Die blonde Christine (16) und der dunkelhaarige Frank (19) sind seit August letzten Jahres ein Paar. „Unser erstes Mal war so wundervoll, da wusste ich dass es richtig war, acht Monate gewartet zu haben …“ sagt Frank und lächelt dabei seine Freundin liebevoll an. „Als wir beim Baden waren, und ich zum ersten mal ihren hübschen, üppigen Busen gesehen habe …“ Dann folgen zwei Seiten mit großformatigen Aufnahmen zweier wohlgebauter Teenager, die sich auf Satinbettwäsche räkeln und eine ausführliche Beschreibung davon, wie sie zum ersten Mal miteinander geschlafen haben. Dieses Ereignis war natürlich das schönste was ihnen jemals passiert ist. Und der flotte Frank schließt mit den Worten: „Seit diesem wunderschönen Tag wissen wir mit absoluter Sicherheit: Wir lieben uns!“ (Quelle: eine von Tausenden BRAVOs)
Mit diesem Bild vor Augen kann die eigene Sexualität und der eigene Körper eigentlich nur Frust erzeugen. Und dieses Bild vom idealen Körper und der immer funktionierenden Sexualität wird uns an allen Ecken und Enden verkauft. Jede Lifestyle-Zeitschrift bietet viel versprechende Artikel über die tollsten Sexabenteuer, die raffiniertesten Stellungen und die attraktivsten Körper. Zeitschriften, Filme und Werbung präsentieren dabei ein Bild der Sexualität, das heute als normal gilt. Mit den entsprechenden Aussagen der Zeitschriften kann dieses Bild der Sexualität klar umrissen werden:
| • | Es ist normal, wenn man zwischen 14 und 16 Jahren das erste Mal mit einem Partner schläft. |
• | Man braucht sich seines Körpers nicht zu schämen. Nacktbaden, Saunieren, FKK ist ok. |
• | Bei der Sexualität hat jeder das Recht ordentlich befriedigt zu werden. (bzw. wer das nicht kann, der ist frigide.) |
• | Jeder Körper sollte die Idealmaße haben, das allein ist schön. |
• | Öfter mal den Partner wechseln ist ok. Man muss ja seine Erfahrungen machen. |
Alle Zeitschriften spiegeln dieses Bild der Sexualität wider, ob es nun die führenden Jugendzeitschriften sind (BRAVO, Mädchen, Girl) oder etwas für die Yuppies und Szenetypen (PRINZ, Coupé), die Wochenendzeitschriften für Oma (Praline, Neue Revue), Papas heimliche Sünden (Playboy, lui oder Penthouse). Allein die Titelbilder drücken schon aus, worum es geht und was interessiert. Welchen unheimlichen Druck diese Erwartungen an einen Menschen stellen, wird eigentlich erst beim zweiten Hinschauen klar. Einfach zu sehen ist es auch, wenn man die BRAVO ein paar Seiten weiter hinten aufschlägt:
„Liebe + Sex + Zärtlichkeit: Was viele nicht zu fragen wagen!
| • | Melanie, 15: Seit drei Monaten gehe ich mit meinem Freund. Wir möchten jetzt miteinander schlafen. Die Pille nehme ich nicht … |
• | Sina, 16: Kann ich mein Jungfernhäutchen operieren lassen, denn ich muss Jungfrau sein? |
• | Heinrich, 17: Ich konnte sie nicht befriedigen, weil mein Penis zu klein und zu dünn ist. |
• | Melanie, 16: Ich habe im Schlafzimmer meiner Eltern einen Vibrator gefunden und … |
• | Maria, 15: Mein erstes Mal dauerte nur 15 Sekunden. Danach habe ich ihn nie wieder gesehen.“ |
„Rat & Hilfe vom Dr. Sommer-Team
Susi, 15: Schwanger durch Petting? Inge, 16: Ich bekomme nie einen Orgasmus. Ich habe bereits mit vier Jungen geschlafen, und kriege nur einen Orgasmus, wenn ich mich selber befriedige. Alle Ex-Freundinnen meines jetzigen Freundes bekommen einen Orgasmus, wenn er mit ihnen schläft. Bin ich frigide? Mona, 15: Nachdem ich mit meinem neuen Freund geschlafen habe, habe ich ihn auf der Straße mit seiner Ex-Freundin knutschen sehen. Er hat mich wie Luft behandelt.“
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Wenn man sein eigenes Leben mit den Darstellungen der Medien vergleicht, dann muss man über kurz oder lang frustriert sein, wenn man sich selbst einmal im Spiegel betrachtet. Wie die Fragen der Jugendlichen ausdrücken, kommt zu der erheblichen Unreife noch ein großes Potential an Unsicherheit und Angst.
Mit was für Wunschbildern müssen wir uns eigentlich messen? Woher kommt diese Festlegung was „normal“ ist? Es ist ganz hilfreich zu sehen, dass sich solche Vorstellungen in kurzen Zeiträumen entwickeln. Die Vorstellung der „Freien Liebe“, des „Erfahrungen-Sammelns“, bis man in die Ehe eingeht, wäre vor 30 Jahren noch undenkbar gewesen. In den Anfängen der Sechziger Jahre war so etwas total verpönt. Schaut euch mal einen alten Schwarz-Weiß-Film aus dieser Zeit an, und beobachtet welche moralischen Vorstellungen da hoch gehalten werden. (Heinz Rühmann-Filme, Sissi-Filme, Heimat-Filme). Die heutige Vorstellung von freier Sexualität ist eine ziemlich kurzfristige, unreife Form. Die Folgen dieser Anschauung sehen wir nun in allen Schattierungen in fast jedem Lebensbereich:
Hat man vor zehn Jahren noch selten einen blanken Busen im Fernsehen gesehen, so muss man heute nur nach 23h einen privaten Fernsehsender einschalten (dann sind rechtlich Sendungen ab 18 Jahren erlaubt), und schon sieht man Dutzende von Paaren, die sich im Liebesrausch am Strand paaren. Was in Sendungen wie „Liebe Sünde“ und „peep“ diskutiert wird, ist für höchstens 1% der Zuschauer Realität in ihrem privaten Alltag. Sado-Maso, Fetischismus, Intimpiercing, Swingerclubs, Gruppensex, Männer werden Frauen, Frauen werden Dominas … und all das hält langsam Einzug und verändert unser Denken.
Soft-Pornos werden Alltag, Nachrichten über sexuellen Missbrauch von Kindern nehmen zu, Jugendzeitschriften leisten eine sehr detaillierte Aufklärungsarbeit, Videotheken bieten eine große Auswahl an billigem Sex für Zuhause, und neben Shopaholics und dem Workaholic hat sich auch der Sexaholic auf die Beratungsbank der Psychotherapeuten begeben. Heirat von Homosexuellen, Sexurlaub in Bangkok – alles ist heute möglich. Wenn alle Welt den Umgang mit der Sexualität in dieser Form befürwortet, dann muss das aber noch lange nicht heißen, dass es so (für mich) gut ist. Die Früchte ernten wir langsam, wenn Sexualdelikte zunehmen, wenn junge Mädchen abtreiben lassen, weil sie keinen verantwortungsvollen Umgang mit der Sexualität gelernt haben und z.B. ein verantwortungsloser junger Mann sie im Stich gelassen hat.
Alles Lüge? Nicht alles, aber viel!
