18. Juli: Vor 1.960 Jahren: Rom brennt

“Brände sind in der Hauptstadt des römischen Imperiums keine Seltenheit. Aber der Feuersturm, der in der Nacht vom 18. auf den 19. Juli 64 nach Christus in Rom ausbricht, ist so gewaltig, dass Geschichtsschreiber Tacitus ihn in seinen Annalen erwähnt. Der Brandherd befindet sich in jenem Teil des Circus Maximus’, “wo es in den Geschäften Ware gab, die die Flammen nährte.” Von da aus verbreitet sich der Brand in alle Richtungen durch die engen Gassen und deren Holzhäuser. “Das Feuer wurde sofort kräftig und schnell vom Wind entfacht und erfasste die gesamte Länge des Circus”, so Tacitus. Er beschreibt darin, wie die “Vigiles”, die damaligen Feuerwehrmänner, versuchen, dem Flammeninferno Herr zu werden. Die Löschmöglichkeiten sind wegen Wasserknappheit und flüchtenden Menschen begrenzt. Der Großbrand dauert neun Tage lang und verändert das Stadtbild dramatisch. “Rom war in 14 Teile geteilt, von denen vier unversehrt blieben, drei bis zum Boden vernichtet waren; in den sieben übrigen blieben Spuren von zerstörten und halbverbrannten Häusern übrig”, schreibt Tacitus. Moderne Historiker schätzen, dass mehrere tausend Menschen sterben und mindestens 200.000 obdachlos werden.

Die Schuld für den Brand wird bald dem exzentrischen Kaiser Nero zugeschoben……… Der Kaiser will den Vorwurf nicht auf sich sitzen lassen, schreibt Tacitus: “Daher schob Nero zur Beseitigung des Gerüchts Schuldige vor und verhängte äußerst ausgesuchte Strafen über jene, die das Volk als Christen bezeichnete.” Überlieferungen sprechen von Kreuzigungen, Verbrennungen und Zirkuskämpfen zwischen Christen und wilden Tieren. “Es ist historisch erwiesen, dass die Apostel Petrus und Paulus unter Kaiser Nero gemartert wurden”, sagt Polverini. “Ob das aber in Folge des Großbrandes oder zu einem anderen Zeitpunkt geschah, ist nicht klar.” Die Christen seien damals eine in der Bevölkerung “sehr verhasste Sekte” gewesen.” Wdr.de

“In einer seiner Predigten gab der bekannte englische Pastor Dick Lucas ein fiktives Gespräch zwischen einer Christin im alten Rom und ihrer Nachbarin wieder. Die Nachbarin sagt: „Ich hab gehört, du bist religiös geworden. Das find’ ich toll. Religion ist ja wirklich ganz wichtig. Wo ist denn euer Tempel?“ „Wir haben keinen Tempel“, entgegnet die Christin. „Unser Tempel ist Jesus.“ „Keinen Tempel? Wo tun denn dann eure Priester ihren Dienst?“ „Wir haben keine menschlichen Priester, die Mittler zwischen Gott und uns sind. Unser Priester ist Jesus.“ „Keine Priester? Ja, wo bringt ihr dann eure Opfer dar, um euren Gott gnädig zu stimmen?“„Wir brauchen kein Opfer“, sagt die Christin. „Jesus ist unser Opfer.“ „Mein Gott, was ist denn das für eine Religion?“ Die Antwort: gar keine.” T .Keller 

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