Dating Tipps


Das ist die Zusammenfassung eines Artikels über das ‚Daten‘, von einem Autor, der anonym bleiben will.

Wenn man aus den Fehlern anderer lernt, muss man sie selbst nicht begehen. Darüber geht es in diesem Artikel. Ich möchte einige Dinge mitteilen, die ich erst lernen musste. Insbesondere habe ich zehn Gründe notiert, weshalb ich nun mit dem Sex bis zur Ehe warte.

Date-Tipp Nr.1:

Ich weiß jetzt, dass Sex nicht alles ist, was es zu sein scheint.

Ich kann mich erinnern, dass ich, als ich noch auf der Uni war, eine Erfahrung machte, die ich einmal „Liebeskater“ nennen möchte. Das kommt in den Filmen oder im Fernsehen nicht vor, aber es passiert oft. Nach dem Sex überkam mich eine Leere, manchmal sogar Bedauern über meine Tat. Mir kam dieser „Liebes-Kater seltsam vor, denn zu dieser Zeit war Sex mein Gott. Als Mann war es das, worüber ich morgens, mittags und abends nachdachte. Man könnte jetzt vermuten, dass Sex vollkommen erfüllend war – als Krönung meines „Gottesdienstes“. Und doch gab es oft einen Mangel an Erfüllung. Ich kam dann zu dem Entschluss: Ich brauche einfach mehr Sex, das ist alles. Wir denken oft so, wenn uns bestimmte Dinge nicht erfüllen. Wenn wir das Auto bekommen, das wir wollen, dann wird es mit der Zeit langweilig und wir denken, das war einfach nicht das Richtige, ein anderes wird mir bleibende Erfüllung geben. Aber die Leere blieb. Ich kam schließlich zu dem Entschluss, dass vorehelicher Sex zu hoch bewertet wird. Es ist nicht das, was die Filme daraus machen.

Date-Tipp Nr.2:

Ich möchte jetzt respektvoller zu Frauen sein.

Ich habe herausgefunden, dass Frauen eine ganz andere Sichtweise auf Sex haben. Warum? Frauen benutzen Sex, um Liebe zu bekommen, Männer verwenden Liebe, um Sex zu bekommen. Die Frau fantasiert darüber, wie sie eines Tages heiraten, der Mann fantasiert darüber, was er alles mit der Frau machen will. Ich habe herausgefunden, dass, wenn man eine Frau ehrt, man sich selbst ehrt. Warum? Weil man sich eines Tages ärgern wird und der Ärger viel länger dauern wird, als der für kurze Zeit empfundene Genuss.

Date-Tipp Nr.3:

Das ist die Frau eines Anderen.

Die meisten Frauen, mit denen ich zusammen war, sind jetzt mit anderen Männern verheiratet. Wenn ich mich in die Lage der Männer versetze, wünsche ich mir, ich hätte nicht getan, was ich getan habe. Ich könnte mich selbst dafür ohrfeigen. Wenn ich einmal verheiratet bin, werde ich die Vorstellung, jemand anderes hatte mit meiner Frau Sex, nicht mögen. Was ist mit dir? Kannst du dich mit der Vorstellung anfreunden, dass jemand anderes mit deiner Frau zusammen ist? Wenn du jetzt so für deine Freundin empfindest, wieviel stärker wird das Gefühl erst sein, wenn du einmal mit deiner Frau zusammen bist. Wechsel einmal die Perspektive. Was wäre wenn sie meine Tochter wäre? Oder was, wenn sie meine Schwester wäre? Würde ich es wollen, dass ein Mann wie ich sie ausnutzt?

Date-Tipp Nr.4:

Sex hat meine besten Beziehungen zerstört

Ich hatte z.B. die Liebe meines Lebens während meiner Zeit auf der Universität. Wir waren ein perfektes Paar. Dann, auf meine Initiative hin, fingen wir an, Sex zu haben. Sex wurde schon bald der Dreh- und Angelpunkt unserer Beziehung. Mein Verlangen, sie auf irgend einer anderen Ebene kennenzulernen, außer der sexuellen, kam zum Erliegen. Und so entfremdeten wir uns voneinander, anstatt näher zusammen zu wachsen. Das habe ich in vielen Beziehungen gesehen. Den Grund dafür werde ich als nächstes erklären.