Und nirgendwo wird soviel gelogen wie auf dem Gebiet der Sexualität (höchstens vielleicht in der Politik). Wenn Menschen von ihrer Sexualität erzählen, dann sind Zeiten und Zahlen plötzlich sehr objektive Werte. Ein Beispiel: Martin Luther hat einmal auf die Frage wie oft er in der Woche mit seiner Frau schlafe geantwortet: „In der Woche zwei bis vier, schadet weder ihm noch ihr.“ Anscheinend hat diese Frage in allen Zeiten die Gemüter erhitzt. Diese Frage wird in der Tat von jeder zweitklassigen Zeitschrift irgendwann gestellt und beantwortet. Der Fernseh- und Radiomoderator Andreas Malessa hat diese Frage mal genauer unter die Lupe genommen.
Wie ist es wirklich?
Wird ein junges, gut aussehendes Ehepaar dem Moderator ins Gesicht sagen: „Wir haben schon seit vier Monaten nicht mehr miteinander geschlafen?“ Bei solchen Statistiken wird geflunkert was das Zeug hält, wenn es die Sexualpraxis angeht. In der Regel läuft alles halb so aufregend und halb so oft wie alle erzählen. Und bei Jugendlichen ist das garantiert auch der Fall. Trotzdem lassen wir uns von solchen Aussagen einen Frust aufschwatzen, den wir gar nicht zu haben bräuchten. Tatsache ist, dass an der Universität massenhaft junge Männer herumlaufen, die mit fast 30 Jahren noch keinen Partner hatten und die zutiefst frustriert sind, weil sie glauben, der Zug sei für sie abgefahren. Von wegen es sei normal mit 14-16 zum ersten Mal mit einem Partner zu schlafen.
Warum überlegen wir nicht selbst einmal was gut für uns ist, anstatt nachzuplappern und nachzuleben, was andere uns erzählen. Vor allem, wenn sie schlechte Erfahrungen damit gemacht haben. Es erfordert halt einigen Mut und Widerstand gegen den Strom der heutigen Zeit zu schwimmen.
God ’n’ Sex
Entgegen der Offenheit der Umwelt gelten Christen in Sachen Sex schon seit langem als besonders verklemmt, moralisch und verneinend. Ist Gott so sexfeindlich wie seine Anhänger scheinen?
Wo ist das Problem?
Gott ist ein sex- und lustfreundlicher Gott. Alles andere kann nicht stimmen. Und je bibeltreuer wir sind, je konservativer wir argumentieren, um so weniger kommen wir um die Wahrheit herum: Wenn wir glauben, dass Gott die Menschen liebt, sie bewusst geschaffen hat und uns von Mutterleibe an so gewollt hat, dann hat er uns mitsamt unserer Sexualität, mit Lustgefühlen und Sehnsucht, mit klopfendem Herzen und roten Ohren gewollt. Er hat nicht nur zugelassen, dass erotische Gefühle, Sehnsucht, romantische Gefühle von einem Partner für uns so wichtig sind, er will das, er gönnt uns das, schenkt es uns. Wer an Sexualität immer nur mit einem schlechten Gewissen denkt, der beleidigt Gott, den Schöpfer und Erfinder auch dieser Gabe. Doch Gott hat uns alle Zutaten dazu gegeben: Genug Verstand, um die Sache auszubalancieren, Leidenschaft, Kreativität und Phantasie, damit aus purem Körpersex Erotik und Liebe werden kann. Damit sich die Spannung erhält, die Tage bunt und die Träume lebhaft bleiben und alte Liebe jung.
Also ist alles was zwei Menschen in Liebe miteinander tun gut, gewünscht und beabsichtigt?
Oder wo ist das Problem? Das Problem sieht man eben um sich herum in den Zeitschriften, im Kino und im Bekanntenkreis. Statt Liebe und einem verantwortungsvollen Umgang mit diesem wundervollen Geschenk sehen wir nur den billigen Verschnitt: schneller Sex, „Liebe“ zum Kaufen, missbrauchte Kinder und ausgebeutete Frauen. Das Geschenk Gottes wird immer durch dasselbe bedroht: Egoismus, Ungeduld, „Haben wollen“ und nicht Geben.
Wir Christen wissen auch woher das kommt: Der Sündenfall, die Trennung des Menschen von Gott hat aus dem schönen Geschenk Sexualität ein kompliziertes Geschenk gemacht. Gott hat uns alles dazu geschenkt aber wir können nicht mehr damit umgehen. Was eigentlich zum gemeinsamen Glück gedacht war, wird oft Selbstbefriedigung, Leid, Schmerz und Zerbruch. Wir sind raus aus dem Paradies und wollen selbst bestimmen. Ein Sexsüchtiger oder ein verklemmter Neurotiker habe ein ähnliches Problem: wir können nicht mehr umgehen mit diesem Geschenk. Und so sieht es in unserer Umwelt dann auch aus.
Miteinander schlafen vor der Ehe?
Um zunächst etwas klarzustellen: Wortwörtlich steht in der Bibel nicht: „Ich aber sage euch, schlafet nicht miteinander, bevor ihr verheiratet seid“. Wenn man aber die Bibel mit offenem Herzen liest und nicht nur seine Meinung bestätigt hören will, kann man doch eine eindeutige Antwort finden. Gott hat uns in seiner großen Liebe Regeln und Hilfen gegeben, damit unser Leben auch in diesem Bereich Erfüllung findet. Er will uns nicht ärgern, uns Hürden in den Weg stellen oder uns den Spaß verderben. Und Gottes Regeln sind gar nicht schwer:
Ein Mann und eine Frau, ein Leben lang
Zwei Leute finden sich, machen die Sache öffentlich, heiraten, ziehen zusammen, stellen ihre Beziehung unter den Segen Gottes und werden und sind dann ein Fleisch und schlafen miteinander. Das Neue Testament geht durchgängig von diesem einen Bild aus und Ausnahmen sind nicht zu finden. Und dann ist auch eigentlich eindeutig:
„Wenn sie sich aber nicht enthalten können, so sollen sie heiraten; denn es ist besser, zu heiraten als [vor Verlangen] zu brennen.“ (1. Korinther 7,9)
Miteinander schlafen gehört in die Ehe. Anders macht auch Jesu Verhalten der Ehebrecherin gegenüber keinen Sinn (Johannes 8,3-11). Die Liebe Gottes gibt uns Kraft vor und in der Ehe wirklich Liebe zu leben.
Wie gehen wir aber mit diesem Thema um?
Wer ist schon gerne Sünder, und vor allem konkret bei diesem Thema? Also wehren wir uns und versuchen Gottes Rahmen etwas weiter zu interpretieren. Und es ist ja auch tatsächlich nicht einfach Gottes Vorstellungen gegen den Trend zu leben, besonders da, wo die Christen sich auch nicht einig sind. Bevor ich dann Sünder bin, definiere ich lieber die Sünde weg.
