Hans ist ein Spieler, Schläger, Barbesitzer kehrt um und bezeugt den Herrn.

Hans – keine Schwäche! – „Bloß keine Schwäche zeigen“, schwört sich der junge Hans. Er will weg vom alkoholkranken Vater und der finanziellen Not. Der gebürtige Wiener boxt sich durch, macht das große Geld als Spieler und hat alles, was er sich wünscht – vor allem Respekt. Liebe gehört nicht dazu. Doch dann lernt er Lilli kennen. Sie fürchtet Gott mehr als Menschen. Das erstaunt Hans. Er kommt ins Fragen und beginnt, die Bibel zu lesen. Das verändert sein Leben…

Heute wäre Dietrich Bonhoeffer 111 Jahre geworden.

 

Wer bin ich?
Wer bin ich? Sie sagen mir oft,
ich träte aus meiner Zelle
gelassen und heiter und fest
wie ein Gutsherr aus seinem Schloß.

Wer bin ich? Sie sagen mir oft,
ich spräche mit meinen Bewachern
frei und freundlich und klar,
als hätte ich zu gebieten.

Wer bin ich? Sie sagen mir auch,
ich trüge die Tage des Unglücks
gleichmütig, lächelnd und stolz,
wie einer, der Siegen gewohnt ist.

Bin ich das wirklich, was andere von mir sagen?
Oder bin ich nur das, was ich selbst von mir weiß?
Unruhig, sehnsüchtig, krank, wie ein Vogel im Käfig,
ringend nach Lebensatem, als würgte mir einer die Kehle,
hungernd nach Farben, nach Blumen, nach Vogelstimmen,
dürstend nach guten Worten, nach menschlicher Nähe,
zitternd vor Zorn über Willkür und kleinlichste Kränkung,
umgetrieben vom Warten auf große Dinge,
ohnmächtig bangend um Freunde in endloser Ferne,
müde und zu leer zum Beten, zum Denken, zum Schaffen,
matt und bereit, von allem Abschied zu nehmen?
Wer bin ich? Der oder jener?

Bin ich denn heute dieser und morgen ein anderer?
Bin ich beides zugleich? Vor Menschen ein Heuchler
und vor mir selbst ein verächtlich wehleidiger Schwächling?
Oder gleicht, was in mir noch ist, dem geschlagenen Heer,
das in Unordnung weicht vor schon gewonnenem Sieg?

Wer bin ich? Einsames Fragen treibt mit mir Spott.
Wer ich auch bin, Du kennst mich, Dein bin ich, o Gott!

Gedicht aus: Widerstand und Ergebung (Dietrich B.)

Schindler’s List – Letzte Finale Szene, Jerusalem aus Gold.

https://www.youtube.com/watch?v=LPQQ5iuUsKg

Schindler’s List – Letzte Finale Szene, Jerusalem aus Gold

Ich freue mich auf das himmlische Jerusalem von dem die Bibel in Offenbarung 21 spricht, wo weder Tod, noch Leid, noch Trauer, noch Geschrei sein wird und Gott selbst unsere Tränen abwischen wird. Und mit solch einer Sehnsucht, wie das Lied sie ausdrückt und die Juden in ihre Heimat zurück kehrten, möchte ich mich nach dem himmlischen Jerusalem sehnen, wo ein wiedergeborener Christ bei Gott selbst die Ewigkeit verbringen wird.

Hier die Übersetzung des ganzen Liedes:

Die Luft der Berge ist klar wie Wein,
Und der Duft der Pinien
schwebt auf dem Abendhauch.
und mit ihm, der Klang der Glocken.

Und im Schlummer von Baum und Stein,
gefangen in ihrem Traum;
liegt die vereinsamte Stadt
und in ihrem Herzen eine Mauer.

Jerusalem aus Gold
und aus Kupfer und aus Licht,
lass mich doch, für all deine Lieder, die Geige sein.

Wie vertrocknet die Brunnen sind,
wie leer der Marktplatz.
Keiner, der den Tempelberg besucht,
in der alten Stadt.

Und in den Höhlen der Felsen,
heulen die Winde. Und es gibt keinen,
der hinabstiege zum Toten Meer,
auf der Strasse nach Jericho.

Jerusalem aus Gold
und aus Kupfer und aus Licht,
lass mich doch, für all deine Lieder, die Geige sein.

Aber als ich heute kam, um für Dich zu singen,
und Dir Kronen zu binden,
da bin ich doch das geringste all Deiner Kinder,
der letzte dem es zustünde, Dich zu besingen.

Brennt doch Dein Name auf den Lippen,
wie ein Kuss der Serafim:
Wenn ich Dein vergäße – Jeruschalajim,
Du ganz und gar Goldene.

Jerusalem aus Gold
und aus Kupfer und aus Licht,
lass mich doch, für all deine Lieder, die Geige sein.

Ja, wir sind zurückgekehrt,
zu den Brunnen, zum Markt und Deinen Plätzen.
Der Klang des Schofars hallt über dem Berg,
dort in der Altstadt.

Und in den Höhlen am Felsen
scheinen Tausende von Sonnen.
Lass uns wieder hinabsteigen zum Toten Meer,
über die Straße nach Jericho.

Jerusalem aus Gold
und aus Kupfer und aus Licht,
lass mich doch, für all deine Lieder, die Geige sein.