Heute vor einem Jahr starb Charlie Watts von den Stones.

“Wo wir gerade von den unangenehmen Sachen reden: Schlagzeuger Charlie Watts ist vorigen August im Alter von 80 Jahren gestorben. Das Ende der Rolling Stones ist also mittelbar abzusehen. Ob es sich heuer um die letzte Tournee handelt, ist unklar. Als würdiger Nachfolger für Charlie Watts konnte mit Steve Jordan ein alter Haberer von Keith Richards gewonnen werden. Mit seinen nur 65 Jahren macht ihm niemand den Status des Bandbabys streitig. Endlich darf Ron Wood, der mit seinen 75 Jahren bislang Jüngste der Stones, erwachsen werden. Na ja. Mick Jagger und Keith Richards sind gerade noch 78 Jahre alt…..

Ein wenig hat es sich schon abgezeichnet. Wir müssen beim Thema Rolling Stones natürlich auch über den Teufel reden. Es ist ja nicht so, dass Mick Jagger und Keith Richards während des Rockens immer nur grausliche sexistische Gedanken gehabt hätten. Versaute sexy Gedanken schon, aber da gehen halt die Meinungen quer durch die Generationen der Fans und der Musiker auseinander.

Sympathy for the Devil zum Beispiel, das wie das Amen im Gebet in allen Konzerten gespielt werden wird, weil es sich dabei um eines der wissenschaftlich erwiesen drei oder zehn besten Lieder aller Zeiten handelt, hat spätestens seit dem Krieg in der Ukraine wieder seine aktuelle Bedeutung in den Vordergrund gerückt. Andererseits hat natürlich jede große Kunst ihre aktuelle Bedeutung, sonst wäre sie nämlich eine kleine Kunst. Bei den Rolling Stones hält sich das so wie bei jeder Rockband aus den großen alten Tagen die Waage. Sympathy for the Devil handelt – in dieser Knappheit wie kaum ein anderes künstlerisches Werk der Moderne – in sardonisch dargebrachter Ich-Form vom Bösen in der Welt…… Im Laufe ihrer Karriere haben sie laut führenden Rolling-Stones-Statistikern von 1963 herauf bis heute ziemlich genau 57 Tourneen und über 2000 Konzerte absolviert. Außer in Nordkorea, auf den Osterinseln oder in Nuuk, der als Reisedestination wahrscheinlich unterschätzten Hauptstadt von Grönland, waren sie schon überall.” derStandart.at

“Die Rockmusik war einst angetreten, um dem Zeitgeist etwas Neues entgegen zu setzen. Weg von dem Vorhandenen, ja gegen das Vorhandene sollte etwas Neues erklingen, und nicht nur Neues, sondern Besseres: freier, emotionaler, authentischer, zeitgemäßer, wilder, lauter, einfach geiler sollte die Rockmusik sein. Fortschritt sollte es sein. Eine Richtung dieser neuen Musik, die „progressive Rockmusik“, hat sich die Zukunftsorientierung gleich im Namen festschreiben lassen. Nun ertönt diese Musik in einer Friedhofskapellen-Show. Was zur eigenen Jugend noch dem Protest und der Auflehnung diente, gerät bereits in späteren Abschnitten des eigenen Lebens zum musealen Objekt, das der vergnüglichen Konservierung wert ist und sich zur Wiederaufführung mit sakralen Anleihen eignet. Die Beschleunigung der Lebenswelt macht vor der musikalischen Alltagskultur keinen Halt und die Musealisierung ereilt die Rockmusik recht schnell. Das macht sich auch daran bemerkbar, dass die Rolling Stones mittlerweile zur besten Coverband der Rolling Stones geworden sind. So wie futuristische Tankstellen aus den 70er Jahren plötzlich zu Baudenkmälern werden, so scheint es auch der Rockmusik zu ergehen. Das Adjektiv „klassisch“, bislang vor allen der Musik von Haydn, Mozart und Beethoven vorangestellt, ziert nun auch die Rockmusik – zumindest ihre besseren Stücke. Die Rockmusik ist in die Jahre gekommen. Und es geschieht das Unausweichliche: viele ihrer Heroen sterben. Was tut man dagegen? ” www.tagblatt.de

Die Rockmusik ist gestorben, aber der zahlende Fan will es nicht wahr haben. Er erlaubt den Helden der Jugend nicht zu sterben. Die Fans reden immer vom Musikerhimmel. Aber was ist, wenn ihre Helden in der Hölle sind. Wenn sie an dem Ort sind, den sie immer besungen haben? Nur mit Jesus hat man die echte Hoffnung der Auferstehung. Christen haben ihrer Sympathie für den Teufel abgesagt und sind auf den guten Weg mit Jesus gewechselt.

Die Biologin und Nobelpreisträgerin Christiane Nüsslein-Volhard kritisiert die Transideologie.

„Es gibt Menschen, die wollen ihr Geschlecht ändern, aber das können sie gar nicht. Sie bleiben weiterhin XY oder XX. Das Entscheidende dabei ist, dass die Tatsache, ob man ein Y-Chromosom hat, schon in der Schwangerschaft auf die Entwicklung des Embryos wirkt und natürlich auch beim Heranwachsenden. Jungen haben deshalb andere Geschlechtsmerkmale als Mädchen und das kann man nicht rückgängig machen. Menschen behalten lebenslang ihre Geschlechtszugehörigkeit.“ Das erläutert die Biologin und Nobelpreisträgerin Christiane Nüsslein-Volhard im Interview mit der feministischen Zeitschrift „Emma“. Zwar könne man durch Hormongaben bsp. erreichen, dass ein Mädchen eine tiefe Stimme und Bartwuchs bekomme, doch würden ihr davon keine Hoden wachsen und sie werde keine Spermien produzieren. Ebenso könnten biologische Männer auch nach entsprechenden Hormongaben keine Eizellen produzieren und keine Kinder gebären. „Das Problem dabei entsteht, wenn es zu irreversiblen Eingriffen kommt. Bei den Operationen sowieso. Aber man fügt auch mit den Hormonen dem Körper etwas zu, was dort nicht vorgesehen ist.“ Dass künftig Jugendliche ab 14 Jahren ihr Geschlecht selbst bestimmen sollen, hält die Biologin für „Wahnsinn“.

