Am 22.8. 2011 starb Loriot, bürgerlich Vicco von Bülow.

Loriot – und dergleichen wird in München eher selten als Lob vorgebracht -, Loriot ist ein Preuße. Aber ein Preuße, wie Gott ihn träumt. Nachdenklich, schönheitsbesessen, leise, höflich, nur fast nebenher unerbittlich. Er sagte mal, er für seinen Teil brauche Europa nicht, er fühle sich als Preuße sehr wohl. Unter Preußen verstehe er den Versuch, „ziemlich unzeitgemäße Tugenden weiterzugeben. Zum Beispiel, dass es nicht entscheidend ist, was man verdient, sondern welcher Sache man dient“. www.sueddeutsche.de/kultu…gott-ihn-traeumt-1.275467

Unser Mitgefühl an alle Verwandten und die unzähligen Fans diese Genies. Dennoch, am Besten ist es, Jesus, dem lebendigen Gott  allein zu dienen. Auch Gott hat Humor, sonst hätte er uns nicht mit dieser wundervollen Fähigkeit geschaffen. Das Schnabeltier ist nebenbei gesagt  ebenfalls ein Indiz für den unvorstellbaren Humor unseres Herrn und Schöpfers. Hier noch ein Beispiel für den Humor eines wahrhaft gläubigen Christen: Alfred Delp wurde 1945 von den Nazis hingerichtet. Auf dem Weg zum Galgen frage er den Gefängnisseelsorger, wie die Lage an der Front ist. Der wusste es nicht. Und Delp sagte: In einer halben Stunde weiß ich mehr als sie.

Mike Tyson spricht über nahenden Tod und Drogenmissbrauch.

“Es mag Zufall sein, aber hoffentlich kein schlechtes Omen, dass Mike Tyson vor einigen Wochen in seinem Podcast Hotboxin’ with Mike Tyson, mit einem Therapeuten über die Vergänglichkeit des menschlichen – und insbesondere seines Lebens – gesprochen hat. „Natürlich werden wir alle sterben“, so Tyson, der sich selbst diagnostizierend beim Blick in den Spiegel attestiert: „Mein Verfallsdatum läuft bald ab, sehr bald“.

Zu seinem körperlichen Abbau gehören allerdings nicht nur die Rückenprobleme, sondern auch Auswirkungen, die auf häufigen Drogenkonsum zurückzuführen sind. Wiederholt, so Tyson im Interview mit der New York Times, hat er die psychedelische Substanz der Sonora-Wüstenkröte konsumiert. Ohne Zweifel hat der ehemalige Weltmeister ein skandalumwittertes Leben gelebt, welches auch in sportlicher Hinsicht durch einen Skandal-Kampf im Gedächtnis der Menschen fest verankert ist.  (sch/https://www.tz.de/) Er hat begriffen, dass er von dieser Welt, auf der er einer größten Sportler war, gehen wird. Aber hat er diese Hoffnung, die dieser Gottesmann ausspricht? Das kann man ihm nur wünschen.

»Wenn ich gestorben bin – in Wahrheit werde ich jedoch niemals sterben –, und wenn jemand meinen Schädel findet, dann soll dieser Schädel noch predigen und zu ihm sagen: ›Ich habe keine Augen, trotz­dem sehe ich Ihn; obwohl ich keine Lippen habe, küsse ich Ihn; ich habe keine Zunge, dennoch lobe ich Ihn, mit all denen, die seinen Namen anrufen. Ich bin ein harter Schädel, aber ich bin ganz weich geworden und dahingeschmolzen in seiner Liebe; ich liege hier sichtbar auf diesem Gottesacker, dennoch bin ich dort im Paradies! Alles Leiden ist vergessen! Seine große Liebe hat dies für uns getan, als Er für uns sein Kreuz nahm und hinausging nach Golgatha.‹« Hermann Friedrich Kohlbrügge

Vor 34 Jahren wurde Robert Lewandowski geboren.