Gott will uns doch mit dieser Regel nicht quälen, sondern möchte, dass wir mit seinem Geschenk eine große Freude haben. Wenn wir uns Gottes Führung und Hilfe bei der Berufswahl oder einer Klassenarbeit oder der Führerscheinprüfung wünschen, warum sollte er dann für Sexualität nicht kompetent sein? Wir können als Christen diese Entscheidung nicht an Jesus vorbei treffen. Sexualität schaltet sich auch nicht erst in der Ehe ein. Ich mache Erfahrungen mit Freundschaft, Verliebtheit und tausche erste Zärtlichkeiten aus. Wir sind auch in der Sexualität Lernende. Es ist gut vorsichtig und langsam damit umzugehen. Schon am Anfang der Bibel steht: „Darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und seiner Frau anhangen und sie werden zu einem Fleisch werden.“(1. Mose 2,24)
Hier ist der Geschlechtsverkehr schon eindeutig in den Bereich der Ehe verwiesen, denn man beachte die Reihenfolge:
| 1) | Verlassen: |
| 2) | Anhangen:Eingebunden sein in die unzertrennliche Gemeinschaft der Ehe. |
| 3) | Zu einem Fleisch werden: Körperlich und seelisch ganz zusammen gehören und auch zusammen schlafen. |
Der Evangelist Theo Lehmann hat zur Sexualität mal gesagt: „Für jede Gabe hat Gott einen bestimmten Aufgabenbereich, z.B. Die Nase ist zum Riechen und die Füße zum Laufen und nicht umgekehrt. Auch für die Sexualität hat Gott einen Bereich vorgesehen, das ist die Ehe. Alles was sich außerhalb dieses Bereiches abspielt, ist nicht im Sinne des Erfinders. Ein Beispiel: Du spielst vielleicht gerne Fußball. Na klar kannst du bei euch im Hinterhof mit einer Blechbüchse herumspielen. Nur ist das eben kein Spiel, das ist Geholze. Außerdem musst du immer befürchten, du haust eine Scheibe ein. Für ein richtiges Fußballspiel gibt es einen extra Platz. Dort kann das Spiel laufen. Da macht es Spaß. So ist es auch mit dem Sex. Na klar kannst du Liebe machen, auf die Schnelle, im Gebüsch, auf dem Heimweg vom Kino. Immer mit der Angst, dass ihr erwischt werdet oder dass ein Kind entsteht. Schon ein kleines bisschen Angst verdirbt den Spaß an der Sache. Das ist eben Geholze und hat nichts mit dem zu tun, was Gott dir gönnt und sich für dich ausgedacht hat.“
Wenn Gott uns Ratschläge gibt, wie wir mit seinem großen Geschenk Sexualität umgehen sollen, dann gibt er sie wie auch sonst immer mit viel Liebe und Weisheit.
Cae Gauntt, eine bekannte christliche Musikerin hat zu diesem Thema gemeint: „Zuerst gebe ich euch zwei Gedanken einer sehr weisen Frau (meiner Mutter) weiter. Sie sind an Frauen gerichtet, weil wir sowieso immer die meiste Verantwortung zugewiesen bekommen:
1. Schlafe nur mit einem Mann, wenn du bereit bist, ihn den Rest deines Lebens als den Vater deiner Kinder zu haben. Wenn du dir das zu Herzen nimmst fallen fast alle potentiellen Fehlschläge flach!
2. Deine Jungfräulichkeit kannst du nur einmal verschenken. Wie schade, wenn du zu eilig das schönste Hochzeitsgeschenk der Welt kaputtmachst.
Ich finde, dass diese Tipps Jungs genauso viel zu sagen haben. Wenn du die Bibel einmal hinsichtlich dieser Frage untersuchen willst – hier die wichtigsten Bibelstellen in Sachen Sex:
| • | 5. Mose 22,13-29 |
| • | Sprüche 5,15-21 |
| • | Matthäus 5,27-32 |
| • | 1. Korinther 6,9-20 |
| • | Kolosser 3,5-8 |
| • | 1. Thessalonicher 4,3 |
| • | Matthäus 19,4 |
| • | Galater 5,19-21 |
| • | Epheser 5,5 |
| • | Hebräer 13,4 |
Zur Bedeutung von Sex
Jetzt vielleicht noch etwas zur Bedeutung von Sex in der Diskussion: Die Bibel sagt mehr über „arm und reich“ aus, als über „Sex, oder keinen Sex vor der Ehe“. Wer hat mehr gesündigt: Herr Müller, der sein Leben lang als egoistischer Geizkragen den Geldbeutel nicht aufgekriegt hat, oder Franz und Susi, die bald heiraten wollen, sich treu sind und miteinander geschlafen haben, weil sie es nicht mehr ausgehalten haben. Viele Christen finden das letzte schlimmer, doch die Bibel nennt Ehebrecher und Habgierige in einem Atemzug. Wir sollten das Thema Sexualität nicht zu sehr hochspielen, auch wenn es uns viel beschäftigt. Wir sollten halt klar machen, dass Sexualität etwas sehr kostbares ist, mit dem man nicht gedankenlos herumspielen sollte und das man nicht einfach ausprobieren darf. Es hat auch etwas mit Verantwortung zu tun, und man sollte deshalb vorher klären, was man im Falle einer Schwangerschaft tut. Wenn die Bibel von Liebe und „den anderen höher als sich selbst achten“ spricht, dann passt dazu eben „kein hier mal befriedigen“ und „da mal ausprobieren“.
Das gilt vor und in der Ehe. Das biblische „Nein“ zum vorehelichen Geschlechtsverkehr ist nicht Gesetz, sondern Evangelium, d.h. Gott der Vater, der weiß, was gut ist für seine Kinder, möchte denen, die den Lebensweg der Ehe gehen, optimale Startbedingungen für eine lebenslange, erfüllende und schöne Partnerschaft geben. Das „Nein“ zu Sex vor der Ehe ist für andere Menschen sicher Schwachsinn, und viele werden den Kopf schütteln, aber Gott weiß einfach besser was gut für dich ist.


lies nochmal den sündenfal in 1.mose 3.
und hier noch ein merkvers aus ungläubigem munde: “der verlust der schamhaftigkeit ist das erste anzeichen von schwachsinn!”
sigmund freud
ali
Scham
“Man braucht sich seines Körpers nicht zu schämen. Nacktbaden, Saunieren, FKK ist ok.
(bzw. wer das nicht will, ist verklemmt.)”
Sie behaupten also, das entnehme ich diesem Text, dass der Mensch sich für seinen entbößten Körper schämen SOLL, mit allen Konsequenzen. Also kein Nacktbaden, Saunieren oder FKK.
Als ich das las, kam mir direkt die Genesis in den Sinn: Vor dem Sündenfall von Adam und Eva, und damit des Menschen, kannten sie keinerlei Scham, was ihre Leiber betraf. Zu diesem Zeitpunt entsprachen sie dem göttlichen Ideal, im Gegensatz zum heutigen Menschen. Die Erkenntnis der Nacktheit traf die beiden erst nach der Verführung durch die Schlange, als sie begehrten, wie Gott zu werden. Daraus lässt sich, denke ich, schließen, dass der sündenfreie Mensch keine Scham kennt. Und das Streben nach Sündenfreiheit, die man nie erlangen, der man sich aber annähern kann, sollte wohl die absolute Richlinie für jeden gläubigen Menschen sein.
Ich erwarte nichts anderes, als dass sie mir Fehlinterpretation vorwerfen. Mag sein, ich bin kein Bibliologe. Aber ich würde mich freuen, wenn Sie mir nicht (möglicherweise über andere Bibelstellen) ausweichen, sondern klar ausformulieren, wo mein Denkfehler liegt.
Danke.
Deine Ansichten sind alles andere als biblisch.