Eigens erläutert die Nobelpreisträgerin gegenüber der „Emma“, dass der Gesetzgeber gar nicht in der Lage sei, „Geschlechtsumwandlung ermöglichen“. Vielmehr könne der Gesetzgeber nur sagen: „Diese Frau darf ab jetzt behaupten, sie sei ein Mann. Und umgekehrt.“ Doch seien dabei „die biologischen Grundlagen … absolut nicht zu ändern. Und wenn jetzt ein Mann behauptet, er sei eine Frau und geht in einen Sportverein, um dort bei den Frauen mitzuspielen, dann ist das ein Problem. Denn aufgrund seiner männlichen Hormone ist dieser Mensch stärker und läuft schneller. Es ist im Grunde wie Doping. Und wenn man das dann noch nicht mal sagen darf – das geht doch nicht.“

Die profilierte Biologin wurde gefragt nach der Behauptung des Queer-Beauftragten der Bundesregierung, Sven Lehmann, dass es unwissenschaftlich sei, wenn man die Ansicht vertrete, dass es zwei Geschlechter gebe, denn es gebe viele Geschlechter. Sie antwortete wörtlich: „Das ist unwissenschaftlich! Da hat Herr Lehmann vielleicht den Grundkurs in Biologie verpasst.“ (kath.net)

“Wir leben in einer Welt, in der Kinder keine Indianer mehr darstellen dürfen, aber erwachsene Männer eine Frau.”
Netzfund.

Yuval Noah Harari – Prophet des antichristlichen Imperiums.

Yuval Noah Harari ist ein israelischer Historiker und Dozent an der Hebräischen Universität von Jerusalem. Durch sein Buch „Eine kurze Geschichte der Menschheit“ wurde er international bekannt. Das Buch wurde in 50 Sprachen übersetzt. Auch die Nachfolgebücher „Homo Deus“ und „21 Lektionen für das 21. Jahrhundert“ erreichen eine weltweite Leserschaft. Harari ist ein gefragter internationaler Redner und wurde von Klaus Schwab mehrfach zum World Economic Forum (WEF) nach Davos eingeladen, wo er seine Thesen vor einem global vernetzten Publikum von Politikern und Wirtschaftsführern vortragen konnte. Barack Obama gab an, dass er von Harari inspiriert wurde. Angela Merkel, Emmanuel Macron und Sebastian Kurz trafen ihn zum Gedankenaustausch oder geben an, seine Bücher gelesen zu haben. Harari lebt vegan und hält die industrialisierte Massentierhaltung für eines der größten Verbrechen der Menschheitsgeschichte. Er lebt in einer gleichgeschlechtlichen Partnerschaft. Harari berichtete, dass er täglich zwei Stunden meditiere und diese Praxis sein Leben verändert und seine Arbeit beeinflusst habe.

Harari unterscheidet zwischen „natürlichen Ordnungen“ wie z.B. Naturgesetzen und „erfundenen Ordnungen“ wie z. B. den Codex Hammurabi, die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte oder Glaubenssystemen. Während natürliche Ordnungen stabil seien, „läuft eine erfundene Ordnung ständig Gefahr, in sich zusammenzufallen wie ein Kartenhaus, weil sie auf Mythen gebaut ist und weil Mythen verschwinden, wenn niemand mehr an sie glaubt.“ Harari hält nicht nur den biblischen Schöpfungsbericht, sondern auch den christlichen Glauben insgesamt für einen „kollektiven Mythos“, der nur in den Köpfen von Menschen existiere. Auf die Frage, wie man Menschen dazu bringe, an erfundene Ordnungen wie das Christentum zu glauben, antwortet er: „Die oberste Regel ist: Sie dürfen nie zugeben, dass diese Ordnung nur ein Fantasieprodukt ist. Sie müssen immer darauf bestehen, dass die Ordnung, auf die sich die Gesellschaft stützt, eine objektive Wirklichkeit ist, die von Göttern geschaffen wurde oder den Gesetzen der Natur entspricht.“ Unverblümt leugnet er die Historizität zentraler Inhalte des christlichen Glaubens auch in Fernsehinterviews: „Die ganze Geschichte mit der Auferstehung Jesu von den Toten und der Vorstellung, er sei Gottes Sohn, ist ‚fake news‘.“

Die Unterscheidung von naturgesetzlich verankerten „natürlichen Ordnungen“ und mythologisch basierten „erfundenen Ordnungen“ wirkt sich auch auf ethische Fragestellungen aus: „Aber woher sollen wir wissen, was auf biologischen Tatsachen beruht und was auf bloßen Mythen? Eine gute Faustregel lautet: Die Biologie erlaubt, die Kultur verbietet. … Die Kultur behauptet gern, sie verbiete ‚unnatürliche‘ Dinge. Aber aus biologischer Sicht ist nichts unnatürlich. Alles, was möglich ist, ist definitionsgemäß auch natürlich.“ Insbesondere die christliche Theologie sei z.B. mit Blick auf die Einordnung der Homosexualität verantwortlich für die Unterscheidung von „natürlichen“ und „unnatürlichen“ Verhaltensweisen. Christliche Theologen behaupteten, „Gott habe den menschlichen Körper geschaffen und jedem Körperteil und Organ eine bestimmte Funktion zugedacht. Solange wir unsere Körperteile und Organe in der von Gott beabsichtigten Weise benutzen, handelt es sich um eine natürliche Tätigkeit. Benutzen wir sie aber anders, dann handeln wir widernatürlich. Doch die Evolution kennt keine Absicht.“

