Blitzableiter (Kurzfilm)

Letztlich haben alle Blitzableiter zwei Dinge gemeinsam: Sie sind aus Eisen und haben die Aufgabe uns vor 1 Milliarde Volt, 100.000 Ampere und 26.500 Grad von oben zu beschützen. Doch der Vorreiter aller Blitzableiter war aus Holz gemacht…


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(Verbindung: mindestens DSL oder ähnlich.)

So teilt sich das Meer – Was hat Mose mit dir zu tun?

Wer befindet sich nicht manchmal in der Lage wie das Volk Israel, als es aus Ägypten auszog, voller Elan, voller Tatendrang, doch dann kommt das Meer. Oft ist es so, dass man im Leben schnell an Grenzen stößt, dass man die eigenen Grenzen des Menschseins nicht zu überwinden vermag und man aus Hoffnung die Hoffnungslosigkeit gebiert. Zu allem Unglück kommt dann noch ein Heer von Ägyptern hinter uns her. 

8 Und der HERR verstockte das Herz des Pharao, des Königs von Ägypten, dass er den Israeliten nachjagte. Aber die Israeliten waren unter der Macht einer starken Hand ausgezogen. 9 Und die Ägypter jagten ihnen nach mit Rossen, Wagen und ihren Männern und mit dem ganzen Heer des Pharao und holten sie ein, als sie sich gelagert hatten am Meer bei Pi-Hahirot vor Baal-Zefon. 10 Und als der Pharao nahe herankam, hoben die Israeliten ihre Augen auf, und siehe, die Ägypter zogen hinter ihnen her. Und sie fürchteten sich sehr und schrien zu dem HERRN 11 und sprachen zu Mose: Waren nicht Gräber in Ägypten, dass du uns wegführen musstest, damit wir in der Wüste sterben? Warum hast du uns das angetan, dass du uns aus Ägypten geführt hast? 12 Haben wir’s dir nicht schon in Ägypten gesagt: Lass uns in Ruhe, wir wollen den Ägyptern dienen? Es wäre besser für uns, den Ägyptern zu dienen, als in der Wüste zu sterben.

Was ist deine Hoffnungslosigkeit in deinem Leben? Ist es deine Einsamkeit oder die Mittelmäßigkeit? Ist es deine Beziehungsunfähigkeit oder dein Stolz? In welchen Tiefen des Lebens befindest du dich, aus denen du nicht selbst herauskommst? 

Ein wesentliches Merkmal der Geschichte im Alten Testament mit dem Volk Israel war, dass sie sich nicht selbst aus ihrem Elend befreien konnten. Doch Gott hat wie so oft bewiesen, dass er souverän ist und retten möchte. Er tut etwas, das völlig abnormal und unerwartet ist: Er teilt das Meer. Deswegen spricht Mose zu dem Volk:

Da sprach Mose zum Volk: Fürchtet euch nicht, steht fest und seht zu, was für ein Heil der HERR heute an euch tun wird. Denn wie ihr die Ägypter heute seht, werdet ihr sie niemals wiedersehen. Der HERR wird für euch streiten, und ihr werdet stille sein. 

Diese Textpassage hat mich selbst einmal sehr angesprochen. Es gibt Situationen, aus denen wir nicht selbst herauskommen können. Doch Gott sagt: “Sei still und schau einfach zu, wie ich dich retten möchte.” Was für eine Zusage. Er wird für uns streiten und uns aus unseren aussichtslosen Lagen herausholen.

Diese Meerteilung ist ein Schatten auf das, was Jesus für uns am Kreuz getan hat. Wir können Sünde nicht besiegen, wir stecken im wahrsten Sinne des Wortes in einem Teufelskreis. Doch Jesus hat am Kreuz das Meer des Todes überwunden und wir können trockenen Fußes durch das Meer stapfen. Das ist in etwa das, was passiert, wenn du dich zu Jesus wendest: Du erkennst an, dass du weder vor noch zurück kannst, und in diesem Moment öffnet Gott das Meer, das dich eben noch gefangen hielt. 

