Schon als junger Mann war Raoul Wallenberg ein Held, den ein Mythos umgab. Der Sohn einer prominenten schwedischen Bankiersfamilie besaß einen schwedischen Diplomatenpass, amerikanisches Geld, Mut, Unverfrorenheit und eine große Liebe zu Menschen. Damit schaffte er es, in Budapest 1944-45 etwa 100.000 Juden zu retten. Sein Trick war unter anderem ein „Schwedischer Schutzpass“. Alle Juden, die in dessen Besitz kamen, waren vor dem Holocaust geschützt. Gegen Ende des Krieges musste Wallenberg untertauchen, nachdem Anschläge auf ihn verübt worden waren und ein Kopfgeld auf ihn ausgesetzt war. 1945 wurde er mit gerade einmal 32 Jahren von den Sowjets als vermeintlicher Spion verhaftet und in die Sowjetunion gebracht. Dort verliert sich seine Spur. Sein Todesdatum ist im Westen bisher unbekannt. Am 4. August 2012 ist sein 109. Geburtstag.