Geboren wurde Lewandowski am 21. August in der polnischen Hauptstadt. Schon früh wurde er mit Sport konfrontiert. Sein Vater betrieb professionell Judo, seine Mutter spielte Volleyball – beide arbeiteten nach ihrer aktiven Karriere als Sportlehrer. Seine ältere Schwester Milena ist aktive Volleyballerin. Mit dem Fußballspielen begann Lewandowski mit acht Jahren. (AZ)

Robert Lewandowski hat alles erreicht hat, wovon viele träumen: ein Leben als Profisportler in der Fussball Bundesliga, in der Champions League und seiner Nationalmannschaft. Und doch ist es der Glaube, der dem Fussballspieler wirklich wichtig ist: «Aktuell geht in der Welt alles sehr schnell, gelegentlich vergessen wir unsere Werte und das, was wirklich wichtig ist. Der Glaube hilft mir nicht nur im Bereich des Fussballs, sondern auch ausserhalb, dass ich ein guter Mensch sein möchte und so wenig Fehler wie möglich begehe.» «Der Glaube hilft mir», so sagt es Robert Lewandowski. Jesus.ch

Solche Männer Gottes brauchen wir.

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William MacDonald (7.1.1917 – 25.12.2007) verbrachte seine Kindheit in Schottland. Jeden Abend beschloss sein Vater als strenger Presbyterianer den Tag mit einer Familienandacht, ohne selbst eine persönliche Beziehung zu Gott zu haben. Als der kleine Bill mit fünf Jahren zum zweiten Mal an Diphtherie erkrankte, schien er die Krankheit nicht zu überleben. Während seine Mutter sich vom Sterbebett ihres Kindes abwandte, um den Todeskampf nicht ansehen zu müssen, klopfte es an der Tür und ein Bruder des Vaters trat herein. Er hatte vorher an seinem Kamin gesessen und in der Bibel den Psalm 91 gelesen und erkannte aus Vers 16 eine Antwort auf seine Gebete für Bill. So rief er der erstaunten Mutter zu: »Der Junge wird nicht sterben, sondern noch ein langes Leben vor sich haben. Eines Tages wird er errettet werden.« 13 Jahre später kam William nach heftigen und langen inneren Kämpfen zum Glauben an Jesus.Als junger Mann studierte William während der allgemeinen Wirtschaftsdepression in den USA Wirtschaftswissenschaften an der Harvard-Universität. Sein Lebensziel war, als Bankier ins Börsengeschäft einzusteigen und so viele Aktiengewinne zu erzielen, dass er mit 35 Jahren in Pension gehen konnte. Aber Gott hatte andere Pläne mit ihm und benutzte den Zweiten Weltkrieg, um das Interesse des zur Marine eingezogenen Offiziers auf unsterbliche Menschenseelen zu lenken.Als er schließlich Woche für Woche vor einer Bibelklasse mit Soldaten das Johannes-Evangelium auslegte, schien Gott ihm zu sagen: »Das ist mein Auftrag für dich, und diese Arbeit wird nicht mit Magengeschwüren wegen Börsenverlusten einhergehen.« In Honolulu wurde ihm von einem Seemann die Biographie über C.T. Studd in die Hand gedrückt. Bisher hatte er noch nie etwas von diesem Missionar gehört, der seine Karriere als international bekannter Sportler und sein Millionenerbe aufgab, um sein Leben als Missionar in China, Indien und schließlich in Zentralafrika für den Herrn einzusetzen. Er las die Worte Studds: »Wenn Christus wirklich Gott ist und für mich starb, dann kann kein Opfer für Ihn zu groß sein?«, und wurde davon so in seinem Herzen getroffen, dass er auf seine Knie sank und sein Leben dem Dienst für den Herrn weihte.Er kündigte sein Arbeitsverhältnis bei der Bank und arbeitete zunächst in einem christlichen Buchladen. Kurze Zeit später wurde er gebeten, die neu gegründete Emmaus-Bibelschule in Chicago zu leiten. Da seine Gemeinde ihn für das Werk des Herrn empfahl, wagte er diesen Schritt. Von nun an lebte er im Vertrauen auf Gott, ohne gesicherte finanzielle Unterstützung, und hat diese Entscheidung niemals bereut.Während dieser Zeit lernte er auch George Verwer kennen, den Leiter der damals recht jungen und herausfordernden »Operation Mobilisation«. Die Gemeinschaft mit diesen jungen, hingegebenen Christen führte dazu, dass er ab 1965 viele Einsätze mit OM in Osteuropa und Kleinasien durchführte, wo er als Bibellehrer vor allem die Mitarbeiter schulte. In dieser Zeit entstanden u.a. auch seine beiden bekannten Bücher »Denk an deine Zukunft« und »Wahre Jüngerschaft«, die vielen jungen Menschen in aller Welt eine Herausforderung zu einem konsequenten Christsein wurde.Ab 1973 baute William MacDonald mit Jean Gibson in San Leandro ein Jüngerschaftsprogramm auf, in dem eine kleine Anzahl junger Männer jeweils für 9 Monate im Rahmen der örtlichen Gemeinde in Theorie und Praxis unterrichtet und angeleitet werden. Neben dieser Arbeit hatte er in den letzten Jahren seine reiche Bibelkenntnis und seine wertvollen Lebenserfahrungen vor allem in zahlreiche Bücher, die in viele Sprachen übersetzt wurden, hineinfließen lassen. William MacDonald hatte die besondere Gabe, auch schwierige und oft vernachlässigte Wahrheiten und Texte der Bibel leicht verständlich auszulegen und immer praktisch auf unser Leben anzuwenden. Als vielbelesener Mann zitierte er gerne und oft Autoren aus allen Epochen der Kirchengeschichte und verstand es, sein Anliegen durch viele Beispiele aus dem Leben anderer Männer und Frauen Gottes sehr lebensnah und nie oberflächlich darzustellen. Obwohl durch die sog. »Brüderbewegung« geprägt, zu deren Anliegen er sich deutlich bekannte, ist in seinen Schriften kein muffiger Konfessionalismus, sondern Liebe zu dem ganzen Volk Gottes zu erkennen. Als junger Christ hatte er in seine Bibel das Gebet geschrieben: »Bewahre mich, Herr, halte mich klein und unbekannt, geliebt und gelobt von Dir allein.« Aber Gott gefiel es, seine Bücher unter Christen in aller Welt bekannt zu machen. Neben den Emmaus-Bibelkursen und seinem bekanntesten Buch »Wahre Jüngerschaft« ist sein Kommentar zum Neuen Testament in viele Sprachen übersetzt und verbreitet worden. Er ist zeitlebens ledig geblieben und diente bis kurz vor seinem Sterben Ende 2007 als Prediger und Autor.