Als nun Mose seine Hand über das Meer reckte, ließ es der HERR zurückweichen durch einen starken Ostwind die ganze Nacht und machte das Meer trocken und die Wasser teilten sich. 

22 Und die Israeliten gingen hinein mitten ins Meer auf dem Trockenen, und das Wasser war ihnen eine Mauer zur Rechten und zur Linken. 
23 Und die Ägypter folgten und zogen hinein ihnen nach, alle Rosse des Pharao, seine Wagen und Männer, mitten ins Meer. 
24 Als nun die Zeit der Morgenwache kam, schaute der HERR auf das Heer der Ägypter aus der Feuersäule und der Wolke und brachte einen Schrecken über ihr Heer 
25 und hemmte die Räder ihrer Wagen und machte, dass sie nur schwer vorwärts kamen. Da sprachen die Ägypter: Lasst uns fliehen vor Israel; der HERR streitet für sie wider Ägypten. 
26 Aber der HERR sprach zu Mose: Recke deine Hand aus über das Meer, dass das Wasser wiederkomme und herfalle über die Ägypter, über ihre Wagen und Männer. 
27 Da reckte Mose seine Hand aus über das Meer, und das Meer kam gegen Morgen wieder in sein Bett, und die Ägypter flohen ihm entgegen. So stürzte der HERR sie mitten ins Meer. 
 
Gott verspricht dir noch mehr: Er rettet nicht nur, sondern er will, dass du “die Ägypter nie wieder so siehst, wie zuvor.” Ägypten ist in der Bibel ein Bild für Gefangenschaft und Sünde. Israel war unfrei, sie mussten als Sklaven den Ägyptern dienen. Doch Gott zieht sie aus dieser Gefangenschaft und tötet alles, was sie gefangen hielt. Genauso will Gott das auch mit dir tun. Er will dich nicht nur retten von Sünde, sondern dich auch davon befreien. Das ist mehr als wir verdienen. Doch es kommt noch besser:
 
Aber die Israeliten gingen trocken mitten durchs Meer, und das Wasser war ihnen eine Mauer zur Rechten und zur Linken.
 
Ich kann mir richtig vorstellen, wie die Israeliten durch dieses Meer zogen und rechts und links türmten sich Mauern meterhoch auf. Da gab es sicherlich die, die laut riefen: “Wahnsinn, was Gott hier tut. Er ist wirklich der Beste.” Sie hatten einen starken Glauben. Doch es gab auch sicher diejenigen, die da durchzogen mit Skepsis: “Wenn jetzt die Mauern einstürzen, dann sind wir alle tot.” Oder die, die ihre Angst zugaben: “Hoffentlich ist das bald zu Ende.” Doch ermutigend ist folgender Gedanke: Nicht die Stärke unseres Glaubens war entscheidend über die Errettung, sondern Gott. Das Ergebnis war bei den Starken wie bei den Schwachen das Gleiche. Alle kamen am anderen Ende an. Entscheidend war lediglich das Objekt ihres Glaubens, nämlich Gott! Wer auf ihn vertraut, dem kann der Tod nichts mehr anhaben und noch mehr, der wird frei von allem, was ihn gefangen hielt. Einsamkeit, Depression, Hilflosigkeit, das alles ist ein perfekter Nährboden, damit Gott sich an dir gnädig zeigen kann und sagt: “Sei still und sieh zu, wie ich dich heute errette.”
 
Textstellen aus 2. Mose 14
 
schau dir hier noch eine super Predigt zum Thema an:

Getting Out – Tim Keller – TGC 2011 – Watch Tim Keller preach Jesus and the gospel from Exodus 14 at The Gospel Coalition’s 2011 national conference at McCormick Place in Chicago.

In this video: Tim Keller

Permalink: thegospelcoalition.org/resources/a/getting_out

Die Kreuzigung Jesu aus medizinischer Sicht

In diesem Artikel werde ich einige der physischen Aspekte der Passion, oder des Leidens, von Jesus Christus erörtern. Wir werden ihm von Gethsemane durch seinen Gebetskampf, seine Geißelung, seinen Pfad entlang über die Via Dolorosa folgen, bis zu seinen letzten Todesstunden am Kreuz.