Harari vertritt eine rein naturalistisch begründete Ethik: Was die Natur hervorbringe und möglich mache, sei auch erlaubt. Da er alle metaphysischen Begründungszusammenhänge bereits zuvor in das Reich der Mythen und Fabeln verwiesen hat, lehnt er die jüdisch-christliche Sexualethik entschieden ab. Im Judasbrief aber warnt Gottes Wort vor solchen Irrlehrern: „Ebenso sind auch diese Träumer, die ihr Fleisch beflecken, jede Herrschaft verachten und die himmlischen Mächte lästern. … Diese aber lästern alles, wovon sie nichts verstehen; was sie aber von Natur aus kennen wie die unvernünftigen Tiere, daran verderben sie“ (Judas 8 und 10).

Wie bereits geschildert, vertritt Harari ein rein naturalistisches Weltbild. Erwartungsgemäß deutet er die Geschichte der Menschheit im Sinne der darwinistischen Evolutionstheorie und kombiniert diese mit einem unbegrenzten Fortschrittsglauben. Harari meint: „Seit vier Milliarden Jahren bastelt die natürliche Selektion an diesen Körpern herum und justiert sie neu, so dass wir uns von Amöben zu Reptilien, zu Säugetieren und zum Sapiens entwickelt haben. Es gibt jedoch keinen Grund zur Annahme, der Sapiens sei die letzte Station.“ Die Menschheit werde „nun danach streben, Menschen in Götter zu verwandeln und aus dem Homo sapiens den Homo deus zu machen“. Aus Sicht Hararis ist der Tod für heutige Wissenschaftler kein unvermeidliches Schicksal, „sondern lediglich ein technisches Problem“: „Wir sterben nicht, weil die Götter dies so beschlossen haben, sondern durch technisches Versagen – Herzinfarkte, Krebs, Infektionen. Doch jedes technische Problem hat eine technische Lösung.“ Das wichtigste Projekt der vor uns liegenden wissenschaftlichen Revolution sei „das ewige Leben für den Menschen“. „Im 21. Jahrhundert werden die Menschen vermutlich ernsthaft nach der Unsterblichkeit greifen.“ Die Menschheit müsse dem Tod „den totalen Krieg“ erklären.

Harari macht sich hier zum Sprecher der listigen Schlange, die schon Eva mit den Worten verführte: „Ihr werdet keineswegs des Todes sterben, … und ihr werdet sein wie Gott“ (1 Mose 3,4-5). Der Tod ist in den Augen Hararis keine von Gott über den sündigen Menschen verhängte Strafe (1 Mose 2,17; Röm 6,23), sondern ein „technisches Problem“, das die Menschheit lösen werde, ja sogar lösen müsse.

Harari ist überzeugt, dass der wissenschaftliche und technologische Fortschritt die Menschheit in die Lage versetzen werde, den Tod zu besiegen, das ewige Leben zu ermöglichen und Göttlichkeit zu erlangen. Hararis Ausführungen und Zukunftsvisionen sind blasphemisch und antichristlich. An die Stelle des allmächtigen Schöpfergottes setzt er einen ziellosen Evolutionsmechanismus und an die Stelle des Erlösungswerkes Christi die transhumanistische Überwindung des Todes und die Vergottung des Menschen.

Dem ist zu widerstehen. Allein Gott gebührt die Ehre für das Werk seiner Hände:

„Herr, unser Gott, du bist würdig, zu nehmen Preis und Ehre und Kraft; denn du hast alle Dinge geschaffen, und durch deinen Willen waren sie und wurden sie geschaffen“ (Offb 4,11).

Jesus Christus allein überwindet den Tod und schenkt uns das ewige Leben: „Denn der Sünde Sold ist der Tod; die Gabe Gottes aber ist das ewige Leben in Christus Jesus, unserem Herrn“ (Röm 6,23).

„Fürchte dich nicht! Ich bin der Erste und der Letzte und der Lebendige. Ich war tot, und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit und habe die Schlüssel des Todes und der Hölle“ (Offb 1,17-18).

Die Vision vom globalen Imperium

In „Eine kurze Geschichte der Menschheit“ befasst sich Harari auch mit dem „Traum vom Weltreich“. Harari stellt fest, dass Weltreiche „heutzutage keinen allzu guten Ruf“ hätten. Sie würden kritisiert, weil sie 1.) nicht funktionierten und 2.) Eroberer und Eroberte korrumpierten. Harari hält die erste Kritik für unsinnig und die zweite für mindestens fragwürdig. Neben Negativbeispielen für frühere Weltreiche gebe es auch vergleichsweise positive Ausnahmen wie das persische Imperium unter Kyros dem Großen, der behauptete, er regiere zum Nutzen aller unterworfenen Völker: „Wir unterwerfen euch, weil wir das Beste für euch wollen.“ Als berühmtestes Beispiel führt Harari die Entscheidung der Perser an, den Juden die Rückkehr nach Israel und den Wiederaufbau des Tempels zu gestatten.

