Arte fürchtet Evolutionskritik

Durch einen Themenabend beim Fernsehsender Arte wurde in Deutschland eine heftige Debatte über christlichen Fundamentalismus ausgelöst. In der Reportage ging es unter anderem darum, dass die Schöpfungslehre auch in Europa immer mehr Anhänger finde.
In ihrer Darstellung schürten sie Angst vor einer Verschwörung von Wissenschaftlern, die das Modell des “Intelligent Design” bevorzugen. Offenbar fürchten sich in Deutschland viele Leute vor einer Hinterfragung der etablierten Evolutionstheorie. Die Filmautoren stellten Wissenschaftler, die neben der Evolution die Schöpfung als Modell für die Entstehung des Universums lehren, schon fast als Verbrecher dar.
Doch die Sendung stieß auch auf erheblichen Gegenwind. Michael Utsch, Referent der Evanglischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen (EZW), eine Einrichtung der EKD, kritisierte die undifferenzierte Behandlung der Themen Fundamentalismus und Kreationismus. Auch Reinhard Junker, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Studiengemeinschaft “Wort und Wissen” erklärte: “Hierzulande ist die Gefahr eines christlichen Fundamentalismus, wie er im Film heraufbeschworen wurde, weit weg von der Realität.” Allerdings ging er auch deutlich in Distanz zu der im Film erwähnten kreationistischen Vereinigung “Answers in Genesis”. Er kritisierte ihre selbstsicheres Auftreten in Fragen, die in der Wissenschaft noch nicht geklärt sind.
Es ging den Machern der Reportage aber offensichtlich nicht um objektive Darstellungen von Tatsachen, sondern um Panikmache vor einem christlichen Fundamentalismus. In der Wortwahl (z.B. “Glaubenskrieg”) versuchte man Menschen, welche die Bibel ernst nehmen in einen Topf mit militaristischen islamischen Fanatikern zu werfen. Um diesen Vorwurf zu untermauern zeigten sie Aufnahmen von afrikanischen Hexern, die ihre Praktiken mit christlichen Elementen vermischten, die aber nun wirklich nichts mit den schöpfungsgläubigen Wissenschaftlern von “Wort und Wissen” zu tun haben. Der durchschnittliche Zuschauer bekam den Eindruck, Europa stehe vor einer Invasion einer Armee von Fanatikern, die jedes Mittel heiligt, um unsere Zivilisation zurück ins Mittelalter zu versetzen.
Selbstverständlich gibt es unzählige Scharlatane und Sektierer, die ihre Machenschaften christlich nennen. Aber ist denn jeder Christ, der die Bibel ernst nimmt in die selbe Schublade zu stecken?

Kommentare

  1. ali

    hier gebe ich dir ein paat tips im umgang mit der bibel. ich bin der meinung, dass die bibel für sich selber spricht.
    lass sie mal so richtig zu dir reden. dann schreib mir wieder:

