23.5.1949 Gott im Grundgesetz.

„Im Bewußtsein seiner Verantwortung vor Gott und den Menschen … hat sich das Deutsche Volk … dieses Grundgesetz gegeben“. So beginnt die Präambel, der Vorspruch zum Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland vom 23. Mai 1949; ähnliche, teilweise noch ausführlichere Formulierungen finden sich in den Verfassungen mehrerer deutscher Bundesländer. Weder die Paulskirchenverfassung von 1849 noch die Reichsverfassungen von 1871 und 1919 kannten einen derartigen „Gottesbezug“, wie er in der Wendung „Verantwortung vor Gott“ zum Ausdruck kommt. Nach der Rechtssprechung des Bundesverfassungsgerichtes (Urteil zum Grundlagenvertrag vom 31.7.1973 im Zusammenhang mit dem Wiedervereinigungsgebot) besitzt auch die Präambel des Grundgesetzes eine Rechtssatzqualität; sie ist also nicht nur eine unverbindliche und damit unerhebliche Meinungsäußerung der Verfassungsväter aus ferner Zeit. Aber was für eine Bedeutung hat dieser Gottesbezug heute und was sagt er über unser Staatswesen aus? Die Meinungen hierüber gehen weit auseinander. Handelt es sich hierbei um eine christliche Verankerung unserer Verfassung, oder ist dieser Bezug in einem pluralistischen Staat überflüssig? https://www.iguw.de/site/assets/files/1323/lagler_w_gott-im-grundgesetz-2009_iguw.pdf

Kommentare

  1. Shlomo

    Der Staat ist nicht christlich. Das meine ich übrigens weder positiv noch negativ. Ich glaube nicht, daß ein Staat, also ein bestimmtes politisches System, christlich sein kann. Der einzelne Mensch kann Christ sein, was schön und wünschenswert ist, aber ein Staat bleibt ein Staat. (Etwas anderes sind totalitäre Ideologien wie der Islam. Diese zielen unterdrückerisch und machthaberisch auf alle Bereiche eines Landes, nämlich auf den Staat und seine Politik, auf Justiz, Familie, Gesellschaft und Berufswelt. Da sieht man, wie der Teufel arbeitet.)

    Aber mal abgesehen davon, ob das Grundgesetz nun auf (irgendeinen) Gott abzielt, ist und bleibt das Grundgesetz eben nur ein GRUNDgesetz, es ist keine regelrechte Verfassung. Im Grundgesetz steht sogar, daß das deutsche Volk sich (nach einer Wiedervereinigung?) eine eigene Verfassung geben soll. Das ist bis heute nicht geschehen. Das wollen die Machthaber nicht.

    • ali

      Das Grundgesetz, hat Geburtstag: Am 23. Mai wird es 70 Jahre alt. Das ist ein Grund zum Feiern und zum dankbaren Rückblick auf 70 Jahre Frieden und Freiheit. Den Vätern und Müttern des Grundgesetzes war es ein Anliegen, aus den Fehlern der Weimarer Republik und der schrecklichen Naziherrschaft zu lernen. Als „Parlamentarischer Rat“ arbeiteten sie das Grundgesetz 1948/49 aus und rangen um die einzelnen Artikel. Vor allem bei der Präambel, der Einleitung, gab es sehr unterschiedliche Entwürfe. Einer der Hauptstreitpunkte war die Frage, ob man sich auf Gott beziehen sollte.
      Ein Ausdruck der Demut

      Schlussendlich einigten sich die Väter und Mütter des Grundgesetzes auf eine Erwähnung Gottes:

      „Im Bewusstsein seiner Verantwortung vor Gott und den Menschen, […] hat sich das Deutsche Volk kraft seiner verfassungsgebenden Gewalt dieses Grundgesetz gegeben.“

      Bei dieser Formulierung hatte der Parlamentarische Rat den Gott der Bibel vor Augen. Die Mitglieder wussten, ja hatten es auf schreckliche Weise während der Nazi-Diktatur erlebt: Staatliche Ordnung ist von Menschen gemacht und damit immer begrenzt und für Fehler anfällig. Die Erwähnung Gottes im Grundgesetz ist ein Ausdruck der Demut. Es ist ein Eingestehen: Es gibt einen, der über uns steht, jemanden, dem wir Rechenschaft schuldig sind.
      Realistisches Menschenbild