Es lässt aufhorchen, wenn Harari von einem kommenden Imperium spricht: „Seit fast zweieinhalb Jahrtausenden leben die meisten Menschen unter der Herrschaft des einen oder anderen Imperiums. Und das könnte in Zukunft wieder so sein. Doch diesmal wird das Imperium die Bezeichnung Weltreich tatsächlich verdient haben. Die imperiale Vision eines einzigen Territoriums, das den gesamten Erdball umfasst, könnte schon bald Wirklichkeit werden.“

Harari ist der Überzeugung, dass die Nationalstaaten seit Beginn des 21. Jahrhunderts rasch an Boden verlören. Immer mehr Menschen glaubten, dass alle Macht nicht mehr vom Volk, sondern von der Menschheit ausgehe, und dass die Wahrung der Rechte und Interessen aller Menschen das oberste Gebot der Politik sein solle. Er fragt: „Warum sollten wir fast 200 unabhängige Staaten finanzieren?“ Harari glaubt, dass die Nationalstaaten mit den Problemen einer global vernetzten Menschheit überfordert seien. Nur ein weltweit agierendes Imperium werde den Herausforderungen der Zukunft gewachsen sein, und dieses Imperium sei bereits im Werden begriffen:

„Das globale Imperium, das vor unseren Augen entsteht, wird nicht von einem bestimmten Staat oder einer bestimmten ethnischen Gruppe beherrscht. Wie das Römische Reich in seiner Spätphase wird dieses Imperium von einer multiethnischen Elite geführt und von einer gemeinsamen Kultur und gemeinsamen Interessen zusammengehalten. Immer mehr Unternehmer, Ingenieure, Experten, Wissenschaftler, Anwälte und Manager in aller Welt stehen heute vor der Option, sich diesem Imperium anzuschließen. Sie müssen sich entscheiden, diese Möglichkeit wahrzunehmen oder ihrem Staat und Volk treu zu bleiben. Immer mehr entscheiden sich für das Imperium.“

Hararis imperiale Visionen sollte niemand vorschnell als Science-Fiction oder als bloße Spinnerei eines Universitätsprofessors abtun. Die multiethnische Elite, die sich jährlich von Klaus Schwab zum World Economic Forum nach Davos einladen lässt, sieht in Harari einen ernstzunehmenden Vordenker. Unschwer lässt sich in Hararis Büchern und Vorträgen eine implizite Aufforderung an die WEF-Elite erkennen, die in etwa so lautet: „Übernehmt ihr (die Guten) die Führung des kommenden Imperiums, bevor andere (die Bösen) es tun!“

Der Pakt mit dem Teufel

In „Homo Deus“ beschreibt Harari den „modernen Pakt“, einen neuen Gesellschaftsvertrag der modernen Menschheit, der sich in einem Satz zusammenfassen lässt: „Die Menschen stimmen zu, auf Sinn zu verzichten, und erhalten im Gegenzug Macht.“[22] Weil die moderne Kultur auf der Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnis glaube, dass „das Universum ein blinder und zielloser Prozess“ sei, lehne sie den Glauben an einen „großen kosmischen Plan“, an die Existenz eines göttlichen „Regisseurs“ und an „ein verbindliches Drehbuch“ der Geschichte ab. Es gebe weder Sinn noch Bedeutung. Weil es keinen Regisseur und kein Drehbuch gebe, die uns einschränken könnten, sei der Mensch nicht auf eine „vorgegebene Rolle“ beschränkt: „Wir können tun, was wir wollen, vorausgesetzt, wir finden eine Möglichkeit. … Nach dem Tod wartet kein Paradies auf uns. Aber wir können ein Paradies hier auf Erden schaffen und darin ewig leben, wenn wir nur ein paar technische Schwierigkeiten überwinden. … Eines Tages wird unser Wissen so umfassend und unsere Technologie so fortgeschritten sein, dass wir das Elixier ewiger Jugend, das Elixier wahren Glücks oder jedes andere gewünschte Mittelchen zusammenmixen können und kein Gott wird uns aufhalten.“

Der „moderne Pakt“, wie Harari ihn beschreibt, ist nichts anderes als ein Pakt mit dem Teufel. Sollten die Zukunftsvisionen Hararis tatsächlich Wirklichkeit werden, dann würde sich die Menschheit im Reich des Antichristen wiederfinden, das in der Apokalypse des Johannes angekündigt ist:

„Und es wurde ihm [dem Tier] ein Maul gegeben, zu reden große Dinge und Lästerungen, und ihm wurde Macht gegeben, es zu tun zweiundvierzig Monate lang. Und es tat sein Maul auf zur Lästerung gegen Gott, zu lästern seinen Namen und seine Hütte und die im Himmel wohnen. Und es wurde ihm gegeben, zu kämpfen mit den Heiligen und sie zu überwinden; und es wurde ihm gegeben Macht über alle Stämme und Völker und Sprachen und Nationen. Und alle, die auf Erden wohnen, werden es anbeten, alle, deren Namen nicht vom Anfang der Welt an geschrieben stehen in dem Lebensbuch des Lammes, das geschlachtet ist. Hat jemand Ohren, der höre!“ (Offb 13,5-9).

Gott ist der Herr der Geschichte

Gottes Wort sagt uns, dass das antichristliche Weltreich kommen wird. Es sagt uns aber auch, dass die Tage des letzten Imperiums gezählt sind. Als Christen wissen wir: Das Leben hat einen Sinn. Es gibt einen kosmischen Plan. Gott ist der Regisseur und Autor des Drehbuchs der Menschheitsgeschichte. Nicht der Mensch, sondern Gott wird eine Welt schaffen, in der es ewiges Leben und ewiges Glück, in der es keinen Tod noch Leid noch Geschrei noch Schmerz geben wird (Offb 21,4). Der allmächtige Gott hat es versprochen und in seinem Sohn Jesus Christus verbürgt:

„Siehe, ich mache alles neu! … Ich bin das A und das O, der Anfang und das Ende. Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst. Wer überwindet, der wird es alles ererben, und ich werde sein Gott sein, und er wird mein Sohn sein“ (Offb 21,5-7).