    Warum ist die Bibel wichtig? Weil sie SEIN Wort ist. Sein Wort hat Kraft: Himalaya, Milchstraße etc. sind durch sein Wort entstanden.
    Für den beständigen Umgang mit dem Wort Gottes gibt die Bibel klare Verheissungen:
    Joh 8,31-32 “Wenn ihr in meinem Wort bleibt, so seid ihr wahrhaft meine Jünger; und ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch FREIMACHEN.”
    Jos 1,8 “Dieses Buch des Gesetzes soll nicht von deinem Mund weichen, und du sollst Tag und Nacht darüber nachsinnen, damit du darauf achtest, nach alledem zu handeln, was darin geschrieben ist; DENN DANN WIRST DU ERFOLG HABEN.”
    Ps 1,2-3: “…sondern seine Lust hat am Gesetz des Herrn und über sein Gesetz sinnt Tag und Nacht! Er ist wie ein Baum, gepflanzt an Wasserbächen, der seinen Frucht bringt zu seiner Zeit, und dessen Laub nicht verwelkt; ALLES, WAS ER TUT; GELINGT IHM.”  (“nachsinnt”: wörtlich “murmelnd lesen”. Es ist gut laut zu lesen).
    Mt 7,24 “Jeder nun, der diese meine Worte hört und sie tut, den werde ich mit einem klugen Mann vergleichen, der sein Haus auf den Felsen baute; und der Platzregen fiel herab, und die Ströme kamen, und die Winde wehten und stürmten gegen jenes Haus; und es fiel nicht, denn es war auf den Felsen geründet.”
    Verschiedene Arten, mit dem Wort Gottes umzugehen:
    1. auswendig lernen:
    Jak 3,4-5 “Siehe, auch die Schiffe, die so groß und von heftigen Winden getrieben sind, werden durch ein sehr kleines Steuerruder gelenkt, wohin das Trachten des Steuermanns will. So ist auch die Zunge ein kleines Glied und rühmt sich großer Dinge.”; Spr 18,20-21 “Tod und Leben sind in der Gewalt der Zunge, und wer sie liebt, wird ihre Frucht essen.”; Spr 21,23 “Wer seinen Mund und seine Zunge bewahrt, bewahrt vor Nöten seine Seele.”;
    Gelernte Bibelverse sind gut im Alter, Krankheit, Gefängnis. Sie sind ein “Schatz” für schwierige Zeiten
    Bibelverse zu Themen zusammenstellen, wo man weiß, daß man schwach ist
    diese Bibelverse auf Kärtchen schreiben und in der Schule, Auto etc. lernen
    Jesus hat, als ihn der Teufel in der Wüste verführte, einfach Bibelverse zitiert (Mt 4; Jesus hatte keine Torarolle in einer Tonvase dabei!)
    2. Tägliche Bibellese
    Bibel ganz durchlesen  (Bsp. Hudson Taylor)
    Bibelleseplan
    Losungen (Gefahr: wenn es die einzige Bibellese ist)
    Jeweils ein Buch lesen
    Den Herrn fragen welche Stelle ich heute lesen soll
    allgemein: die Bibel betend lesen. Wichtig ist, dass ich täglich Zeit im Wort Gottes verbringe! Gut ist es, eine kleine Bibel immer dabei zu haben, oder auch Verskärtchen.
    3. Auslegung

    Bei der Auslegung (Exegese) eines Bibeltextes geht es nicht um die Frage, was bedeutet der Text heute bzw. für mich, sondern: was bedeutet er ursprünglich, was hat der Autor mit ihm gemeint? Manchmal benötigt man dafür die Hilfe eines Experten (Bibellexikon, guter Kommentar). Eine gründliche Auslegung hilft, nicht in Irrlehren zu fallen. Beim einfachen Lesen kann u.U. jeder all das finden, was er gerne möchte.
    Fragen bei der Auslegung:
    (a) Frage nach dem historischen und literarische Kontext (Zusammenhang)
    (b) Frage nach dem Inhalt
    (zu a)  – historischer Kontext: Zeit, Kultur, Anlass des Verfassers (z.B. Paulus’ Polemik gegen Judaisten).
               – literarischer Kontext: was steht vor und nach dem Text, in welchem Buch oder Brief befindet er sich?
    (zu b) Bedeutung der Worte, Aufbau der Sätze in Stil und Grammatik. Unterschiedliche Handschriften.
    Es ist wichtig, die Bibel ALS GANZE zu berücksichtigen, nicht einzelne Aussagen /Wahrheiten aus dem Kontext zu isolieren und damit zu verfälschen. Das bewahrt vor Irrlehre und Einseitigkeiten.
    Auslegung geschieht im LEIB JESU, jeder ist fehlbar, gegenseitige Korrektur ist vonnöten. Irrlehre entsteht dadurch, daß einer denkt, er hat die ganze Wahrheit erkannt und gepachtet.
    Die Bibel legt sich selber aus! (-> Konkordanz wichtiges Hilfsmittel)
    4. Möglichkeiten der Auslegung / Bibel-Studium
    davor beten: Herr erkläre mir die Schriften, verändere mein Leben und Herz und hilf mir, das erkannte zu tun.
      