Date-Tipp Nr.5:

Sex vor der Ehe zerstört die anderen Teile der Beziehung

Mir passierten stets zwei Dinge, nachdem ich einmal Sex mit einem Mädchen hatte. Mir fiel es damals nicht auf, aber jedesmal war es dasselbe. 1. Ich verlor den Respekt vor dem Mädchen (obwohl ich es gar nicht wollte) 2. Sie fing an mir zu misstrauen (obwohl sie es gar nicht wollte). Ich weiß nicht, warum das so geschah. Ich weiß nur, dass es so war und ich habe es immer wieder gesehen. Ich kenne viele Leute, die Eheprobleme haben, weil sie vorehelichen Verkehr hatten. Sie gingen mit einem Mangel an Respekt und einem Mangel an Vertrauen in die Ehe, die jedoch beide absolut wichtig für eine gesunde Ehe sind. Ich kenne ein frischverheiratetes Paar, die aus diesem Grund weniger als einmal pro Monat Sex haben, er respektiert sie nicht, sie weiß es und vertraut ihm nicht, deshalb will sie sich ihm nicht geben. Über solche Probleme redet natürlich keiner in der Öffentlichkeit. Auch in den Liebesgeschichten in Kino und TV kommt das nicht vor.

Date-Tipp Nr. 6

Darauf zu warten, mit meiner Frau Sex zu haben, wird bedeuten, dass es besseren Sex in der Ehe gibt.

Warum? Weil wir mit mehr Respekt von meiner Seite und mehr Vertrauen von ihrer Seite in die Ehe gehen werden. Ich habe eine Sache gelernt: Wenn ein Mädchen einem Kerl nicht vertraut, dann will sie sich ihm nicht völlig geben. Tief in ihr drinnen genießt sie es nicht, mit ihm zusammen zu sein. Paare haben Sex, weil sie Sex hat, um Liebe zu bekommen und er Liebe zeigt, um Sex zu bekommen. Das Mädchen fährt damit fort, um die Beziehung aufrecht zu erhalten. Der Mann tut es, weil es ihm noch wichtiger ist als die Beziehung selbst. Nach der Hochzeit hat die Frau, was sie wollte: eine Bindung an den Mann. Sie muss also nicht mehr Sex dazu benutzen, um ihn zu kriegen. Und vielleicht empfindet sie gar Abneigung gegenüber ihrem vorehelichen Sex und ist dann gar nicht mehr an Sex interessiert. Der Mann, weil er seine Frau wegen vorehelichem Sex nicht wertschätzt, will immer noch Sex, aber nicht als eine Erfahrung, die ihrer Beziehung dient. Es ist einfach nur Sex und sie findet es schnell heraus. Das Resultat ist ein miserables Sex-Leben in der Ehe. Das ist nichts, was ich mir irgendwie ausgedacht habe. Bei meinen Freunden, die jetzt heiraten, sehe ich, wie es sich ständig zuträgt. Die Moral von der Geschichte: Mit dem Sex bis zur Ehe warten hat Respekt und Vertrauen zur Folge. Beide Partner werden mehr und besseren Sex haben, weil sie sich respektieren und tiefere Liebe füreinander empfinden.

Dating-Tipp Nr.7:

Mit anderen Frauen keinen Sex zu haben, bedeutet besseren Sex in meiner Ehe.

Sex ist geheimnisvoll. Es schafft eine enge Bindung an einen Menschen. Wenn ich mit vielen verschiedenen Frauen Sex habe, werde ich nicht mehr fähig sein, mit meiner zukünftigen Frau eine feste Bindung einzugehen. Es ist so wie mit Tesafilm, der schon auf verschiedenen Oberflächen geklebt hat. Vorehelicher Sex hat fast dasselbe Resultat wie ein Seitensprung. Es zerstört die potentielle Bindung, die zwischen Mann und Frau hätte da sein können.

Dating-Tipp Nr. 8:

Ich muss nicht mit einer Frau schlafen, um herauszufinden, ob wir zueinander passen.

Ich habe herausgefunden, dass Sex die Zugabe zu einer Beziehung ist und nicht der Hauptbestandteil. Wenn alle anderen Aspekte der Beziehung in Ordnung sind, dann ist Sex wie die Zuckerglasur auf einem Kuchen. Und noch etwas: Wenn man Sex zur Hauptsache einer Beziehung macht, dann läuft es auf schlechten Sex hinaus. Wenn man immer nur an „das Eine“ denkt und seine Beziehung daran misst, ist man wie gefangen. Wenn man sich auf die anderen Bereiche der Beziehung konzentriert, ist man dazu befreit, genussvolleren Sex ohne Druck zu haben.