Johann Hesse

Quelle: Aufbruch – Informationen des Gemeindehilfsbundes, 2/2022 (Juli)

23. August 2006: Natascha Kampusch, entkommt nach acht Jahren Gefangenschaft ihrem Entführer.

Was kann man einem Menschen Schlimmeres antun, als ihn um seine Kindheit berauben? Auf dramatische Weise widerfuhr das der jungen Natascha Kampusch. Millionen Menschen weltweit erschüttert ihre Geschichte zutiefst und sie verfolgen gespannt die Berichte in den Medien. Jetzt hat uns Natascha mit ihrem ersten Fernsehinterview einen Einblick in ihr achtjähriges Gefangenendasein gegeben, das uns verstört über die Kaltblütigkeit ihres Kidnappers zurücklässt. Wolfgang Priklopil – ein unscheinbarer Nachbar, immer nett und hilfsbereit. Aber was im Kopf und Herzen dieses Mannes vorging, hat nicht nur ein Leben zerstört: mit der Entführung der zehnjährigen Natascha zerbrach nicht nur die Ehe ihrer Eltern vollends; auch die Kindheit und Jugend des Mädchens wurden ihr gestohlen. Sie hat „ein Defizit, einen Mangel“ – in den langen Jahren in ihrem Verlies kamen ihr immer wieder Gedanken darüber, was sie alles nicht erleben durfte: mit anderen Kindern zur Schule gehen und danach zum Eisessen, der erste Freund, eigene Entscheidungen treffen. All das hat ihr Wolfgang Priklopil gestohlen. Warum? Was treibt einen Mann dazu, so etwas einem Kind anzutun? Wir werden es nie erfahren. Er nahm sich noch am Tag der geglückten Flucht des Mädchens das Leben. Was wir aber von ihr über den Entführer erfahren konnten ist sehr wichtig: ihn plagte die Ungerechtigkeit seines Handelns sehr. Natascha antwortet auf die Frage des Journalisten, ob denn Priklopil ein schlechtes Gewissen gehabt habe: „Ja, schon sehr. Sehr. Irgendwie war das so zwiespältig. Ich glaube, er hatte ein sehr starkes schlechtes Gewissen. Aber er versuchte, es massivst zu verdrängen und abzuleugnen. Und gerade das hat sozusagen gezeigt, dass er ein schlechtes Gewissen hat.“ Er feierte mit ihr Geburtstage und Weihnachten; dann gab es viele Geschenke, die die nagende Stimme in seinem Inneren übertönen sollten. Diese Stimme sagte immer wieder: DU MACHST DICH SCHULDIG! Das volle Bewusstsein seiner Schuld kam wahrscheinlich erst am letzten Tag seines Lebens an die Oberfläche. Es gibt so viele Menschen, die mit ihrer Schuld nicht leben können. Viele werden abhängig vom Alkohol oder Drogen, viele hassen sich selbst, viele nehmen sich letztendlich das Leben. Vor der eigenen Schuld kann man sich nicht verstecken: sie holt einen ein. Nicht jeder hat die große Schuld eines Kindsentführers oder eines Diktators auf sich geladen, aber wir alle kennen das „Paket“, das wir wegen unseren Sünden tragen müssen. Gibt es einen Ausweg? Ja! Gott möchte Schuld vergeben! Wie wohltuend, wie nötig ist dieser Gedanke für uns: Meine Schuld kann vergeben werden. Gott hat einen Ausweg, auch für deine Schuld! Jesus ist der Weg dahin.

Eine Zivilisation, die die eigene Geschichte und die eigene Kultur „cancelled“ hat null Überlebenschance. Planlosigkeit und kurzfristiger Aktionismus führen ins Chaos.

Der Ravensburger Verlag zieht ein Winnetou – Buch zurück, weil es rassistisch und kolonialistisch ist, weil es die Gefühle anderer verletzt. Die Werte, die die Hauptcharaktere Winnetou, Old Shatterhand bei Karl May vermitteln – Freundschaft, Ehrlichkeit, Aufrichtigkeit um nur einige zu nennen, passen in der Tat nicht mehr in die heutige Zeit. Im Iran sind es die Revolutionswächter, in Deutschland die Moralwächter. Sie verbieten einfach ein Winnetou-Buch und der Verlag knickt ein. Wann entdecken diese geistigen Irrlichter die Bibel und setzen sie auf den Index?

Die “Cancel Culture” ist das Ergebnis von zwei gefährlichen Dingen: der politischen Korrektheit und der Postmoderne. Politische Korrektheit ist der Versuch, soziale und institutionelle Beleidigungen zu minimieren, indem man die Sprache (und damit das Denken) überwacht, die Verwendung bestimmter Wörter erzwingt und andere Wörter verbietet. Die Postmoderne behauptet, dass alle Wahrheitsansprüche subjektiv sind. Wahrheit wird zu einer Frage der Vorliebe, und “Toleranz” wird als oberster Wert propagiert. Je “toleranter” eine Kultur jedoch wird, desto intoleranter ist sie gegenüber jedem, den sie als intolerant empfindet. Menschen, die als “intolerant” oder potenziell anstößig gelten, müssen zum Schweigen gebracht werden – und das Ergebnis ist die “Cancel Culture”.