    ein Buch erst einmal ganz lesen, dann langsam und Abschnitte zusammenfassen. Beispiel: Bibelarbeit Römer 9-11
    Arbeit am Text: Konjunktionen anstreichen (aber, deshalb etc.), Abhängigkeiten untereinander schreiben. Die Sätze von Paulus sind manchmal sehr ineinander verschachtelt. Beachte: die Verseinteilungen sind spät hinzugefügt worden!
    Parallelstellen
    Konkordanz zu einem Thema
    Bibel-Lexikon oder Konkordanz zu einem Begriff (hebräische Worte haben manchmal ein unglaublich weites Bedeutungsspektrum)
    Bsp. Glaube, Erkenntnis, Erbarmen
    versch. Bibelübersetzungen vergleichen
    Beispiel: alle Gebete von Paulus rausschreiben
    Beispiel: Römer 9-11: Struktur des Textes (Eingehen auf versteckte Anfragen); Konkordanz unter “Israel”
    Beispiel Eph 1 “Erkenntnis”
    5. Hilfsmittel für das Bibel-Studium:

    Konkordanz
    verschiedene Übersetzungen / Amplified Bible
    Bibelatlas
    Kommentare
    Spielfilme, Pantomime
    6. der Text der Bibel
    Das AT wurde in hebräisch, z.T. aramäisch verfasst. Die Septuaginta ist eine griechische Fassung des ATs.  Das NT wurde in griechisch verfasst.
    Die Kapiteleinteilung der Bibel stammt aus dem 13.Jh., die Verseinteilung erfolgte 1551 durch den Pariser Buchdrucker Robert Stephanus. Beides ist also spät und nicht im ursprünglichen Bibeltext! Manchmal ist die Verseinteilung in Bibelausgaben verschieden, z.B. Joel 3-4. Dies gilt vor allem für die Psalmen in deutschen und engl. Bibelausgaben!
    Textkritik
    Die Text des ATs wurde sehr sorgfältig überliefert, allerdings nur in Konsonanten – die Vokale wurden später hinzugefügt. Daher ergeben sich in Einzelfällen verschiedene Lesarten. Dabei werden aber keine wichtigen Sinninhalte des AT verändert. Das gleiche gilt für das NT: Inzwischen wurden immer mehr alte Handschriften gefunden, die in manchen Details sich voneinander unterscheiden – aber auch hier wird nirgends ein wichtiger theologischer Inhalt berührt, meist handelt es sich um grammatische Details oder das Auslassen eines Halbsatzes. Beispiel: Römer 8,1 (“Also ist nun keine Verdammnis für die, die in Christus Jesus sind”: manche sehr alte Handschriften fügen hinzu: “die nicht nach dem Fleich wandeln, sondern nach dem Geist”. In manchen englischen Bibelübersetzungen ist dieser Zusatz zu finden.
    7. Bibelübersetzungen:
    Sehr textnah aber etwas umständlich in der Sprache ist die Elberfelder Übersetzung. Ganz gut ist auch die Zürcher Übersetzung. An modernen Übersetzungen ist die “Hoffnung für alle” am besten. Gut ist es, mehrere Übersetzungen heranzuziehen, um den Sinngehalt herauszufinden. Beispiele: Jes 58,6-7 Elberfelder und Luther, Röm 8,1-4 Elberfelder und Hoffnung für alle.

    ZUSAMMENFASSUNG:
    Alle Hilfsmittel sind nichts wert im Vergleich zur Bibel. Das wichtigste ist sowieso, daß wir das Wort Gottes TUN (Jak 1,22; Mt 7,24ff). Aber die Hilfsmittel können bereichern. Am effektivsten ist das Auswendiglernen – unsere Zunge steuert unser Leben, so sagt es Jakobus. Um mit dem Bibeltext zu arbeiten, kann man auffällige Worte anstreichen, Satzabhängigkeiten aufzeichnen, Konkordanzen und Lexikas hinzuziehen.
    von Andreas Hornung

  2. Waschbär

    Antwort

    Danke fürs Angebot, und das mag ich an der Seite, denn eine Einladung Gott kennenzulernen ist immer gut. Auch ich glaube an den Gott der Bibel, und das weder du noch ich kreativ sind, da stimm ich dir vollkommen zu.