Quelle: CLV-Verlag

Rio Reiser wurde in West-Berlin geboren und starb am 20. August 96 in Fresenhagen!

Rio Reiser war von 1970 bis 1985 Sänger und Haupttexter der Band Ton Steine Scherben. Reiser( mit bürgerlichem Namen, Ralph Christian Möbius) war seinen Freunden als Person mit einem eigenen Kopf bekannt. Rio Reiser war ein großer Fan der Beatles und der Stones. Er war und ist unangefochten der „König von Deutschland“, wenigstens was die Beeinflussung der Musikszene betrifft. Unvergessen bleibt natürlich: Beim Love-and-Peace Festival 1970 in Fehmarn forderte Rio Reiser die verbliebenen Zuschauer auf, den Veranstalter „ungespitzt in den Boden zu hauen“, worauf ihm diese zu den Klängen von Macht kaputt, was euch kaputt macht Folge leisten sollten. Ebenso spektakulär: 1986 beendete Rio Reiser mit einer Allstar-Band (u.a. mit Herbert Grönemeyer, den Rodgau Monotones, den Toten Hosen und Herwig Mitteregger) vor über 100.000 Zuschauern das Anti-WAAhnsinns-Festival.

Als letztes Lied spielte er allein am Klavier eine Version von Somewhere over the Rainbow. Geradezu prophetisch sind seine zwei Konzerte in Ost-Berlin, zu denen ihn die damalige FDJ eingeladen hatte. Das Konzert, für das Reiser noch ein paar mehr Scherben-Klassiker als üblich ins Programm genommen hatte (und das mit Alles Lüge begann), wurde aufgezeichnet und in der Sendung DT 64 ausgestrahlt. Allerdings fehlte bei der Ausstrahlung der Scherben-Song Der Traum ist aus: Die Zeile „Gibt es ein Land auf der Erde, wo der Traum Wirklichkeit ist? […] Ich weiß es wirklich nicht – Ich weiß nur eins, und da bin ich sicher: Dieses Land ist es nicht!“ – ursprünglich der Bundesrepublik gewidmet – wurde von tausenden Ost-Berlinern „mehr mit gebrüllt als mitgesungen“ und zeigte ein Jahr vor der Wende überdeutlich, wie wenig sich die anwesenden Zuhörer noch mit ihrem Staat identifizieren konnten.