Die “Cancel Culture”ist mit mehreren Problemen verbunden, die biblisch durchleuchtet werden müssen:

1) Die “Cancel Culture” ist unüberlegt. Es wird wenig Rücksicht auf ein ordentliches Verfahren genommen, stattdessen gibt es sofortige Empörung und vorschnelle Urteile. Die Kontroverse wird durch unvollständige, oft voreingenommene Informationen angeheizt. Die Bibel dazu: “Überlege dir gut, auf welchen Wegen deine Füße gehen sollen” (Sprüche 4,26), und wir sollen “vernünftig leben” (Titus 2,12). Irrationales Denken und die Mob-Mentalität haben im Leben eines Christen keinen Platz.

2) Die “Cancel Culture” ist boshaft. Die bissige Verachtung, die von den woken Machern ausgeht, ist oft schockierend hässlich. Die von ihnen kritisierte Person gibt ihnen das Recht sie für hassenswert zu erklären und sie zu verleumden. Im Gegensatz dazu befiehlt uns Jesus, “unsere Feinde zu lieben, denen, die euch hassen, Gutes zu tun, die zu segnen, die euch fluchen, für die zu beten, die euch misshandeln” (Lukas 6,27-28). Unsere Rede soll “freundlich und anziehend” sein (Kolosser 4:6). Bösartige, obszöne oder hasserfüllte Reden haben im Leben eines Christen keinen Platz.

3) Die “Cancel Culture” ist verurteilend. Die selbsternannten Prüfer über “akzeptable” Sprache geben sich große Mühe, Material auszugraben, um andere anzugreifen. Menschen haben wegen Artikeln, die vor drei Jahrzehnten geschrieben wurden, wegen Witzen, die man in seiner Jugend erzählt hat, wegen klassischer Literatur, die vorgelesen wurde, und wegen gegenteiliger Leitartikel, die veröffentlicht wurden, ihren Job verloren. Es gibt keinen Raum für Nonkonformität – oder freie Meinungsäußerung. Wenn man die Sprachpolizei an ihren eigenen strengen Maßstäben messen würde, wie viele von ihnen würden dann entlassen werden? Die Heilige Schrift warnt vor heuchlerischem, selbstgerechtem Richten (Matthäus 7,1). Heuchelei oder ein fehlerhafter, überkritischer Geist haben im Leben eines Christen keinen Platz.

4) Die “Cancel Culture” ist unversöhnlich. Vergangene unangemessene oder verletzende Äußerungen oder Handlungen, egal wie lange sie zurückliegen, werden in der Cancel-Kultur nicht vergeben. Wenn eine Person einmal ausgegrenzt wurde, gibt es keine Möglichkeit, diese Person wieder in die Gunst der Gesellschaft zu bringen – es gibt keine Gnade. Es gibt keine Chance auf Wiedergutmachung. Rehabilitation und Wiederherstellung sind nicht das Ziel, ebenso wenig wie das Lernen aus den eigenen Fehlern. Das Ziel ist es, zu diffamieren und zu verleumden. Die Bibel weist auf die Umkehr für jeden hin und befiehlt uns, einander zu vergeben: “Nehmt einander die Fehler ab und vergebt jedem, der euch beleidigt. Denkt daran: Der Herr hat euch vergeben, also müsst ihr auch anderen vergeben” (Kolosser 3,13). Eine unversöhnliche, lieblose Haltung hat im Leben eines Christen keinen Platz.

Inmitten dieser “neuen Kultur” müssen wir unsere Worte weise einsetzen. Gläubige sollen “nach Rechtschaffenheit, Frömmigkeit, Glauben, Liebe, Ausdauer und Sanftmut streben” (1. Timotheus 6,11). Wir sollen “die Wahrheit in Liebe reden und Christus in jeder Hinsicht immer ähnlicher werden” (Epheser 4,15). Und wir müssen weiterhin Hass zurückweisen und andere lieben, sogar unsere Feinde (1. Johannes 4:7; Matthäus 5:43-48).

Die “Cancel Culture” betrachtet Menschen, mit denen eine Minderheit von Menschen nicht übereinstimmt, als untragbar und des Hasses würdig. Die christliche Kultur sieht niemanden als nicht erlösbar an. Reue und Veränderung sind immer möglich, und Vergebung ist möglich. Die christliche Kultur sieht niemanden als Objekt der Bosheit. Gottes Liebe ist immer verfügbar. Es gibt keine unmöglichen Fälle. (gotquestion.org)

Darum wird die Bibel diese Modebewegung ebenso überleben wie alle anderen Angriffe in der Vergangenheit.

Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen. Matth.24,35

„Der Narr spricht in seinem Herzen: Es ist kein Gott!“ (Ps.14,1)

Das Glaubensbekenntnis des Narren lautet: „Es gibt keinen Gott!“ Er will nicht, dass es Gott gibt darum leugnet er die Existenz Gottes. Das ist eine irrationale Haltung. Zuallererst erhebt man dadurch den Anspruch, allwissend zu sein, denn man sagt damit: „Ich weiß alles. Es ist unmöglich, dass außerhalb der Grenzen meiner Erkenntnis ein Gott existieren kann.“ Zweitens behauptet man damit, allgegenwärtig zu sein; man sagt damit so viel wie: „Ich bin zu jeder Zeit an jedem Ort des Universums gegenwärtig, darum ist es unmöglich, dass es einen Gott geben kann, sonst müsste ich es wissen.“ Außerdem ignoriert diese Haltung die Wunder Gottes in der Schöpfung – die Unermesslichkeit des Universums, die bewundernswerte Präzision der Planetenbewegung, die erstaunliche Eignung der Erde für die Erhaltung des Lebens, den komplizierten Bau des menschlichen Körpers, die fantastische Komplexität des menschlichen Gehirns und die außerordentlichen Eigenschaften von Wasser und Boden. […]

