Zwanzig Jahre Privatfernsehen

Zwanzig Jahre Privatfernsehen, das bedeutet vor allem zwanzig Jahre Schmutz, Lügen, Gewalt und gnadenlose Kommerzialisierung im deutschen Fernsehen.


Hier ein kleiner Rückblick:


1. Januar 1984: 10 Uhr: Das Sat-1-Programm wird eröffnet.


2. Januar 1984: RTL plus geht auf Sendung.


24. Februar 1987: „Eine Chance für die Liebe“ (RTL): Erika Berger wird zur „Sexpertin der Nation“


2. November 1988: „Glücksrad“ wird als Dauerwerbesendung gestartet.


5. Januar 1989: Mit „Explosiv – Der heiße Stuhl“ (RTL) gibt es die erste Krawall-Talkshow in Deutschland. Jetzt darf geschrieen, geflucht und getobt werden, eine sachliche Diskussion wird vermisst.


21. Januar 1990: „Tutti Frutti“ (RTL) bringt wahnsinnige Einschaltquoten.


29. Januar 1992: „Schreinemakers live“ (Sat 1), Themen die eigentlich keinen interessieren, werden in dieser Talkshow breitgetreten. Als sie die eigenen Steuerprobleme zum Thema machte, schaltete sich Sat 1 mitten in der Sendung aus.


6. Februar 1992: Mit „Notruf“ (RTL) ist das makabere Reality-TV in Deutschland geboren.


11. Mai 1992: Barbara Eligmann berichtet in „Explosiv“ (RTL) über alles was mit Sensation oder Skandalen zu tun hat.


11. Mai 1992: „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ (RTL) – das Urgestein der deutschen Daily-Soaps. Die Themen sind Fremdgänge, Scheidungen, Hochzeiten und Bankrotte.


6. November 1993: „RTL Samstag Nacht“: Weil die Leute nicht mehr wissen was guter Humor ist, suchen sie ihn im Fernsehen mit Wigald Boning, Esther Schweins und Olli Dietrich.


5. Dezember 1995: „Die Harald Schmidt Show“ (Sat 1) startet als Verschnitt der amerikanischen „David Letterman Show“ und entwickelt sich zu einem Riesenerfolg. Der Abschied von „Dirty Harry“ Ende des Jahres 2003 erschüttert die Nation wie kaum ein anderes Ereignis in den letzten zehn Jahren.


3. September 1999: „Wer wird Millionär?“ (RTL) mit Günther Jauch – auch hier wird eine amerikanische Show kopiert, die alte Idee des Fragespiels wird neu aufgewärmt


27. September 1999: „Das Schiedsgericht“ (Sat 1): Die Gerichtsshow über Delikte aus dem Bereich Prostitution, Alkoholismus etc.


1. März 2000: „Big Brother“ (RTL 2) – In einem Container eingepfercht lassen sich zehn Insassen rund um die Uhr von einer Kamera beobachten. Die Deutschen lassen den Proleten Zlatko als neuen Superstar hochleben.


22. Januar 2001: „TV total“ (Pro Sieben) und Stefan Raab nerven uns jetzt viermal die Woche mit Späßen auf Kosten von anderen und pubertären Witzen auf unterstem Niveau.


9. November 2002: „Deutschland sucht den Superstar“ (RTL): Dieter Bohlen demütigt zahlreiche Bewerber bei der Talentsuche. Daniel Küblböck, Alexander und Juliette werden die neuen Stars am deutschen Sternenhimmel.


Das Fazit ist, dass der Mensch es wohl gerne sieht, wenn er durch Verblödungsshows betrogen wird und er im Fernsehen Skandale und Tabubrüche zu sehen bekommt, die ihn in seinem sinnlosen, gottesfernen Dasein bestätigen. Wer die Wahrheit wissen will und aus der Scheinwelt ausbrechen will, sollte zur Bibel greifen:


„Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater als nur durch mich.“ (Johannes 14,6)

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