Dating-Tipp Nr. 9:

Ich habe etwas gefunden, das befriedigender ist als Sex

Du denkst dir wahrscheinlich: „Ja, genau.“ Aber es stimmt wirklich. Auf eine Weise hat mir Sex geholfen, das zu finden, was viel besser ist. Und das ist eine Person, es ist Gott. Er hat uns so geschaffen, dass wir wie ein Vakuum sind, das nur er wirklich erfüllen kann. Das ist der Grund, weshalb man so viele Menschen sieht, die in einen unheimlichen Stress verfallen, um ihren Beruf, ihre Partner, ihren Kleidungsstil oder sonst etwas zu wechseln. Auf der Suche nach der ultimativen Erfüllung, schreiten wir voran zur nächsten Sache (oder zum nächsten Menschen), in der Hoffnung, das zu erlangen, wonach wir uns sehnen. Gott liebt uns viel zu sehr, er möchte, dass wir nur mit dem besten zufriedengestellt werden, und das ist er selbst. Die Leere in meinem Leben, die ich nach einem Kaufrausch oder sexueller Ausschweifung empfand, wurde beendet, als ich Jesus Christus in mein Leben einlud. Er hat selbst gesagt: „Wer zu mir kommt, wird nicht mehr hungern, und wer an mich glaubt, wird nie mehr dürsten.“ (Johannes 6,35) Diese Worte haben sich in meinem Leben bewahrheitet.

Dating-Tipp Nr. 10:

Gott hat mir die Kraft gegeben, zu warten

Wie ich schon erwähnt habe, bedaure ich Vieles was ich getan habe. Ich habe auch viele Zweifel, ob ich einmal eine stabile Ehe haben werde. Aber Gott hat mir geholfen damit umzugehen und er ist dabei mich zu verändern. Gott hat mir auch die Fähigkeit gegeben, mit dem Sex bis zur Ehe zu warten. Manchmal ist es ein Kampf, aber durch ihn ist alles möglich. Wenn du als Mann einmal eine glückliche Familie haben willst, dann fang bei dir selbst an. Du selbst bist der Schlüssel, nicht die richtige Frau zu finden oder die richtigen Kinder zu haben und die beste Beziehung, die du haben kannst, ist die Beziehung zu Gott. Gott ist der Erfinder von Sex, Liebe und Beziehungen, er gibt seine Gebote, weil sie zu unserem Besten dienen. Die Bibel sagt, dass Jesus Christus Gott war und Mensch wurde. „Das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns.“ Er war „der Abdruck seines (Gottes) Wesens.“ Einer Beziehung zu ihm steht unsere Sünde im Weg. Jesus Christus nahm diese Sünde auf sich und gab sich in die Hände von Menschen, die ihn folterten und töteten. Nach drei Tagen wurde er auferweckt. Nun wartet er darauf, wie wir auf sein Opfer reagieren und, darauf, dass wir ihn in unser Leben aufnehmen. Er war übrigens auch die männlichste Person, die gelebt hat. Wer ihn aufnimmt, der bekommt also richtige Ratschläge für sein Leben als Mann und nicht die von irgendwelchen Hollywood-Streifen. Christus wird dich lehren, an andere zu denken und Frauen anders anzusehen und sie anders zu behandeln. Du kannst eine Beziehung zu Jesus anfangen, die ewig daueren wird. „Denn so hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat.“ (Johannes 3,16) Glaube heißt Vertrauen. Wenn du auf das Opfer Christi für dich vertraust, kannst du das ewige Leben empfangen und für den Rest deines Lebens behalten. Wenn du diesen Wunsch in deinem Herzen verspürst, kann dir dieses Gebet eine Hilfe sein bei dem, was du Gott sagen möchtest:

Gott, Ich bekenne, dass ich gegen dich gesündigt habe. Danke, dass du alle meine Sünde am Kreuz auf dich selbst genommen hast. Ich will deine Vergebung annehmen. Ich will eine Beziehung mit dir beginnen. Ich bitte dich, in mein Leben als mein Retter und Herr zu kommen. Bitte verändere mich so, wie du mich als Mann haben willst.

Für hifreiche Dating-Tipps und, um Gott besser kennenzulernen, lies Matthäus, Markus, Lukas und Johannes in der Bibel.

Kommentare

  1. Silvano

    Fragen

    Du schreibst:
    „Bestätigt werden kann logischer Weise nur etwas, was bereits da ist.“
    Ab wann beginnt Deiner Meinung nach dann die Ehe zwischen zwei Menschen? 1. Kuss, 1. Sex, ein Liebesgeständnis?

    „Wechsel des Partners ist Ehebruch“
    Das heißt ich wäre mit meiner Jugendliebe „noch verheiratet“ und lebe mit meiner jetzigen Frau/Freundin in Sünde?