      Das Wissen um die Fehlbarkeit des Menschen ist eines der Grundmerkmale einer Demokratie. Diese Erkenntnis deckt sich mit der Bibel. Sie zeichnet ein sehr realistisches Bild vom Menschen. Einerseits betont sie seine hohe Stellung, weil Gott jeden Menschen nach seinem Ebenbild erschaffen hat (vgl. 1. Mose 1,27). Daher steht im ersten Artikel des Grundgesetzes: „Die Würde des Menschen ist unantastbar.“ Laut der Bibel kann und muss man sich Menschenwürde nicht verdienen. Jeder besitzt sie – weil er ein Geschöpf Gottes ist. Andererseits macht Gott in seinem Wort, der Bibel, klar, dass jeder Mensch Fehler macht, jeder versagt und nicht nach Gottes Vorstellungen lebt. Das Gesetz Gottes fordert:

      „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, mit ganzer Hingabe, mit aller deiner Kraft und mit deinem ganzen Verstand! Und: Du sollst deine Mitmenschen lieben wie dich selbst!“ (Die Bibel, Lukas 10,27)

      Es gibt Hoffnung

      Das gilt für politische Verantwortungsträger genauso wie für dich und mich. Doch wie oft scheitert jeder Einzelne daran, diese Forderungen zu erfüllen? Der Apostel Paulus bringt es auf den Punkt:

      „…alle haben gesündigt, und in ihrem Leben kommt Gottes Herrlichkeit nicht mehr zum Ausdruck…“ (Die Bibel, Römer 3,23)

      Das ist ein vernichtendes Urteil. Würde Paulus hier aufhören zu schreiben, gäbe es keine Hoffnung. Wir müssten uns damit abfinden, dass der Mensch nun mal böse ist und bleibt. Doch Paulus schreibt weiter:

      „…und dass sie für gerecht erklärt werden, beruht auf seiner Gnade. Es ist sein freies Geschenk aufgrund der Erlösung durch Jesus Christus. Ihn hat Gott vor den Augen aller Welt zum Sühneopfer für unsere Schuld gemacht. Durch sein Blut, das er vergossen hat, ist die Sühne geschehen, und durch den Glauben kommt sie uns zugute.“ (Die Bibel, Römer 3,23-25)

      Tröstliches Wissen

      Gott ist nicht nur ein gerechter, sondern auch ein barmherziger und gnädiger Gott. Wer glaubt, dass Jesus Christus, der Sohn Gottes, für seine Schuld stellvertretend gestorben ist, wird von Gott für gerecht erklärt und somit ein neuer Mensch (vgl. 2. Korinther 5,17). Wer Gottes Gnade erfahren hat, muss keine Angst haben beim Gedanken, dass wir alle – Politiker und Wähler – eines Tages vor diesem Gott stehen werden.

    • Gott lässt uns in Ruhe - ist eine Gott sein Dank unbiblische Aussage.

      Das neue Testament zeigt uns auch genau das Gegenteil eines christlichen
      Staates auf. Dies ist nicht Gott gewollt und auch das scheitern Israels, als Staat,
      in der Bibel , ist keine Erfolgsgeschichte. Dennoch wird jeder Staat ,nach der
      Moral und Ethiklehre der Bibel gerichtet. Dies ist ein Grund ,warum Deutschland
      jetzt schon, in der Welt nichts mehr zu melden und wirtschaftlich ,steil nach unten
      gleitet, mit einer Politik aus Schilda. Für Westeuropa wie, Frankreich, Klein Britanien,
      und Belgien gilt das Selbe. Schon unter der jetzigen Intoleranz der religiösen
      Humanisten, zeigt sich schon die Fratze des Teufels. Zum lachen ist mir immer
      zu Mute , wenn ich mit vorstelle einig Kommentare ,die ich so täglich lese,
      wären in Pakistan, oder Sau die Arabien veröffentlicht worden.

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