“5Mo 22,13 Wenn ein Mann ein Weib nimmt und zu ihr eingeht, und er haßt sie
5Mo 22,14 und bürdet ihr Dinge zum Gerede auf und bringt einen bösen Namen über sie aus und spricht: Dieses Weib habe ich genommen und mich ihr genaht und habe die Zeichen der Jungfrauenschaft nicht an ihr gefunden:
5Mo 22,15 so sollen der Vater des jungen Weibes und ihre Mutter die Zeichen der Jungfrauenschaft des jungen Weibes nehmen und zu den Ältesten der Stadt in das Tor hinausbringen;
5Mo 22,16 und der Vater des jungen Weibes soll zu den Ältesten sprechen: Ich habe meine Tochter diesem Manne zum Weibe gegeben, und er haßt sie;
5Mo 22,20 Wenn aber jene Sache Wahrheit gewesen ist, die Zeichen der Jungfrauschaft sind an dem jungen Weibe nicht gefunden worden,
5Mo 22,21 so sollen sie das junge Weib hinausführen an den Eingang des Hauses ihres Vaters, und die Männer ihrer Stadt sollen sie steinigen, daß sie sterbe, weil sie eine Schandtat in Israel verübt hat, zu huren im Hause ihres Vaters. Und du sollst das Böse aus deiner Mitte hinwegschaffen.”
Warum sollte eine verheiratete Frau sterben sollen, weil sie offensichtlich schon vor der Ehe Sex hatte, wenn das angeblich nicht verwerflich ist?
“5Mo 22,23 Wenn ein Mädchen, eine Jungfrau, einem Manne verlobt ist, und es findet sie ein Mann in der Stadt und liegt bei ihr,
5Mo 22,24 so sollt ihr sie beide zum Tore selbiger Stadt hinausführen und sie steinigen, daß sie sterben: das Mädchen deshalb, weil sie nicht in der Stadt geschrieen hat, und den Mann deshalb, weil er das Weib seines Nächsten geschwächt hat. Und du sollst das Böse aus deiner Mitte hinwegschaffen. -”
Das Mädchen sollte gesteinigt werden, weil es nicht geschrien, und Sex vor ihrer Ehe zugelassen hat.
“Hl 4,12 Ein verschlossener Garten ist meine Schwester, meine Braut, ein verschlossener Born, eine versiegelte Quelle.”
Der “verschlossene Garten” ist ein Sinnbild für die Keuschheit. Salomos Sulamith war eine Jungfrau – Gottes Programm für die Ehe ist klar, erst in der Ehe Sex zu haben. Sogar die Verlobten enthalten sich bis zur Hochzeit, denn:
“Hl 3,5 Ich beschwöre euch, Töchter Jerusalems, bei den Gazellen oder bei den Hindinnen des Feldes, daß ihr nicht wecket noch aufwecket die Liebe, bis es ihr gefällt!”
Dieses Programm ist wunderbar, und man tut seiner Seele Gewalt an, wenn man es in den Wind schlägt.
Alin
Hallo Brüder und Schwestern,
Was ist an Sex vor der Ehe so schlimm? Wenn es wirklich liebe ist, dann sehe ich keinen Grund zu warten. Und wenn ich dran denke… König David hatte 1000 Frauen…
Das schlimme ist nur wenn die Sexualität als Waffe eingesetzt wird. “Du sollst nicht ehebrechen!” Es ist doch klar geworden, dass die Menschen sich nicht an die Gebote halten können. Wer hat sich jemals an alle die Gebote gehalten? Worin liegt der Lohn wenn ich ewig auf eine Frau warte?
Ich sage euch: erst wenn man miteinander geschlafen hat, dann weiß man ob man zueinander passt. Der Sex sorgt nämlich für eine innige Beziehung und Bindung. Einfach mit jedem in die Kiste springe? Sowas finde ich auch “nicht koscha”. Aber wenn sich zwei Menschen lieben und miteinander schlafen? Wenn sie nicht heiraten wollen?
Ich sag euch mal was: ich find es auch ziemlich ungerecht das im BGB Kinder von “nicht miteinander verheirateten Eltern” benachteiligt werden.
Bis dann,
Nico
gott und sex
Der folgendeText ist Ausschnitt aus einem Referat von Eberhard Müller für einen “Etwas anderen Sonntag Morgen”, veranstaltet von der Freien evangelischen Gemeinde Göttingen am Sonntag, den 5. Oktober 1995, in Göttingen. Eberhard Müller ist Evangelist und Pastor der FeG Göttingen.
[Evangeliumsnetz] [FeG-Online] [Online-Predigtarchiv] [FeG Göttingen] [DeaS]
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So begeistert ist die Bibel vom Sex!
Liebe Besucher,
lehnen Sie sich mal zurück, ich möchte Ihnen einen wunderschönen erotischen Text zu Gehör bringen. Ich hoffe, alle im Raum sind über 18. Ich werde mal nicht so genau hinsehen…
1. Aus dem Hohen Lied
“SIE: 1/ 13 Mein Geliebter ist mir ein Bündel Myrrhe, das zwischen meinen Brüsten ruht. 14 Eine köstliche Weintraube ist mir mein Geliebter, eine aus den Weinbergen der Oase von Engedi.
2/ 5 Stärke mich mit Traubenkuchen, erquicke mich mit Äpfeln, denn ich bin krank vor Liebe! 6 Seine Linke ist unter meinem Haupt, und seine Rechte umfaßt mich.
4 /11 Sein Haupt ist wie gediegenes, feines Gold, seine Locken sind herabwallend, schwarz wie der Rabe; 12 seine Augen wie Tauben an Wasserbächen, badend in Milch, eingefaßte Steine; 13 seine Wangen wie Beete von Würzkraut, Anhöhen von duftenden Pflanzen; seine Lippen Lilien, träufelnd von fließender Myrrhe; 14 seine Hände goldene Rollen, mit Topasen besetzt; sein Leib ein Kunstwerk von Elfenbein, bedeckt mit Saphiren; 15 seine Schenkel Säulen von weißem Marmor, gegründet auf Untersätze von feinem Gold; seine Gestalt wie der Libanon, auserlesen wie die Zedern; 16 sein Gaumen ist lauter Süßigkeit, und alles an ihm ist lieblich.
7/ 10. Ich bin meines Geliebten und nach mir ist sein Verlangen. …Fände ich dich draußen, ich wollte dich küssen;
ER: 4/ 1. Siehe, du bist schön, meine Freundin, siehe, du bist schön: Deine Augen sind Tauben hinter deinem Schleier. Dein Haar ist wie eine Herde Ziegen, die an den Abhängen des Gebirges Gilead lagern. 2 Deine Zähne sind wie eine Herde geschorener Schafe…. 3 Deine Lippen sind wie eine Karmesinschnur, und dein Mund ist zierlich.
7 /4 Dein Hals ist wie ein Turm von Elfenbein;. 5 Deine Brüste sind wie ein Zwillingspaar junger Gazellen, die unter den Lilien weiden. 7 Ganz schön bist du, meine Freundin, und kein Makel ist an dir. 9 Du hast mir das Herz geraubt, meine Schwester, meine Braut; du hast mir das Herz geraubt mit einem deiner Blicke…10 Wie schön ist deine Liebe, .meine Braut; wieviel besser ist deine Liebe als Wein, und der Duft deiner Salben als alle Gewürze! 7/ 2 Dein Nabel ist eine runde Schale, in welcher der süße Wein nicht mangelt; dein Leib ein Weizenhaufen, umzäunt mit Lilien. …deine Augen wie die Teiche zu Hesbon am Tor der Stadt… 5 Dein Haupt auf dir ist wie der Karmel, und das herabwallende Haar deines Hauptes wie Purpur: ein König ist gefesselt durch deine Locken! 6 Wie schön bist du, und wie lieblich bist du, o Liebe, unter den Wonnen!