    Einziges was ich ansprechen wollte war, das wir selbst mit Bibel nicht DIE Antwort auf alle Fragen, DAS Richtig und DAS Falsch haben. Lass 1000 Christen die Bibel lesen, jeder liest das Buch anders, interpretiert was anders, erachtet andere Stellen als für ihn bedeutender als wieder andere. Und das darf ja auch so sein – die Bibel sehe ich als einen Brief Gottes an jeden einzelnen von uns, und dank dem Hlg.Geist ist es auch jeden von uns möglich ihn zu verstehen – auch wenn dabei nicht jeder das gleiche versteht – und so hilft die Bibel sehr bei dem was meiner Meinung nach das Christsein ausmacht: eine Beziehung zu Gott zu haben.
    Natürlich kann man über sein Verständnis des Glaubens reden und diskutieren. Aber ich finde es halt einfach schade die eigene Anschauung über die der anderen zu Stellen und so vor allem auch Mitchristen zu verurteilen, die nicht genau der euren Idee vom Leben als Christ entsprechen.

  3. ali

    Wer am schluss schmunzelt, der schmunzelt bekanntlich am besten, dazu wollen wir dir verhelfen.
    die bibel, die du am schluss zitierst ist genau das buch, dass dir sagen kann auf welchem weg du bist. in der von dir benutzten bergpredigt redet jesus vom breiten und schmalen weg. auf welchem bist du?
    weder du noch wir sind objektiv in unserer sicht der dinge.
    aber wir habe zum glück den, der es im wesen ist.gott.
    lern ihn kennen und schmunzle mit uns.
    ali
    einer der mit uns schmunzelt:
    Er ist einer der wichtigsten Pioniere auf dem Gebiet der molekularen Elektronik. Der niederländische Physiker Cees Dekker entwickelte einen Transistor aus Nanotubes und gilt als Aushängeschild der Nanoforschung. Seit zwei Jahren irritiert der evangelikale Christ die Öffentlichkeit, weil er Kritik an der Evolutionstheorie übt.

    “Nanoforschung ist schwer in Mode, und Cees Dekker ist ihr europäisches Aushängeschild”, schreibt die Wochenzeitung “Die Zeit” in ihrer neuesten Ausgabe in einem Portrait über den Niederländer. Weltberühmt wurde der 47-Jährige mit Arbeiten über “Carbon Nanotubes”, kleinsten Kohlenstoffröhrchen, die in der Mikro-Elektronik Anwendung finden.

    Doch vor sechs Jahren wandte er sich der Biophysik zu. “Wir waren extrem erfolgreich, aber mit der Zeit wurde es ein bisschen langweilig”, sagt Dekker. Er studiert das komplexe Zusammenspiel von DNA-Strängen, Proteinen und anderen molekularen Bausteinen des Lebens. Ziel ist es, winzige Maschinen im Nanometer-Bereich zu bauen, die etwa Sensoren und Medikamenten in einzelne Zellen einschleusen oder Reparaturarbeiten an DNA-Molekülen durchführen. Schon nach drei Jahren Forschung schaffte er es gleich viermal auf die Titelseiten der renommierten Wissenschaftsmagazine “Nature” und “Science”. “Dazu kamen Ehrungen, Auszeichnungen und viel Geld”, so die “Zeit”. Die amerikanische Kavli-Stiftung überwies 7,5 Millionen Dollar ans Institut, und das niederländische Wissenschaftsministerium baut den über 100 Mitarbeitern derzeit einen ultramodernen Institutsneubau. “Manchmal wurde uns mehr Geld angeboten, als wir verdient hätten”, sagt Hans Mooij, ein Kollege Dekkers.

    Seit er sich mit der mikroskopisch kleinen Welt der natürlichen Nano-Maschinen beschäftigt, spürt er darin auch “den Hauch Gottes”. “Eine lebende Zelle ist ein Sack voller Nanomaschinen”, schwärmt er. Und die könne nur ein über-intelligentes Wesen konstruiert haben. In Artikeln legt er seine Erkenntnisse und Ansichten dar, die der Idee des “Intelligent Design” entsprechen. Dieses Modell soll die Entstehung der Welt losgelöst von der Evolutionstheorie erklären. Angenommen wird ein übernatürlicher Schöpfer.