Ich merkte plötzlich, dass ich die Kreuzigung all die Jahre mehr oder weniger als gegeben hingenommen hatte – dass ich durch eine zu große Vertrautheit mit den grimmigen Details zu einer entsetzlichen Gefühllosigkeit gekommen war – und einer zu entfernten Freundschaft mit ihm selbst. Es fiel mir schließlich auf, dass ich als ein Arzt nicht einmal die tatsächliche unmittelbare Todesursache kannte. Die Evangelisten helfen uns in diesem Punkt nicht sehr, weil Kreuzigung und Geißelung während ihres Lebens so üblich war, dass sie eine detaillierte Beschreibung zweifellos als völlig überflüssig ansahen – so dass wir die kurzen Worte des Evangelisten haben: „Pilatus, der Jesus geißeln ließ, überlieferte ihn an sie zur Kreuzigung – und sie kreuzigten ihn.“

Was litt der Körper von Jesus aus Nazareth tatsächlich während jener Stunden der Qual? Dies führte mich als erstes zu einer Studie über die Praxis der Kreuzigung an sich; das heißt, der Folter und Tötung einer Person durch Annageln an ein Kreuz. Der aufrechte Teil des Kreuzes (oder Stipes) konnte den Kreuzarm (oder Patibulum) zwei oder drei Fuß unterhalb des oberen Endes befestigt haben (dies ist das, was wir gemeinhin heute als die klassische Form des Kreuzes ansehen, die wir später als lateinisches Kreuz bezeichnet haben). Jedoch war die in den Tagen unseres Herrn verwendete übliche Form das Tau-Kreuz, geformt wie der griechische Buchstabe Tau oder wie unser „T“. Bei diesem Kreuz wurde das Patibulum in einer Kerbe am oberen Ende des Stipes befestigt. Es sind ziemlich überwältigende archäologische Beweise, nach denen es diese Art Kreuz war, an dem Jesus gekreuzigt wurde.

Der aufrechte Pfosten, oder Stipes, war im allgemeinen am Standort der Hinrichtung im Boden festgemacht, und der verurteilte Mann wurde gezwungen, das Patibulum zu tragen, das offensichtlich etwa 110 Pfund wog, vom Gefängnis bis zur Stelle der Hinrichtung. Römische historische Berichte und experimentelle Arbeit haben gezeigt, dass die Nägel zwischen den kleinen Knochen der Handgelenke und nicht durch die Handflächen getrieben wurden. Nägel durch die Handflächen reißen zwischen den Finger aus, wenn sie das Gewicht eines menschlichen Körpers halten müssen. Die falsche Vorstellung kann durch ein Missverständnis von Jesu Worten an Thomas geschehen sein, „Sieh meine Hände an!“ Moderne wie alte Anatomen haben die Handgelenke immer als Teil der Hand betrachtet.

Ein Titulus oder kleines Zeichen, welches das Verbrechen des Opfers angab, wurde normalerweise an der Vorderseite des Umzugs getragen und später am Kreuz oberhalb des Kopfes angenagelt. Dieses Zeichen, mit seinem Stab oben am Kreuz angenagelt, hätte ihm ein wenig von der charakteristische Form des lateinischen Kreuzes gegeben.

Das physische Leiden Christi begann in Gethsemane. Von den vielen Aspekten dieses Leidensbeginns werde ich nur das von physiologischem Interesse erörtern, den blutigen Schweiß. Es ist interessant, dass der Arzt der Gruppe, Lukas, der einzige ist, der es erwähnt. Er sagt, „Und als er in ringendem Kampf war, betete er heftiger. Es wurde aber sein Schweiß wie große Blutstropfen, die auf die Erde herabfielen.“ (Lukas 22,44)

Obwohl sehr selten, wird das Phänomen von Hematidrosis, oder blutigen Schweißes, gut dokumentiert. Unter hohem emotionalem Stress können winzige Kapillaren in den Schweißdrüsen aufbrechen und auf diese Art Blut mit Schweiß mischen. Diesen Prozess konnte nur merkliche Schwäche und möglicher Schock produziert haben.