    Bibelstellen?

    Liebe Grüße

  2. ali

    antwort von jan:

    Ich denke, dass Gott viel konsequenter ist und die Partnerschaft nicht an einem menschengemachten Datum anhängt. Nach meiner Auffassung ist die optimale Partnerschaft, so wie Gott sie gedacht hat durch lebenslange Treue gekennzeichnet, unabhängig davon, wann die Partner sich kennen lernen. Jeglicher Geschlechtsverkehr außerhalb dieser Beziehung ist Unzucht, auch der, der stattfindet, bevor ich meinen eigentlichen Ehepartner kennen lerne. (Stellen zur „Einehe“ im AT: 1. Mo 2, 22 + 24; 1. Mo 3, 12, 1. Mo 6, 18)
    Gerade am Anfang der Bibel kann man aus fast jedem Kapitel den Gedanken an die Einehe ableiten. Es ist immer in der Einzahl geredet „ein Mann – eine Frau“ Gott schuf genau eine Frau für genau einen Mann, er rettete Paare in der Flut… und auch Adam ist bewusst, dass Gott nur diese eine Frau für ihn hat, indem er sagt: „Ein Mann wird seiner (nicht seinen) Frau anhangen.“
    Wichtig erscheint mir auch der Gedanke, dass sich diese Stellen auf eine Zeit beziehen, als es noch keine Gesetze für die Regelung einer Ehe gab. Ehe ist nämlich, Bestandteil der Schöpfungsordnung Gottes, für alle Menschen aller Kulturen gültig und keine Erfindung von Juden oder Christen. Ehen von Urwaldvölkern vor 5000 Jahren sind genau so Ehen, wie die, die heute hier geschlossen werden.
    Wichtig im AT scheint mir in dem Zusammenhang auch Maleachi 2, 10 – 16, hierzu muss man wissen, dass nach den mosaischen Gesetzen ein Mann eigentlich seine Ehe nicht brechen konnte! Trotzdem schreibt Maleachi hier, das Gott es hasst, wenn Männer ihren Frauen so etwas antun.
    Dieser Gedanke der Treue findet seinen Fortgang im neuen Testament:
    In Mt 5, 27-32 Redet Jesus über Ehebruch, Scheidung und Wiederheirat und zwar auch in der Einzahl des Partners. In Mt 19, 1-12 und Mk 10, 1-12 geht Jesus noch einmal auf die Worte Adams aus dem Schöpfungsbericht ein und macht sie damit zu seinen „göttlichen“ Worten. Auch dort ist Monogamie deutlich genannt „die zwei werden ein Fleisch“ usw.
    Selbstverständlich greifen auch Paulus und Petrus diese Gedanken in ihren Briefen wieder auf. Die bekannteste Stelle ist sicherlich 1. Korinther 7 oder 1. Petrus 3, 1-7 Besonders erwähnen möchte ich noch die Auswahlkriterien für Älteste und Diakone in der Gemeinde, die in 2. Tim. 3, 1-13 zu finden sind, die ausdrücklich Männer einer einzigen Frau sein sollen.
    Insgesamt zieht sich Monogamie wie ein roter Faden durch die Bibel und man muss sich schon ziemlich anstrengen, um das alles weg zu diskutieren. Wohl bemerkt, Gott hat auch die Vielehe z.B. von David oder Salomo akzeptiert, aber spätestens, als er, Jesus Christus, auf der Erde gelebt hat, macht er wieder deutlich, dass es eigentlich so nicht gedacht war.
    Monogamie bezieht sich in diesen Texten immer auf das ganze Leben. Wechsel des Partners bedeutet Ehebruch und mehrfacher Wechsel des Partners Hurerei. Einen Text der das sehr drastisch ausdrückt findest du unter den Prophezeiungen von Hosea 2, 4 ff. Hier geht es zwar um eine Metapher für Israel, doch es zeigt die Gedanken Gottes zur Ehe am Beispiel der Hurerei. (Weiteres hierzu: Jes. 54, ab Vers 5 oder Jer. 2 ab Vers 2; Jer. 3, 6ff; Hes. 16, 5ff ).
    Schlussfolgerung für mich aus all diesen Aspekten kann eigentlich nur sein, dass Gottes Wunsch für ein erfülltes Leben eine Partnerschaft in lebenslanger Treue ist, seelisch, geistig und körperlich. (Auch Gedanken können Ehebruch bedeuten.)

