden verquickten geisteskranken Untergrund.Dr. Gunther Duda
    Black-Metal-Musik <-- Black Metal ist eine Underground-Spielart des Heavy Metal, der schnellen, rüden Variante des Hard-Rock. Der Name geht zurück auf eine Platte der englischen Band Venom von 1982. Black-Metal-Texte verherrlichen Machotum, Gewalt und Satan. Seit 1990 erlebt Black-Metal eine Renaissance durch skandinavische Bands wie "Burzum", "Mayhem" oder "Impaled Nazarene". Sie propagierten auch als erste rechtsradikale Ideologie und offene Gewalt. In Deutschland ist die extreme Szene relativ klein. Doch auch hier gibt es Bands wie "Opferblut", die zugleich Luzifer und Hitler huldigen. Die Band bekennt sich zu Count Grishnackh und zu rassistischem Gedankengut. Eine Kassette der Gruppe heißt "Recreate Auschwitz" ("Macht Auschwitz wieder auf!"). Besonders in den neuen Bundesländern tauchen bei Black-Metal-Konzerten immer öfter Fans mit Hakenkreuzen auf den T-Shirts auf. Frank Nordhausen und Liane von Billerbeck schreiben: "Der Chef von Opferblut aus Wolfshagen im Harz, der sich "Leichenschrei" nennt, sagt: "Verbrechen ist der glorreiche Weg, Satan zu preisen ... Gute Idee, das Reich von all dem Abschaum zu säubern, der unser weißes und arisches Land mit seinem dreckigen Blut überflutet ... recreate Auschwitz!" Hier artikuliert sich eine kleine, gewaltbereite Subkultur, die nicht nur Brandanschläge auf Kirchen, sondern auch Morde verherrlicht. Die meist proletarischen Jugendlichen, die diesem Männlichkeitskult frönen und die ihre Ikonographie aus dem Tätowierstudio beziehen, erhoben Count Grishnackh (ein wegen Mordes verurteilter norwegischer Black-Metal-Sänger) ebenso zum Helden wie die drei Jugendlichen, die vor anderthalb Jahren im thüringischen Sondershausen einen Mitschüler umbrachten. Die Kassetten, die sie mit ihrer Black-Metal-Band Absurd aufnahmen, gelten im Underground inzwischen als Kultobjekte. Hellsturm, der Herausgeber des "Infernus" (eine Black-Metal Fanzeitschrift), ist der Bruder eines der Täter von Sondershausen." ("Die Woche" v. 30.09.94) Immer mehr junge Leute wechseln zum Satanskult, unter den Umständen von z.B. Streß, Langeweile , falsche Freunde..., usw. Oft werden sie von der Gruppe unter Druck gesetzt, manchmal eskaliert es sogar bis zum Selbstmord.

  5. Blöd-Zeitung

    Wie heißt es doch so schön…

    … BILD sprach zuerst mit dem toten Kind! Auf diesem Niveau wird das hier gehalten. „Satanisten töten Menschen“ heißt es hier..
    Da ihr euch sicherlich nicht mit einem bösen, verführendne Satansiten auseinander setzen wollt bzw. ihm nciht glaubt..

  6. Lenz

    verblendete Satanisten

    ich finds ganz spannend, nach solchen Berichten die Kommentare von anderen Satanisten zu lesen. Ich selbst habe ehrlich gesagt keine Ahnung was es heisst, Satanist zu sein, ich habe meinen Herrn bereits gefunden. Gott sei Dank! Aber ich will hier mal erwaehnt haben, dass Gott unglaubliche Dinge tun kann, die man sich nicht immer vorstellen kann aber durchaus wahr sind. Ich hab auch von einem Fall gelesen, in dem ein Transvestit und eine Lesbe ihre Vergangenheit mit Gottes Hilfe hinter sich lassen konnten und seitdem gluecklich verheiratet sind. Genauso unglaubliche Dinge laesst Gott an Menschen geschehen, die voellig am Ende sind. Satanisten gehoeren zweifellos mit dazu. Und wenn sich hier einer von diesem Satansclub meldet und meint das waere alles Luege und nicht moeglich, dann ist er einfach verblendet. Von seinem Chef. Ich finde alle Artikel sehr gut und auch hilfreich. Es gibt nichts schoeneres als echte Geschichten zu lesen von Menschen die’s einfach begriffen haben!