Wir werden uns rasch durch den Verrat und die Verhaftung bewegen. Ich muss wieder betonen, dass wichtige Teile der Leidensgeschichte in diesem Bericht fehlen. Dies kann Sie frustrieren, aber um bei unserem Zweck der Diskussion nur des rein physischen Aspektes des Leidens zu bleiben, ist dies notwendig. Nach der Verhaftung in der Mitte der Nacht wurde Jesus vor den Sanhedrin und vor den Hohenpriester Kaiphas gebracht; hier ist es, wo das erste physische Trauma zugefügt wurde. Ein Soldat schlug Jesus in das Gesicht, damit er still blieb, während er von Kaiphas befragt wurde. Die Schlosswachen verbanden ihm dann die Augen, und verspotteten ihn höhnisch, damit er jeden von ihnen identifizierte, während sie vorübergingen, auf ihn spuckten und ins Gesicht schlugen.

Am Morgen, verprügelt und mit blauen Flecken, ohne etwas zu trinken und von einer schlaflosen Nacht erschöpft, wird Jesus durch Jerusalem zum Prätorium in der Festung Antonia gebracht, dem Regierungssitz des Bevollmächtigten von Judäa, Pontius Pilatus. Sie sind sicher mit dem Versuch von Pilatus vertraut, die Verantwortung an Herodes Antipas, den Tetrarchen von Judäa abzuschieben. Jesus erlitt anscheinend keine physisch schlechte Behandlung unter den Händen von Herodes, und wurde zu Pilatus zurückgesandt. Es war anschließend, als Antwort auf die Schreie der Horde, dass Pilatus anordnete, Barabbas freizugeben, und Jesus zu Auspeitschung und Kreuzigung verurteilte.

Die meisten römischen Schriftsteller dieser Periode verbinden beides nicht. Viele Gelehrte glauben, dass Pilatus ursprünglich anordnete, dass Jesus als seine volle Strafe gegeißelt wurde, und dass der Todessatz der Kreuzigung nur als Antwort auf den Spott der Horde kam, dass der Prokurator Cäsar nicht richtig gegen diesen Heuchler verteidigte, der behauptete, „König der Juden“ zu sein.

Vorbereitungen für die Geißelung sind ausgeführt. Der Gefangene ist seiner Kleidung entledigt, seine Hände an einen Pfosten über seinem Kopf gebunden. Es ist zweifelhaft, ob die Römer jeden Versuch machten, dem jüdischen Gesetz in dieser Angelegenheit der Geißelung zu folgen. Die Juden hatten ein altes Gesetz, das mehr als vierzig Schläge verbot. Die Pharisäer, die sich immer vergewisserten, dass das Gesetz strikt befolgt wurde, bestanden darauf, dass nur neununddreißig Schläge gegeben werden. (Auf diese Weise waren sie sicher, im Falle eines Verzählens innerhalb des Gesetzes zu bleiben.) Der römische Legionär schreitet vor mit dem Flagrum in seiner Hand. Dies ist eine kurze Peitsche, die aus mehreren festen Lederriemen mit zwei kleinen Eisenstückchen nahe den Enden jedes Riemens besteht. Die schwere Peitsche wird mit voller Gewalt wieder und wieder über Jesu Schultern, Rücken und Beine geschlagen. Zuerst schneiden sich die schweren Lederriemen nur durch die Haut.

