Das lächerliche an dem Artikel finde ich, wie freudig gewisse Gruppen mit den (stark wertenden) Begriffen “extremistisch” und “fundamentalistisch” belegt werden. Wenn man so will treffen diese doch auf jeden zu, der mit Nachdruck seine Meinung oder religiöse Ansicht vertritt (also auch auf den Autor). Diese linke Dämonisierung der sogenannten “Fundamentalistischen” , oder “Evangelikalen” gleicht der Gesinnung der “Deutschen Christen” in der Nazi-Zeit, die auch die bekennende Christen unter Dietrich Bonhoeffer verfolgten. Wird jetzt neuerdings jeder, der an die Frohe Botschaft von Jesus glaubt, gleich zum Feind erklärt? Hat jetzt München auch ein wachsende Problem mit den demokratiefeindlichen Antifa-Nazis! Könnte es sein, dass dieses Schreiben der “Antisexistische Aktion München” unbedarfte Jugendliche zu den begangenen Straftaten gegen uns angestachelt hat? Die Polizei wurde eingeschaltet.
“Was die Soulsaver tun, mag auf den ersten Blick harmlos erscheinen. Psalmen, Geschichten aus der Bibel und „Studentencafé“ erwecken den Anschein, dass es sich bei der Gruppierung um religiöse, junge Leute handele, die eben etwas umtriebiger seien als andere Gläubige. Bereits auf den zweiten Blick erscheint hinter dem Sammelsurium an Inhalten und Materialien jedoch ein Muster. Die Soulsaver sind ein gutes Beispiel dafür, wie sich die Aktionsfelder von christlichen Fundamentalist*innen, selbst erklärten Verteidiger*innen des angeblich bedrohten Christentums mit denen (extremer) Rechten überschneidet. Die Autor*innen Sanders, Achtelik und Jentsch beschreiben dies in ihrem Buch „Kulturkampf und Gewissen“ so: „Getragen vom reaktionären und (extrem) rechten Aufschwung haben die Abtreibungsgegner*innen, deren vordergründiges Ziel der ‚Schutz des ungeborenen Lebens ist‘, ihre Themenpalette und ihre Aktivitäten ausgeweitet.“ Dabei sind die „Soulsaver“ in Gesellschaft und Politik bestens vernetzt, in München und darüber hinaus, und daher ernstzunehmende Akteur*innen im Diskurs um sexuelle und reproduktive Rechte sowie Selbstbestimmung. Sie sind einerseits Profiteur*innen des Rechtsrucks, tragen aber genauso dazu bei, dass reaktionäre, autoritäre und antiemanzipatorische Positionen weiterverbreitet werden.” (Auszug aus den mit Halbwahrheiten gespickten Hetzartikels der Antisexistischen Aktion München)