    Lenz

  7. ali

    unser bruder john ( er beschäftig sich an den uni oxfort mit geistig schwachen, die sich für intelent halten) hat für dich gerade die rechte antwort. wenn du sein buch gelesen hast, dann melde dich ruhig wieder:

    Hat die Wissenschaft Gott begraben?
    Eine kritische Analyse moderner Denkvoraussetzungen
    Dr. John Lennox

    Vor der Aufklärung war alles selbstverständlich: Keine Wissenschaft ohne die Prämisse Gott. Doch seitdem hat sich das Blatt gewendet: Gott wurde immer mehr an den Rand gedrängt und heute scheint er für die Wissenschaft völlig begraben zu sein. Aber wie ist die Welt sonst zu erklären? Ist die Komplexität der Natur ohne einen „Baumeister“, ohne eine dahinter stehende Intelligenz überhaupt denkmöglich? John Lennox geht in diesem Buch den Voraussetzungen der modernen Naturwissenschaften auf den Grund. Dabei stehen Themen wie „Schöpfung und/oder Evolution“ und „anthropisches Prinzip“ im Mittelpunkt. Lennox geht auf viele Grundideen ein, die in der wissenschaftlichen Diskussion in den letzten Jahren weit über den fachlichen Rahmen hinaus Aufsehen erregt haben. John Lennox ist Ire und Mathematikprofessor an der Universität Oxford. Durch zahlreiche Vorträge auf Tagungen und Konferenzen ist er auch in Deutschland gut bekannt.

    Hat die Wissenschaft Gott begraben?
    Eine kritische Analyse moderner Denkvoraussetzungen
    R. Brockhausverlag, 5. Auflage 2006
    ISBN: 3-417-24358-0

    Preis: 9,90 EUR
    http://www.soulbooks.de

  8. fallen_Seraph

    Bibel prüfen?

    Wenn ihr euch mal daran halten und die „Wahrheiten“ der Bibel wirklich prüfen würdet, wäre das Christentum längst ausgestorben. Nur, weil ein paar historische Aufzeichnungen enthalten sind, die möglicherweise der Wahrheit entsprechen, muss der Rest noch lange nicht stimmen. Und das ignoriert ihr völlig. Wenn ihr auch nur EINMAL auf der Grundlage wissenschaftlicher FAKTEN überprüfen würdet, ob die Grundaussagen eurer Lieblingsschwarte überhaupt stimmen können (gerade in Bezug auf die Schöpfung), würdet ihr auch nicht immer so unsinnig argumentieren.

    Ich habe nun oft genug mit euch diskutiert und auch eure mies argumentierten und recherchierten Beiträge gelesen und habe bisher nicht einen Satz gelesen, der mich irgendwie von eurer völlig verdrehten Weltanschauung überzeugt hätte. Wenn ihr auf logische Hindernisse wie etwa die keineswegs ungenauen Datierungsmethoden in der Achäologie (jetzt postet bitte nich schon wieder einen eurer blödsinnigen Artikel, ich kenne sie alle) stoßt, ignoriert ihr sie einfach bzw. bezeichnet sie als falsch. Geistig Schwache könnt ihr damit um den Finger wickeln, aber wissenschaftlich gebildete Menschen würden auf diesen Mist niemals herein fallen (nein, ihr müsst jetzt nicht den Artikel über bekehrte, berühmte Atheisten der Geschichte posten, den kenne ich auch).

    Ich will auch in diesen „Thinker’s Club“. So vernünftige Worte liest man selten..

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