Dann, wenn die Schläge weitergehen, schneiden sie sich tiefer in das Gewebe, zuerst produzieren sie ein Herausquellen des Blutes von den Kapillaren und Venen der Haut, und endgültig spritzt arterielles Blut der Blutgefäße der darunterliegenden Muskeln heraus. Die kleinen Eisenstückchen in den Riemen produzieren zuerst große, tiefe Druckstellen, die von weiteren Schlägen aufgebrochen werden. Zuletzt hängt die Haut des Rückens in langen Bändern, und der ganze Bereich ist eine zerrissene, nicht wiederzuerkennende Masse von blutendem Gewebe. Wenn es vom verantwortlichen Zenturio bestimmt wird, dass der Gefangene kurz vor dem Tod steht, wird die Geißelung schließlich beendet.

Der halb in Ohnmacht fallende Jesus wird dann losgebunden und auf den Steinboden fallen gelassen, in sein eigenes Blut. Die römischen Soldaten sehen einen großen Witz in diesem provinziellen Juden, der behauptet, ein König zu sein. Sie werfen eine Robe über seine Schultern und stellen einen Stock in seine Hand als ein Zepter. Sie brauchen schließlich noch eine Krone, um ihr Hohnbild zu vollenden. Ein kleines Bündel flexibler Zweige mit langen Dornen (weithin für Feuerholz verwendet) wird zur Form einer Krone geflochten, und diese wird in seine Kopfhaut gedrückt. Wieder blutet es stark (die Kopfhaut ist einer der vaskulärsten Bereiche des Körpers). Nach seiner Verspottung und den Schlägen in das Gesicht nehmen die

Soldaten den Stock aus seiner Hand, schlagen ihn auf den Kopf und die Dornen tiefer in seine Kopfhaut. Zuletzt werden sie ihres sadistischen Spiels müde, und die Robe wird von seinem Rücken gerissen. Diese war schon in den Wunden an Blut und Serum angeklebt, und solches Entfernen bereitet genauso wie unachtsames Entfernen eines chirurgischen Verbandes qualvolle Schmerzen … fast, als ob er wieder geschlagen würde – und die Wunden beginnen erneut zu bluten.

In Achtung der jüdischen Sitte geben die Römer seine Kleidungsstücke zurück. Das schwere Patibulum vom Kreuz wird auf seine Schultern gelegt, und der Umzug des verurteilten Christus, zweier Diebe und das Ausführungskommando der von einem Zenturio geleiteten römischen Soldaten beginnt seine langsame Reise. Trotz seines Versuches, aufrecht zu gehen, ist das Gewicht des schweren hölzernen Balkens zusammen mit dem Schock durch starken Blutverlust zu viel. Er stolpert und fällt. Das grobe Holz des Balkens bohrt sich in die verletzte Haut und die Muskeln der Schultern. Der Zenturio, ängstlich, zur Kreuzigung zu kommen, wählt einen kräftigen nordafrikanischen Zuschauer – Simon von Kyrene, um das Kreuz zu tragen. Jesus folgt, immer noch blutend und schwitzt den kalten, feuchten Schweiß des Schocks.

Der 600 Meter lange Weg nach Golgatha ist schließlich beendet. Der Gefangene wird wieder seiner Kleidung beraubt, außer einem Lendentuch, das den Juden erlaubt war. Die Kreuzigung beginnt. Jesus wird mit Myrrhe gemischter Wein angeboten, eine sanfte schmerzstillende Mischung. Er weigert sich, zu trinken. Es wird angeordnet, dass Simon das Patibulum auf den Boden stellt, und Jesus wird schnell mit seinen Schultern gegen das Holz geworfen. Der Legionär fühlt nach der Vertiefung an der Vorderseite des Handgelenks. Er treibt einen schweren, viereckigen, gehämmerten Eisennagel durch das Handgelenk und tief in das Holz. Schnell bewegt er sich zu der anderen Seite und wiederholt dieses, darauf achtend, nicht die Arme zu fest anzuziehen, sondern einige Flexion und Bewegung zu erlauben. Das Patibulum wird dann an seine Stelle am oberen Ende des Stipes’ und des Titulus’ hochgehoben, und die Schrift „Jesus von Nazareth, König der Juden“ an seinen Ort genagelt. Der linke Fuß wird gegen den rechten Fuß gepresst, und mit gestreckten Füßen und Zehen nach unten wird ein Nagel durch beide getrieben, die Knie etwas gebeugt. Das Opfer ist jetzt gekreuzigt. Da er langsam mit mehr Gewicht auf den Nägeln in den Handgelenken durchhängt, schießt qualvoller – feuriger Schmerz von den Fingern über die Arme, um im Gehirn zu explodieren, da die Nägel in den Handgelenken Druck auf die mittleren Nerven produzieren. Wenn er sich hochdrückt, um diese dehnende Qual zu vermeiden, stellt er sein volles Gewicht auf den Nagel, der durch die Nerven zwischen den Mittelfußknochen der Füße reißt.