Die Möglichkeit, dass dies alles per Zufall geschehen sein könnte, ist zu klein, um eine ernsthafte Überlegung zu rechtfertigen. Darum sagt die Bibel, Atheisten seien Narren. Sie sind moralische Narren; denn das ist nicht eine Frage des Intelligenzquotienten, sondern ihres Moralquotienten. Gottes Urteil über diese Narren ist, dass sie sich selbst verderben und abscheulich handeln. Es besteht eine enge Verbindung zwischen dem Glaubensbekenntnis und dem Verhalten eines Menschen. Je niedriger seine Gottesvorstellung ist, umso niedriger pflegt seine Moral zu sein. Entweder als Ursache oder als Folge sind Atheismus und Agnostizismus mit einem verdorbenen Leben verbunden. Barnes schreibt:Der Glaube, es gebe keinen Gott, ist gewöhnlich durch den Wunsch begründet, ein böses Leben zu führen, oder er wird von solchen gern angenommen, die tatsächlich ein solches Leben führen. Sie möchten sich selbst in ihrer Verderbtheit rechtfertigen und die Angst vor einer zukünftigen Vergeltung vertreiben. “Siehe, Gott ist zu erhaben für unsere Erkenntnis;…” (Hiob 36,26) W.M.D.

Bewahrungsgeschichte:

Während der Schreckenszeit der französischen Revolution hatte ein Mädchen aus vornehmer Familie, dessen Eltern und Geschwister ermordet worden waren, Zuflucht bei Pfarrer Oberlin im Steintal gefunden. Aber Emilie war auch da noch nicht außer Gefahr. Ihre Flucht war bekannt geworden. Ihr Name war auf die Liste der zum Tode Verurteilten gesetzt, und die Feinde ihres Vaters ließen überall nach ihr suchen. Sie musste deshalb immer im Haus bleiben. Ja, sie durfte sich nicht einmal an einem Fenster zeigen. Aber was ist alle menschliche Vorsicht! Eines morgens früh gegen sechs Uhr sitzt Vater Oberlin in der Wohnstube. Da wird heftig an die Tür geklopft. Oberlin öffnet und – denkt euch seinen Schrecken – zwei Polizisten treten ein. „Herr Pfarrer“, sagt der eine etwas verlegen, denn er hatte vor Oberlin großen Respekt. „Herr Pfarrer, das Gericht in Strassburg hat einen Brief erhalten, darin werden Sie angeklagt, dass Sie die Tochter eines Aristokraten und Volksverräters in Ihrem Hause verbergen, die als Mitschuldige ihres Vaters zum Tode verurteilt ist. Und wir haben Befehl, Ihr Haus zu durchsuchen. Nun tun wir aber Ihnen nicht gern diese Schande an. Wir wissen, Herr Pfarrer, dass Sie nie eine Unwahrheit sagen. Wenn Sie uns deshalb Ihr Wort geben, dass Sie keine solche Person in Ihrem Hause beherbergen, so glauben wir Ihnen und gehen wieder fort.“

Oberlin dachte keine Minute daran, das Leben seiner Schutzbefohlenen durch eine Lüge zu retten. Ohne etwas von der Angst seines Herzens merken zu lassen, antwortete er den Polizisten: „Gott bewahre, dass ihr aus Gefälligkeit gegen mich eure Pflicht nicht tut, meine Freunde! Ihr habt den Auftrag, mein Haus zu durchsuchen. Nun, so tut es! Zudem sind immer Leute auf Besuch bei mir. Wer weiß, ob die Gesuchte nicht unter ihnen ist. Kommt, ich will euch den Weg zeigen!“ Damit erhob sich Oberlin und führte die Polizisten durch das Haus. Er lächelte dabei ganz freundlich, aber sein Herz schrie unablässig zu Gott. Zuletzt kamen sie auch an die Kammer, die das junge Mädchen bewohnte. „Das ist nun die letzte Stube, meine Freunde!“, sagte Oberlin, indem er die Tür öffnete und weit aufstieß. Die Polizisten waren immer verlegener geworden, je freundlicher Oberlin mit ihnen umging. Einer von ihnen trat auf die Schwelle der Kammer, schaute sich rechts und links um und sagte: „Schon gut. Es ist niemand da! Man hat Sie verleumdet, Herr Pfarrer. Wir bitten höflich um Verzeihung für die Störung, die wir Ihnen gemacht haben. Leben Sie wohl!“ Damit stiegen sie die Treppe hinab und verließen das Pfarrhaus. Wie war es gekommen, dass der Polizist das Mädchen nicht gesehen hatte? War sie etwa aus dem Zimmer gegangen? Bewahre, da wäre sie ja den Polizisten gerade in die Hände gelaufen! Oder hatte sie sich im Zimmer irgendwo versteckt?

Wie wär sie auf den Gedanken gekommen, da sie die Gefahr, in der sie stand, gar nicht ahnte? Emilie hatte die Hände gewaschen und war gerade damit beschäftigt, sich die Hände mit dem Handtuch, das hinter der Tür hing, abzutrocknen, als plötzlich Schritte ertönten und die Tür aufgestoßen wurde. Da sie noch im Unterrock war und sich schämte, halb angekleidet gesehen zu werden, blieb sie geduckt und mäuschenstill hinter der Tür stehen und rührte sich nicht, bis diese wieder geschlossen wurde. Auf so natürliche und doch wunderbare Weise rettete Gott abermals ihr Leben und half dem lieben Pfarrer Oberlin, ohne dass er sein Gewissen mit einer Lüge belastete. Bald darauf wurde der Wüterich Robespierre gestürzt, die Revolutionsgesetze aufgehoben, und damit war für Emilie die Not vorüber. Da sie keine andere Heimat mehr hatte, blieb sie in Oberlins Haus, bis sie sich verheiratete. Autor unbekannt

Die Stellung der Frau in der Geschichte und in der Christenheit.