    Dekker ist bekennender Christ, der sonntags in eine evangelikale Kirche geht und jede Woche eine christliche Wohngemeinschaft in Delft besucht. “Für 99 Prozent der biologischen Forschung spielt die Frage von Zufall oder Schöpfung nicht die geringste Rolle”, sagt er, all dies passe einwandfrei ins Konzept der Evolution. Dann ergänzt er lächelnd: “Aber das eine Prozent, das übrig bleibt, ist doch hoch interessant.” Sein jüngstes Buch “Und Gott schuf einen Wurm – über Schöpfung und Evolution” hat es auf Platz eins der niederländischen Bestsellerliste geschafft. Die konservative Bildungsministerin der Niederlanden, Maria van der Hoeven, war von Dekker so beeindruckt, dass sie “Intelligent Design” Ende vergangenen Jahres zum Thema eines Kongresses machen wollte. Ein Aufschrei der Wissenschaftsgemeinde und eine parlamentarische Anfrage der Opposition brachten sie von dem Vorhaben wieder ab.

    “Endlose Diskussionen hat er im Nano-Institut darüber geführt”, schreibt die “Zeit”. “Fruchtbar waren sie nicht. Am Ende bleibt nur die Glaubensfrage.” Ein Kollege sagt: “Cees ist überzeugt, dass er Recht hat und die anderen nicht, aber er gibt sich tolerant gegenüber dummen Menschen.”

  4. Waschbär

    Objektive Darstellung

    Ein Schmunzeln konnte ich mir beim Lesen des Artikels nicht verkneifen: Zwar hab ich die ARTE-Ausstrahlung nicht gesehen und kann daher dazu nichts sagen, aber was ich sehr niedlich fand war die Bitte um eine “objektive Darstellung” – eine Darstellung die ich auf dieser Internetseite leider viel zu oft vermisse.

    Damit möchte ich nicht euren Glauben und dessen Auslebung angreifen – im Gegenteil, ich finde es gut dass ihr den so lebt wie ihr ihn für richtig haltet und das offen sagt. Auch glaube ich dass eure Ziele und euer Antrieb wirklich aus gutem Willen und Liebe zu Gott entstehen. Aber wie gesagt lese ich auf dieser Seite, die an sich eine gute Idee ist, viel zu viele Pauschalisierungen, Rundumschläge und UNOBJEKTIVE Darstellungen über – ja, eigentlich alles und jedem wo nicht ganz groß CHRIST draufsteht – von so ziemlich allen Musikrichtungen angefangen, über Filme (deren Autor kein Christ war), Stars die keine Christen sind, Freizeitbeschäfigungen, bishin zur katholischen Kirche … und das alles leider viel zu platt und verallgemeinernt, ohne den Versuch etwas ganz wichtiges zu tun: andere versuchen zu verstehen und zu akzeptieren dass sie auch anders mit Gott leben können als ihr es tut, für andere offen sein ohne sich verbiegen zu lassen, mit Liebe denen zu begegnen die anders sind und sich stattdessen mit erhobenen Zeigefinger vor sie zu stellen und zu sagen: Wir sind die, die alle Weisheit mit dem Löffel gegessen haben. Gott ist ohne Fehler, ihr nicht, Gott ist groß, größer als ihr und mehr als das was ihr von ihm verstehen könnt.

    Ich möchte mit einem Zitat enden, da ihr auch gerne zitiert:

    Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet! Denn wie ihr richtet, so werdet ihr gerichtet werden, und nach dem Maß, mit dem ihr messt und zuteilt, wird euch zugeteilt werden. Warum siehst du den Splitter im Auge deines Bruders, aber den Balken in deinem Auge bemerkst du nicht? Wie kannst du zu deinem Bruder sagen: Lass mich den Splitter aus deinem Auge herausziehen! – und dabei steckt in deinem Auge ein Balken? Du Heuchler! Zieh zuerst den Balken aus deinem Auge, dann kannst du versuchen, den Splitter aus dem Auge deines Bruders herauszuziehen.