An dieser Stelle tritt ein anderes Phänomen auf. Da die Arme ermüden, fegen große Wellen von Krämpfen über die Muskeln, um sie in tiefe, erbarmungslos klopfende Schmerzen zu verknoten. Mit diesen Krämpfen kommt die Unfähigkeit, sich selbst hochzudrücken. An seinen Armen hängend, sind die pektoralen Muskeln gelähmt, und die intercostalen Muskeln sind außerstande, sich zu bewegen. Luft kann in die Lungen gezogen werden, aber kann nicht ausgeatmet werden. Jesus kämpft, um sich anzuheben, um sogar einen kurzen Atem zu bekommen. Zuletzt baut sich Kohlenstoffdioxid in den Lungen und im Blutstrom auf, und die Krämpfe klingen teilweise ab. Krampfartig ist er in der Lage, sich zu drücken, um auszuatmen und den Leben bringenden Sauerstoff einzuatmen. Es war zweifellos während diese Zeit, dass er die sieben kurzen Sätze äußerte, die aufgezeichnet sind:

Der erste, auf die römischen Soldaten hinuntersehend, die Würfel um sein nahtloses Kleidungsstück warfen, „[…] Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun! […]“ (Lukas 23,34)

Der zweite zum reuigen Dieb „Heute wirst du mit mir im Paradies sein.“ (Lukas 23,43)

Der dritte, hinuntersehend auf den voller Kummer erschreckten jugendlichen Johannes, den geliebten Apostel, er sagte „Siehe deine Mutter“ und auf Maria, seine Mutter sehend „Frau, siehe deinen Sohn.“ (Johannes 19,26-27)

Der vierte Schrei ist vom Anfang des 22. Psalms: „Mein Gott, mein Gott warum hast du mich verlassen? […]“ (Psalm 22,2; s. Matthäus 27,46; s. Markus 15,34)

Stunden dieses grenzenlosen Schmerzes, Zyklen sich zu verdrehen, Krämpfe durch ausreißende Gelenke, intermittierende Teilerstickung, glühender Schmerz, wenn das Gewebe von seinem verletzten Rücken abgeschunden wird, da er sich hinauf und hinab gegen das grobe Holz bewegt. Dann beginnt eine weitere Qual. Ein zutiefst auspressender Schmerz tief im Brustkorb, als das Pericardium sich mit Serum füllt und langsam beginnt, auf das Herz zu drücken. Lasst uns nochmals an den 22. Psalm denken: „Ich bin wie Wasser ausgeschüttet, und alle meine Knochen sind ausgerenkt; mein Herz ist wie Wachs; es ist in der Mitte von meinen Gedärmen geschmolzen.“ (Psalm 22,15) Es ist jetzt fast vorbei – der Verlust an Zellstoffflüssigkeit hat eine kritische Ebene erreicht, das zusammengepresste Herz kämpft, um schweres, dickes, schleppendes Blut in die Gewebe zu pumpen, die gefolterten Lungen machen eine rasende Anstrengung, in kleinen Schlucken von Luft zu keuchen. Die merklich dehydrierten Gewebe senden ihre Flut von Reizen zum Gehirn.