Die Liebe ist gewaltsam wie der Tod,
ihr Eifer ist hart wie die Unterwelt;
ihre Gluten sind Feuergluten, eine Flamme Gottes.
…
7 Große Wasser vermögen die Liebe nicht auszulöschen,
und Ströme überfluten sie nicht.
Wenn ein Mann allen Reichtum seines Hauses um die Liebe geben wollte,
man würde ihn nur verachten.
…
8/4 Ich beschwöre euch, ….
weckt die Liebe nicht –
weckt die Liebe nicht auf,
bis es ihr gefällt!
Toll, nicht?! Das war nicht aus dem Drehbuch zu einem Liebesfilm, sondern – man glaubt es kaum – aus der Bibel (Hohelied). Schon früh fanden jüdische Theologen, daß das doch wohl nicht in die Heilige Schrift paßt. Sie fingen an, diese Abschnitte umzuinterpretieren. Auch christliche Theologen wollten sich in Sachen abenteuerlicher Auslegung nicht lumpen lassen und sagten: Das Hohelied beschreibt die Beziehung Jesu (der Bräutigam) zu seiner Kirche – das ist die Braut.
Vor 20 Jahren fragte ich meinen damaligen Pastor, was es mit dieser Art Auslegung auf sich hat. Seine kurze Antwort: „Nun, ich kann nicht so ganz einsehen, daß der liebe Gott was an den Brüsten der Frau verloren haben soll.“ Ich schlage vor: dieses Lied sollte bleiben, was es ist: eine Sammlung wunderbarer alter Liebeslieder. Gott hat sich was dabei gedacht, als er dafür sorgte, daß sie in die Bibel kam. Er ist der Erfinder der Romantik, der Erotik, der Liebe allgemein.
2. Gute Nachricht vom sexfreundlichen Gott
Gott ist ein sex- und lustfreundlicher Gott. Die Bibel berichtet, daß Gott uns sehr bewußt geschaffen hat. Ich behaupte heute morgen – Sie müssen das ja nicht übernehmen – ich behaupte, daß es kein Fehler, Zufall, Versehen Gottes ist, daß wir Lustgefühle und Sehnsucht, klopfende Herzen und manchmal rote Ohren bekommen. Nein, er hat es nicht nur zugelassen, daß erotische Empfindungen und Gedanken, romantische Träume von einem Partner für uns wichtig sind, er WILL es, er gönnt es uns, er schenkt uns was. Wer an Sexualität immer nur mit schlechtem Gewissen denkt, der beleidigt Gott, den Schöpfer und Geber dieser kraftvollen Gabe.
Dabei ist Sexualität mehr als die Reduzierung auf den Geschlechtsverkehr. Jemand hat gesagt: „Sexualität ist die Betriebsspannung dieser Welt, die große Polarität, die Ausrichtung auf das DU, die alles so schön aufregend macht und in Bewegung hält. Sexualität spielt überall mit – überall, wo sich Männer und Frauen begegnen. Wenn Männer in eitles Geschwätz ausbrechen und die Pfauenfedern ausfahren, Frauen nervös an der Bluse herumzupfen und den dritten Blick in den Spiegel werfen und der Adrenalinspiegel steigt. Unter moralischen Gesichtspunkten hätte es uns Gott sicher etwas langweiliger machen können – bei den Blumen und Käfern soll es nüchterner zugehen, habe ich gehört. Ganz offensichtlich hat sich Gott für den Menschen das Tollste und aufregendste aufbewahrt, ein schönes, kompliziertes Geschenk, mit dem wir umgehen lernen dürfen. So sexfeindlich sich die Christen manchmal gaben oder geben: Gott haben sie damit nicht auf ihrer Seite. Er will Erotik und Lust, schöne, anziehende Körper und die Freude daran. Und er hat uns alle Zutaten dazu gegeben: Genug Verstand, um die Sache auszubalancieren, Leidenschaft und Kreativität und Phantasie, damit aus purem Körpersex echte Erotik und ganzheitliche Liebe wird, bei der die Partner auch miteinander alt werden können.“
3: Probleme mit dem Sex
Der Kirchenvater Augustin (um 400 n.Chr.) lebte, bevor er Christ wurde, sexuell sehr freizügig. Als er sein Leben Jesus anvertraute, kam es zu einer Pendelbewegung. Hinzu kam die Prägung durch den Neuplatonismus, bei dem nur die Welt des Geistes und der Innerlichkeit zählte – im Gegensatz zur Körperlichkeit und dem Begehren der Sinne. Augustins engstirnige Gedanken zur Geschlechtlichkeit wurden für lange Zeit prägend in der Kirche. Auch in der viktorianischen und wilhelminischen Zeit lebte man in einer Verdrängungsmoral. „Über Sex spricht man nicht.“ Lustempfinden war mit Sünde behaftet. Geschlechtsverkehr galt für viele als notwendiges Übel zur Kinderzeugung.
In der 68er Generation schlug das Pendel wieder in die andere Richtung. Man(n) war sich selbst gegenüber immer auf der Überholspur. Auf Zeitschriften wie „Pardon“, „Konkret“ oder „Sexfront“ reagierten meine Eltern wie auf den Leibhaftigen. Manche sahen sich stets als verklemmt an und wollten sich natürlich immer das Gegenteil beweisen. Auf eine Person fixiert zu sein, war bürgerlich und roch nach Kleinfamilie, unterdrückte Sexualtriebe galten als Aggressions- und Zerstörungswutauslöser (Wilhelm Reich), die als Lust am Krieg und am Quälen bis hin zu Furchtbarkeiten wie Ausschwitz wiederkehren sollten. Das wollte keiner. Der Sex-Kult artete daher bald in Streß mit sportlich-technischen Touch aus.
Heute beobachten viele wieder eine Gegenbewegung. Nicht etwa ein Göttinger Kirchenblatt, sondern die Hamburger Tageszeitung schreibt: „Ehepaare haben am meisten Geschlechtsverkehr, am häufigsten einen Orgasmus und sind am zufriedensten mit ihrem Liebesleben.“ Zeitungen wissen um einen neuen Trend zur Treue. Ein anderes Zitat: „Irgendwann war alles nur noch Wiederholung. Irgendwann hatte ich die „one-night-stands“ satt und dachte: wenn überhaupt noch mal Sexualität, dann ganz anders. Von da an lebte ich enthaltsam, sexuell enthaltsam…“ Das war auch kein Zitat aus einer Kirchenzeitung, sondern aus einer Sendung des NDR vor einigen Wochen. Der Titel: „Die neue Keuschheit“. Auch in anderen Programmen kann man Sendungen darüber hören, daß es diese Bewegung zur sexuellen Enthaltsamkeit gibt. Da wird über Organisationen und Bewegungen berichtet wie „Wahre Liebe wartet“ (d.h. deren Vertreter propagieren, daß Sex nur in der Ehe praktiziert werden soll) oder „Promise keepers“ – in Amerika verpflichten sich Männer neu zur Treue. Andererseits können wir in unzähligen Filmen mitbekommen, daß Beziehungen etwas höchst Kompliziertes sein müssen. Wieso gibt es soviel Streß mit dem Sex? An Gott liegt es nicht.