  5. conrad

    Viele Leute verstehen nicht, dass die Wissenschaft und die Demokratie mit ihren Menschenrechten ja gerade eine Frucht des Christentums sind. Es gab aber leider auch Krieg und Terror von Christen.
    conrad

  6. BrassMonkey

    Christlicher u. islamistischer Fundamentalismus

    Wahrscheinlich kommt es bald soweit, dass sich Christen, wie in Schweden, vor Gericht wegen ihren “fundamentalistisch biblischen Äußerungen” vor Gericht verantworten müssen. Nur, dass es dann nicht um Äußerungen über Homosexuelle in Bezug auf die Bibel geht, sondern über die Schöpfungslehre.
    Ich versteh’ auch nicht warum Christen und Muslime immer über einen Kam geschoren werden. Fundamentalistischer Islamismus bedeutet Hass und Verfolgung anders Gläubiger, da der Koran unmissverständlich die Tötung von Ungläubigen befiehlt. “Verflucht sind sie! Wo immer man auf sie stösst, sollen sie ergriffen und mit gewaltiger Metzelei gemetztelt werden.”(33,61)
    Im gegensatz zur Bibel die zur Feindesliebe aufruft.
    Da versteht man auch nicht warum in den Medien davon gesprochen wird, dass der Islam eine friedfertige Religion ist. Alle terroristischen Anschläge wurden doch letztendlich von Islamisten verübt.

  7. manus

    Offener Brief – Sendung „Von Göttern und Designern“ (arte, 19.9.06; 20:40 h)
    Sehr geehrter Herr Seibert,
    Sie haben den vorgestern abend auf ARTE gesendeten Beitrag über den Christlichen Fundamentalismus moderiert. Da ich Sie als Journalisten sehr schätze und u.a. Ihretwegen regelmäßig die heute-Nachrichten sehe, erlaube ich mir, Ihnen hier einige Bemerkungen zu der genannten Sendung zu
    machen. Ich bin selbständiger evangelischer Theologe mit einem Lehrauftrag in Systematischer Theologie an einer Universität in Osteuropa.

    1. Der Begriff „Fundamentalismus“ wird in der Öffentlichkeit in hohem Maße undifferenziert gebraucht.
    Wenn damit gemeint ist, daß jemand Überzeugungen hat und dafür eintritt, dann ist auch der Evolutionsbiologe, der sich über den Glauben der Kreationisten entrüstet und diesen bekämpft, ein Fundamentalist. Auch er hat ein Paradigma, innerhalb dessen er das, was er Wissenschaft
    nennt, betreibt, und dieses Paradigma ist in hohem Maße weltanschaulich geprägt. In diesem Sinne sind vielleicht auch Sie ein Fundamentalist, denn auch Sie haben eine Weltanschauung und möchten, daß Ihre Überzeugungen gelten. Wenn man den Begriff jedoch gebraucht, um eine Denkrichtung zu beschreiben, die Gewalt als Mittel zur Durchsetzung ihrer Ziele gebraucht, dann trifft der Begriff auf die Terroristen zu, die Sie uns allabendlich in den Nachrichten aus der islamischen Welt vorführen. Dann aber ist der schwäbische Pietist entgegen
    der vor einigen Jahren von Herrn Cem Özdemir (Grüne) geäußerten Meinung kein Fundamentalist. Wenn man den Begriff schließlich gebraucht, um den Gegner des Mainstream zu bezeichnen, wird er zu einem soziologisch-diskriminierenden Begriff. In diesem Sinne wurde er in
    der Sendung gebraucht. Das dient nicht der Information und der Klärung der Aussagen, sondern rein weltanschaulich-soziologischen Zielen. Dagegen kann ich nur massiv Protest erheben.

    2. In der Kreationismusdebatte, die seit geraumer Zeit in den Medien stattfindet, stoßen die Medien in das Horn der Mainstream-Biologen. Sie vermeiden wie diese eine Auseinandersetzung mit dem Kreationismus auf der Sachebene. Das spricht nicht für sie. Haben sie etwa Angst vor den Fakten? Bevor aber die Medien eine Position diskreditieren, sollten Sie sich wenigstens vorher
    über die Sachargumente, die vorgebracht werden, informieren und entsprechende Sachgründe darstellen, die gegen die betreffende Position sprechen. Nur so kann sich der Medienkonsument ein eigenes Urteil bilden. Zwar haben Sie in der benannten Sendung den ID-Film aus den USA
    einigermaßen sachgerecht wiedergegeben, doch Sachargumente, die dagegen sprechen, nicht genannt. Gleiches gilt von dem von der Studiengemeinschaft Wort und Wissen e.V. herausgegebenen Lehrbuch zum Thema Evolution. In diesem werden harte Fakten genannt, die der Evolutionstheorie entgegenstehen. Ihre Sendung brachte sie nicht. Wenn indes der evolutionsgläubige Biologielehrer im Unterricht ganz unwissenschaftlich vom kreativen Universum reden darf, dann muß der Biologielehrer, der an Gott, den Schöpfer glaubt, auch dieses sagen dürfen, wie es Herr Meyer an der Gießener Liebig-Schule tut, und beide sollten in einem demokratischen Staat das Recht haben, die Fakten der Biologie in dem von ihnen vertretenen Paradigma interpretieren zu dürfen, denn vor dem Recht sind alle gleich.

