Bibel verfälscht? Google veröffentlicht die Qumran-Schriftrollen zum Selberprüfen

In Zusammenarbeit mit Google hat das Israel Museum in Jersusalem eine interaktive Version der uralten (200 v.Chr.) Qumran-Schriftrollen erstellt, die sich sogar durchsuchen und in hoher Auflösung anschauen lassen (siehe heutigen Bericht der Jerusalem Post). Die Qumran-Schriftrollen wurden mitte letzten Jahrhunderts am toten Meer entdeckt. Sie enthalten u.A. eine fast komplette Version des Jesaja-Buches aus der Bibel – es sind die ältesten bekannten Handschriften.

Besonderes Schmankerl an der digitalen Schriftrolle: Geht man mit der Maus über eine hebräische Textstelle sieht man die englische Übersetzung. So kann sich jeder als Hobby-Textforscher betätigen. Tipp: Mach dir mal die Jesaja-Rolle auf und erforsche Kapitel 53. Und bedenke – die Rolle, die du da in der Maus hälst, stammt von 200 vor Christus.

(Die Bibelkritiker unter euch können gerne eine aktuelle deutsche/englische Bibelversion zur Hand nehmen und endlich mal in erster Hand überprüfen, wie sehr der Text in 2200 Jahren von bösen Verfälschern hinterhältig in Vatikan-Kellern verändert wurde..)

Kommentare

  1. Ernst Frank

    2014 stand ich in Jerusalem dabei, als zei junge deutsche Frauen am “Schrein des Buches” aus der Jesajarolle von Qumran vorlasen. Es hörte sich kaum anders an als aus der Lutherbibel, und das bei dieser Zeitdifferenz!

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