    Was ich aus diesen Versen nicht schließen kann, ist, dass der Zeitpunkt des Beginns der Partnerschaft zunächst von irgendetwas anderem abhängt, als davon, dass beide Partner beschließen „ab jetzt“ ein Paar zu sein. Es gibt keinen Hinweis auf ein besonderes Ereignis, außer dem des „Erwählens“. Auch die Zustimmung des Brautvaters findet man erst, als die Geschichte der Stammväter beginnt; als Abraham Rebekka holen lässt. Die erste Hochzeitsfeier, von der wir lesen, ist die von Jakob und Lea (1. Mo 29, 22). Hier ist es eindeutig so, dass zuerst Hochzeit gefeiert wurde, während Isaak und Rebekka schon gemeinsam im Zelt waren, als der Sattel von der Anreise der Braut noch nicht ausgekühlt war. (1. Mo 24, 67). Bei beiden ist nicht klar, wer wann um Gottes Segen gebeten hat, Priester und Gemeinde gab es ja zu dieser Zeit noch nicht. Offensichtlich war aber für alle Beteiligten klar, dass die Paare verheiratet waren. Es war öffentlich.

    So wie Gott sich auch öffentlich zu seiner „Ehe“ mit der Braut Israel bekennt, so sollte sich, diesem Beispiel folgend, auch ein Paar immer öffentlich zueinander bekennen. Während zu Jakobs Zeiten dafür noch die Hochzeitsfeier ausreichte, geschieht das bei uns per Gesetz zuerst auf dem Standesamt. Hier wird vor dem Staat, also vor der gesamten Öffentlichkeit, das Bekenntnis zueinander bestätigt. Bestätigt werden kann logischer Weise nur etwas, was bereits da ist. Weiterhin ist es nicht unerheblich, dass wir im Römerbrief (Kap 13) an unsere staatlichen Pflichten erinnert werden, die aber in Deutschland nicht verlangen, vor der standesamtlichen Trauung enthaltsam zu sein. Römer 13 ist daher auch kein Argument für „kSvdE“. Es ist meiner Meinung nach verdreht, wenn man den Beginn von Ehe mit der Bestätigung derselben gleich setzt.
    Gleiches gilt für die Trauung in der Kirche oder Gemeinde, deren Sinn ja letztlich darin besteht, Gottes Segen für eine Ehe zu erbitten. Die Bitte um Segen für etwas, das es nicht gibt, ist wenig sinnvoll.

    Vor diesem Hintergrund würde ich das wie folgt zusammenfassen

    Die standesamtliche Trauung ist in unserer Kultur die vom Staat gesetzlich vorgeschriebene Form der öffentlichen Bekanntmachung einer Ehe. Diese gehört zu einer Ehe dazu und ist deswegen für Christen, die in diesem Staat leben, verbindlich (Römer 13). Die lebenslange Treue zum Partner ist göttliches Prinzip einer Ehe und daher für Christen das erstrebenswerte Idealbild (Markus 10) und der Segen des Allerhöchsten ist uns Christen ein Bedürfnis, ohne dass wir uns eine Ehe nicht vorstellen können.
    Daher legen wir Wert auf „den einen“ Partner, mit dem die erste Ehe gelingt, der mit uns zum Standesamt geht, um der Ehe den rechtlichen Rahmen zu geben, der uns zum Traualtar führt, um uns gemeinsam segnen zu lassen, damit wir uns unser ganzes Leben lang mit Willen, Verstand, Körper, Gefühl und Gedanken treu sein können.

    Alles Liebe
    Jan

  3. Wolfheart

    Erwarten

    Ehrlich, es ist doch naiv, vom Partner zu erwarten , der/ die Erste und Einzige zu sein. das kann man heutzutage bei keinem mehr erwarten und annehmen, und wie soll man es bitte auch bei einem Mann zB. nachweisen? Einfach dahersagen- hab noch nicht, naja, kann jeder, kann gelogen sein. Wer gibt mir denn dann die Sicherheit? Sag nicht Gott, denn in vielen Fällen reden Christen davon, enthaltsam zu sein und haben eine frivole Vergangenheit (erkennt sich da einer hier wieder?) Vertrauen ist gut, aber man wird oft genug angeschmiert. Also, wenn ich es einem Kerl nicht beweisen kann, hab ich auch kein Problem als Frau mit dem Sex vor der Ehe- gleiches Recht für alle Menschen. Ok, jetzt werden einige denken, ich besudele mich und bin „schmutzig“- aber ich stehe dazu und bin deshalb weder eine Hure noch „dreckig“. Ich bin nur eine normale Frau, die zu ihrem Körper steht.

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