    3. Sie suggerieren in Ihrer Sendung, der Kreationismus sei demokratie- und wissenschaftsfeindlich. Das ist eine tendenziöse Unterstellung. Weder den Medien noch den Wissenschaftlern ist klar, was Wissenschaft eigentlich ist, und einen Papst, der diesbezüglich die Definitionshoheit besitzt, gibt es nicht. Es gehört gerade zu einer freiheitlich-demokratischen Gesellschaft, daß offen und sachlich diskutiert werden kann. Ihre Sendung ist indes ein Beispiel für die willkürliche Diskriminierung Andersdenkender. Wenn die Demokratie Schaden leidet, dann dadurch, daß in solchen Sendungen im Namen einer Weltanschauung eine andere Weltanschauung bekämpft und damit unbescholtene Bürger an den gesellschaftlichen Rand gedrängt werden. Ich hoffe, daß ich Sie nicht über „die offene Gesellschaft und ihre Feinde“ (Popper) informieren muß. Bekanntermaßen
    tendiert jede Weltanschauung dazu, sich zu verabsolutieren. Das liegt in ihrem Wesen, in ihrer bewußtseinsbindenden und wertbegründenden Dimension. Deshalb liegt hier auch eine Menge an Konfliktpotential. Es ist indes gerade die Aufgabe des demokratischen
    Staates, im Miteinander der Weltanschauungen die Parteien vor gewaltsamen Übergriffen gegeneinander zu schützen, im übrigen aber den offenen Diskurs zu fördern. Wenn er ihn wie in Ihrer Sendung behindert, weil er eine bestimmte, dem Mainstream, der häufig erst über die Medien
    konstruiert wird, zuwiderlaufende Überzeugung und ihre Vertreter als demokratiefeindlich darstellt, dann wird der Staat (arte ist ein öffentlich-rechtlicher und mit staatlichen Mitteln finanzierter Sender!) zum Weltanschauungsstaat. Dessen Demokratiefeindlichkeit und Menschenverachtung haben uns die humanistischen und im übrigen mit auf den Darwinismus gegründeten
    Diktaturen von rechts und links im 20. Jahrhundert eindrücklich gezeigt. Sie haben darin das zugegebenermaßen finstere Mittelalter in ihrer Menschenverachtung weit übertroffen. Die Tatsache aber, daß die Demokratie in einem protestantischen Land wie den USA ihre
    Heimstätte hat und bis ins frühe 20. Jahrhundert auf einer protestantischen Basis trotz aller Macken (z.B. Rassenproblematik!) funktioniert hat, sollte alle jene widerlegen, die dem Kreationismus Demokratiefeindlichkeit unterstellen. Demokratiefeindlich sind, wie Sie als Journalist wissen, der Islam, der eine Trennung von Kirche und Staat nicht kennt, und alle jene Religionen
    und Weltanschauungen, bei denen die Welt einer Person oder einem Prinzip oder einer Ideologie unterworfen wird oder werden soll.

    4. Ich sehe es mit Wohlwollen, daß an der August-Hermann-Francke-Schule, die meine drei Kinder besucht haben bzw. noch besuchen, zunächst einmal auf einem hohen Niveau Biologie gelehrt wird. Davon kann sich jeder anhand der Kenntnisse der Schülerinnen und Schüler überzeugen.
    Die Maßgaben des hessischen Bildungswesens werden erreicht, und dies auch in den anderen Fächern, wie das zuständige Schulamt gerne bestätigt. Das liegt schon im Anspruch und im unmittelbaren Interesse der Schule. Daß die Schule in sachlicher Weise sowohl von Evolution als auch von Schöpfung spricht und die Deutung der Fakten in beiden Paradigmen erlaubt, gehört zu der Freiheit dieser christlichen Schule.