4: Opa rast hinter jungen Frau her
Woher kommt die viele Not – wobei diese junge Dame den Angriff sicher gut überstehen wird. Woher kommen die Probleme heute, die wir überall beobachten können? Not auf sexuellem Gebiet sehen wir im Betrieb, in der Schule, im eigenen Bett. Kein christlicher Moralapostel muß erst mit erhobenen Zeigefinger darauf aufmerksam machen. In einer Zeit, in der Selbsthilfegruppen für Sexsüchtige wie Pilze aus dem Boden sprießen, muß man schon wegsehen, um das Problem nicht zu verstehen:
Statt Ganzheit und Liebe, statt eines sorgsamen, verantwortungsvollen Umgangs mit dem wunderbaren Geschenk Gottes sehen wir oft den billigen Verschnitt: Schneller Sex, Beziehungen ohne Verantwortung, lieblose egoistische Befriedigung und Ungeduld, haben wollen – nicht geben, mißbrauchte Kinder, ausgebeutete Frauen, sogenannte „Liebe“ zum Kaufen. Jemand erzählte mir, er habe in den letzten Jahren 40000 DM für den Puff ausgegeben. Ich halte das nicht für Liebe, sondern für eine Sehnsucht, die sich nie richtig erfüllt. Ein anderer Mann sagte mir grinsend, daß er mitzählt: mit 400 Frauen habe er geschlafen. Westernhagen singt: „Frauen gegenüber bin ich willenlos…“ Ob das zu wirklichem Glück führt? Ich habe da meine Fragen. Ausnahmen? Vielleicht. Der Durchschnitt bei den FRAUEN in Deutschland liegt übrigens bei 11 Sexualpartnern, habe ich mit sagen lassen.
5 Nackedeis
Wie kommt es denn, daß das, was zum gegenseitigen Glücklichmachen führen sollte, so oft zur Selbstbefriedigung oder zum Leid, Schmerz und Zerbruch gerät? Übertriebener Sexkult und verklemmte Neurotik sind dabei 2 Seiten derselben Medaille. Sie müssen mir das ja nicht abkaufen, aber ich will eine Antwort versuchen. Die Bibel berichtet davon, daß es eine Zeit gab, in der absolute Harmonie herrschte – auf allen Ebenen. Wie sie das nennen wollen, ob Paradies oder Urzeit oder wie auch immer, ist mir egal. Aber irgendwie haben in grauer Vorzeit die Menschen mit ihrem Schöpfer völlig im Reinen gelebt. Auch untereinander gab es keinerlei Probleme. Ich weiß gar nicht, ob wir so etwas überhaupt denken können – aber so kann man es nachlesen: Damit das so bleiben konnte, gab Gott den Menschen sozusagen eine Gebrauchsanweisung für ihr Leben mit. Die Menschen waren fasziniert von der Fürsorge und Liebe Gottes und hatten einander ebenfalls lieb (Genesis 1-2).
Gott tat den Menschen so viel Gutes. Täglich dachte er sich neue Dinge aus, damit es seinen Geschöpfen ganz prachtvoll ginge. Auch die Menschen wußten, wie sie einander verwöhnen konnten – und taten es nach Herzenslust. Mit der Liebe gab es keine Probleme. Die Weisungen Gottes erwiesen sich in allen Bereichen als äußerst hilfreich und lebensentfaltend. Sie waren nicht kompliziert: Ein Mann – eine Frau – ein Leben lang: alles lief reibungslos. Ich wäre gerne dabei gewesen – und ich schätze, jeder von uns wäre tief beeindruckt, könnte er einen Einblick in diese Epoche bekommen.
6: Das Problem heißt: Beziehungsstörung durch Mißtrauen
Wie lange das so lief, darüber schweigt die Bibel. Leider kamen die Menschen eines Tages auf eine verrückt Idee: Sie sagten sich: „Moment mal: könnte es nicht sein, daß es mehr gibt, als das, was hier im Paradies so erleben? Könnte es sein, daß uns Gott etwas vorenthält? Vielleicht gibt er uns seine Weisungen nur, um uns kleinzuhalten. Vielleicht können wir uns jetzt selber sagen, was gut für uns ist. Hinterher stellt sich heraus, daß uns Gott irgendwelchen Spaß nicht gönnt? Ist er vielleicht nur deshalb freundlich, damit wir nicht rauskriegen, daß er in Wirklichkeit der große Spielverderber ist?“
Wie würden Sie diese Gedanken nennen? Ich möchte sie mit Mißtrauen bezeichnen. Die Menschen fingen an, Gott zu mißtrauen. Es kam zu einer furchtbaren Beziehungsstörung. Die gute Beziehung zwischen Gott und seinen Geschöpfen ging kaputt. Und was passierte als Nächstes? Die Bibel berichtet, daß sofort auch die Beziehung der Menschen untereinander einen furchtbaren Riß bekam. Es dauerte auch nicht lange, dann gab es nach Vorwürfen und Streit den ersten Mord. Der Grund ist das Mißtrauen. Wer sich mißtraut, kann sich nicht hingegeben lieb haben. Er kann auch nicht mehr ohne Nebengedanken etwas vom anderen annehmen – einen Rat zum Beispiel. So lehnten sich die mißtrauisch gewordenen Menschen gegen Gott als Person und dann als Konsequenz auch gegen seine Weisungen, seine Gebrauchsanweisung für das Leben, auf.
7: Die Störung der menschlichen Sexualität hat ihre Ursache im gestörten Verhältnis zu Gott
Die Beziehungsstörung zwischen Gott und Mensch sowie zwischen den Menschen wird auf dem Gebiet der Sexualität als besonders bedrückend empfunden. Wenn in diesem eigentlich unendlich beglückenden Bereich etwas schief läuft, merken wir das sehr deutlich – weil es weh tut und verletzt. Manche Verletzungen bekommen wir allerdings schon gar nicht mehr mit, so krank sind wir mittlerweile. Eigentlich ist menschliche Sexualität auf eine persönliche dauerhafte Beziehung hin angelegt. Sie führt nur durch vertrauensvolle Hingabe an den Partner und durch das verbindliche Eingehen auf diesen Partner und durch Treue zur vollen Erfüllung.
Die Abkehr vom Schöpfer führt zu perversen Verzerrungen in der menschlichen Gesellschaft (Römer 1, 18ff) – auch im Bereich der Sexualität. Die Darstellung der menschlichen Sexualität in den Medien liefern einen vielfachen Beleg für die biblische Einsicht. Die Vorkommnisse in Belgien – die Kinderschänderprozesse – sind nur ein Teil davon. Aber auch der tägliche Kleinkrieg zwischen den Geschlechtern liegt in der gestörten Beziehung zu Gott. Der Hinweis auf das Wesen des Menschen oder der Sexualität oder haufenweise erhobene Zeigefinger oder sogar drohende Appelle an unsere menschliche Einsicht, an unseren Verstand, bringen uns nicht heraus aus dem dornigen Gestrüpp des Mißtrauens und seiner Folgen bis hin zur konkreten Schuld. Keiner von uns – auch kein Pastor – kann sich selber aus diesem unheimlichen Gewucher befreien. Immer wieder merken wir, daß wir nicht von uns aus echt gut sein können. Zu tief sitzt der Bruch. Das zeigen unsere oft nicht sehr feinen Gedanken, unsere kleinen Sticheleien, unsere bewußten Verletzungen anderer bis hin zur Untreue dem Partner gegenüber oder was es da sonst noch an Müll im Leben gibt.
