Gebt alle Kinder in die Krippe – dann müssen die Erzieher sich das Geschrei anhören

In den Top Ten der Themen in den
letzten Wochen ist das Betreuungsgeld, oder abschätzig Herdprämie
genannt. Dem Macho Seehofer
wird vorgeworfen, dass er ein überaltertes Rollenbild zementieren
wolle, indem er insbesondere Frauen ermutigt, ihre Kinder nicht in
eine staatliche Erziehungseinrichtung zu geben, sondern sie – wie
seit Jahrhunderten – zu Hause selber zu erziehen und viel Zeit (und
viel weitere Verdienstmöglichkeiten) hintanzustellen.

Ich
halte diese Debatte für oberflächlich! Denn wieder stoßen wir gar
nicht in den Bereich der Diskussion, die ich für wirklich
interessant finde. Zum einen: wie sieht es hinter der
Wenn-mein-Kind-in-die-Krippe-kommt,-ist-es-glücklich-und-wird-später-gesund,-erfolgreich-und-gebildet-sein-Fassade
aus? Und warum sind so viele Politiker daran interessiert, immer
früher Einfluss auf Kinder bzw. Kleinstkinder ausüben zu können.
So viele Statistiken bemüht werden, um den Wert der frühkindlichen
Bildung aufzuzeigen, so ist doch unumstritten, dass ich den
allergrößten Einfluss auf einen Menschen habe, wenn ich ihn so früh
wie möglich durch Worte und Handlungen
präge.

Heute
wird doch eigentlich das Glück des Kindes an höchste Stelle
gestellt. Wer einmal einen Sorgerechtsstreit vor Gericht miterlebt,
weiß, dass die Richter sich heute am allermeisten nach dem Willen
der Kinder richten und nicht nach dem der Eltern. Im Fall der Krippen
wird das ignoriert und totgeschwiegen. Denn wer immer Erfahrungen mit
Krippen macht, weiß, dass Kinder im alter von 3 Monaten oder etwas
älter, schreien wie am Spieß, wenn sie dort alleine gelassen werden
und die Mutter den Raum verlässt. Es ist eine längere
Entwöhnungsphase von
Nöten, in denen das Kind gezwungen wird,
sich von seinen leiblichen Eltern (speziell von der Mutter) zu
entfernen. Was wiederum nicht gesagt wird, ist dass viele
Erzieherinnen ihre Jobs an den Nagel hängen, weil sie diese
Belastung der stundenlang schreienden Kinder nicht ertragen können.
Hier schweigen die Medien.

Ich bin mir nicht
ganz sicher, aber ich bekomme ein mulmiges Gefühl, wenn die
Jahrhunderte alte Institution Ehe/Familie von uns aufs Spiel gesetzt
wird, wenn Arbeit über das Wohl des Kindes gestellt wird, und wenn in der
gesamten westlichen Welt zu diesem Thema keine kritischen Fragen
gestellt werden dürfen und über negative Folgen nicht berichtet
wird. Kinder gehören natürlicherweise zu ihren Eltern. Und der
Staat sollte sich gerade in der Beeinflussung der Kinder in der
frühsten Entwicklungsphase heraushalten; sonst gibt es keine
Trennung zwischen Staat und Weltanschauung.

„Kinder sind ein Geschenk des Herrn; wer sie bekommt, wird damit reich belohnt.“ (Psalm 127, 3-5)

„Erziehe dein Kind schon in jungen Jahren – es wird die Erziehung nicht vergessen, auch wenn es älter wird.“ (Sprüche 22,6)

Zum Thema: Kritische Fragen einer besorgten Mutter zum Betreuungsgeld

Autor: ChristophN

Kommentare

  1. Chris

    Der Gott-gegebene Raum, in dem Kinder heranwachsen und sich entfalten ist die Familie. Eine gesunde Familie ist das beste Kapital, das man einem Kind mitgeben kann und eine ungesunde, fehlende Familie das größte Defizit mit dem es leben muss. Warum sollen wir die Familien, die du beschreibst nicht förden, dass sie die „ausreichenden Möglichkeiten“ anbieten können? Aber wir sind schon so weit, dass das öffentlich als „völlig unsinnig“ bezeichnet wird. Könnte es vielleicht sein, dass es hier eigentlich nur um die Rechtfertigung eines bestimmten Lebensentwurfs geht? Dass man eigentlich garnicht mehr bereit ist, so viel in sein Kind zu investieren, dass es Einschnitte ins persönliche Leben erfordert?

  2. Asnath

    Ich finde, hier wird alles sehr negativ dargestellt, es gibt auch gute Kitas, in denen die Kinder nicht den ganzen Tag lang schreien. Außerdem ist es manchmal durchaus sinnvoll, dass Kind in eine Krippe zu geben. Zum Beispiel, wenn die Eltern zuhause einfach keine ausreichenden Möglichkeiten anbieten können, damit sich die Kinder entfalten können. Gerade in ärmeren Familien kann dies der Fall sein. Dadurch entstehen Defizite, die schwer wieder aufzuholen sind. Ich finde man sllte das Geld besser in eine Verbesserung der Qualität in Kitas und Krippen stecken

  3. Sandy

    Die Geborgenheit die Wärme und der schutz der Eltern bei Kindern ist in den ersten Jahren sehr Wichtig. Der Start ins Leben prägt ein Kind das LEben lang.Ich arbeite in dem Beruf und kann nur bestätigen, Kinder werden abgegeben damit Mutti und Vati ihren Beruf ausüben können. Viele Eltern sind richtig verzweifelt wenn ihr Sohn dann nicht hört und erst die Erzieherin einschreiten muss. Schlimm. Die Kinder werden schon früh an ihrer Seele kaput gemacht. Kein Wunder das die Psychischen Krankheiten bei Kindern schon normal ist.

  4. Linus 71

    Wie kaputt muss eine menschliche Gesellschaft sein? Es geht den Gegnern vom Betreuungsgeld nicht im Geringsten um das Wohl der Kinder, sondern einzig und allein um das „Human-Kapital“. Mütter sollen am Besten bis zur Stunde der Entbindung arbeiten, und direkt nach der Geburt ihr Kind in die Hände des Staates geben, um sofort wieder produktiv zu sein. Irgendwie erinnere ich mich an braune Zeiten: Mütter als Gebärmaschinen, Kinder in Staatsgehirnwäsche, Selektion von „unwerten Leben“…usw.

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