    5. Der erste Teil der genannten Sendung (Von Göttern und Designern) war ein mangelhaft und ziemlich niveaulos zusammengestelltes Potpourri von Positionen. Sie hätten von der Studiengemeinschaft Wort und Wissen e.V. problemlos in Erfahrung bringen können, daß sie viele Argumente der amerikanischen Kreationisten nicht akzeptiert. Die Bücher von Ken Ham von Answers in Genesis werden von ihr kritisch bedacht und nicht empfohlen, obwohl sie äußerlich das gleiche Ziel verfolgen. Biologielehrer oder Schüler der Gießener Francke-Schule kommen leider nicht zu Wort – warum eigentlich nicht? Nicht sehr geschmackvoll an der Sendung war, daß die Diskussion um den Kreationismus in unmittelbarem zeitlichem Zusammenhang mit einem aus dem Kongo nach London importierten Problem gebracht wurde. Die Kreationismusdebatte wird von seiten der Christen in Deutschland auf hohem intellektuellen Niveau geführt,
    dann aber folgt unter demselben Etikett „Fundamentalismus“ der Absturz in die finstere Welt der Geisteraustreibungen. Damit hat der Kreationismus nun wirklich nichts zu tun. Auch der französische Untertitel der Sendung („Wenn die Bibel zur Waffe wird“) ist suggestiv. Wer führt hier gegen wen Krieg? Doch offensichtlich die geballte und mit Steuergeldern finanzierte Medienmacht gegen die Bibel und ihre Vertreter.

    6. Der eigentliche und ausgesprochene Grund der Kreationismusdebatte dürfte wohl nicht die Sorge um die Rückkehr zu mittelalterlichen Verhältnissen sein. Die haben wir unter einem anderen Vorzeichen spätestens dann, wenn die Bezugnahme auf einen Schöpfer im Biologieunterricht verboten wird. Der Grund liegt an einer anderen Stelle. Design erfordert einen Designer, einen
    Schöpfer. Nur ein solcher kann Verantwortung begründen, wie sie in der Präambel des Grundgesetzes der Bundesrepublik erwähnt wird. Sollte dieser Schöpfer/Designer sich als sinnvoll oder gar denknotwendig erweisen, dann ist es aus mit der durch ein vermeintliches Selbstbestimmungsrecht gedeckten Willkür des postmodernen Menschen. Ich vermute, daß deswegen die Kreationisten als Popanz hingestellt werden und man auf sie eindrischt, um jegliche Bezugnahme auf Gott aus dem öffentlichen Leben zu verbannen. Die Achtundsechziger haben uns beigebracht, daß wir die von Menschen gemachten Tabus und Konventionen im Namen der Freiheit brechen sollten; heute kommen sie mit von ihnen gemachten Tabus und Konventionen, die man um der Demokratie willen einhalten soll. Doch um der Demokratie willen sollten alle mündigen Staatsbürgerinnen und –bürger gegen solche Bevormundung des Menschen durch Menschen protestieren. Die Situation ist paradox: Allerorten wird geklagt, daß junge Menschen (und leider auch viele alten) keine Werte mehr kennen und daß man sie ihnen anerziehen müsse, doch eine theologische Begründung von Werten in der Öffentlichkeit soll nicht zulässig sein.
    Warum eigentlich nicht? Ich erwarte von Ihnen nicht einen christlichen Journalismus, aber in der Hoffnung auf einen fairen und vor allem sachlichen Journalismus in dieser Angelegenheit grüße ich Sie freundlich
    gez.
    Bernhard Kaiser
    PS: Ich erlaube mir wegen des öffentlichen Interesses diesen Brief auf die Internetseite des von mir
    geleiteten Instituts zu stellen.

  8. F.P.

    Missverständnis

    Nein Fred, da hast du wohl etwas missverstanden: es geht nicht um das Thema “freie Meinungsäußerung” sondern darum, ob Schülern im Biounterricht Religion als Wissenschaft präsentiert werden soll. Mit freier MMeinungsäußerung hat das nicht zu tun.

    F.P.

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