Jesus keucht seinen fünften Schrei, „Mich dürstet!“ (Johannes 19,28) Lassen Sie uns an einen anderen Vers vom prophetischen 22. Psalm erinnern: „Meine Kraft ist vertrocknet wie eine Scherbe, und meine Zunge klebt an meinem Gaumen; und in den Staub des Todes legst du mich.“ (Psalm 22,16) Ein in Posca getauchter Schwamm, der billige, saure Wein, der das Hausgetränk des römischen Legionärs ist, wird zu seinen Lippen hochgehoben. Er nimmt anscheinend nichts von der Flüssigkeit.

Der Körper von Jesus ist jetzt in Extremen, und er kann fühlen, wie die Frische des Todes durch seine Gewebe schleicht. Diese Erkenntnis bringt sein sechstes Wort heraus, möglicherweise nur wenig mehr als ein gefoltertes Geflüster: „[…] Es ist vollbracht! […]“ (Johannes 19,30)

Sein Auftrag der Sühne ist beendet worden. Zuletzt kann er seinem Körper erlauben, durch freiwilliges Entlassen seines Geistes zu sterben (s. Matthäus 27,50). Mit einer letzter Woge der Stärke drückt er noch einmal seine zerrissenen Füße gegen den Nagel, richtet seine Beine auf, nimmt einen tieferen Atem und äußert seinen siebten und letzten Schrei: „Vater, in deine Hände übergebe ich meinen Geist.“ (Lukas 23,46)

Den Rest kennen Sie. Damit der Sabbat nicht entweiht wird, baten die Juden darum, dass die verurteilten Männer abgenommen und von den Kreuzen entfernt werden. Die übliche Methode dafür, eine Kreuzigung zu beenden, war „crura fracta“, das Brechen der Beine. Dies hinderte das Opfer daran, sich hochzudrücken; die Spannung konnte nicht von den Muskeln des Brustkorbs befreit werden, und rasche Erstickung trat dann ein. Die Beine der zwei Diebe wurden gebrochen, als sie aber zu Jesus kamen, sahen sie, dass dies unnötig war.

Anscheinend um mit dem Tod doppelt sicher zu gehen, stieß der Legionär seine Lanze durch den fünften Zwischenraum zwischen den Rippen, durch das Pericardium in das Herz. „[…] und sogleich kam Blut und Wasser heraus.“ (Johannes 19,34). Auf diese Art gab es eine Flut wässeriger Flüssigkeit von dem Sack, der das Herz umgibt, und Blut vom Inneren des Herzens. Wir haben deshalb postmortem ziemlich überzeugende Beweise, dass unser Herr nicht den üblichen Kreuzigungstod durch Erstickung starb, sondern an Herzstillstand durch Schock und eine Einengung des Herzens durch Flüssigkeit im Pericardium.

Auf diese Art haben wir einen Blick vom Inbegriff des Bösen gesehen, welche der Mensch gegen den Menschen zeigen kann – und gegen Gott. Dies ist keine freundliche Sicht und neigt dazu, uns niedergeschlagen und deprimiert werden zu lassen. Wie dankbar können wir sein, dass wir als Folge einen Blick von unendlichem Erbarmen Gottes gegen den Menschen haben – das Wunder von der Sühne und der Erwartung des Ostermorgens!

„Denn Christus ist, als wir noch kraftlos waren, zur bestimmten Zeit für Gottlose gestorben. Denn kaum wird jemand für einen rechtschaffenen Mann sterben: doch für einen guten Mann möchte vielleicht jemand zu sterben wagen. Aber Gott erweist seine Liebe gegen uns darin, dass Christus, als wir noch Sünder waren, für uns gestorben ist.“ (Römer 5,6-8)

„Denn Gott liebte die Welt so sehr, dass er seinen einzig gezeugten Sohn gab, dass, wer immer an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern das immerwährende Leben haben sollte.“ (Johannes 3,16)


The Passion of the Christ Part 11 {English Subtitles}

W. Giolda, 1996

Chasing The Wind

Lebe so schnell, extrem und intensiv du kannst! Ein Motto das viel verspricht – doch für eine Clique kommt vieles anders als erwartet … (ca. 30 min)



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