8: Gott will helfen
Sie ahnen sicher, daß diese Störung Gott nicht kalt gelassen hat. Es sollte eigentlich alles wirklich schön sein im Leben und damit auch im Bereich der Sexualität. Gott hat einen guten Plan für dich und mich. Er hat uns lieb. Wenn wir einander verletzen, verletzt es ihn auch. Ihm geht es nicht um bürgerliche Moral. Er hat ganz andere Sorgen. Er möchte, daß die Beziehung der Menschen zu ihm wieder stimmt. Er will, daß wir wieder eine ungetrübte Beziehung zu ihm haben können. Er heult sich die Augen nach uns aus, wenn er uns und unsere Tränenfabrik Erde sieht. Das macht ihm Not.
Sehen Sie, deshalb schickte er Jesus in diese Welt und deshalb bekennen die Christen: „Jesus trug unsere Krankheit und lud auf sich unsere Schmerzen!“ Wissen Sie, es gibt sozusagen einen Entsorgungsplatz für den ganzen Schrott unseres Lebens. Auch für den Mist, der auf sexuellem Gebiet schiefgelaufen ist. Und da kann viel schieflaufen. Die Bibel ist da sehr ehrlich und berichtet, daß selbst große Glaubensleute so ihre Probleme hatten. Vielleicht denken Sie: Bei mir ist aber alles in Ordnung. Ich habe keine Probleme mit der Sexualität und auch sonst fühle ich mich nicht schuldig. Aber mal ehrlich: Keiner von uns kann sagen, daß er noch nie anderen Menschen gegenüber Liebe schuldig geblieben wäre – ich auch nicht. Es ist der Bruch zwischen Gott und Mensch, der zu Lieblosigkeiten führt. Verfehlungen im Bereich der Sexualität sind übrigens nicht schlimmer oder besser als alle anderen schuldhaften Dinge. Aber niemand muß an irgendwelcher Lieblosigkeit verzweifeln oder zerbrechen.
Diese Müllhalde ist das Kreuz von Golgatha, an dem Jesus vor 2000 Jahren starb. Hier ist Jesus für dich und mich eingetreten und hat unsere Schuld auf sich genommen und aus der Welt rausgetragen. Sein Tod ist kein Mißgeschick der Geschichte, sondern er will damit fragen: „Könnt ihr einem, der euch so liebt, daß er sich für euch umbringen läßt, noch mißtrauen? Wagt es und vertraut euch mir an. Sagt mir euer Versagen, ich will euch davon befreien durch Vergebung. Ich will euch einen neuen Anfang schenken und euer Leben neu machen.“ Christsein ist eine Beziehungsfrage: es geht darum, Vertrauen zu Jesus zu wagen, und sich von ihm helfen zu lassen. Durch seine Vergebung wird unsere Beziehung zu Gott wieder heil. In dem Moment, wo unsere Beziehung zu Gott wieder in Ordnung ist, können auch unser Beziehungen zu Menschen mit seiner Hilfe wieder heil werden.
9: Wollknäule
Wenn einer eine Maschine erfunden hat, dann weiß er selber am Besten, was für das Teil gut ist. Gott ist der Erfinder des Sex. Als der Schöpfer weiß er auch am besten, wie wir mit unserem Leben umgehen sollten. Er will, daß sich unser Leben entfaltet. Dazu gehört natürlich auch der Bereich der Sexualität. Daher ist für mich persönlich nicht so wichtig, was die Mehrheit in unserem Land oder was man in den Medien über Sexualität denkt. Ich richte mich lieber nach dem, was Gott denkt. Ich weiß und erlebe, daß er kein Spielverderber ist, sondern ein freundlicher Vater im Himmel. Er zeigt mir, wie schön Sexualität sein kann. Gott ist ein sexfreundlicher Gott. Er hat eine gute Zielsetzung für unsere Geschlechtlichkeit.
Eine Umfrage in den USA ergab, daß Christen befriedigendere sexuelle Erfahrungen machen als Nichtchristen. Christen richten sich nach Gottes Weisungen, weil sie merken, daß sie damit hervorragend ihr Leben und auch ihr Liebesleben entfalten können.
Haben Christen keine Probleme im Bett bzw. in der Ehe überhaupt? Doch – sie leiden unter den Folgen des Bruchs der Menschen mit Gott ebenso, wie jeder andere – aber sie haben etwas, was andere eben nicht kennen: Der Glaube hilft, daß sich die Partner besser verstehen, er gibt Kraft und Mut zur Treue. Außerdem wissen Christen, wo sie mit ihrer Schuld hingehen können – denn schuldig werden auch die Nachfolger Jesu aneinander – Christen sind keine besseren oder perfekteren Menschen. Aber sie können Jesus um Vergebung bitten und mit anderen Christen ihres Vertrauens über ihre Probleme reden. Eben weil wir nicht perfekt sind und Fragen haben wie andere Menschen auch, helfen wir einander und bitten unseren Herrn Jesus Christus, uns dabei zu leiten. Er ist auferstanden und lebt, er hilft sehr konkret.
10: Glaube ist ein fester Halt
3 Schlußgedanken: 1. Wenn Sie solche konkrete Hilfe erfahren möchten, sprechen Sie uns an. 2. Wenn Sie heute gemerkt haben sollten: Ich habe viel falsch gemacht, ich brauche Vergebung, dann sagen Sie es Jesus. Er vergibt gern. 3. Wenn Sie gemerkt haben, daß Gott ein unendlich großes Interesse an Ihnen hat und Sie gesehen haben, daß er gerne den Beziehungsbruch zu Ihnen überwinden möchte, dann gehen Sie das Wagnis ein und legen Ihr Mißtrauen beiseite. Gott freut sich auf Sie! Trauen Sie sich, ihm zu vertrauen und bitten Sie ihn, in Ihr Leben zu kommen. Wir helfen Ihnen gerne, mit ihm ins Gespräch zu kommen.
Eberhard Müller
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© 1996 Eberhard Müller, FeG Göttingen;
Netzgestaltung Roland Potthast, Evangeliumsnetz
Re: God
Ich hatte diesen Leserbrief schon einmal geschreiben, doch er scheint nicht angekommen zu sein. Deshalb, auf ein Neues!
Zuerst einmal folgendes:
Dieser Text hat mich erschüttert, tief erschüttert. Ich rede dabei nicht von deinen/Ihren Darstellungen der Welt, sondern von der Meinung, die herüber gebracht wird.
Aber ich möchte auf einige Punte speziell eingehen:
„Mit diesem Bild vor Augen kann die eigene Sexualität und der eigene Körper eigentlich nur Frust erzeugen.”
Es kann natürlich Frust erzeugen, soll aber nicht. Es soll lediglich Botschaft vermitteln, davon, dass Liebe schön ist. Jeder, der dann mit: „Wäääh, ich bin nicht so schön wie die!” kommt, hat es missverstanden. Wir sollen uns erfreuen nicht grämen.
„Es ist normal, wenn man zwischen 14 und 16 Jahren das erste Mal mit einem Partner schläft.”
Ja, es ist normal, denn der Mensch ist, wie jedes andere Lebewesen auch, darauf eingerichtet soviel Nachwuchs wie nur irgend möglich zu produzieren. In der Welt (post-idustrial states), in der wir leben, herrschen keine Probleme, was Nahrung betrifft. Somit erwachen diese Urinstinkte in uns auch wieder früher.
„(Das bedeutet aber auch: Wer bis dahin noch keine sexuellen Erfahrungen hatte, der ist hinterher.)”
Bedeutet es nicht. Natürlich gibt es Menschen, die sich darüber lustig machen, doch die hatte ich oben bereits erwähnt. Viele beschreiben das erste Mal als nicht unbedingt schön und diese Menschen haben das, aus welchem Grund auch immer, selbst erfahren. Sie scheinen mir eher diejenigen zu beneiden, die diese Erfahrung nicht gemacht haben und vielleicht mal eine viel schönere machen werden.