1995 kam dann seine sechste und letzte Soloplatte raus, sie hieß Himmel und Hölle. Dort singt er in dem Song Hoffnung zehn Jahre nach dem König von Deutschland und nur wenige Monate vor seinem Tod: „Nehmt mir die Krone ab, die mich erdrückt, nehmt mir die Krone weg, nehmt sie zurück. Ich weiß, irgendwo ist da ein Licht, doch ich kann euch nicht führen, denn ich weiß den Weg nicht“. Rio Reiser starb am 20. August 1996 im Alter von 46 Jahren nach einem Herz-Kreislauf-Kollaps in Verbindung mit inneren Blutungen. (Wikipedia)

Heute wäre er ein stolzer Popveteran. Statt Keine Macht für Niemand zu fordern, wäre es besser für ihn gewesen, wenn er dem die Macht über sein Leben gegeben hätte, der nicht nur allmächtig ist, sondern auch den Weg zum wahren Licht kennt.

Am 20. August 1912 starb „General“ William Booth (Gründer der Heilsarmee) in London.

„Den Himmel auf die Erde zu holen, das ist unser Geschäft“

„General“ William Booth 1906 in einer Rede vor seinen Heilssoldaten – es ist die einzig erhaltene Tonaufnahme.
Fotos aus dieser Zeit zeigen einen alten, hageren Mann mit schlohweißem Rauschebart, in Frack und Zylinder – eine hoch geachtete Persönlichkeit, nachdem er anfangs mit seiner „Salvation Army“ verspottet, ja sogar bekämpft worden war. Heute gehört die Heilsarmee zu den größten Freikirchen der Welt. Reinhold Walz, Divisionsoffizier Nordost der Heilsarmee Deutschland, über die Anfänge:

„Die Arbeit der Heilsarmee begann bezeichnenderweise vor einem Pub in London: ‚The blind beggar‘, ‚Der blinde Bettler‘. Und so könnte man sagen: Booth hat seine Leute aus Kneipen und unter Brücken rekrutiert. Er hat sich einfach immer um die Randfiguren seiner Zeit gekümmert.“

Menschlichem Elend begegnet William Booth schon als Jugendlicher. 1829 in Nottingham geboren, geht er mit 13 Jahren bei einem Pfandleiher in die Lehre. Hungersnöte zwingen damals viele Menschen, ihre letzte Habe zu versetzen. Der eigene Vater, ein kleiner Bauunternehmer, ist ruiniert, verfällt dem Alkohol. William Booth schließt sich einer Methodistengemeinde an und ordnet sein Leben Gott unter.
„Als er etwa 15 Jahre alt war, hat er an einem Sonntag nach einer Predigt, die ihn wohl sehr beeindruckt hat, in einer kleinen Seitenkapelle dieser Kirche gebetet und auf einen kleinen Zettel geschrieben: Alles, was an William Booth ist, soll Gott gehören.“

Als Wanderprediger zieht Booth jahrelang durchs Land. Eine Heimat findet er in den Elendsvierteln im Osten Londons. Er predigt in Wirtshäusern, in Zelten oder auf der Straße – bekehrt Trinker, Kriminelle, Prostituierte. 1865 – inzwischen verheiratet – gründet er zusammen mit seiner Frau Catherine die „Ost-Londoner Erweckungsgesellschaft“, aus der später die „Heilsarmee“ wird – militärisch strukturiert und mit eigener Uniform. „Rettet Seelen, geht dem Schlimmsten nach“, befiehlt der General seinen Heilssoldaten – als Christ müsse man Notleidenden bedingungslos helfen:

„Dass sie durch eigene Schuld in diese Lage geraten sind, sagst Du? Vielleicht. Aber das ist kein Grund dafür, ihnen nicht beizustehen. Du forderst doch auch kein Tugendzeugnis, bevor du einen Ertrinkenden aus dem Wasser ziehst. Und auch keine Sicherheit dafür, dass ein Mann seine Miete bezahlt hat, bevor du ihn aus dem brennenden Haus rettest.“
Suppe, Seife, Seelenheil – das ist sein Programm. Er lässt Obdachlosenheime und Hospitäler bauen, richtet Suppenküchen ein und kämpft gegen Kinderprostitution. Alkohol und Tabak sind in seiner Gottesarmee verboten. Die Frauen sind gleichberechtigt, dürfen predigen – das ist revolutionär – und auch das Verdienst seiner durchsetzungsstarken Gattin.

