„Soldaten sind Mörder“ schrieb Kurt Tuchoilski 1931 und handelte sich dadurch massiven Ärger ein. Immer wieder in den folgenden Jahrzehnten wurde diese Aussage, teils leicht abgeschwächt, widerholt und verbreitet, u.a. in der Variation: „Alle Soldaten sind potentielle Mörder.“
Immer wieder gab es Gerichtsverfahren, unter anderem wegen Volksverhetzung. Zum Teil ermittelte der Staatsschutz. So schrieb der linke Journalist Thies Gleiss im Jahr 2010:
„An der Berliner Mauer starben 136 Menschen eines gewaltsamen Todes, das ist unmenschlich und verbrecherisch, aber in Afghanistan haben von SPD und Grüne geschickte Mördersoldaten schon deutlich mehr Menschen umgebracht.“
Bereits 1959 schrieb der Theologe Martin Niemöller:
„(…) Und damit ist heute die Ausbildung zum Soldaten die Hohe Schule für Berufsverbrecher. Mütter und Väter sollen wissen, was sie tun, wenn sie ihren Sohn Soldat werden lassen. Sie lassen ihn zum Verbrecher ausbilden.“
In Limburg wurde 1981 ein wegen folgendem Zitat Angeklagter freigesprochen:
„Jeder Soldat ist ein berufsmäßig trainierter Mörder, jeder Ausbilder ein Anstifter zu Mordtaten, jeder Luftwaffenpilot ein professioneller Bombenwerfer, jede Armee ist eine Terrorbande.“
Der Physiker Max Born schrieb1988:
Moderne Waffen der Massenvernichtung lassen keinen Raum für irgendwelche sittlich begründeten Einschränkungen und degradieren den Soldaten zu einem technischen Mörder.“
Dieter Hildebrandt fragte 1989 hypothetisch:
„Was wäre, wenn alle Soldaten nicht potentielle … sondern potentielle Deserteure wären? Was würde Bonn denn wohl dazu sagen?“
Natürlich riefen solche Aussagen die Politik auf den Plan, selbst kämpferisch eingestellte Kaliber wie den damaligen Verteidigungsminister, Franz-Josef Strauß. Strafanzeigen wurden gestellt, unzählige Gerichtsverfahren wurden eingeleitet, die meist entweder im Freispruch der Angeklagten oder in der Einstellung des Verfahrens endeten.
Und was soll diese Erinnerung an die Vergangenheit? Im vergangenen Jahr (!) bezeichnete Pastor Olaf Latzel militante Aggressoren als „Verbrecher“. Diese hatten seine Gemeinde jahrelang immer wieder angriffen, beschädigt, Straftaten gegen ihn und seine Gemeinde begangen, die Kirche gotteslästerlich diffamiert und die Gottesdienste gestört. Unter den Aggressoren waren auch militante Aktivisten der Schwulenlobby. Seine Aussage wurde Pastor Latzel im Mund umgedreht, als habe er behauptet, Homosexuelle generell seien Verbrecher. Dieser falsche Eindruck wurde derart stark in den Medien verbreitet, dass sich der Staatsschutz (wegen Volksverhetzung) einschaltete, die Bremer Kirche mit der Suspendierung Latzels drohte (mittlerweile‚ vorläufig‘ vom Tisch) und der Pastor mit Morddrohungen leben muss.
(Wer weiß, ob Latzels Behauptung nicht sogar juristisches Gewicht besitzt, denn als Verbrecher gilt, wer eine schwere Straftat begangen hat, die mindestens ein Jahr Gefängnis zur Folge hat.)
Mittlerweile hat es ein Gespräch gegeben zwischen Pastor Latzel, Vertretern seiner Gemeinde und der Bremischen Evangelischen Kirche (die sich nach eigenen Worten klar auf die Seite der homosexuell lebenden Menschen stellt). Eine Suspendierung soll wohl erneut besprochen werden, wenn die Behörden ihre eigenen Untersuchungen abgeschlossen haben.
Man kann Pastor Latzel nur Mut und Frieden wünschen und für ihn beten. Aus ganz Deutschland erhält er massive Unterstützung vieler Christen und Gemeinden! Eine Petition kann man HIER unterschreiben! https://ccfg-neunkirchen.blogspot.com/p/der-zwischenruf.html

Hier ist nochmal der Link zu Petition:
https://www.openpetition.eu/petition/online/solidaritaetsbekundung-mit-bremens-pastor-olaf-latzel