„Man braucht sich seines Körpers nicht zu schämen. Nacktbaden, Saunieren, FKK ist ok. (bzw. wer das nicht will, ist verklemmt.)”
Kein Mensch braucht sich wegen seines Körpers zu schämen, den jeder ist auf seine Art schön. Wie er es zeigt ist seine Sachen. Verklemmt ist deshalb niemand.
„Öfter mal den Partner wechseln ist ok. Man muss ja seine Erfahrungen machen. (Der Junge wird dabei erfahren, das Mädchen wird dabei ein Flittchen)”
Man soll seine Erfahrungen machen, wie man sie auch bei anderen Gelegenheiten machen soll, da man sonst nicht erfährt, was zu einem passt. Kein Mädchen ist ein Flittchen, nur weil es einen Freund hat, die Beziehung beendet und sich einen anderen sucht. Ein Flittchen ist sie höchstens dann, wenn sich bei ihr die Jungs am Abend alle halbe Stunde die Klinke in die Hand geben.
„…welche moralischen Vorstellungen da hoch gehalten werden.”
Auch heute noch werden bestimmte moralische Vorstellungen hochgehalten, doch die Vorstellungen von damals waren die einer Generation, die nichts davon wusste, was es bedeutet, mit jemandem zu schlafen. Auch zeigen solche, wie die genannten Filme, nur eine Seite der Medaille. Viele junge Menschen haben auch dmals miteinander geschlafen und sich durch das Nichtwissen, das man ihnen vermittelte, unter Umständen ihr Leben verdorben.
„…Sado-Maso, Fetischismus, Intimpiercing, Swingerclubs, Gruppensex, Männer werden Frauen, Frauen werden Dominas … und all das hält langsam Einzug und verändert unser Denken.”
Viele dieser Ansichten, Lebenweisen (außer vielleicht Geschlechtsumwandlungen und Intimpiercings) hat es auch früher schon so oder in leicht abgeänderter Form gegeben. Der einzige Unterschied zu heute besteht darin, dass dies in unserer Gesellschaft, die weiß, wie schwer es sein kann, wenn es um die Liebe geht, akzeptiert und toleriert wird und Menschen, die diese Neigungen besitzen, diese auch voll ausleben dürfen.
„…Nachrichten über sexuellen Missbrauch von Kindern nehmen zu,…”
Natürlich nehmen diese Nachrichten zu, da diese Verbrechen heute viel häufiger ans Licht getragen werden als früher.
„Wenn alle Welt den Umgang mit der Sexualität in dieser Form befürwortet, dann muss das aber noch lange nicht heißen, dass es so (für mich) gut ist.”
Niemand verlangt, dass dieser Umgang von allen gepflegt werden soll. Niemand zwingt niemanden.
„Die Früchte ernten wir langsam, wenn Sexualdelikte zunehmen, wenn junge Mädchen abtreiben lassen, weil sie keinen verantwortungsvollen Umgang mit der Sexualität gelernt haben und z.B. ein verantwortungsloser junger Mann sie im Stich gelassen hat.”
Sexualdelikte: s.o.
Abtreibung: Die Abtreibung ist kein Zeichen dafür, dass man im Stich gelassen wurde oder noch nicht reif war. Sie ist vielmehr ein Zeichen dafür, dass Frauen jetzt selbst die Möglichkeit haben sich zu entscheiden. Außerdem passieren solche „Unfälle” auch schon seit Ewigkeiten, nur dass sie anderes gehandhabt wurden (Steinigung, fix noch heiraten etc.).
„Entgegen der Offenheit der Umwelt gelten Christen in Sachen Sex schon seit langem als besonders verklemmt, moralisch und verneinend. Ist Gott so sexfeindlich wie seine Anhänger scheinen?”
Ja, denn der Gott/die Götter einer Religion präsentieren sich durch ihre Anhänger und deren Presenz in den Köpfen. Dass dies meist Fanatiker sind, ist ein anderes Problem.
„Wenn wir glauben, dass Gott die Menschen liebt, sie bewusst geschaffen hat und uns von Mutterleibe an so gewollt hat, dann hat er uns mitsamt unserer Sexualität, mit Lustgefühlen und Sehnsucht, mit klopfendem Herzen und roten Ohren gewollt.”
Dann lautet aber die Frage: hat er sie auch mit usgelebter Sexualität gewollt?
„Wer an Sexualität immer nur mit einem schlechten Gewissen denkt, der beleidigt Gott, den Schöpfer und Erfinder auch dieser Gabe.”
Demnach hat die gesamte Kirche in ihrer Vergangenheit Gott also aufs empfindlichste beleidigt. Es tut mir leid, aber das lässt so manch’ anderen Punkt klarer erscheinen.
„Wir Christen wissen auch woher das kommt: Der Sündenfall, die Trennung des Menschen von Gott hat aus dem schönen Geschenk Sexualität ein kompliziertes Geschenk gemacht.”
Kleine Info am Rande: Allein durch Darwin müsste sich die Frage nach dem Sündenfall geklärt haben. Es gibt keine Sünde. Sie ist nichts als ein übertrieben gehandhabter Moralkodex aus längst vergangenen Zeiten.
„Gott hat uns in seiner großen Liebe Regeln und Hilfen gegeben, damit unser Leben auch in diesem Bereich Erfüllung findet.”
Ist ja schön und gut, doch mit welchem Recht tut er das? Er mag die Leibe ja vielleicht erfunden haben (was ich bezweifle), doch scheint er sie nie erlebt zu haben.
„Ein Mann und eine Frau, ein Leben lang”
Und Homosexuelle?
„Darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und seiner Frau anhangen und sie werden zu einem Fleisch werden.”
Niemand spricht dabei von einer räumlichen Trennung oder gar, dass eine Ehe vollzogen wird. Die beiden gehen schlicht und ergreifend mitteinander.
„1. Schlafe nur mit einem Mann, wenn du bereit bist, ihn den Rest deines Lebens als den Vater deiner Kinder zu haben. Wenn du dir das zu Herzen nimmst fallen fast alle potentiellen Fehlschläge flach!”
Es gibt Verhütungsmittel.
„… aber Gott weiß einfach besser was gut für dich ist.”
Du allein weißt, wer du bist. Du allein kennst deine Gefühle. Nur du kannst über dein Leben bestimmen.
schön, dass dir auch mal was gefällt. da tut ja richtig gut.
ali
Wooooord
schön, das ist doch endlich mal ein artikel der nicht utopische wunschvorstellungen beeinhaltet… sehr kritisch und nah an der realität… und vorallem gute argumentationsweise… auch wenn ich den herrn lehmann etwas anzweifeln würde, denn sein Vergleich hinkt ein wenig.
Wenn es doch in den anderen beiträgen auch so wäre… 🙁
wahre sexualität sucht nicht die persönliche befriedigung, sie sucht aus liebe das glück und die erfüllung des anderen.
sex ohne liebe ist eine egoistische begierde,die aussieht wie liebe. in wahrheit ist sie genau das gegenteil der echten liebe.
ali
mal ne frage
Hallo!
(Autor leider nicht bekannt ;o(, erscheint nicht auf der Seite)
>>Was eigentlich zum gemeinsamen Glück gedacht war, wird oft Selbstbefriedigung, Leid, Schmerz und Zerbruch.