„Man spricht nicht umsonst von Catherine Booth als der Mutter der Heilsarmee. Sie hat mit Sicherheit ganz großen Einfluss auf diese Heilsarmee gehabt. Wenn er der General war, dann war sie die Mutter und hat als Mutter agiert.“

Nach dem Tod seiner Frau Catherine 1890 stürzt sich William Booth noch mehr in die Arbeit. Seine sozialpolitische Kampfschrift „In darkest England and the way out“ – „Im dunkelsten England und der Weg hinaus“ verkauft sich hunderttausendfach.
Charles Ives setzt ihm mit dem Streichquartett Nr. 1 – Untertitel „For the Salvation Army“ – schon zu Lebzeiten ein Denkmal. 1903 wird Booth von König Edward dem Siebenten empfangen.
Als William Booth am 20. August 1912 stirbt, säumen zehntausende Menschen die Straßen Londons. Sein Sohn Bramwell übernimmt eine Armee mit einer Million Gottessoldaten. Deutschlandfunk.de

Am 18. August 1976 beging Pfarrer Oskar Brüsewitz einen besonders grausamen öffentlichen Selbstmord.

Mit Plakaten wie diesem erregte Brüsewitz den Zorn des DDR-Regimes. Foto: Privat

Oskar Brüsewitz (* 30.05.1929, † 22.08.1976), Pfarrer in der DDR 18.08.1976: Auf dem Marktplatz von Zeitz in Sachsen-Anhalt befestigt Pfarrer Oskar Büsewitz an seinem Auto Transparente mit der Aufschrift „Die Kirche in der DDR klagt den Kommunismus an wegen Unterdrückung in Schulen an Kindern und Jugendlichen“. Dann zieht er seinen Talar an, übergießt sich mit Benzin und zündet sich an.Passanten gelingt es, die Flammen zu ersticken, doch vier Tages später stirbt Pfarrer Oskar Brüsewitz im Alter von 47 Jahren im Krankenhaus an seinen schweren Verbrennungen.Bereits 20 Jahre zuvor (1956) geriet Oskar Brüsewitz ins Fadenkreuz des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS bzw. „Stasi“), als der gelernte Schuhmacher in seinem Ladenfenster Bibelzitate aushängte, von Jesus predigte und dem Regime Wahlmanipulation vorwarf.

Trotzdem gelang es Oskar Brüsewitz, Pfarrer zu werden. Tief getroffen war er, als sich die Kirchenführer mit dem Slogan „Kirche im Sozialismus“ mit dem SED-Regime arrangierten. Schließlich setzen SED-Regime und Kirchenleitung alles daran, den erfolgreichen, aber unbequemen Pfarrer zu demontieren.Bis heute gehen die Meinungen über den kämpferischen Gottesmann auseinander. Auf jeden Fall gehört Pfarrer Brüsewitz’ Tat zu den Initialzündungen der Oppositionsbewegungen in der DDR, die am 09.11.1989 zur Öffnung der Grenzen und zum Fall der Berliner Mauer führte.Aber man tut sich schwer mit der Aufarbeitung der allerjüngsten deutschen Geschichte. Erst seit 2006 erinnert eine Gedenktafel an die öffentliche Selbstverbrennung von Pfarrer Brüsewitz. Offenbar sind es immer Opfer, die die Welt verändern. Auch Jesus sprach davon zu seinen Jüngern:Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, bleibt es allein.Wenn es aber stirbt, bringt es viel FruchtJohannes 12, 24So hat auch der Tod von Jesus seine Sache nicht beendet, sondern die Welt verändert und ermöglicht Gottes Vergebung – nicht nur für die, die das Unrechtsregime DDR unterstützt haben. 

Uwe Schütz  www.aref.de/