„In vielen Kulturen und Religionen dieser Welt stehen Frauen nicht gleichberechtigt neben dem Mann. Im Verlauf der Geschichte wurde dieses Ungleichgewicht oft missbraucht, um Frauen zu unterdrücken. Doch was sagt die Bibel wirklich dazu?

Traditionellerweise mussten Chinesinnen ihre Füsse von klein auf einbinden, so dass sie verkrüppelten. Damit sollte garantiert werden, dass sie ihren Ehemännern nicht davon laufen und ihnen treu dienen. In Indien wiederum galten diejenigen Frauen als Vorbilder und wurden sogar vergöttert, die sich beim Tod ihres Ehemannes freiwillig ins Feuer warfen und mit ihm starben (Witwenverbrennung: Sati genannt). Bis heute werden Frauen in islamischen Ländern für Ehebruch bestialisch bestraft, während Männer legal mit vier Frauen «und was eure rechte Hand besitzt» (Sure, Kapitel 4, Verse 3–4) Umgang pflegen dürfen. Im Europa des Altertums war es nicht besser. Gemäss der griechischen Mythologie wurden die Frauen vom Göttervater Zeus zur Strafe für die Männer erschaffen. Er gab ihr auch eine Dose namens Pandora mit. Als sie diese öffnete, kamen alle Übel dieser Welt heraus, voran Krankheit, Tod und Arbeit.

Im antiken Griechenland: Frauen als Sklavinnen

Kein Wunder, dass die noblen Griechen, zu denen sich auch die Philosophen zählten, Frauen verachteten. Sie stellten sie auf die gleiche Stufe wie Sklaven. Denen überliessen sie die mühsamen Arbeiten. Kein Wunder, dass Xanthippe, die Frau des Philosophenvaters Sokrates als Inbegriff des zänkischen «Weibes» in die europäische Literatur einging. Sie musste sich ja alleine um die Kinder kümmern. Er gab sich lieber mit seinen Philosophenjüngern ab als mit dem eigenen Nachwuchs, auch wenn er kein Geld nach Hause brachte.

Das grosse Vorbild, der Göttervater Zeus, betrog seine Ehefrau bei jeder Gelegenheit, und als sie reklamierte, verschluckte er die Nichtsahnende. Er verstellte sich als Tier, um an Frauen ranzukommen. Erst später bemerkten diese, dass sie belogen worden waren.

«Die meisten Amerikaner und Europäer haben keine Vorstellung davon, wie niedrig die Stellung der Frau, vor allem der Ehefrau, im antiken Griechenland war. Neugeborene Mädchen wurden auch in Rom häufig getötet oder ausgesetzt. Der römische Ehemann war zudem Herr über das Leben seiner Ehefrau, hatte das Recht zu jeglicher Züchtigung, und sogar, sie in die Knechtschaft zu verkaufen» (siehe dazu: Rudolph Sohm, Institutionen. Geschichte und System des römischen Privatrechts, München und Leipzig, Verlag Duncker & Humblot, 1920, S. 625). Es ist überliefert, dass Römer sich scheiden liessen, weil ihre Ehefrauen ohne Schleier ausgegangen waren (so der Römer Sulpicius Gallus, siehe dazu: James Donaldson, Woman: Her Position and Influence in Ancient Greece and Rome, New York, Longmans, Green, 1907, S. 88).

In der Bibel: Frauen als Geschenk

Im biblischen Schöpfungsbericht ist Eva nicht eine Strafe für Adam, sondern ein Geschenk an ihn. Sie wird aus ihm selber gemacht, d.h. die Gleichheit wird betont. Gott selber bringt sie zu ihm wie ein Vater zur Hochzeit. Sie gilt zwar als diejenige, welche die Gebote Gottes zuerst übertritt. Er aber tut es ihr nach und steht damit als genauso schuldig da. Und ihr Wert wird bald danach wieder durch die Erklärung betont, dass der kommende Erretter erstaunlicherweise als ein Nachkomme der Frau und nicht etwa des Mannes bezeichnet wird (1. Mose, Kapitel 3, Vers 15).

Es waren die römischen Christen, die die Kindstötung und Aussetzung strikt ablehnten, und dies auch bei Mädchen (siehe dazu: Charles Albert Savage, The Athenian Family: A Sociological and Legal Study, Baltimore: o. Verlage, 1907, S. 29). Sie glaubten nämlich, dass Christus Männer und Frauen erlöst hatte.

Der Soziologe Rodney Stark schätzt, dass vielleicht 2/3 der christlichen Gemeinschaft im zweiten Jahrhundert aus Frauen bestand, und dies in einer Gesellschaft, in der die Frauen in der Minderzahl gewesen sein sollen, weil man eben manche schon kurz nach der Geburt sterben liess.

Dies bedeutet, dass sich insbesondere Frauen der Kirche anschlossen. Tatsächlich tauchen in den frühesten christlichen Quellen überall Frauen auf. Sie wurden von der römischen Regierung verfolgt, sie beherbergten Kirchen in ihren Häusern, sie kümmerten sich um die Armen und Gefangenen, sie waren reisende Missionarinnen und wohlhabende Gönnerinnen, die die Kirche finanziell unterstützten und vieles mehr. Offensichtlich stellte das Christentum einen Kontrast zum römischen Männlichkeitsideal dar. Celsus spottet deshalb: «(Christen können) nur die törichten, unehrenhaften und dummen, nur Sklaven, Frauen und kleine Kinder überzeugen» (Celsus, Kapitel 3, Vers 44).“ https://www.gemeindenetzwerk.de/?p=19125#more-19125